Alte Blockflöten wieder spielbar machen

Zauberi
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Hallo zusammen

Ich bin neu hier und darum eine kleine Vorstellung:
Wie viele andere auch habe ich in der zweiten Klasse Sopranblockflöte spielen gelernt. Damals der typische Einstieg um ein anderes Instrument zu lernen. Bei mir ist es das Akordeon gewesen wo ich auch lange in einem Jugendorchester mit gespielt habe. Das sind gut 10 Jahre gewesen. Dann bin ich zurück zur Blockflöte wo ich aber nicht mehr Sopran, sondern Alt gelernt habe und in einer kleinen Gruppe auch einmal den Bass ausprobiert habe. Als einzige erwachsene Schülerin bin ich gross genug dafür gewesen, aber die Flöte hat der Musiklehrerin gehört und eine eigene konnte ich mir damals nicht leisten.

Im 2001 habe ich von meinem Grossvater seine Herrnsdorf Bassblockflöte vererbt bekommen. Meine ersten Versuche beim einspielen sind zwar so weit gut gewesen, aber ich habe schon damals das Gefühl gehabt, dass sie vielleicht wieder gestimmt werden muss. Also habe ich nie wirklich damit gespielt.
Im 2016 ist dann meine Grossmutter verstorben und hat mir zwei Sopranblockflöten vermacht die sie selber oft gespielt hat.
Vielleicht kann mir jemand von euch mit Tipps helfen wie ich diese drei Flöten wieder spielbar machen kann.

IMG_20260407_150716_444.jpg

Der Bass von meinem Grossvater. Ich habe ihn bewusst nicht zusammen gesetzt weil es manchmal klemmt beim auseinander nehmen und ich ihn dann unter Umständen nicht mehr richtig versorgen kann. Die Kappe am oberen Ende ist verkommt und lässt sich nicht abnehmen.
Rein Optisch sieht die Flöte gut aus. Die Klappen müssten neue Polster bekommen, aber sonst sind sie noch gut und funktionieren einwandfrei.
Hier geht es grundsätzlich darum, dass ich die Flöte wieder richtig zerlegen und zusammen setzen kann ohne, dass es irgendwo klemmt.

IMG_20260407_150831_026.jpg

Dafür, dass sie oft gespielt wurden, sind die beiden immer noch sehr schön.
Die links lässt sich aber nicht mehr richtig zusammen stecken, sprich sie fällt wieder auseinander. Ich habe es mehrfach versucht, aber es geht nicht. Die einzige Möglichkeit wäre die Teile zusammen kleben, was ich aber nicht möchte.
Die rechts hat ein ähnliches Problem, das meine Grossmutter damals mit vielen Faeden darum wickeln gelöst hat. Es sieht nicht besonders schön aus und ohne fällt sie ebenfalls auseinander.
Hier geht es grundsätzlich darum, dass sie nicht mehr auseinander fallen. Vielleicht lassen sie sich ja auch noch ein Bisschen aufhübschen.
 
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Das Bewickeln mit gewachstem Bindfaden ist nicht abwegig. Falls du die Flöten nicht zum Instrumentenbauer bringen willst, sondern nur, damit du sie spielen kannst, war das sogar eine traditionelle Methode in früheren Zeiten. Und falls du sie bekorken willst, das ist auch nicht allzu schwierig selbst zu machen
 
Bei der einen Sopranflöte sieht die Maserung vom Holz beim Kopf und dem unteren Teil nicht gleich aus. Vielleicht wurden da auch zwei verschiedene Flöten falsch zusammen gesetzt und es passt darum nicht. Jedenfalls wurde da wohl auch um wickeln nicht viel bringen. Da wäre eine ziemlich dicke Schicht nötig. Eigentlich hat sie Kork dran. Ob sich da überhaupt noch etwas lohnt ist schwer zu sagen. Schön aussehen ist eines, das andere der Ton und wie der jetzt ist kann ich nicht beurteilen. Die Flöte ist nicht eingespielt...

Der nächste Instrumentenbauer ist Küng in Schaffhausen und auch nicht weit von mir. Den Bass werde ich vermutlich mal zum anschauen bringen. Allerdings wäre es gut wenn ich die Flöte bis dann wieder normal auseinandernehmen könnte. Die Kappe am Kopf lässt sich nicht mehr abnehmen und das sollte man ja können. Aufgequollen ist nichts und sie ist trocken weil ich schon ewig nicht mehr gespielt habe. Einspielen waere schön, aber wenn ich sie nicht richtig auseinandernehmen kann zum trocknen getraue ich mich das irgendwie nicht.
 

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