Ampeg SVT3-Pro - muss der so klingen???

von Micha2010, 27.10.09.

  1. Micha2010

    Micha2010 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.09   #1
    Hey Leute,

    da ich demnächst meinen Ampeg SVT3 verkaufen will und dies auch guten Gewissens, hätte ich da mal folgende Frage:

    Allgemein ist ja bekannt, dass der Ampeg einen eher rockigen Sound fährt. Mir ist es persönlich nie gelungen, einen völlig cleanen Sound aus dem Amp herauszuholen (Gain so eingestellt, dass es nicht clippt).

    Habe nun mal einen großen Vergleichstest gemacht: Ampeg SVT3-Pro vs. Eden Nemesis RS400.

    Bass: Yamaha BB615, EQ auf Mittelstellung
    Amps: alle Regler auf Mittelstellung, Gain ausgepegelt auf seltenes aufleuchten
    Boxen: Ampeg SVT410HE und SVT115, an der 410HE abgenommen mit einem Rode NT1000
    Aufnahme in Samplitude, keinerlei Bearbeitung

    Ich habe nun insgesamt 6 Samples erzeugt:

    Eden Nemsis komplett
    Eden Nemsis Vorstufe in Endstufe Ampeg
    Ampeg Vorstufe in Nemesis Endstufe
    Ampeg komplett, Tube Gain Mittig
    Ampeg komplett, Tube Gain voll Rechts
    Ampeg komplett, Tube Gain voll Links


    Habe 6 mp3s gepackt in 256Kb/s Auflösung alles in eine Zip-Datei. Hier ist der Downloadlink (Größe: 4,15MB)

    Man muss dazu sagen, dass der Effekt des angezerrt sein bei dem Yamaha-Bass viel deutlicher Auftritt als zum Beispiel mit meinem Musicman SUB5, aber ich wollte ja, dass man es deutlich hören kann. ;) Ich habe testweise im Ampeg mal die Treiberröhre und die Wandlerröhre (1x 12AX7 und 1x 12AU7) gegen neue JJ-Tubes getauscht und auch aufgenommen, das brachte aber keine Veränderung (im Bezug auf das leichte Anzerren). Der Sound ansich wirkte nach dem Wechsel irgendwie ein wenig transparenter. Die Aufnahmen jetzt sind mit den alten Röhren.

    Also: klingt ein SVT3-Pro so? Oder ist da was falsch?


    Ich bin gespannt auf Eure Meinungen.

    Micha
     
  2. Flak

    Flak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.09   #2
    hallo Micha,

    den gleichen "fehler" hatte ich auch. Klingt genauso wie bei mir damals.
    Das Problem ist dass das BIAS nicht richtig eingestellt ist.

    Ich hatte den Amp als Reklamation eingeschickt und bekam ihn mit cleanem Sound wieder zurück ;)

    siehe hier
     
  3. Micha2010

    Micha2010 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.09   #3
    Ah, cool. Danke. Dann geb ich ihn gleich nochmal zu meinem Techniker und dann kann das gute Stück das Haus verlassen.


    Weiß jemand, wo der Bias eingestellt wird? Normalerweise müsste dies doch in der Nähe der Röhren passieren, oder?


    Viele Grüße,

    Micha
     
  4. stagesau

    stagesau Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.09   #4
    Bias einstellen beim Ampeg SVT 3 Pro????

    Seit wann das?

    Edith: grad den anderen thread gelesen .... wusste ich garnicht, das da manuel noch was geht
     
  5. AK

    AK HCA Bass/Elektronik HCA

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    Erstellt: 29.10.09   #5
    Es gibt eine Arbeitspunkteinstellung der Endstufe - ist auf dem Plan sogar zu sehen.
    Bias hat nicht immer etwas mit Röhren zu tun.
     
  6. Micha2010

    Micha2010 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.09   #6
    Mmh, hab noch einmal reingeschaut, das einzige, wo was zum Einstellen ist, ist dies hier:

    [​IMG]

    hier im Überblick:

    [​IMG] das kleine weiße Ding rechts neben dem roten und schwarzen Kabel.


    Müsste es doch eigentlich sein, oder? Liegt genau zwischen den Treiberröhren links oben und der Endstufensektion rechts.

    Muss man das richtig ausmessen? Oder kann ich da im Betrieb einfach dran drehen, bis das Signal clean ist? Oder ist das eine ganz schlechte Idee??
     
  7. AK

    AK HCA Bass/Elektronik HCA

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    Erstellt: 29.10.09   #7
    Nun damit wird der Ruhestrom der Endstufe eingestellt. Einfach nur drehen bis es gut klingt ist nicht ideal.
    Entweder hat Ampeg Vorgaben wie groß der Strom sein sollte oder aber was wahrscheinlicher ist eine Abgleichprozedur. Das ist in der Regel die Aufschaltung eines sauberen Sinussignales und Ableich der Endstufe auf minimalen Strom bei optimaler Übertragung des Signales.
    Ohne diese Info von Ampeg würde ich eher die Finger davon lassen dazu ist der AMp einfach zu teuer.
     
  8. Knollo

    Knollo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.09   #8
    zur Arbeitspunkteinstellung der Mosfets gabs mal nen Thread auf Talkbass, mit genauen Werten und einer super Anleitung von einem ehemaligen SLM-Ampeg Mitarbeiter.
     
  9. Knollo

    Knollo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.09   #9
  10. papero

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    Erstellt: 01.11.09   #10
    Als Ergänzung: auf Anfrage schickt Ampeg auch alle Schaltpläne als PDF. Da sind i.d.R. auch alle Testpunkte mit Sollwerten verzeichnet, sodaß jeder Techniker damit zurechtkommen sollte.

    Grüße, Pat

    P.S.: Wie lange hast Du den Amp denn mit solch einem "Sound" gespielt?
     
  11. Micha2010

    Micha2010 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.11.09   #11
    Ach nur ein paar Proben. Davor hatte ich ja immer das Problem mit der korrodierten Footswitch-Buchse. Die Schaltpläne hab ich alle schon, hatte ich mir damals schon zuschicken lassen.
     
  12. papero

    papero Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 01.11.09   #12
    Ach Du warst das mit dem Mute-Problem...?
    Du hast ein Pech.

    Grüße, Pat
     
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