Wenn man A sagt sollte man auch B sagen oder gleich den Mund halten oder?
Letztendlich hat doch Klaus den Vergleich von Splawn und Larry+Müller gemacht. Da die Amps sich äußerlich ziemlich ähneln bzw. daß Marc Müller sich optisch und von der ganzen Grundphilosphie ziemlich stark an den British Purist orientiert hat, ist wohl kaum zu übersehen. Dennoch sollte man beide Amps für sich sehen und nicht zusammenwerfen.
Auch sind die Grundvoraussetzungen zu Splawn ganz andere: bei Larrys Amps sind viele Teile Sonderanfertigungen, die auch nur in kleinen Stückzahlen nachbestellt werden. Ich weiß nicht, wie hoch bei Splawn der Output an Amps ist und wie sie deshalb bestellen können. Habe bei Larry aber noch keine 20-30 Chassis oder Gehäuse auf Vorrat rumstehen sehen. Kleine Posten zu bestellen wird aber immer teurer sein, besonders dann, wenn man alles nach speziellen Maßgaben anfertigen soll.
Auch wenn eine ROHS-konforme und CE-zertifizierte Bauweise sich vielleicht nicht auf den Klang auswirkt ( früher gings ja auch ohne ) und ich sicher bin, daß der Splawn seine guten Kritiken zurecht bekommt, ist nicht von der Hand zuweisen, daß solche Sachen halt ins Geld gehen und man Kleinserie bzw. Mittelstand, in dessen Bereich Splawn sicherlich fällt nicht mit Einzelstücken zu vergleichen sind, wie Larry oder Marc sie bauen.
Klingt doch nur nach Gitarrenverstärker... Obs einem gefällt und die Preise wert sind bleibt jedem selbst überlassen.
Obs einem der Preis wert ist, muß jeder für sich entscheiden. Mal abgesehen, daß ich Diskussionen über die Klangqualität aufgrund eines Youtube-Videos oder eines MP3-Files schon mal lachhaft finde:
Da ich den Amp in echt gespielt und gehört habe, kann ich zumindest für mich sagen:
wer es fertig bringt, einen quasi 5-Kanaler PTP-verdrahtet hinzustellen, der zudem jede Spielart in einer referenzmäßigen Qualität abdecken kann, der darf dafür auch in Deutschland Geld verlangen.
Aber ganz ehrlich: bei jeder Siggi Braun, die hier im Forum vorgestellt wird, ejakuliert ihr nahezu auf'm Monitor, bei einem Amp, dessen Planung und Bau mehr Zeit und Geld in Anspruch genommen hat und dessen Wechselwirkung deutlich komplexer sind, wird dann wieder mit der Frage nach den Preisen gewedelt.
Aber genug OT: Es wäre vielleicht ganz wichtig, wenn man mal den Preisbereich festlegen würde. Alternativen gibts ja wie Sand am Meer. Die Frage ist, ob es konstruktiv ist, auch Superteuer-Lösungen zu nennen, oder ob man sich mehr auf die billiger/gleich teuer Lösungen zu konzentrieren.