Akustik Gitarre - warum ohne "Cutaway"? Gründe für verschiedende Korpusformen

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Es hat für mich den Eindruck einer Kastration eines ansonsten perfekten Instrumentes - nicht nur klanglich, sondern auch optisch.
Erlaubt ist, was gefällt. Mir gefällt ein Cutaway nicht!
Als Kastration würde ich das nicht bezeichnen, ich bin der Anteil der Gitarristen, die ein Cut als estäthisch bezeichnen. Ohne sieht das für mich immer etwas, naja, wie soll ich sagen, als Muttigitarre aus.
Ich glaube auch nicht, dass das fehlende Teil einen hörbaren Verlust an Ton mit sich bringt.
Ob man einen Cut braucht, ist wohl auch eine Gewohnheit, Paco de Lucia brauchte das nicht. Jazzgitarristen (Jazzgitarren) habe eigentlich immer ein Cut, könnten die auch ohne? Warscheinlich schon.
 
Regular_John89
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Vor allem werden doch auf der E-Gitarre ganz andere Sachen gespielt, wo man auch wirklich bis in die hohen Lagen spielt! Und wo es je nach Können und Art des Equipments auch nach was klingt ... :)
absolut.

Doch mein Erstgedanke war: das Brett und die Bünde sind ja da - warum blockiert man den Zugang zu diesen "künstlich" durch die Korpusform? Das soll nicht hochnäsig oder besserwisserisch klingen - das waren nur meine Überlegungen.

Doch wie eben erwähnt - jetzt bin ich auch schlauer :biggrinB:
 
Blues-Opa
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Ohne sieht das für mich immer etwas, naja, wie soll ich sagen, als Muttigitarre aus
Oh Mann ... was man sich alles einbilden kann ... ;)
Ok ... hab ich halt ein ganzes Zimmer voll "Muttigitarren" ... ich lach mich schlapp ... :)

"Ohne" ist einfach die Grundform der Akustikgitarre, ausgereift und bewährt.
Die Martin 000 z. B. gilt als eine der gelungensten Akustikgitarrenbauformen überhaupt,
für viele bis heute "die" Akustikgitarre schlechthin :)
 
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Denk Dir nichts @Blues-Opa - die besten Gitarristen der Welt spielen ausschließlich Muttigitarre! :great:
 
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Oha...ich habe ein "Mutti-Gitarren-Tattoo" auf dem Oberarm. :oops: Teufel nochmal...

Jetzt mal im Ernst.
Worüber sich manchmal alles den Kopf gemacht wird?

Wer da tief unten rumfummeln möchte, der freut sich wahrscheinlich wenn die Finger da überhaupt hinkommen. (Klingt irgendwie komisch...:unsure:..oder?)

Wer das nicht braucht, dem fehlt auch nix wenn der Gitarre da nix fehlt. Ist doch einfach, oder?

Wer einen Cut braucht weil er das optisch cool findet, der soll das halt so haben. Eine richtige "Männer-Gitarre" halt. :whistle:
Kann man ja vielleicht auch aufmalen?....*duck und weg*
 
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Ich hatte mir vor Kurzem die selbe Frage gestellt, beziehungsweise wurde darauf gestoßen.
Ich selber habe (noch) keine Gitarre mit Cutaway, war aber erstaunt, welchen Unterschied das anscheinend macht, nachdem ich zwei Videos dazu gesehen hatte die das ganz gut darlegen:


Ob der Klang jetzt mit oder ohne besser ist ist wohl eher Geschmackssache, ich persönlich mag die Optik vom Cutaway, bevorzuge aber den Klang ohne.
Bei Nylon spiele ich auch bis hoch auf den 19. Bund, das ist ohne Cut natürlich ein Krampf, aber Abhilfe ist schon auf dem Weg :D
 
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das Brett und die Bünde sind ja da - warum blockiert man den Zugang

Oft fällt es - auch wenn es da ist - ab Bund 14 etwas weg. Der Saitenabstand verändert sich und wird deutlich größer. Das Griffbrett ist also nur aus "optischen" Gründen da noch vorhanden.

Diese gerne an Gitarren, die primär für Strumming in den Offenen-Positionen (oder halt man mit Capo etwas weiter oben) gemacht werden. So auch die Southern Jumbo aus dem Bild in Beitrag 1. "Reinhauen und Lautstärke" rausholen ist da die Devise :)

Gruß
Martin
 
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Oft fällt es - auch wenn es da ist - ab Bund 14 etwas weg. Der Saitenabstand verändert sich und wird deutlich größer. Das Griffbrett ist also nur aus "optischen" Gründen da noch vorhanden.
Bei manchen sehr alten Gitarrenformen geht das Griffbrett tatsächlich nur etwa bis zum Korpusrand. Teilweise wurden die Bünde noch ein Stück weit über den Rand hinaus fortgesetzt - nur die Bünde, in die Decke eingesetzt.
 
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Meine Gitarren haben überwiegend Cutaway. Ich schätze die leichtere Bespielbarkeit der höheren Bünde. Natürlich kann man sich auch nach oben recken, aber angenehmer ist es einfach mit Cutaway. Meine Ovation hat keines, aber dafür den Hals - Korpus Übergang am 14. Bund und nicht am 12. Bringt schon etwas.
Meine eine Nylon hat Cutaway und den Übergang am 12. Bund, die andere Cutaway und Übergang am 14. Bund.
Natürlich sorgt die Tatsache, dass die Rückseite des Halses nicht ungestört weitergeht auch für Behinderung, dennoch spielt es sich leichter als ohne Cutaway.

Klanglich mag es einen kleinen Unterschied geben, aber ich halte den nicht für gravierend. Für mich muss ein Instrument gut bespielbar sein und sollte klingen. Das Arbeitswerkzeug sollte mich nicht einschränken oder behindern.
Was nicht sein darf sind dead spots oder dass etwas mitschnarrt oder mitschwingt. Bei meiner Band Nylon-Akustik konnte ich das Batteriefach als Bösewicht ausmachen und entschnarren, bei meiner Jazzgitarre ist es entweder ein Pickup (Aufhängung) oder im Bracing hat sich etwas gelöst. Das konnte ich noch nicht abstellen. So etwas stört mich, aber Cutawa ja/nein ... eher nicht.

Eventuell klingen Gitarren ohne Cutaway voller, aber so bauchig mag ich es gar nicht. Im Bandkontext (mit Bassbegleitung) ist zuviel an Bass-Bauch eher sogar kontraproduktv, weswegen meine mehr genutzte Nylon Akustik die ist, die einen "flacheren" und "neutraleren" Klang hat (und durch teifere Saitenlage und mehr Cutaway leichter bespielbar ist).

Wer es anders mag, möge eine ohne Cutaway kaufen, die Auswahl ist ja da.
 
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Ich habe sowohl Gitarren mit als auch ohne Cutaway. Und ja - ich spiele auch gerne mal weiter oben, was mit Cutaway natürlich leichter geht, aber letztendlich mag ich beide Bauformen. Ich habe auch einige Vergleichstests gemacht und bin bisher eigentlich nur auf ein Modell gestoßen, bei dem ich die Version ohne Cutaway akustisch gespielt drastisch besser fand als bei der Version mit Cutaway und das war die Harley Benton CLD-30.
Aber der Cutaway hat natürlich gitarrenbautechnisch ein Problem und das ist die starke Biegung am "Horn", denn das Zargenholz wird ja aus einem Brett gebogen und auf der engeren Biegung herrscht unter Umständen mehr Spannung, was verarbeitungstechnisch schwerer zu handhaben ist und unter Umständen auch mal reißen kann. Ist jetzt nichts, was einem erfahrenen Profi alltäglich passieren wird, aber so ein Cutaway erhöht den Schwierigkeitsgrad schon.
 
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Unabhängig vom Schwierigkeitsgrad ... es ist einfach mehr Arbeitsaufwand/zeit.
 
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In diesem Fall ist "weniger" tatsächlich "mehr". ;-)
 
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Ich brauche bei meiner Akustik-Gitarre keinen Cutaway. Ich spiele nie "da oben" - da hab ich lieber den größeren volleren Korpus.
 
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Eventuell klingen Gitarren ohne Cutaway voller, aber so bauchig mag ich es gar nicht. Im Bandkontext (mit Bassbegleitung) ist zuviel an Bass-Bauch eher sogar kontraproduktv,..

Sehr richtig.

Die "schlechtere" Gitarre ist im Bandkontext oft die bessere.

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