alten Bass "aufrüsten" bzw. optimieren

von smartin, 07.03.04.

  1. smartin

    smartin HCA-Gitarrenbau HCA

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    Erstellt: 07.03.04   #1
    Hallo....

    Als ich ca. 1999 mit dem Bass spielen anfing, kaufte ich mir nen Bass der mein damals mögliches Budget völlig auskostete.

    Das Ergebnis war ein CARREER-Bass (Koreanische Marke glaube ich) der damals einen Preis von 550,- DM hatte und damit manchen Fender-Einsteigerbass übertraf. Ich glaube es war der zweitbiligste der im ganzen Laden zu finden war :rolleyes:

    Nunja....nach nun ca. 5 Jahren hab ich das gute Stück aber so sehr ins Herz geschlossen (und vor allem daran gewöhnt), dass ich mir eigendlich nicht nen neuen kaufen will, sondern eher ein paar "Optimierungsarbeiten" vornehmen will, denn die Grundsubstanz (Holz) ist ja da.

    Das einzige, was ich als einen Mägel im Material bezeichnen würde ist, dass der Hals eine winzige Delle in der Nähe des 12. Bundes hat. Entweder hat sich die Sache bei mir verzogen, oder ich hab als "Unerfahrener" damals beim kauf nich aufgepasst. Ich würde die breite der Delle auf ca. 3-4cm bei einer höhe von <1mm schätzen. Also eher eine Art Knick, der aber kaum zu bemerken ist, wenn man nicht darauf achtet und nur zu sehen ist, wenn man die Seiten entland schaut.
    Mag dieser "Knick" ein Qualitätsproblem sein, dass nicht zu beseitigen ist?

    Ich habe schon davon gehört, dass man sein Instrument vom Fachmann "bundrein" machen lassen kann. Was für Arbeiten werden da eigendlich vorgenommen und was ist das Ergebnis?

    Natürlich wurden in den Bass nicht die besten Tonabnehmer eingebaut. sie sind zwar ok, aber mich würde mal interessieren, was neue qualitativere Tonabnehmer bewirken würden. Sicherlich verändern sie den Klang, doch woher weiß ich, welcher Klang am Ende bei raus kommt bzw. wie kann ich den beeinflussen?

    Was wären eigendlich sonst noch für Arbeiten möglich, die meinen Bass evtl. qualitativ aufwerten könnten?

    MfG
    Martin
     
  2. sunny

    sunny Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.04   #2
    Also diesen Knick wirst du oder ein Fachmann kaum wegbekommen. Ist auch nicht schlimm, hat m.M. nach keinen Einfluss auf den Sound.
    Bundreinheit wird glaube ich über die Bridge eingestellt. Wenn du bewegliche Saitenreiter hast, dann kann die Auflage der Saiten eingestellt werden indem man die Auflagen seitlich oder in der Länge verschiebt. Dadurch kann die Mensur verändert werden, also die Entfernung der Punkte da wo die Sailte aufliegt. Nämlich Bridge und Sattel. Das kannst du schon mal selber nachprüfen in dem du die Saiten stimmst, erstmal leer, dann am zwölften Bund greifen und noch mal stimmen. Dann sollte der gleiche Ton herauskommen und nicht nach oben oder unten "gepitcht".
    Mit neuen Tonabnehmern ist das so eine Sache. Was hast du denn für welche jetzt? Ich nehme an es sind passive. Dann musst du wissen, was für einen Sound du dann mit neuen haben möchtest. Bassiger, knackiger als mehr Mitten oder auch krispelnde Höhen. Mit einer aktiven Elektronik hast du noch mehr Möglichkeiten, aber auch eine Batterie, die den Strom liefert. Find ich persöhnlich nicht so gut, ist halt lästig, denn die Batterie ist immer dann leer, wenn man sie am meisten braucht. Ich empfehle dir passive PU`s . Welche PU`s hast du denn jetzt? Jazz, Preci`s, oder Soapbar Humbucker? Gute marken sind MEC, EMG , Bartolini.
    Du kannst deinem Bass auch mal andere Saiten verpassen. Dann klingt er auch schon wieder anders, GHS Boomers, Elixier ( teuer) , Warwick Black Label.

    Uff, mehr fällt mir jetzt nicht ein. :)
     
  3. smartin

    smartin Threadersteller HCA-Gitarrenbau HCA

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    Erstellt: 07.03.04   #3
    nunja....zu den Tonabnehmern kann ich nicht viel sagen....es steht ja nichts drauf. Es ist halt ein einfacher single coil (wie er bei jazz-bässen verwendet wird) und ein humbucker.

    meine Saiten sind von Erni Ball....warn auch nich billig und find ich eigendlich gut.

    Dass die Sattel fürs dafür da sind den Bass bundrein zu machen ist gut zu wissen....ich dachte immer die hängen mit der Saitenhöhe zusammen.

    Was den Sound angeht......nun....natürlich hab ich einen Rock-Bass und spiel in der Band auch Rockähnliche Dinge. Finde aber einen weichen blues-Sound auch total klasse. Zu weich darfs aber nicht sein, weil er sich sonst nicht durchsetzt.

    Also nen weicherer harter Sound wär das richtige 8)

    Was die Delle angeht....also sie beeinflusst das Spielen insofern, dass ich eine Saitenhöhe von mind. 6,5mm haben muss. Theoretisch ginge es tiefer, wenn man den Knick wegbekommt oder vielleicht die Stege dort etwas abschleift. Aber das trau ich mir selbst nicht zu......weiß auch garnicht ob es sinnvoll wäre.
     
  4. Uwe B.

    Uwe B. HCA Bass HCA

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    Erstellt: 07.03.04   #4
    Das tut es auch. Mit dem Sattel kannst Du sowohl die Höhe als auch die Oktavreinheit einstellen.

    Äh, was willst Du denn jetzt???

    Das ist für eine gute Bespielbarkeit viel zu viel. Ist da jetzt eine Delle oder hat der Hals einen Knick? Beschreib mal Dein Problem etwas genauer!

    Man kann einen Bass sehr wohl mit vielen Extras aufwerten. Bei einem defekten Hals würde ich allerdings keinen Cent investieren.

    Gruß Uwe
     
  5. smartin

    smartin Threadersteller HCA-Gitarrenbau HCA

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    Erstellt: 07.03.04   #5
    nun also die Saitenhöne hatte ich jetzt von Griffbrett zu oberkante Saite gemessen.

    Zwischen Saite und Griffbrett sind um die 4mm Luft am 24. Bund.


    Zum hals......also er schlagt eine saubere Krümmung aber etwa in der Nähe des zwölften Bundes sieht man beim entlangschauen der Saiten eine Erhöhung. Wenn ich die Saiten tief einstelle, hab ich eben im 10 Bund ein schnarren.

    Die ERhöhung im Holz ist so minimal, dass man schon extrem genau und unter ganz bestimmten Lichtverhältnissen hinsehen muss um sie zu erkennen. Fahre ich aber vom 24 bis zum 10 Bund mit einem Lineal auf den stegen entlang merke ich, dass der 11 Bundsteg sich deutlich abhebt. Ca. 0,1mm dürften das in etwa sein.

    Ich nehme an, dass hier ein zu dicker Steg eingesetzt wurde und die leichte Verdickung das ganze verstärkt. Möglicherweise wäre es mit abschleifen der Bundstege schon getan.
     
  6. Uwe B.

    Uwe B. HCA Bass HCA

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    Erstellt: 07.03.04   #6
    Genau, das solte aber ein Gitarrenbauer erledigen. Das wäre die erste Maßnahme, den Bass aufzuwerten.

    Was willst Du verbessern?

    Du kannst eine aktive Elektronik einbauen, die Pickups ändern, Steg und Brücke austauschen, bessere Mechaniken montieren, mit den Saitenmarken experimentieren, die Bünde abrichten, alle Einstellungen optimieren, alle Verschmutzungen entfernen.

    Wo willst Du hin? Was stört Dich an Deinem Instrument?

    Gruß Uwe
     
  7. smartin

    smartin Threadersteller HCA-Gitarrenbau HCA

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    Erstellt: 08.03.04   #7
    habe den einen Steg gestern abend noch schnell selbst abgeschliffen. Für sowas brauch ich keinen teuren Gitarrenbauer bezahlen, wenn ich selbst präzise Arbeite.

    An der Saitenhöhe ändert das eigendlich nciht viel. Aber zumindest ist dieser eine Störfaktor weg. Sie liegt jetzt knapp 1mm über dem, was Einstellungstechnisch mind. notwendig ist.

    Also Oberkante Saite zu Griffbrett knapp 6mm. Ist das immernoch zu hoch?! Ich spiel ja so nun schon ewig.....hab teilweise sogar mal mit 8mm gespielt (was echt zu hoch war). Wer weiß, was ich alles spielen könnte, wenn das tiefer wär.... 8)
     
  8. Uwe B.

    Uwe B. HCA Bass HCA

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    Erstellt: 08.03.04   #8
    So kannst Du nicht messen. Relevant ist der Abstand zwischen Saite und Bundstäbchen. Sonst misst Du ja die Dicke der Saite und die Tiefe des Griffbretts gegenüber den Bundstäbchen mit. Geschätzt liegst Du gar nicht so schlecht. Ich habe 2,3 mm Luft unter der Saite am 12. Bund und rund 5 mm nach Deiner Messmethode an der E-Saite.

    Ich würde die Saiten etwas runterdrehen und schauen, ob es überall anfängt, zu schnarren. Wenn ja, ist der Hals optimal. Wenn gravierende Unterschiede auftreten, kannst Du noch mit der Halskrümmung variieren. Der sollte etwa einen knappen Milimeter Luft in der Mitte haben, wenn Du die Saite auf den ersten und letzten Bund drückst.

    Fängt es an den oberen Bünden früher an zu scheppern, ist der Hals zu gerade, scheppert es früh in den hohen Lagen, ist er zu krumm. Wenn es gravierende Unterschiede gibt, steht ein Bundstäbchen hoch oder zu tief.

    Gruß Uwe
     
  9. smartin

    smartin Threadersteller HCA-Gitarrenbau HCA

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    Erstellt: 08.03.04   #9
    naja...ok....also bei E und A sinds 3,9, bei 3,6 und G 3,4 (ich hab die hohen seiten gern etwas tiefer, weils sich runder anfässt).

    Ist nu nicht der Hammer, aber dann wohl doch ok. Der Hals hat nach deiner berechnung übrigens ne optimale Krümmung

    zu den Verbesserungen nochmal...also die Sache mit dem Steg ist ne Idee. Bei meinem Steg fehlt nämlich schon ne Ecke.

    Die Sache mit der Elektronik ist ja eigendlich auch gut, aber ich hab mich mal so umgeschaut und festgestellt, dass das ja ganz schön ist Geld gehen würde. Und es ist ja nicht so, dass mich der Klang stört. Es ist nunmal auch nicht das Mega-Holz (Palisander-Griffbrett, Ahorn-Hals, Linde-Korpus) um da nun viel zu machen.

    Viel eher wären da wohl Sachen von bedeutung, die die Bespielbarkeit verbessern. Da wär wohl das Abschleifen aller Bünde mal ne Idee. Das liegt dann aber doch außerhalb meiner handwerklichen Fahigkeiten. Vielleicht dann auch ne Brücke, die flachere Einstellungen ermöglicht.

    Waren ja schon nen paar gute Anregugen dabei....Vielen Dank

    (achso.....kennt nicht jemand vielleicht nen Internetshop, wo man solche Einzelteile (wie Brücken, Stege etc.) bekommt?
     
  10. raven

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    Erstellt: 08.03.04   #10
    http://www.rockinger.de

    da gibts alles was du suchst. Denke ich =)
     
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