- 28.10.26
- 18.08.03
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Intro
1994 veröffentlichte Green Day ein Studio-Album namens "Dookie".Historisches erspare ich euch hier. Es gibt genug dazu im Internet und in vielen aktuellen Videos zu lesen und zu hören. Das tu' ich euch nicht an.
Für mich war "damals" dieses Album aber einer der Gründe, weshalb ich Gitarre spielen wollte. Als ich das Album entdeckt hatte - ein paar Jahre nach 1994 - hat es mich begleitet. Die Texte haben das junge, pubertäre Kind angesprochen. Der Sound war phänomenal, der Lebensstil etwas, was ich auch immer wollte.
Danach kamen für mich "Insomniac" und "Nimrod"
Bei "Warning" bin ich ausgestiegen. War ein Album, das mich brutal enttäuscht hatte.
Den Hype um "American Idiot" hat mich gefreut, hat mich aber nicht abgeholt. Die Alben danach haben mich nie interessiert.
Dookie, Insomniac und Nimrod - die Alben meiner Jugend.
Jetzt bin ich alt. 41 Jahre.
Dookie ist nach wie vor wichtig für mich.
Als Green Day dieses Jahr auf dem Superbowl auftraten und hinter ihnen ein babyblauer Marshall* stand, war für mich klar: Verkaufe Equipment, das Du nicht mehr brauchst, den Amp musst Du haben und es wird teuer!
Bestellt und überwiesen habe ich - fragt bitte nicht nach den Gründen - schon einen Monat vor offizieller Veröffentlichung. Ich war angefixt!
Jetzt besitze ich ihn tatsächlich seit ein paar Tagen und möchte ein kleines Review schreiben.
Da es mir wahnsinnig auf die Nerven geht, dass bei den YouTube-Reviews immer nur Green Day Songs geschrammelt werden, habe ich mich für dieses Review auch mal rangesetzt, einen Song geschrieben, die Drums programmiert, Bass eingespielt und dann die Gitarre prominent darüber gelegt.
Hello Kitty Strat mit TB6 Trembucker -> Dookie-Amp -> Randall 1x12" IsoBox mit einem aktuellen V30. Abgenommen mit einem SM57. That's ist. Im Refrain kommt zusätzlich noch ein SE V7X ins Spiel.
In der Produktion habe ich dann nur einen kleinen Kompressor und etwas Hall auf die Gitarren gelegt. Ansonsten wurde es nicht weiter bearbeitet.
Verspieler sind mir wurscht. Es gibt ein paar kleine
Es sollte keine radiotaugliche Produktion werden - das kann ich als Laie eh nicht - sondern soll euch einfach nur den Sound vom Amp etwas näher bringen.
Aufbau und Details
Der Amp kam gut verpackt und gepolstert bei mir an. Im Lieferumfang befindet sich der Amp an sich, eine Staubschutzhülle mit schwarzem Logo, ein kleiner Umschlag mit Anleitung, Echtheitszertifikat und ein paar BJA Plektren sowie dem obligatorischen Stromkabel. Ob das obligatorische Klinkenkabel ein Instrumenten- oder Speakerkabel ist, kann ich nicht erkennen. Egal - ich nutze es eh nicht.Der 1959BJA basiert auf einem JMP1959 Handwired und ist ausgestattet mit dem legendären Dookie Mod. Kein FX Loop, kein DI, kein garnichts. Einfach ein puristischer Amp.
Optisch in Baby Blau gekleidet kommt er ansonsten wie ein klassischer 1959er von Marshall* daher. Nur mit 2 anstatt 4 Inputs. Und einem Master Volume.
Klang
Kommen wir zum Wichtigsten. Dem Klang, dem Sound.Zuerst muss ich mal etwas bemängeln. Wenn man den Amp einschaltet, brummt der Trafo deutlich hörbar. Das kenne ich bislang nur von meinem Mesa Dual Rectifier von 1992 so.
Alle meine anderen Amps sind hier super leise.
Ich hoffe, dass das kein Mangel ist. Abwarten.
Der Dookie ist sehr höhenlastig. Ich kenne es von keinem anderen Amp von mir, dass ich mit dem Treble-Regler auf 9 Uhr voll zufrieden bin. Stört mich nicht, der Sound passt.
Ansonsten ist der Amp bei den richtigen Einstellungen „dookie“ pur. Hammer!
Aber er kann noch sooo viel mehr.
Der Klang ist durchsetzungsfähig sein Vadder!
Gain hoch? Nicht notwendig, aber möglich!
Braucht er Lautstärke? Nein. Der Master funktioniert top!
EQ? Hocheffizient. Wie die von Markus Söder erträumten aber physikalisch unmöglichen Verbrenner

Unterschiedliche Gitarren? Hört man sofort raus.
Es wird nichts glatt gebügelt. Shit in, shit out!
Bin ich mitten in der Honeymoon-Phase? Verdammt ja!
Dass er ein reiner Einkanaler ist, stört mich nicht. Er reagiert super auf das Volume-Poti der Gitarre. Noch flexibler wirds bei niedrigeren Gain-Settings und zusätzlich einem Boost oder einem guten OD.
Und wie klingt er jetzt?
Naja…hört selbst!
Die Gitarre ist hier wirklich „roh“. Nur ein schwacher Kompressor. Ansonsten - wie oben beschrieben - nur ein SM57 und ein SE V7X an einer 1x12 V30 Box. That’s it. Kein EQ, kein garnichts.
Noch nie hatte ich ohne Einsatz von Plugins so ein Ergebnis. Hammer!!
Fazit
Es wurde im Vorfeld viel über den Amp geredet, teilweise auch gestritten.Einen Einkanaler von Marshall* mit einem simplen Mod für 3.700€?!?
Und dann auch noch von der Kommerz - Linken - anti MAGA - Bazille Billie Joe Armstrong?!?!?
Der eh nur drei Akkorde spielen kann?!?!?
Slash, Satriani, Malmsteem - alle haben sich ihre Amps verdient. Aber Green Day?!?!
Ob es den Kritikern passt, oder nicht: die Jungs haben Millionen Platten verkauft. Das muss ihnen erstmal jemand nachmachen. Die Kritiker sind oft aus dem Lager „Musiker-Polizei“ bzw. „MAGA-Anhänger“.
Der Sound vom Dookie Album ist legendäre.
Und der Amp ist wahrscheinlich der beste Amp, den ich besitze und je gespielt habe.
Ist er allgemein den Preis wert?
Nein! Definitiv nicht. Absolut überteuert. Um einen bekannten Klemmbaustein-Verkäufer aus Frankfurt Main zu zitieren:
Lackgesoffen teuer!!
Und dann auch noch ohne die passende Box.
Ist er mir der Preis wert?
Verdammt ja. Ich hatte durch Verkäufe die Kohle einfach übrig und die Ausgabe hat mich weder in Schulden getrieben, noch muss ich den Sommerurlaub absagen. Ich bin glücklich - und darauf kommt es mir an.
Wenn ich die Kohle übrig hätte, würde ich mir tatsächlich noch einen zweiten kaufen! Dann würde meine Frau mich aber endgültig einweisen lassen!

Zuletzt bearbeitet:
*) Affiliate/Werbung





Na gut, etwas mehr als drei Akkorde kann er wohl schon spielen und im laufe der Jahre wird sich sein können auch weiterentwickelt haben.