Alfred J. Kwak´s "warum bin ich so fröhlich" hats ganz schön in sich - 3 Tonartwechsel! :D

von Jojo22, 04.07.16.

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  1. Jojo22

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    Erstellt: 04.07.16   #1
    Hab grad mal just for fun die Akkorde rausgehört und war erstaunt über die gewisse Komplexität in diesem Kinderlied. In nur einer Minute 3 Tonartwechsel.

    C-Dur, C#-Dur, A-Dur





    Hier die Akkorde, die ich rausgehört habe:

    C G Am Em F Csus2 F C - 2x

    C# G# A#m Fm F# C#sus2 F# C# - 2x

    A F#m D A - bis zum Schluss
     
  2. CUDO II

    CUDO II Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.16   #2
    C# hat im Gegensatz zu Db Dur 2 Vorzeichen (Feinde?) mehr. Also besser Db Dur schreiben.
    In Deine Chords hatten sich einige Fehler eingeschlichen. Ich habe mir erlaubt das zu verbessern.

    ||: C G | Am Em | F G | C :||
    ||: Db Ab | Bbm Fm | Gb Ab | Db :||
    ||: A E | F#m C#m | D E | A :||

    Bitte schön!

    Das ist übrigens jeweils eine Rückung und keine Modulation.
     
  3. Jojo22

    Jojo22 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.16   #3
    sehr gerne, danke! :)
    --- Beiträge zusammengefasst, 04.07.16 ---
    ich habs gerade in Deiner Version nachgespielt. ich finde, dass das in einem gewissen Rahmen auch Ansichtssache ist von den zu spielenden Akkorden.

    was ist der Unterschied? :)
     
  4. CUDO II

    CUDO II Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.16   #4
    Gibt es da Spielraum? Ich glaube kaum.



    Nun, bei einer Modulation wird immer ein Modulator eingesetzt, der sogenannte modulatorische Kern. Meist ein Akkord der in beiden Tonarten eine Funktion hat, sei es diatonisch, enharmonisch (tonzentrale Rückung) oder chromatisch. Auch kann man mit Sequenzen modulieren.
    Das was in Deinem Beispiel passiert ist streng genommen keine Modulation.
    Und besonders selten ist so etwas auch nicht. Jeder zweite Schlager macht eine Halbtonrückung nach oben.
     
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  5. Jojo22

    Jojo22 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.16   #5
    ich habe bei der letzten Sequenz halt die Zwischenakkorde, die Du beschrieben hast ausgelassen. Das ist in meinen Augen nicht weniger richtig oder falsch.

    hab ich durch Deine Ausdrucksweise und mein fehlendes Wissen nicht ganz verstanden, aber okay, vielleicht kann ja der eine oder andere was damit anfangen! :)

    Habe ich das gesagt? Ich fands nur witzig, weil ich davon ausgegangen bin, dass es eben ein einfach Kinderlied ist.

    Hast Du schlecht Laune? Kann natürlich durch das Internet falsch auf mich wirken, aber kam eben für mich so rüber.
     
  6. turko

    turko Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.07.16   #6
    Daß er zu Beginn keine schlechte Laune hatte, magst Du vielleicht daran erkennen, daß er sich immerhin die Mühe machte, die korrekten Akkorde zu hören und hier niederzuschreiben.

    Vielleicht war CUDO II danach aber auch nur erstaunt und genervt davon, daß man in der schlichten Rückung der Tonart - bei sonstiger Beibehaltung der Akkordfolge - ein Zeichen für Komplexität sehen will ...

    LG - Thomas
     
  7. Jojo22

    Jojo22 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.16   #7
    Leute was habt Ihr denn? Es ist ein Kinderlied?!

    'Komplexität' liegt außerdem im Auge des Betrachters!
     
  8. turko

    turko Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.07.16   #8
    Ja. Eben.
     
  9. Hans_3

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    Erstellt: 04.07.16   #9
    Cudo hat die fachsprachliche Erklärung geliefert. Vereinfacht gesagt: Die Rückung springt unvermittelt in die nächste Tonart. Die Modulation benutzt einen oder mehrere Übergangsakkorde, die auf möglichst logische Weise eine Brücke von der alten in die neue Tonart schlagen.
     
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  10. RMACD

    RMACD Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.07.16   #10
    Pachelbel, 2 mal gerückt. Die Rückung funktioniert deshalb so gut, weil die Pachelbel-Sequenz zugleich die harmonischen Funktionen enthält, welche die Tonart festlegen, was bei Sequenzen i.a. nicht der Fall ist. Man könnte die Pachelbel-Sequenz leicht in eine modulierende Akkordfolge umbauen. Doch diese "Komplexität" hat der Produzent gescheut. Nun, es geht einfacher auch so. Einfacher, weil auf Modulation verzichtet wird.

    Es geht nicht um das "Auge" oder "Ohr" des Betrachters. Es gibt auch keinen "Spielraum". Dafür sind die harmonischen Zusammenhänge zu einfach und zu eindeutig.
     
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  11. Be-3

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    Erstellt: 05.07.16   #11
    Hallo Jojo,

    nachdem zur Rückung nun wohl alles gesagt wurde, wollte ich ein wenig auf den diskutierten "Spielraum" eingehen:

    Zunächst einmal ist es natürlich eine Frage der Aufgabenstellung.
    Wenn die Aufgabe lautet: "Notieren Sie die gespielten Akkorde", dann ist die Antwort eindeutig und da gibt es auch nichts dran zu rütteln. :)

    Das heißt aber nicht, daß man noch ein paar Töne "dazuerfinden" oder weglassen kann, und es paßt immer noch, was man spielt.
    Die Frage war ja aber nicht: "was kann man spielen?", sondern "was hört man da?".


    Woher kommen die Abweichungen?

    Wenn ich mal wild spekulieren darf, würde ich raten:
    • CUDO hat sich das Stück angehört und die Akkorde aufgeschrieben. Punctum.
    • Du (Jojo22) hast vermutlich mit der Gitarre dazugespielt und probiert, was paßt.
    Betrachten wir mal nur den 1. Teil in C-Dur, der Rest ist ja völlig analog, nur eben mit Tonartwechsel.
    Da schreibst Du Csus2, wo CUDO einfach G schreibt. Das erscheint erst einmal als rieseiger Widerspruch.

    Tip: Achte auf den Baß! Das ist immer ein guter Ratschlag beim Heraushören von Akkorden. Der Baß ist das harmonische Fundament.
    Wenn Du nun Csus2 schreibst, würde man automatisch im Baß zunächst einmal den Grundton c spielen.
    Probier's aus (das geht auch mit der Gitarre). Erstens paßt das nicht gut, zweitens spielt der Baß in der Aufnahme ein G.
    Wenn Du aber nur den Akkord Csus2 spielst (mit relativ hohen Tönen), läßt sich das machen.

    Einig sind wir uns wohl darüber, daß C-Dur nicht paßt, Csus2 schon eher, weil die hier störende Terz durch die Sekunde ersetzt wurde.
    Auffällig ist allerdings auch, daß Csus2 von den Tönen her (c+d+g) identisch ist mit Gsus4 (g+c+d).

    Weil der Baßton G eine wichtige Rolle spielt (C würde als Baßton an der Stelle ziemlich stören), kann man gleich Gsus4 schreiben, das klingt dann ein wenig nach klassischem "Vorhalt", der sich eigentlich sofort nach G-Dur auflösen kann.

    So gesehen ist es vom Csus2 kein so weiter Weg zum G, d. h. Du hast nicht völligen Schrott gehört.
    Aber bei Licht betrachet ist da kein c zu hören, deshalb ist die korrekte Beschreibung des Gehörten schlicht und einfach G-Dur.

    Wenn Du Dir die drei Teile genau anhörst (und die Melodie ignorierst, die im Instrumentalteil am Ende abweicht), hast Du jedes mal exakt die gleiche Akkordsequenz (abgesehen von den Rückungen).
    Darum gibt es keinen Grund, beim dritten Teil den harmonischen Rhythmus zu halbieren (nur noch ein Akkord pro Takt, nicht mehr zwei).

    A propos "Takt": Es ist auch sehr viel übersichtlicher, wenn man die Taktstriche mitschreibt, dann findet man sich viel besser zurecht und weiß auch besser, wann die Akkorde wechseln sollen.

    Zum Schluß noch zu den Vorzeichen
    Die Frage, ob man den zweiten Teil eher als Cis-Dur oder Des-Dur aufschreibt, hat CUDO mit der geringeren Anzahl von benötigten Vorzeichen begründet. Hier mal anschaulich die 7 Kreuze gegen die "nur" 5 Bes incl. Tonleitern:

    cis-dur-des-dur.png

    Viele Grüße
    Torsten
     
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  12. Tamia

    Tamia Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.07.16   #12
    Wie genau? In welche Tonarten beispielsweise?
    Kannst Du erklären worauf es bei der Pachelbel-Sequenz ankommt
    und was man bei der Modulation beachten muss, um den Kern und Charakter beim Modulieren beizubehalten?
     
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