Akustikgitarre über Fender Twin Amp

von bathtubdiver, 22.04.08.

  1. bathtubdiver

    bathtubdiver Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.08   #1
    Hallo Musiker Board,

    ich spiele in einer Beatles Coverband Schlagzeug und meine beiden Gitarristen spielen jeweils einen Fender 65 Twin Reverb. Mein Problem (die Gitarristen haben da einfach mal von null auf hundert resigniert) ist der Einsatz von Akustikgitarren. Wollen wir eine integrieren haben wir entweder die Wahl über die PA zu gehen oder eben über die Fenders.

    Eingesetzte A-Gitarre ist eine Gibson, irgendso ein John Lennon Signature Modell, allerdings nicht das teure sondern die lag so um die 600,- EUR glaube ich. Finde die persönlich nicht so toll, weil nicht so hundertprozentig bundrein aber egal.

    Der Sound ist sowohl über unsere Behringer Eurorack als auch über die Fenders total hässlich. Klingt nur nach lumpigem Line-Signal ohne jegliche aksutische "Wärme", die eine A-gitarre sonst ausmacht. Habe sie schon ein paarmal abmikrophoniert, da klingt sie durchaus schön.

    Meine Frage ist jetzt: liegt das an den internen Tonabnehmern? Klingen hochwertigere A-Gitarren über Amps besser, bzw. kann man einen akustischen Sound über die Fenders realisieren? Würde ein neuer Tonabnehmer (z.B. https://www.thomann.de/de/fishman_neod_schallochtonabnehmer.htm ) das Problem evtl lösen?


    Danke schon mal für alle Antworten!


    Gruß
    Daniel
     
  2. DerZauberer

    DerZauberer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.08   #2
    Eigentlich braucht Ihr "nur" vernünftige A-Gitarren-Amps, die auf genau dies vorbereitet sind. Dann kann's auch wirklich gut klingen. Vom Namen her verwendet Ihr ja gute Marken und legt offensichtlich Wert auf guten Sound (wenn auch vielleicht nicht "original", dann würden da VOX-Verstärker rumstehen, aber das nur so nebenbei)... wenn ihr also ernsthaft über A-Gitarren-Einsatz nachdenkt, solltet Ihr euch mal intensiv mit der Materie A-Gitarren-Verstärker befassen.

    In einer 600-EUR-Akustikgitarre sollten vernünftige Pickups drin sein - kenne jetzt das Modell nicht, aber ich geh jetzt einfach mal davon aus. Ist also eher eine Frage, wie das Signal weiterverarbeitet wird.

    Ihr könntet als Zwischenlösung auch mal damit experimentieren, das A-Gitarren-Signal durch vorhandene E-Gitarren- oder Gesangs Effekte (z.B. Equalizer, ganz leichter Chorus, Mikrofon-Vorverstärker, etc.) "anzuwärmen" und an den Amps durch beherzten Eingriff in die Klangregelung nachzuhelfen.

    Grundsätzlich bleibt aber: A-Gitarre mit Pickups klingt immer auch ein bisschen nach A-Gitarre mit Pickups... wusstet Ihr eigentlich, dass das Eric Clapton Unplugged Konzert das einzige ist, bei dem alle Instrumente wirklich tatsächlich "unplugged" waren? Nur EC hat konsequent alle Instrumente inkl. Gitarren mikrofoniert, und das hört man schon...
     
  3. Axel S.

    Axel S. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.08   #3
    600 Euro. Und nicht bundrein??
    Das kann ich kaum glauben.
     
  4. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 22.04.08   #4
    Richtig :great:
    Ich finde auch, dass der Gebrauch des Ausdrucks "unplugged" meistens absolut lächerlich ist.

    Also ich habe im Berich Folk-Rock die Erfahrung gemacht, dass eine A-Gitarre sehr gut über eine PA klingt und eine brauchbare PA auch genug Möglichkeiten bietet, der A-Gitarre mit Pickup einen guten Sound zu verleihen.
    Solbald es eine große Bühne mit Mensch am Mischpult gibt, hört der sowieso besser, was in der Halle ankommt.
    Der Sänger mit Akustikgitarre, der per Gesang eh schon in die PA geht und einen Monitor vor sich hat, der braucht defintiv keinen Akustikverstärker.
    Ich selbst brauche einen Akusitkverstärker dann, wenn nur der Sänger eine Klein-Musikanlage nutzt und alle Instrumente halt ihren eigenen Verstärker haben - klar ...
    Sobald aber die große Bühne mit PA da ist, reich eigentlich auch ein extra Monitorspeaker, mit dem ich die Lautstärke etwas nachregeln kann, wenn ich mich auf dem normalen Bühnenmonitor mal nicht höre.
    Der Akusitkverstärker bringt mir dann selber einen etwas schöneren Bühnensound, also zu meiner eigenen Freude, das Signal verzweige ich aber schon vorher über eine DI-Box zur PA, der Mixer kann mit dem puren Signal mehr anfangen.
     
  5. bathtubdiver

    bathtubdiver Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.08   #5
    Danke schon mal für alle Antworten!

    Stimmt so nicht ganz, die Herren Harrison und Lennon haben ca. ab '66 glaube ich die Fender gespielt. Aber egal. Das mit den A-Gitarren-Verstärkern ist natürlich klar. War eben nur die Frage, ob man sich die sparen kann.

    Die Tonabnehmer in der Gitarre geben halt über die Anlage echt einen Sound raus, der mit einer A-Gitarre nicht mehr viel gemein hat.

    Und zum Thema bundrein: ich bin an dem Ding schon schier verzweifelt. Unser Gitarrist sieht das Ding schon als Fehlkauf an.

    Und: klar kann man über eine PA mit dem Line-Signal einen guten Sound hinzaubern. Nur im Proberaum ist das echt unmöglich mit den drei Reglern für Low,Mid Und Highs im Eurorack...
     
  6. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 22.04.08   #6
    OK, da ist schon etwas faul an der Sache.
    Eine A-Gitarre mit gutem Pickup klingt (natürlich über DI-Box) dirket in eine halbwegs passable PA auch gut und nicht so viel anderes als über einen Akustik-Verstärker.
    Das muss bei Euch irgendwie ein Mist-Piezo sein. :(

    Ich würde an Deiner Stelle einfach mal eine andere A-Gitarre ausprobieren - vielleicht lässt sich ja etwas leihen.
    Das wäre ja erstmal der unkomplizierteste Test.
     
  7. Westerly RI

    Westerly RI Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.08   #7
    Hat das John Lennon Modell nicht so einen lausigen magnetischen Pickup drin?

    Ihr müsst einfach 100-150.- in einen modernen Pickup investieren und gut ist. Es gibt dazu ja einige Threads.

    Grüße, Kai
     
  8. GEH

    GEH MOD A-Saiteninstrumente Moderator

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    Erstellt: 22.04.08   #8
    Sicher richtig ...
    Bei einer guten Gitarre ist ein neuer Pickup, eventuell Austausch des Pickupsystems, betimmt sinnvoll.
    Aber das Instrument hat ja noch andere Schwächen wie Bundunreinheit.
    Fragt sich, ob sich da eine Investition lohnt, selbst wenn das Ding stolze 600 Euro gekostet hat.
    Das Instrument müsste einfach erstmal zur Beurteilung zum Gitarrenbauer.
    Erst wenn sich auch die Bundreinheit verbessern lässt, würde ich im zweiten Schritt etwas am Pickup ändern.
    Sonst lieber gleich in eine gescheite Bühne-Akustik investieren.
     
  9. Disgracer

    Disgracer A-Gitarren-Mod Moderator

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    Erstellt: 22.04.08   #9
    also irgendwas passt bei Gibson, John Lennon Modell und 600 euro schonmal gar nicht zusammen.

    ich würd ja tippen, dass das ne epiphone ist: http://www.rockshop.de/oshop-0112911.html?&campaign=Froogle
    die liegt nämlich in dem preisbereich.
    tonabnehmer wäre in diesem fall ein nicht weiter spezifizierter "Mini-Humbucker", soweit ich das sehe ohne Preamp. Dürfte dann auch der "untersten" schublade entsprechen, wenn man nichtmal den hersteller erwähnt. (Fishman, B-Band, Shadow stehen normalerweise in einer produktbeschreibung)

    und ich sag mal: wenn eine gitarre über eine PA schon mies klingt, wird es über einen günstigen a-gitarren-amp nicht wesentlich besser werden. die 300-400 euro kann man sich dann auch sparen und gleich in eine bessere Gitarre investieren.

    mein tipp ist: nimm die gitarre, geh in einen musikladen. hau die da an die a-amps udn guck ob es klingt.
    und dann überleg dir, ob du dann die "nicht-bundreinheit" (da gibt es auch irgendwo einen sehr schönen thread zu!!) in kauf nimmst, oder ob du nicht gleich ne gitarre kaufst die vllt nen regelbaren preamp hat und schon an der PA ordentlich funktioniert..
    alternativee test wäre auch: gitarre -->preamp -->aktivbox, falls ihr sowas habt.
    ich hab z.B. sehr gute erfahrungen gemacht, als ich meine gitarre durch mein multieffekt in eine aktivbox gejagt hab. aber irgendwie hinkt der vergleich, weil mein pickup-system in der agitarre schon alleine 300+€ kostet..
    aber ausprobieren schadet nicht, falls ihr sowas rumfliegen habt..
     
  10. bathtubdiver

    bathtubdiver Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.04.08   #10
    @ Disgracer: mit dem Modell hast Du völlig recht. Es ist das oben von Dir verlinkte. Aus irgendeinem Grund schmeiße ich immer Gibson und Epiphone durcheinander. Da Du ja einen Haufen Tips genannt hast, werde ich das alles mal versuchen.

    Danke schon mal,
    Daniel
     
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