Amp-Bauteile und ihre Lebenserwartung

Zur Lebensdauer generell:
In der Elektronik wird die Umgebungstemperatur als wesentlicher Punkt für die Lebensdauer gewertet. Wird die Wärme nicht vernünftig abgeführt, altern alle Bauteile: Widerstände werden überlastet, Kondensatoren trocknen aus, Lötstellen werden durch große Temp-Unterschiede spröde. Eine elektronische Schaltung hat z.B. bei 20°C eine mtbf (mean time between failure) von 20 Jahren, bei einer Erhöhung auf 30°C sinkt diese mtbf auf 12-15 Jahre (klar - das sind statistische Werte - über Jahrzehnte ermittelt - aber es deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen).
Für mich war das schon immer ein Grund, in meine Fender-Amps einen kleinen Lüfter einzubauen, der die Stauhitze durch die hängenden Röhren abtransportiert.

Sehr guter Beitrag.....DANKE!
 
Wenn ich nach gebrauchten Sachen suche...versuche ich vorher via google Erfahrungsberichte zu finden. Wenn bei einem sagen wir mal Amp der seit 3 Jahren auf dem Markt ist und sich in 3 Foren je 5 unterschiedliche User mit dem selben Problem melden würde ich nochmal darüber nachdenken, bzw. weiter nachforschen ob das evtl. ein bekannter Fehler ist der in späteren Chargen behoben wurde.
Das Problem ist halt, das wir als reine Nutzer den Geräten nicht ansehen wie gut oder schlecht die Bauteile und Materialen im inneren gewählt wurden.
Man darf nur nicht vergessen das man eher negative als positive Erfahrungen findet. Keiner macht ein Thema auf " Mein XYZ klingt super und läuft schon seit 3 Jahren störungsfrei"...ne aber "Amp XYZ gibt kein Ton mehr von sich, bin ratlos" findet man dann halt schon.
Muss man natürlich auch etwas in Relation zur Menge setzen die überhaupt verkauft wurde. Mir hilft sowas immer etwas bei der Entscheidungsfindung.

Im allgemeinen würde ich mir da aber wirklich keine zu große Platte machen. Wenn man anspielen kann und das Ding gefällt....der Preis stimmt -> mitnehmen und glücklich sein.
 
Wenn bei einem sagen wir mal Amp der seit 3 Jahren auf dem Markt ist und sich in 3 Foren je 5 unterschiedliche User mit dem selben Problem melden würde ich nochmal darüber nachdenken, bzw. weiter nachforschen ob das evtl. ein bekannter Fehler ist der in späteren Chargen behoben wurde.

Geht auch mit weniger als 1 Jahr auf dem Markt, 1 Forum und 5 unterschiedliche Nutzer --> Bugera Trirec... SCNR

Man darf nur nicht vergessen das man eher negative als positive Erfahrungen findet. Keiner macht ein Thema auf " Mein XYZ klingt super und läuft schon seit 3 Jahren störungsfrei"...ne aber "Amp XYZ gibt kein Ton mehr von sich, bin ratlos" findet man dann halt schon.

Das kommt sehr darauf an, wo man schaut. Du findest z.B. im englischsprachigen Marshall Forum haufenweise Threads - auch neue - zum alten JCM2000 DSL. Das Teil ist bekannt für diverse technische Probleme, bishin zu Platinen-Totalschaden, und ich würde im Grunde jedem vom Kauf (sofern pre 2004 Modell) abraten (was ich hier auch schon gemacht habe), dennoch wird das Teil immer noch völlig gefeiert. Obwohl es schon längst die neueren made in Vietnam DSLs gibt, die diese Probleme nicht, aber dafür bessere Features haben. Das liegt aber auch einfach daran, dass viele halt denken, dass "made in UK" grundsätzlich besser sein muss, gepaart mit einem "früher war alles besser".
 
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Geht auch mit weniger als 1 Jahr auf dem Markt, 1 Forum und 5 unterschiedliche Nutzer --> Bugera Trirec... SCNR
Ja klar, war auch eher als Beispiel gedacht. Bei den Bugera G 5 hab ich hier im MB jetzt 2 User gelesen die das identische Problem hatten, beide haben den Amp damals gewonnen. Von dem Fehler konnte ich bei weiterer Suche im Netz nichts finden.
Die Hersteller reagieren halt auch teilweise auf sowas.
Bei Produkten die schon länger auf dem Markt sind gab es am Ende schon diverse Optimierungen. Wenn ein Amp seit,sagen wir mal 2012 auf dem Markt ist, heute auch noch neu gekauft werden kann. Man aber fast nur Mängel von 2012 und 2013 findet danach nichts mehr kommt und man einen gebrauchten findet der 2017 gekauft wurde...naja. Man muss sich halt immer selber ein wenig informieren und abwägen. Wie die Teile genutzt wurden weiß man ja auch nicht, da muss man sich auf die Aussagen vom Verkäufer und sein Bauchgefühl verlassen. Da nutzt einem das Wissen um
bei 20°C eine mtbf (mean time between failure)
auch nichts wenn man nicht weiß wie viel Stunden der gespielt wurde und wie pfleglich er behandelt wurde. Vor allem sollte man vorher schauen ob man mit den Features einverstanden ist.:rolleyes:

Im Kern sollte aber inzwischen klar sein, das pauschale Aussagen wie " nach 5 oder 10 Jahren sind Amps mit Platinen defekt" oder " Nach 10 Jahren muss man die Kondensatoren tauschen" unsinnig sind.
 
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Ja klar, war auch eher als Beispiel gedacht. Bei den Bugera G 5 hab ich hier im MB jetzt 2 User gelesen die das identische Problem hatten, beide haben den Amp damals gewonnen. Von dem Fehler konnte ich bei weiterer Suche im Netz nichts finden.
Die Hersteller reagieren halt auch teilweise auf sowas.

Wann ist der G5 denn erschienen? Bei Blackstar gab es bei Modellen vom HT-5, die Ende 2011/Anfang 2012 gebaut wurden, auch einen Fehler bei der derzeitigen Platine. Ggf. hat Bugera genau das Modell kopiert? LOL

Im Kern sollte aber inzwischen klar sein, das pauschale Aussagen wie " nach 5 oder 10 Jahren sind Amps mit Platinen defekt" oder " Nach 10 Jahren muss man die Kondensatoren tauschen" unsinnig sind.

Das ist augenscheinlich nicht allen klar. ;)
 
Da nutzt einem das Wissen um
bei 20°C eine mtbf (mean time between failure)
auch nichts
Bitte jetzt nicht aus dem Zusammenhang reißen - es ging hier rein um die geringere Lebensdauer von Bauelementen bei erhöhter Umgebungstemperatur.
 
Das ist augenscheinlich nicht allen klar.

Allen IM Thread Beteiligten schon, daher bitte das "Lästern" einstellen ;). (er wird dir sicher erneut eine Chance geben, es zu tun)

Merci
Martin
 
Wann ist der G5 denn erschienen?
Uff....gute Frage...die Verlosung war im Mai 2014 als Folge von einem mit Bugera gemeinsam gestaltetem Wunschamp. Das ging 2012 los...also würde zeitlich schon irgendwie passen. Ich möchte jetzt aber niemanden etwas unterstellen, ich hab den G5 der wurde glaub 2017 gekauft und ich mag den kleinen Kerl. Für das Geld ist es ein wirklich netter kleiner Heimamp.
Das ist augenscheinlich nicht allen klar. ;)
Ja..ok. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Bitte jetzt nicht aus dem Zusammenhang reißen - es ging hier rein um die geringere Lebensdauer von Bauelementen bei erhöhter Umgebungstemperatur.
Das ist mir klar, wollte es auch nicht aus dem Zusammenhang reißen, aber wenn man nicht weiß unter welchen Bedingungen ein Amp beim Vorbesitzer wie oft genutzt wurde kann man halt auch nicht wirklich Schlussfolgern ob Kondensatoren oder andere Bauteile schon kurz vorm Lebensende Stehen oder eben nicht. Selbst wenn man weiß was für Komponenten verbaut sind und wie diese ausgelegt sind.
Das meinte ich damit. Es macht ja schon ein Unterschied ob ein Amp 5 Jahre in einem Proberaum steht der halbwegs gut klimatisiert (beheizter Keller z.B.) ist dabei einmal die Woche genutzt wird oder ob der auf'm Spitzboden bei 35°C Raumtemp im Sommer täglich 2h gelaufen ist und das über Jahre.
Beide können ja einen äußerlich gepflegten Eindruck machen.

ich musste das jetzt mehrmals lesen...dachte erst das soll für Inoffizielle Mitarbeiter heißen:ugly:
 
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Ja klar, war auch eher als Beispiel gedacht. Bei den Bugera G 5 hab ich hier im MB jetzt 2 User gelesen die das identische Problem hatten, beide haben den Amp damals gewonnen. Von dem Fehler konnte ich bei weiterer Suche im Netz nichts finden.
Die Hersteller reagieren halt auch teilweise auf sowas.
Bei Produkten die schon länger auf dem Markt sind gab es am Ende schon diverse Optimierungen. Wenn ein Amp seit,sagen wir mal 2012 auf dem Markt ist, heute auch noch neu gekauft werden kann. Man aber fast nur Mängel von 2012 und 2013 findet danach nichts mehr kommt und man einen gebrauchten findet der 2017 gekauft wurde...naja. Man muss sich halt immer selber ein wenig informieren und abwägen. Wie die Teile genutzt wurden weiß man ja auch nicht, da muss man sich auf die Aussagen vom Verkäufer und sein Bauchgefühl verlassen. Da nutzt einem das Wissen um auch nichts wenn man nicht weiß wie viel Stunden der gespielt wurde und wie pfleglich er behandelt wurde. Vor allem sollte man vorher schauen ob man mit den Features einverstanden ist.:rolleyes:

Im Kern sollte aber inzwischen klar sein, das pauschale Aussagen wie " nach 5 oder 10 Jahren sind Amps mit Platinen defekt" oder " Nach 10 Jahren muss man die Kondensatoren tauschen" unsinnig sind.

Im Kern sollte klar sein, daß TROTZ der Ausgangsfrage das GEHIRN eingeschaltet bleibt und der GESUNDE MENSCHENVERSTAND noch arbeitet.

Ich denke, die wenigsten schaffen sich einen Verstärker ohne die features an, die sie benötigen und es kauft auch niemand einen 3 Jahre alten Amp, in dem sich Mäuse an Cola-Resten laben, nur weil der Amp recht neu ist und gut bewertet wurde:bang:.

.....und ob Historie und Provinienz eines Gebrauchten Gegenstandes (ob Amp, Auto oder Gemälde) plausibel und/oder verifizierbar sind unterliegt doch kriterien, bei denen das Wissen um Thermisch bedingte Alterung nützlich ist...... sollte ich mal vor der Wahl stehen, den gleichen Amp aus Finnland oder Süd-Italien zu kaufen, ist die Antwort klar:hat:!
 
sollte ich mal vor der Wahl stehen, den gleichen Amp aus Finnland oder Süd-Italien zu kaufen, ist die Antwort klar:hat:!
...in so einer Finnhütte isses auch schön warm.:D
Im Kern sollte klar sein, daß TROTZ der Ausgangsfrage das GEHIRN eingeschaltet bleibt und der GESUNDE MENSCHENVERSTAND noch arbeitet.
Naja....das dem nicht immer so ist, dafür gibt es halt auch genug Beweisethemen hier im MB. Manchmal sind es evtl. auch einfach Kurzschlussentscheidungen...oder man lässt sich von dem schicken äußeren oder dem Schriftzug oder oder oder.
 
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Naja....das dem nicht immer so ist, dafür gibt es halt auch genug Beweisethemen hier im MB.

Das Problem sitzt manchmal auch vor dem Amp - ist wie bei PCs auch.

Ich kann es auch nicht verstehen, warum heute immer noch Hersteller Amps bauen, die quasi kaputtgehen, wenn man keine Box angeschlossen hat - wo z.B. andere auf die Packung der Fertigpizza einen Hinweis aufdrucken lassen, man möge die Plastikfolie bitte entfernen, bevor man sie in den Ofen schiebt. :D
 
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Ich kann es auch nicht verstehen, warum heute immer noch Hersteller Amps bauen, die quasi kaputtgehen, wenn man keine Box angeschlossen hat
Naja...dann müsste in jedem Amp eine Loadbox integriert sein die über eine geschaltene Klinkenbuchse aktiviert wird. Das kostet extra...wer zahlt für ein Feature was er nicht brauch.
Zumal einige Amps ja auch für unterschiedliche Impedanzen ausgelegt sind. Bei meinem GD kann ich von 1x4;1x8,2x4 2x8 und 1x16 dran stöpseln...das müsste Schaltungstechnisch schon gelöst werden.
Über nen IC geht das natürlich auch recht leicht, aber dann isses ja keine Vollröhre mehr :evil:.
 
Das kostet extra...wer zahlt für ein Feature was er nicht brauch.

Naja, aber USB Buchsen und MP3 Player Anschlüsse und den ganzen Kram verbauen die Hersteller dann schon wieder bereitwilliger...
 
USB....am Röhrenamp:eek: dat gibt's? Wozu?
Ne...ähm ich denke mal das ein kleiner Klinkeneingang kostentechnisch eher überschaubar ist. Lastwiderstände der Loadbox,brauchen aber Platz und bringen ja unter Umständen wieder das Problem der Hitze mit sich.
Auf der anderen Seite....selbst der kleine Bugera hat ja ein ein Phone Out, Cabsim,Leistungsreduzierung usw. evtl. kostet es ja doch garnicht so viel.
Ehrlich gesagt hab ich mir da nie ne Bommel gemacht, an einen Amp gehört für mich ne Box, fertig. Wenn man sicher gehen will das auch der größte Doofheinz da nichts falsch macht, müsste man ja für jede Impedanz nen anderen Anschluss erfinden.
Oder riesige Warnaufkleber drauf machen. "Achtung nur für Boxen mit 8Ohm, bitte überprüfen sie das Typenschild an ihrer Gitarrenbox. Dieses befindet sich meist auf der Rückseite am Anschlussfeld. Sollte kein Typenschild ersichtlich sein oder nicht mehr deutlich lesbar, wenden sie sich bitte nicht an ihren Arzt oder Apotheker sondern an das MB"

Ich sage es mal so: die gewonnene Erfahrung steigt mit dem Wert des zerstörten Gegenstandes.
 
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Das weiß ich auch nicht so genau. Der neue Blackstar HT-5 hat jedenfalls so ein Ding. Vermutlich kann man den PC daran anschließen.
Das ist praktisch...... dann sitzt ein Problem vor zwei Geräten:great:
 
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