Fat Schalter zu laut Fender Blues Junior

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IggiKnopp

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Hallo, ich besitze einen Fender Blues Junior IV und bin sehr zufrieden mit dem Teil. Was mich stört ist die Anhebung der Lautstärker durch den Fatschalter: für mich zu hoch, ich hätte es gerne etwas leiser. Gibt es eine Möglichkeit, die Wirkung dieses Schalters zu trimmen oder noch besser: könnte man ein Poti einbauen, womit man die Wirkung des Schalters selber einstellen könnte? Hat jemand damit Erfahrungen?
Gruss
 

Der FAT Schalter aktiviert einen Kathoden Bypass Kondensator an V1a, der boosted also alles an was ab ca 1kHz an aufwärts passiert.

1772122805014.png


Regelbar könnte man das ggf nur durch entwedern
- ändern des 100k Bypass Widerstands (dessen Einfluss ist eh marginal hier da R10 1.5k ist )
- ändern des Kapazität des Kondensators (aktuell 2.2uF) auf zB 1uF oder noch kleiner (das kann dann aber schnell dünn oder sogar schrill werden)

Insbesondere letzteres ist sehr schwer regelbar zu realisieren, evtl hilft es mit R9 zu spielen, aber das ist dann eine längere Session wo man verschiedene Werte durchprobiert um sich auf das was am besten gefällt zu einigen.
Aber selbst da wirds dann wirklich subjektiv weil es von der Umgebung, dem Frischezustand der Ohren und dem jeweiligen Gemütszustand der Probanten stark abhängt.

Die effektivste Methode wäre evtl V1 durch eine 12AY7 zu ersetzen, dann ist der gesammte Signalanstieg nur noch 11db und nicht 22db

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  • #3
Hi bluesfreak,
meine Hoffnug auf eine Antwort war schon gering: der Fatschalter beim Blues Junior ist sicher für viele unbefriedigend, aber ich habe keine Hinweise für eine Abhilfe gefunden. Danke für den Tipp mit der Röhre an V1, das werde ich mal bei Gelegenheit versuchen, kann sein, dass ich noch eine habe.
Gruss
 

Nimmst du halt zeitgleich beim Tritt auf den Schalter das Vol an der Gitarre einen Millimeter zurück. Solte man als Gitarrist können. Geht nach einigem Üben in Fleisch und Blut über. DEshalb den Amp umbauen geht aus meiner Erfahrung in die falsche Richtung.
 
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Völlig korrekt, @Hans_3 .
Mal den Fat-Schalter weglassen, am Volume sowohl der Gitarre als auch am Amp drehen UND (wichtig) mal etwas die Mitten aus dem Amp rausdrehen.
Zumindest am Lacquered Tweed und mit Strat(s) dran funktioniert das erstaunlich gut. Finde ich jedenfalls.
Ich war mir, ehrlich gesagt, dessen gar nicht sooo bewusst, weil ich eben gerne die Mitten voll drin habe. Bis ich dieses Vid hier sah (Um Gottes Willen, das ist jetzt "KI"-Übersetzt, das ist ja furchtbar...).
 
der Fatschalter beim Blues Junior ist sicher für viele unbefriedigend,
Ich find den, vor allem wenn man mit SingleCoils reingeht, unbedingt notwendig bis zu "Immer an", dann klingt der BJr zumindest nicht permanent wie panische Mosquitos in ner leeren Dose...
 
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Aloha :)

Je nach Jahrgang des BJ ist der Bypass-Elko am Kathodenwiderstand unterschiedlich groß. Die ältern Versionen haben dort 22uF, boosten also den kompletten Frequenzbereich.

R9 dient nur dazu, den Elko leicht auf Ladung zu halten, damit das Umschalten durch den FET knackfrei erfolgen kann. Im Prinzip liesse sich die Verstärkung mit einem Widerstand / Trimmer in Reihe zum Elko noch anpassen.

Ich finden den FAT-Schalter, so wie er ist, super als Solo-Boost für Wurlitzer-Piano, weil bei richtiger Einstellung der Amp dann schön 'gritty' wird.


Jenzz
 
  • Ersteller
  • #8
Nimmst du halt zeitgleich beim Tritt auf den Schalter das Vol an der Gitarre einen Millimeter zurück. Solte man als Gitarrist können. Geht nach einigem Üben in Fleisch und Blut über.
Das ist mir viel zu umständlich. Der Hinweis mit der 12AY7 Röhre an V1 scheint mir einen Versuch wert zu sein. Ansonsten täte es immer noch ein neutraler Booster.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ich find den, vor allem wenn man mit SingleCoils reingeht, unbedingt notwendig bis zu "Immer an", dann klingt der BJr zumindest nicht permanent wie panische Mosquitos in ner leeren Dose...
Ja, kann sein und von vielen verschiedenen Dingen abhängig sein. Ich spiele in einer Jazzcombo und da ist der Lautstärkeunterschied beim Betätigen des Schalters einfach zu hoch, wenn ich von Begleitung zum Solo wechseln muss. Das muss dann manchmal auch schnelle gehen. Wenn es keine brauchbare Lösung für mich an dem Amp selber gibt, tut es halt immer noch ein neutraler Booster. Einfach drauftreten und alles ist gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich spiele in einer Jazzcombo...
Einen Blues Junior? Interessant! :)

Meine Versuche an meinem Lacquered Tweed mit einer AS93, AF85 oder AF71F (alle von Ibanez) fand ich für mich (!) klanglich nicht sooo berauschend. Dewegen hängen diese drei mit all ihren Humbuckern lieber an meinem Bassman '59 RI, eben wegen (und da ist wieder mein altes Wort) der "Klangfülle".

Strat(s) mit ihren SCs und BJ sind dagegen (auch nur aus meiner Sicht) wie füreinander geschaffen.

...tut es halt immer noch ein neutraler Booster. Einfach drauftreten und alles ist gut.

Was für eine Gitarre spielst du in der Jazzcombo, wenn ich fragen darf?
 
  • #10
Blues Junior und Strat oder Tele finde ich super, man darf halt nicht den "typischen" Fender-Amp-Sound erwarten.
 
  • Ersteller
  • #11
[...]Dewegen hängen diese drei mit all ihren Humbuckern lieber an meinem Bassman '59 RI, eben wegen (und da ist wieder mein altes Wort) der "Klangfülle"[...]
Was für eine Gitarre spielst du in der Jazzcombo, wenn ich fragen darf?
Ich spiele eine Gibson Les Paul ES und eine ebenfalls semiak. Les Paul - ein Eigenbau. Ich habe den Blues Junior IV mit einem Celestion Speaker. Zu den Vorgängerserien kann ich nichts sagen, mit der IVer Serie gab es wohl Modifikationen in der Schaltung, der Speaker wurde wurde gewechselt und der Reverb optimiert.
Ich hatte mal einen Blues Deluxe, dessen Schaltung entspricht dem Bassman, und den fand ich klasse, nachdem ich den Speaker gegen einen Black Shadow (Celestion) getauscht hatte. Leider ist der Amp nicht so transportfreundlich gewesen, weshalb ich ihn verkauft habe. Aber der BJ IV kommt dem schon ziemlich nahe.
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Die effektivste Methode wäre evtl V1 durch eine 12AY7 zu ersetzen, dann ist der gesammte Signalanstieg nur noch 11db und nicht 22db
Das habe ich gemacht, hatte noch eine Groove Tube 12 AY 7 da. Das Lautstärkeverhältnis nach Umschalten in den FAT Modus passt so, wie von Dir vorhergesagt. Aber der Gesamtsound ändert sich, wird sehr näselnd, was ich überhaupt nicht mag. Aber danke Dir nochmal für Deinen Tipp.
 
Grund: Vollzitat reduziert
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  • #12
Ich hatte mal einen Blues Deluxe, dessen Schaltung entspricht dem Bassman,...

Nicht mal ansatzweise. Da kann ich dir gerne die Schematic zeigen. Der Deluxe ist dem DeVille ähnlich, möglicherweise meintest du den.

Danke für den Gitarren- und Speakerhinweis! :)
 
  • Ersteller
  • #13
Nicht mal ansatzweise. Da kann ich dir gerne die Schematic zeigen. Der Deluxe ist dem DeVille ähnlich, möglicherweise meintest du den.

Danke für den Gitarren- und Speakerhinweis! :)
Ist ja auch nicht soo wichtig, oder?
Mein Information ist über dreißig Jahre alt, ich weiss nicht mehr, woher ich das habe. Ich besass den Bl Del. aus der ersten Serie, das dürfte das sein, was heute als reissue angeboten wird. Ich habe meinen Amp dann später, also nach dem Verkauf, in einem Konzert gehört. Der Speaker war wieder, und zwar gegen einen Keramikspeaker von Jensen getauscht worden. Der Gitarrist spilete eine Gibson ES 175. Klang sehr klasse!
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Die effektivste Methode wäre evtl V1 durch eine 12AY7 zu ersetzen, dann ist der gesammte Signalanstieg nur noch 11db und nicht 22db
Ich habe mir eine 12AY7 selected von TAD bestellt und werde die mal versuchen. Mal hören, was dabei raus kommt. Ich werde berichten.
 
  • #14
Was immer wieder vorkommt, und was ich nie so ganz verstehe:
Wir schreiben hier 458 Zeichen Text, aber ausgerechnet das eigentliche Objekt, also der Name des Amps, muss dann plötzlich abgekürzt werden?
Sind die 8 zusätzlichen, nun wirklich nicht redundanten Zeichen tatsächlich zu viel? :nix:
 
  • #15
Asche aufs Haupt bezüglich deiner Anmerkung zu den Abkürzungen. Aber ich dachte, da wir da nun schon jahrelang drüber schreiben, dass BDLX, Blues DeVille und BJ inzwischen hinreichend bekannt sind.
Zumindest aus den Themenseiten, wo nicht nur ich den Blues Deluxe und Blues DeVille geradezu jahrelang von innen und außen hinsichtlich seiner Beschaltungen, Röhren, Speaker durchkaute, einschließlich seiner Reissues, also der RI, war ich der Meinung, dass das bekannt und sozusagen akzeptiert ist. Es kam nie Widerspruch. :gruebel:

Also ich gelobe hiermit reumütig Besserung!

OK, zugegeben: eine sinnvolle Abkürzung zum Blues Junior Lacquered Tweed ist mir noch nicht eingefallen. Das schreibe ich noch aus. 😇
 
  • #16
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  • #18
Die effektivste Methode wäre evtl V1 durch eine 12AY7 zu ersetzen, dann ist der gesammte Signalanstieg nur noch 11db und nicht 22db
Inzwischen habe ich die TAD Premium selected 12AY7 bekommen, klingt gut! Nochmal danke für den Tipp!
 
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