Amp Settings Live vs. Recording

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metalpirate
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Hallo,

Zu allererst mal mein Equipment:
Epiphone (Bariton) Flying V mit EMG 81
Engl Fireball 100
Engl Ironball
Marshall 1960BV

Musikrichtung -> Metal (so in Richtung Machine Head - als Anhaltspunkt)

ich hätte da mal eine Frage an euch.

Stellt ihr eure Amps beim Recorden anders ein als Live bzw. im Proberaum, oder recordet ihr z.B. was und ändert die Settings so lange, bis euch der recordetet Sound gefällt und übernehmt diesen dann auch für Proben und Live?

Falls Ihr unterschiedliche Settings für Recording und Live bzw. Proberaum habt, würde mich interessieren, was die Unterschiede bei euch sind. (Gain, Bass, Mitten, Höhen, Presence).
Bsp.: Beim Recorden gefallen euch beispielsweise die Settings: Gain 6, Bass 6, Mitten 6, Treble 7, Presence 5, wie würden dann standarmäßig eure Live bzw. Probraum Settings in Bezug dazu aussehen?

Bin da momentan ein bisschen am experimentieren ;-)

Danke euch schon mal für Antworten!

Mfg
Mike
 
Eigenschaft
 
Das vernünftigste zum Recorden ist clean einspielen und dann Re-Amping - da kann man spielen solange man will.

"Gefallen" ist realtiv - es kommt darauf an wie das ganze im Band-Kontext bzw. im Mix klingt.
Ein häufiger Fehler ist, dass man zu Hause (allein) den "Super-Duper" Sound gefunden hat, der dann aber im Band-Kontext alles zumatscht weil (meistens) viel zu viel Bass usw.
 
Meine Live settings ähneln meinen Recording settings zum größten Teil.
Da ich auch re-ampe, tweake ich immer noch ein wenig, um das zu bekommen, was ich grade brauche (abhängig von den anderen Instrumenten).

Generell lässt sich sagen: Beim Recorden hab ich meistens die Mitten noch ein Stück weiter rausgedreht und den Bass weiter raufgedreht.
 
meine bzw unsere Live-Einstellungen sind identisch mit denen im Proberaum und Studio. So kann man auch mit "echten" Amps live möglichst wie im Studio klingen, und hat immer den entsprechenden Sound im Ohr und gewöhnt sich daran, wie das im Raum klingt
 
DI und dann wie es gerade in den Mix passt. Lieblingseinstellungen haben keine Relevanz, wenn's am Ende kacke klingt. Wenn man natürlich mit einem Amp aufnimmt / reampt, den man kennt, probiert man logischerweise erst die Einstellungen aus, von denen man weiß, dass sie einigermaßen funktionieren. Es ist ja auch nicht so, dass man beim Recorden immer den selben Amp spielt wie Live, in dem Fall passen die Einstellungen ja dann sowieso nicht mehr.
Dennoch hab' ich schon von einigen Bands gehört(z.T. aus Interviews), dass sie mit 'nem Kemper unterwegs sind und da einfach die Studioprofile rauskloppen. Da stimmt natürlich dann alles 1:1. Klingt in jedem Raum dann aber trotzdem unterschiedlich, abhängig von PA und jeweiligem Layout und muss dann doch wieder getweakt werden.

Generell denke ich tendiert man live dazu, den Sound etwas 'anzudicken', da man beim Recording ja häufig Double-oder-Quad-Trackt und dadurch dann der 'Wall-of-Sound' Effekt entsteht. Geht live natürlich nicht, da muss man dann mit Octaver, Bass-Regler(oder 'nem richtigen Bass-Spieler) und Gain nachhelfen, es sei denn, man hat mehrere(>2) Gitarristen.
 
So kann man auch mit "echten" Amps live möglichst wie im Studio klingen,
Ist das Ziel nicht genau entgegengesetzt?
Ich will, dass die Aufname wie live klingt.

Ganz davon abgesehen hebe ich live und im Studio unzählig viele Einstellungen.
 
Ich will, dass die Aufname wie live klingt.
Kommt darauf an, was du damit machst - Recording für "Medien" sprich .mp3, youtube, FB, usw. werden im Regelfall so hoch komprimiert, dass da nichts von "live" übrig bleibt.
Mastert man nicht, klingt das oft live - ob das dann gut oder schön klingt, steht auf einem anderem Blatt...
 
Meine Live settings ähneln meinen Recording settings zum größten Teil.
Generell lässt sich sagen: Beim Recorden hab ich meistens die Mitten noch ein Stück weiter rausgedreht und den Bass weiter raufgedreht.

KRASS O_O In meiner Erfahrung genau anders rum, ich habe im Studio quasi IMMER mehr mitten und absolut IMMER weniger Bass sowie weniger Gain im Sound wenn ich recorde.
Ich gehe folgendermaßen vor:
-Gitarren DI mit Reamp-Box einspielen und im Loop über Amp laufen lassen
-SM57 (ob man das jetzt im Endeffekt benutzt oder nicht sei dahingestellt) vor den/die Speaker.
-Kopfhörer auf und mit SM57 vergleichen welcher Speaker am "hellsten" klingt (optional, hat mir aber viel gebracht)
-Mikrofon positionieren (beschreibe ich hier jetzt nicht näher, sonst werde ich NIE fertig - Hier ist meiner Meinung nach der wichtigste und unterschätzteste Schritt)
-Gain von 0 bis zu dem Zeitpunkt dass es gerade genug Gain (Crunch: 9-10 Uhr, Rythm:10-13 Uhr, Lead: 11-Open End, je nach Song/Gitarre/Laune) ist drehen, da später nochmal Compressoren und Mastering sowie vermtl. Layer obendrauf kommen, vom Exportieren auf Mp3 etc. mal ganz zu schweigen.
-Reverb RAUS! Es sei denn man will gezielt den besonderen Hall eines spezifischen Verstärkers einfangen (z.B. Federhall).
-Bass nach gusto, bei mir meistens bei ca. 8-11 Uhr, Mitten je nach Amp und Song von 9 bis 15 Uhr, Höhen meist bei 13-14 Uhr. Presence bei 14-17 Uhr.
 
KRASS O_O In meiner Erfahrung genau anders rum, ich habe im Studio quasi IMMER mehr mitten und absolut IMMER weniger Bass sowie weniger Gain im Sound wenn ich recorde.
Hängt ja auch immer von der Zielsetzung ab.
Und auch von der Musikrichtung.

Ich möchte in den Aufnahmen, dass die Gitarre so wuchtig und satt wie irgendmöglich rüberkommt.
Zwar mit rech hoch angesetzem Low-cut, aber bis dahin so fett wie möglich, so dass die Anbindung an die Bassgitarre nahtlos verschmelzt.
Live geht das nicht, da ich die Bedingungen nicht kontrollieren kann und es kein sauberes Panning gibt, also muss die Gitarre zurückstecken.

Mitten-arme Gitarren funktionieren bei Aufnahmen ganz prima (wenn soundmäßig gewünscht natürlich), live hat das alles irgendwo Grenzen.


Ich gehe sogar so weit, dass ich beim Re-ampen einen parametrischen EQ in den Loop einschleife.
Ich verwende den Bugera 6260, der im Gegensatz zu seinem Vorbild dem 5150 keinen "resonance" Regler hat. Diesen fehlenden Regler kompensiere ich, indem ich per EQ noch bei 110 Hz etwas anhebe.
Live tu ich das nicht weil 1) ich will den EQ nicht schleppen 2) dröhnen die 110 Hz dort zu sehr

Aber deine Herangehensweise kann ja auch Sinn machen. Ich will das jetzt nicht als falsch darstellen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Um das mal provokativ auszudrücken: Gitarrensound hat im (Metal-)Mix eh nichts zu melden.

Ich geb einigen meiner Vorredner da schon ganz recht, man stellt einen Verstärker so ein, wie es am mixdienlichsten ist, und nicht so wie es einem am Besten gefällt. Schub kommt eh vom Bass und von den Drums, also schonmal Low-End weg bzw. mit dem Bassregler nicht übertreiben. In den Höhen wildern die Becken, und die gewinnen die Jagd, also bleiben nur noch die Mitten wo allerdings auch Snare und Vocals sehr stark vertreten sind. Am Ende kriegt die Gitarre den schäbigen Rest, der übrig bleibt ;).

Spaß bei Seite. Jeder, der seinen Verstärker im Proberaum vernünftig einstellt, hat für die beiden anderen Situation ja schonmal eine gute Grundlage. Live macht man es dann stark vom Sound im Raum abhängig, was noch in welche Richtung getweakt wird. Im Studio richtet man sich nach dem Mix. Bei meinen Erfahrungen war es eher so, dass es im Studio halt eher "weniger von allem" heißt als sonst irgendwas, Breitbandfrequenzmüll halt.

Davon den Amp immer in einer Einstellung zu lassen halte ich persönlich nichts. Proberäume klingen oft durch ihre Größe und die Art der Aufstellung (man ist ja oft Kompromissen unterworfen) ziemlich topfig und bedeckt. In Livesituationen kann ein Sound der im Proberaum passt ziemlich harsch werden und umgekehrt. Beim Recording hat man öfters überhaupt keinen Sound mehr aus dem Raum (Ambient Mics, kann man machen, bei Metal aber eher unüblich) und jeder weiß, dass das aufgenommene Zeug von nem SM57 2 cm vor der Box anders klingt als alles was man so im Raum hört.

Also zusammengefasst: Ich glaube, dass man zwar eine gemeinsame Basis verwenden kann, identische Einstellungen aber nicht sinnvoll sind und man sich an jede Situation individuell anpassen muss.
 
Hallo,
hier wurden ja einige wichtige Punkte angesprochen.
Ergänzen will ich noch aus meiner Sicht, dass der Gitarrensound in Aufnahmen im wesentlichen natürlich von der Signalkette abhängig ist.
Re-Ampen kann ja zB auch ganz ohne Speaker gehen, oder eben mit Speaker und Mikrofon davor, oder auch das Linesignal vom Amp usw.
Das o.g. SM57 zB verändert den Sound schon erheblich und je nach Position noch mal deutlich mehr.
Auch im Hinblick auf Bass und die Gaineinstellungen ist beim Recording viel mehr Zurückhaltung geboten.
Lange Rede kurzer Sinn: Recording und Live sind zwei verschiedene Welten, die wenig miteinander zu tun haben und daher ihre eigenen Einstellungen benötigen.
Grüße
Markus
 
Also mein Sound hat sich über Jahre entwickelt und ist auch (fast) unabhängig vom Amp.
Dieser Sound ist mein "Trademark" und somit ist es klar, dass ich auch auf CD so klingen will wie auf der Bühne - also gleiche Einstellungen am Amp.

Natürlich wird mit verschiedenen Gitarren gearbeitet aber diese werden dann auch mit auf die Bühne genommen und natürlich wird der Sound durch div. Effekte variiert aber der Grundsound (3-Kanaler) meines Amps ist im Studio und auf der Bühne gleich.

Gruß
 
Live und im Proberaum fahren wir eher etwas mehr Mitten und weniger Bässe, um dem Bass genügend "Raum im Raum" zu geben. Das klingt dann alleine gespielt, vor allem mit den Marshalls, schon etwas peaky. Hilft aber bei der Durchsetzungsfähigkeit der Gitarren. Und wenn dann aber mal die Klampfen ein offenes E mit dem Bass zusammen zelebrieren, bebt die Luft :D

Beim Recorden haben wir zuletzt sehr Old-School mit SM57 vor der Box und einer Großmembran im Raum aufgenommen. Dabei waren dann doch etwas höhere Bassfrequenzeinstellungen vorgenommen worden. Die Mitten haben wir recht prominent eingstellt gelassen. ´Ne Gitarre soll ja auch nach Gitarre klingen ;)
Die Bassgitarre wird dann eher tieffrequent angelegt und soll sich in der Mitte zwischen Subkick-Mikro und einem eher auf (Doublebass-)Knack ausgerichteten (Audix) Bassdrummikro vor den Kickpads einfügen.

Grundsätzlich finde ich aber auch eher etwas weniger Mitten beim Recorden gefälliger. Wenn es zu wenig werden, kann es m.E. nach aber schon schnell undurchsichtig werden.
 
Live spiele ich immer mit mehr Mitten, jenach Verstärker manchmal auch ein bisschen mehr Höhen.
Das ist ähnlich, wie dass man den Bridge PU als Gitarrist öfter nutzen sollte, da sich Neck live einfach nicht durchsetzen wird. Selbst im Proberaum ist das noch bei weitem einfacher.
Dass der Klang Live zu schnarrig klingt, fällt in der Masse garnicht mehr auf, es mischt sich alles ein. Im Gegenteil klingen zuviele Bässe und tiefe Mitten am Ende zu dumpf, zu lasch und setzen sich nicht durch.

Beim Recording nehem ich immer ähnliche Einstellungen wie sie mir zuhause auch passen. Relativ ausgeglichene Mitten, Bässe und auch Höhren, im Grunde genommen genau so, wie es der Sound, wenn er direkt aus dem Verstärker kommt, braucht.

Wenn dann doch noch irgendwas fehlt kann man da minimal was ändern. Aber meine Erfahrung war zumeist so, dass man ähnliche Einstellungen wie den "Lieblingssound zuhause" lassen kann.

Nimmt man mit Mikro auf, kann man auch mit der Position des Mikros unwahrscheinlich viel verändern. So z.B. ist meins immer etwas von der Mitte entfernt, in Richtung Rand des Lautsprechers. :great:
 
Bei mir/uns is der Sound auch sehr unterschiedlich Live/Studio.
Im Studio - wie schon gesagt wurde - mehr Mitten, mehr Höhen, mehr Effekte, mehr Dopplung, wenig Bass und wenig Gain.
Live kommen dann gerne auch mal (im Studio verpönte!) Einstellungen wie die Badewanne zum Einsatz, weil es da doch einfach fett klingt.
Auch mehr Gain.

Ich denke, beide Sounds gleich zu lassen is nur selten wirklich sinnvoll.
Zumindest habe ich bis dato noch keine Einstellung gefunden, welche bei beiden Szenarien wirklich gut klingt.

Studio und Live sind schlussendlich eben doch zwei völlig unterschiedliche Szenarien.
 
Mich wundert, dass hier viele in den Aufnahmen die Mitten eher rauf statt runter (im vergl. zum Livesetup) drehen.
Bei der Aufnahme hat man doch viel weniger Probleme, die gewünschte Klarheit herzustellen und man kann den Bassbereich kontrolliert halten.
Während ich in der Livesituation immer mit suboptimalen Verhältnissen und nicht-kontrollierbaren Dingen klarkomen muss.

Deswegen mach ich halt immer genau umgekehrt.
 
dürfte der Grund sein, warum viele Bands live ganz schön kacke klingen, bzw warum der Soundmann die Gitarre so schrecklich leise dreht :)
 

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