Akustik-Gitarre für Anfänger bis 350€

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Fantatier

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Hallo zusammen,

Ich bin ein Anfänger, der gerade auf der E-Gitarre übt. Viel Ahnung habe ich allerdings noch nicht. Ich denke aber, dass die E-Gitarre für mich die rockigeren Genres ebenso wie Blues, moderne Popmusik usw. ausreichend abdeckt.

Allerdings fasziniert mich auch die "spanische Gitarre", viel Fingerzupfen und ausgefallene Schlagtechniken mit der rechten Hand. Dafür dachte ich mir, wäre eine Nylonbesaitete Gitarre optimal und eine Westerngitarre verkehrt. Liege ich mit der Einschätzung richtig?



Hier die zu beantwortenden Fragen:

(1) Wie hoch ist das (eingeplante) Budget? Wo liegt die finanzielle Grenze, die auf keinen Fall überschritten werden soll?

> 350€ wäre die angepeilte Obergrenze.



(2) Soll es eine Westerngitarre, Klassische Gitarre, 12-String, oder sonstiges sein? (Informationen hierzu: https://www.musiker-board.de/wester...schiede-zwischen-konzert-westerngitarren.html )

> Eine Klassische Gitarre, oder eine Westerngitarre, auf der sich auch gut "spanisch" spielen lässt.



(3) Welche Arten des Kaufs kommen in Frage? Neukauf, Gebrauchtkauf? Internet- oder Ladenkauf? In letzterem Falle: Möchtest du eine Empfehlung für ein Fachgeschäft? Wenn ja, welche Gegend?

Neukauf und Gebrauchtkauf nicht-beschädigter Modelle. Internetkauf vmtl.



(4) Wo setzt du das Instrument primär ein (Zu Hause, Bühne, Studio?) und wie groß ist deine Erfahrung mit akustischen Gitarren?

> Zu Hause; ich würde aber auch gerne mal draußen spielen. Frage dazu: Ist eine Massivholzdecke dafür gänzlich ungeeignet bzw. sollte man solche Gitarren gar nicht mit nach draußen nehmen, um länger zu spielen?



(5) Suchst du eine Gitarre für einen bestimmten Stil ?

> Folgendes Video fasst ganz gut zusammen, was man damit anstellen können sollte:

Also zupfen, picken mit dem Plektrum, schlagen, (leichte) perkussive Effekte auf Steg/Korpus erzeugen usw.
Wobei der Cutaway für die höher gelegenen Saiten nicht unbedingt nötig wäre.

schön auch:



(6) Welche Korpustypen / Korpusgrößen kommen für dich in Frage? (Informationen hierzu: https://www.musiker-board.de/wester...m-pickups-bei-akustikgitarren.html#post651036 )

> Meine Frage dazu: Spielt man eine 4/4 wenn man sie (aus anatomischer Sicht) gut spielen kann, oder gibt es etwaige Vorteile einer kleineren Größe wie 7/8 für normal gebaute Menschen?



(7) Welche Sattelbreite würdest du bevorzugen? Gibt es Vorlieben zu Halsdicke oder -form?

> Ein wichtiger Punkt: Ich habe bisher nur eine E-Gitarre in der Hand gehalten mit zarten 40mm Sattelbreite. Ich habe etwas Angst, dass ich Schwierigkeiten mit einer 52mm Wumme kriege oder vieles bzgl. des Griffs von Grund auf neu lernen muss. Daher wäre eine 50/48mm-Sattelbreite ganz nett, aber kein Muss.


(8) Welche Features sind dir besonders wichtig?
[] Massive Decke
[] Massiver Boden und Zargen
[] Cutaway
[] Tonabnehmer

> Keines davon ist mir besonders wichtig. Auf einen Tonabnehmer kann ich gerne verzichten, der Rest wäre natürlich nice to have.


(9) Hast du Wünsche bezüglich der Holzsorten?

> Das ist wieder mit einer Frage verbunden, denn ich habe Wünsche bzgl. des Sounds: Der sollte möglichst hell und klar sein im prinzipiell ja düstereren und dumpferen Klangspektrum einer Konzertgitarre. Klanglich extrem gut gefällt mir z.B. die Höfner HF 12 nach den Soundbeispielen bei Thomann (https://www.thomann.de/de/hoefner_hf12_konzertgitarre.htm?offid=1&affid=84)
Leider liegt die mit 390€ leicht über der Schmerzgrenze, weshalb ich nach Alternativen Ausschau halte.

Damit verbunden also die Frage: Ist Fichte für einen solchen, tendenziell helleren Klang maßgeblich verantwortlich? Dann würde ich das definitiv anderen Hölzern wie Zedern vorziehen

Decke: Fichte (?)
Boden & Zargen: Egal



(10) Weitere Wünsche wie Optik, klangliche Eigenschaften (mit Vergleich?) oder sonstiges:

Gerne ein mattes finish, bzw. keine Hochglanzoptik. Ist aber nachrangig. Die Gitarre sollte recht hell und klar klingen.



Vielen Dank schon einmal und weihnachtliche Grüße,
Fantatier
 
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Bei 350€ wird es mit einer (neuen) Western für Deine Klangvorstellung schwierig, Nylon passt. An dieser Stelle mal wieder die Leier von der La Mancha Rubi, evtl. eher der SM als der CM, aber die könnte auch noch "hell genug" sein. Preis ca. 280€, evtl. gerade mit Weihnachtsinflation. Gundsätzlich (!) verhält es sich mit Fichte / Zeder so, wie Du es geschrieben hast, aber das sind nur ganz grobe Richtungen, der Rest der Konstruktion spielt ebenfalls eine große Rolle. - Auch ordentlich und im Budget: Hellweg/Hopf (verschiedene Modelle). Mit beiden macht man kaum etwas falsch, beide sind im nicht-solistischen Rahmen (also für's Ensemble oder die Gesangsbegleitung) auch durchaus bühnentauglich.

Alternativ: Eine gebrauchte Höfner.
 
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Fantatier

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Vielen Dank! Das beantwortet mir schon einmal viele Fragen.

Diese La Mancha Rubi scheint mir ja - wenn man sich hier in der Kaufberatung so umschaut - wirklich das non-plus-ultra bzgl. des Preis-Leistungs-Verhältnisses zu sein. Wenn das so ist, dann wäre die Sache ja relativ klar: Dann würde ich mir eine Rubi mit Fichtendecke bestellen bzw. mich im Geschäft danach erkundigen. Frage dazu: Gibt es die auch mit schmalerem Hals, oder nur in der 52mm-Ausführung?

Zum Vorschlag eine gebrauchte Höfner zu kaufen: Wo könnte ich mich diesbezüglich denn mal umsehen?
 
zwetsche

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> Zu Hause; ich würde aber auch gerne mal draußen spielen. Frage dazu: Ist eine Massivholzdecke dafür gänzlich ungeeignet bzw. sollte man solche Gitarren gar nicht mit nach draußen nehmen, um länger zu spielen?

Natürlich ist eine massive Decke auch für draußen geeignet. Was einen nicht daran hindert, einigermaßen sorgfältig mit dem Instrument umzugehen. Im strömenden Regen (habe ich vor ein paar Tagen gerade erlebt) würde ich eine hochwertige Gitarre nun vielleicht nicht gerade einsetzen. Aber das gerade erwähnte Instrument, freilich eher eine Billigschleuder, hat selbst das offenbar gut weggesteckt. Insgesamt muss jeder für sich entscheiden, ob er eine Gitarre notfalls auch Macken und Beulen aussetzt oder sie wie seinen Augapfel hütet und in die Vitrine steckt. Meiner alten Hanika, vielleicht meiner besten Gitarre, habe ich im Lauf der Jahre leider einige Macken beim Aufziehen der flutschigen e-Saiten verpasst. Das wurmt mich, aber ändert nichts an der Spielbarkeit und dem Klang. Eine Gitarre ohne massive Decke würde ich nicht kaufen, auch wenn manche mit gesperrter Decke einen vielleicht mal überraschen kann. Die Decke ist nun mal der wichtigste Faktor für das Schwingungsverhalten einer Gitarre.
 
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Zur La Mancha: Es gibt die CM-R mit 48mm.Griffbrett; ein Fichtenpendant scheint es nicht zu geben.

Zur Höfner: eBay-Kleinanzeigen sind eine brauchbare Quelle
 
Jiko

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Ich schmeiße noch die Ortega R 131 SN in den Raum - 48mm Sattelbreite, massive Zederndecke und Mahagonikorpus. :)
 
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Fantatier

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Erstmal vielen Dank für die ganzen Anregungen und Tipps!
Die vielen Vorschläge haben es nicht gerade leichter gemacht, eine Entscheidung zu treffen.
Deshalb bin ich nicht drum herum gekommen mal in den Laden zu gehen und einige Gitarren in die Hand zu nehmen.

Das Ergebnis war folgendes: Der sehr freundliche Verkäufer hat mir eine Granada (ich glaube Z1/65 - 48M) für etwa 280€ wärmstens empfohlen.
Daneben habe ich die oben erwähnte Höfner HF 12 angespielt und war ganz hin und weg vom Sound.
Der Verkäufer findet aber eben gerade die Granada vom Klang her so toll und letztlich der Höfner überlegen. Er sagte was vom "lebendigen Klang" den so nur die Spanier hinkriegen.

Der Plan ist nun die La Mancha Rubi (Fichte) zu testen und dann eine Entscheidung zu finden.

EDIT: Frage dazu -> Da ich die Gitarre nicht im Sortiment der Shops vor Ort finde, kann ich sie online bestellen, kurz anspielen und ggf. wieder zurücksenden? Oder wäre das unüblich?
 
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gidarr

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Oder wäre das unüblich?

Unüblich wäre das sicher nicht, aber ob es dem Geschäft gegenüber fair wäre, wo Du die anderen Gitarren getestet hast? Gerade bei akustischen Gitarren ist es immer am besten, direkt zu vergleichen und ein Vergleich mit einer Gitarre, die Du erst bestellen musst, wäre auch schlecht möglich. Wenn Du von der Höfner begeistert warst, wäre das doch Deine erste Wahl, ob der Verkäufer denselben Geschmack hat oder nicht, ist wirklich nicht so wichtig.
 
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Der sehr freundliche Verkäufer hat mir eine Granada (ich glaube Z1/65 - 48M) für etwa 280€ wärmstens empfohlen.
Daneben habe ich die oben erwähnte Höfner HF 12 angespielt und war ganz hin und weg vom Sound.
Der Verkäufer findet aber eben gerade die Granada vom Klang her so toll und letztlich der Höfner überlegen. Er sagte was vom "lebendigen Klang" den so nur die Spanier hinkriegen.

Bullshit, aber so was von ...

Aus folgenden Gründen:
Hat der Verkäufer gesagt, weshalb er den Klang so überlegen fand? Und: Konntest Du das nachvollziehen? Hat er Dir beide Instrumente vorgespielt? Mit denselben Stücken? Wie war Dein Klangempfinden?

Sicherlich wird es so sein, dass ein Instrument für den Zuhörer anders klingt, als für den Spieler. Da kann schon mal das für den Spieler "schlechtere" Instrument für dieselbe Person als Zuhörer das "bessere" Sein (Stichworte: "Projektion", "Tragfähigkeit").

Zum Thema "Spanien": Der deutsche Granada-Vertrieb, pro arte acoustics, schreibt von einer "europäischen" Fertigung. Recherchiert man dann etwas weiter, allerdings auf anderen Webseiten, dann erscheint immer wieder Bulgarien als Herstellungsort. Da baut man auch gute Gitarren (da sitzt auch die Firma Kremona, die offenbar auch andere Label produziert, ob sie aber mit Granada zu tun hat, entzieht sich meiner Kenntnis), aber Bulgarien ist halt nicht Spanien. Auch wenn das Konzept möglicherweise aus Spanien kommt. (Und hinter "La Mancha" stecken chinesische Gitarrenbauer mit dem Konzept einer deutschen Firma...)

Das klingt für mich eher danach, dass er die Granada loswerden möchte, vielleicht hängt sie schon länger, vielleicht ist die Marge hier höher. Wenn er Dir die Klangunterschiede nicht deutlich gemacht hat, hätte er sich für mich schon dequalifiziert.

Nachtrag: Ich kenne die Granada nicht; ich bewerte mit dem Statement oben nicht das Instrument, sondern der Verkäufer.

Der Plan ist nun die La Mancha Rubi (Fichte) zu testen und dann eine Entscheidung zu finden.

EDIT: Frage dazu -> Da ich die Gitarre nicht im Sortiment der Shops vor Ort finde, kann ich sie online bestellen, kurz anspielen und ggf. wieder zurücksenden? Oder wäre das unüblich?

Auch wenn es nicht mein Vorgehen wäre - es scheint wohl nicht unüblich zu sein. Würde Dir Dein Dealer auch die LM Rubi zur Ansicht bestellen, wenn Du ihm versicherst, eine der 3 Instrumente zu nehmen?
 
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Fantatier

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Bullshit, aber so was von ...

Aus folgenden Gründen:
Hat der Verkäufer gesagt, weshalb er den Klang so überlegen fand? Und: Konntest Du das nachvollziehen? Hat er Dir beide Instrumente vorgespielt? Mit denselben Stücken? Wie war Dein Klangempfinden?

Sicherlich wird es so sein, dass ein Instrument für den Zuhörer anders klingt, als für den Spieler. Da kann schon mal das für den Spieler "schlechtere" Instrument für dieselbe Person als Zuhörer das "bessere" Sein (Stichworte: "Projektion", "Tragfähigkeit").

Zum Thema "Spanien": Der deutsche Granada-Vertrieb, pro arte acoustics, schreibt von einer "europäischen" Fertigung. Recherchiert man dann etwas weiter, allerdings auf anderen Webseiten, dann erscheint immer wieder Bulgarien als Herstellungsort. Da baut man auch gute Gitarren (da sitzt auch die Firma Kremona, die offenbar auch andere Label produziert, ob sie aber mit Granada zu tun hat, entzieht sich meiner Kenntnis), aber Bulgarien ist halt nicht Spanien. Auch wenn das Konzept möglicherweise aus Spanien kommt. (Und hinter "La Mancha" stecken chinesische Gitarrenbauer mit dem Konzept einer deutschen Firma...)

Das klingt für mich eher danach, dass er die Granada loswerden möchte, vielleicht hängt sie schon länger, vielleicht ist die Marge hier höher. Wenn er Dir die Klangunterschiede nicht deutlich gemacht hat, hätte er sich für mich schon dequalifiziert.

Nachtrag: Ich kenne die Granada nicht; ich bewerte mit dem Statement oben nicht das Instrument, sondern der Verkäufer.

Also: Ich kenne mich als Anfänger damit nicht aus, vllt. hat er das gemerkt. Er sagte, das sei ein lebendiger, voller Klang und man höre das in den "Obertönen". Ich konnte es nicht nachvollziehen, weil für mich als Laie der Klang einfach noch ganz vom subjektiven Empfinden abhängt.
Die Gitarre sah für mich einfach weniger wertig aus, das Griffbrett schien irgendwie abgenutzt. Dagegen haben die anderen Gitarren einfach ne bessere Figur gemacht, Klang hin oder her. Ob das Modell wirklich alt war, oder es einfach am verwendeten Holz lag, kann ich aber beim besten Willen nicht beurteilen.



Was ich aus den anderen Kommentaren entnehme ist, dass es sich gehört, dort zu kaufen, wo man die Gitarre testen durfte. D.h. entweder nehme ich einfach direkt die Höfner und locker die Budgetgrenze oder ich frage den Verkäufer, ob er die Mancha bestellen kann, wobei ich mich dann festlegen würde, eines der Modelle zu nehmen. Ich möchte auch lieber das lokale Geschäft unterstützen, als einen großen Onlinehändler - auf der anderen Seite finde ich es schade, dass die Auswahl dann eben offenbar begrenzt ist, sobald man mal die Gitarren anspielen möchte.


Für mich wäre es noch wichtig zu wissen, was ihr über die Höfner denkt: Ist das ne Kaufempfehlung oder hat diese Gitarre vllt. Mankos, die ich als Anfänger nicht sehe?
 
gidarr

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was ihr über die Höfner denkt

Höfner ist - für mich als Höfner-Besitzer sowieso - immer eine Kaufempfehlung. Die Höfner HF-12 wird laut Höfner sogar in Deutschland gebaut und ist sicher eine gute Einsteigergitarre. Instrumente von Höfner und auch von La Mancha Rubi wurden schon öfters bei Gitarrenbauwettbewerben der European Guitar Teachers Association (EGTA-D e.V.) für Schülergitarren ausgezeichnet. Beide Firmen können also brauchbare Gitarren bauen, was natürlich auch für andere Firmen gilt. Aber wer kann schon alle Gitarren der Welt vergleichen?
 
käptnc

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Ich habe mir die Fender ESC105 gekauft die eine sehr schmale Sattelbreite hat. Mir gefällt der Klang gut und sie kostet ca. 100€.
Wäre vielleicht was zum probieren.
 
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Höfner hat schon immer ordentliche Handwerksarbeit abgeliefert; die Instrumente der 1970er und 80er Jahre fand ich aber klanglich recht trist (ich war damals bei uns in der Gitarrengruppe fast der einzige, der keine Höfner hatte, sondern eine Hopf, und freute mich, dass meine besser um Lichtjahre besser klang...), etwas schwer und träge. Das hat sich mittlerweile deutlich geändert, die neuen Höfner sind für mich "agiler", wobei ich die HF-12 noch nicht gespielt habe. Als Ahorn-Instrument wird sie eher "schlank" im Klang sein.

Wenn sie Dir gefällt - darauf kommt es an -, gibt es aus meiner Sicht keinen Grund, sie nicht zu nehmen.
 
Abendspaziergang

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Oh mann, Kallidad sind ja geil. Danke dafür.
 
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Hey Leute ich habe mir nun die Höfner HF-12 gekauft und muss sagen, der Klang ist super und sie gefällt mir toll, solange ich zupfe.

ABER: Sobald ich strumming bzw. irgendwelche Schlagtechniken ausprobiere, klingt die Gitarre schrecklich. Sie dröhnt geradezu (viel zu hoher sustain?!) und die tieferen Töne überlagern die hohen so deutlich, dass man die höheren Saiten überhaupt nicht heraushört, es sei denn, man erhöht speziell die Intensität des Schlags nach unten hin. Das gilt insbesondere für flamenco-Techniken.

Mache ich technisch was grundlegend falsch? Ich schlage schon nah am Sattel, um etwas klarere Töne mit weniger sustain zu erzeugen, aber es ist nicht gerade das Wahre. Muss ich vllt. andere Saiten aufziehen?

Ich bin etwas verzweifelt, denn ich will ja nicht nur zupfen...



Oh mann, Kallidad sind ja geil. Danke dafür.
:great:
 
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Hey Leute ich habe mir nun die Höfner HF-12 gekauft und muss sagen, der Klang ist super und sie gefällt mir toll, solange ich zupfe.

ABER: Sobald ich strumming bzw. irgendwelche Schlagtechniken ausprobiere, klingt die Gitarre schrecklich. Sie dröhnt geradezu (viel zu hoher sustain?!) und die tieferen Töne überlagern die hohen so deutlich, dass man die höheren Saiten überhaupt nicht heraushört, es sei denn, man erhöht speziell die Intensität des Schlags nach unten hin. Das gilt insbesondere für flamenco-Techniken.

Mache ich technisch was grundlegend falsch? Ich schlage schon nah am Sattel, um etwas klarere Töne mit weniger sustain zu erzeugen, aber es ist nicht gerade das Wahre. Muss ich vllt. andere Saiten aufziehen?

Ein paar Hinweise:
- Klingt sie nur für dich so schrecklich (als Spieler) oder auch für Zuhörer?
- Ist sie auf 440 Hz gestimmt?
- Spielst Du mit Nagel? (KEIN Plektrum auf der Nylon, klingt im Regelfall doof)
- Saiten machen eine Menge aus, ggf. mal ein paar verschiedene Sätze durchprobieren. (Mein aktueller Favorit: Optima 6 Carbon HT, aber das muss anderen nicht auch so gehen)
- Last but not least: Normale Konzertgitarren sind nicht so sehr für's Akkordedreschen gedacht. Dann wäre man mit einer Flamenco besser geeignet. (Wobei die HF 12 mit Ahornkorpus eigentlich schon halbwegs passen sollte; die LaMancha fand ich diesbezüglich auch akzeptabel.)
 
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Ein paar Hinweise:
- Klingt sie nur für dich so schrecklich (als Spieler) oder auch für Zuhörer?
- Ist sie auf 440 Hz gestimmt?
- Spielst Du mit Nagel?
- Saiten machen eine Menge aus, ggf. mal ein paar verschiedene Sätze durchprobieren. (Mein aktueller Favorit: Optima 6 Carbon HT, aber das muss anderen nicht auch so gehen)
- Last but not least: Normale Konzertgitarren sind nicht so sehr für's Akkordedreschen gedacht. Dann wäre man mit einer Flamenco besser geeignet.

-Also meine Freundin sagt, es sei gar nicht schlimm, im Gegenteil.
Puh, das hat mich etwas beruhigt :D. Vllt. liegt es daran, dass die Gitarre beim strumming für mich - der bisher nur leise auf der E-Gitarre geübt hat - einfach generell sehr laut ist. Das ist erstmal ungewohnt. Es scheint sogar so, dass der Klang besser ist, je beherzter ich loslege. Womöglich habe ich etwas halbherzig und dann unsauber gespielt, weil ich die Nachbarn nicht gegen mich aufbringen wollte.
-ja
-nein ohne längere Nägel
-Gute Idee. Sätze würde ich gerne mal durchprobieren. Ist deine Empfehlung auch für die "flamenco-Eigenschaften" förderlich, oder sind das nur generell gute Saiten?
-Das ist sicher richtig. Allerdings habe ich gelesen, dass man für mein Budget schon eine taugliche Konzertgitarre bekommt, nicht aber eine gute Flamenco-Gitarre. Zudem dachte ich, die Klassik sei auch für solche Techniken gut geeignet, sozusagen der Allrounder, daher auch meine Klangvorstellungen im Rahmen dieses Posts.


Jedenfalls vielen Dank für die Tipps :)
 
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-Also meine Freundin sagt, es sei gar nicht schlimm, im Gegenteil.
Puh, das hat mich etwas beruhigt :D. Vllt. liegt es daran, dass die Gitarre beim strumming für mich - der bisher nur leise auf der E-Gitarre geübt hat - einfach generell sehr laut ist. Das ist erstmal ungewohnt. Es scheint sogar so, dass der Klang besser ist, je beherzter ich loslege. Womöglich habe ich etwas halbherzig und dann unsauber gespielt, weil ich die Nachbarn nicht gegen mich aufbringen wollte.

Ja, das ist ziemlich wahrscheinlich: E-Gitarren-Saiten sind dünner, da treten dann die Höhen eher klanglich heraus, gerade beim leisen SPpielen..

-nein ohne längere Nägel
Wachsen lassen...

Sätze würde ich gerne mal durchprobieren. Ist deine Empfehlung auch für die "flamenco-Eigenschaften" förderlich, oder sind das nur generell gute Saiten?
Das sind für mich generell gute Saiten, die wohl keine richtigen "Flamenco-Saiten" sind, aber klare und kräftige Höhen liefern.


habe ich gelesen, dass man für mein Budget schon eine taugliche Konzertgitarre bekommt, nicht aber eine gute Flamenco-Gitarre. Zudem dachte ich, die Klassik sei auch für solche Techniken gut geeignet, sozusagen der Allrounder, daher auch meine Klangvorstellungen im Rahmen dieses Posts.

Ja, auf jeden Fall als Allrounder. Auch richtig, dass man für 350€ keine neue Flamenco bekommt, manchmal allerdings mit Glück eine gebrauchte, die zumindest klanglich in die Richtung geht (auch wenn vielleicht ein Flamencospieler noch vieles an ihr auszusetzen hätte, gerade in Richtung Bespielbarkeit).
 
käptnc

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Hallo, ich übe auch schon seit längerer Zeit an Flamenco-Techniken bin aber noch lange kein Flamencospieler. Ich benutze z.B.
eine billige Konzertgitarre bei der ich den Steg ca. 2mm abgefeilt habe seit fast 2 Jahren noch mit den Originalsaiten (eine Mechanik
habe ich austauschen müssen) und bin mit dem Klang sehr zufrieden auch bei klassischer Zupftechnik.
Zu Weihnachten war ich bei meiner Schwester welche teurere Konzertgitarren als ich besitzt /auch Höfners und bin mit Freuden wieder
zu meiner billigen Konzertgitarre zurückgekommen die auch noch einen viel geringeren Saitenabstand und vielleicht nicht ganz so viel
Bass und sustain besitzt und mir damit gerade Flamencotechniken vereinfacht. Ich habe jetzt auch meine relativ teure K.Yairi Westerngitarre
verkauft da ich nur noch mit der Konzertgitarre spiele.

Ist alles nur meine subjektive Wahrnehmung, Flamencoprofis mögen mich jetzt auslachen und die Höfners sind mit Sicherheit gute Gitarren

Viel Spaß und viele Grüße !
 

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