Anfänger sucht Orientierung

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dostl_ba
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Hi,

ich steige gerade ein in das Thema Licht. Bin eigentlich Musiker und IT-Nerd, mache alles, von .. bis. Und jetzt halt Licht.

Hintergrund: Ich singe in einem klassischen Kammerchor mit 25-30 SängerInnen und wir wollen uns lichttechnisch etwas in Szene setzen. Typische Auftrittsorte sind Kirchen und kleinere Säle mit bis zu 200 Personen, 2-3 Konzerte pro Jahr. Könnte den Kram aber auch für andere Sachen verwenden (Coverband, Akkordeonorchester)

Habe gestern zum testen einen gebrauchten LED PAR 56 geschossen und gerade ein USB zu DMX Interface bestellt. Sobald das da ist, will ich etwas mit Freestyler rumprobieren.

Mein/unser Budget ist sehr beschränkt. ich würde mal sagen bis 500 für den Anfang (Steuerung + 4 PARs ? )

DMX Grundlagen sind mir einigermaßen klar.

Fragezeichen habe ich noch zu diesen Themen:
- Wireless: Gibt es da offene, herstellerunabhängige Protokolle? Wenn ich das richtig sehe, haben die Hersteller teils eigene Systeme (zB QuickDMX o.ä.) - aber damit legt man sich ja fest. Wie interoperabel, robust, haltbar sind diese Dongles a la Donner, Lixada, Chinly o.ä.?
- Gibt es irgendwas cleveres damit man sich PC und Interface spart und direkt(er) von einem Tablet steuern kann? (die Freestyler Remote app habe ich gesehen, aber dann hab ich ja auch noch ein WLAN-Netz an den Hacken) - schick wäre ein DMX-wireless sender mit USB-c zum Aufstecken aufs Tablet :cool:
- Ich habe "Null" Gefühl dafür welche "Fixtures" man für unsere Zwecke braucht. Es soll ja eher einfach (und günstig) sein: Wand / Hintegrundbeleuchtung, eher langsame Änderungen, evtl. mal plötzlich alles aus oder Vollgas. Keine/sehr wenig Bewegung (wir laufen höchstens mal gehend langsam rein oder raus).
Bin ich da mit LED PARs richtig? Welchen Durchmesser, welche Stärke (sorry, bin mit den Einheiten (Lumen?) noch nicht sicher), welche Streuung etc. sind da angebracht, wie stellt man die Streuung (manuell) ein / was müssen die Geräte dafür können? Wieviele PARs bräuchte man denn so bei der genannten Saalgröße und Personenzahl auf der Bühne? kommt man da mit vieren aus?
Es gibt zB aktuell günstige die nur wenige LEDs mit münzgroßen Linsen haben oder die mit über Hundert kleinen LEDs - was ist der Unterschied / zu empfehlen?

Grüße, Sebastian.

Was haltet ihr von so einem Set:
6x Chinly Empfänger + Sender für 160 €
4 40° + 2 20° Stairville LED Flood Panel 150 a 50€ macht 300€
USB to DMX 20€

---> macht 480€

Kommt man damit klar oder lieber gleich sein lassen? (Bitte bedenken: Anfänger / Laien)

S.
 
Guten Morgen,

aus meiner Erfahrung als Laie, aber Lichtinteressierter:
Bin ich da mit LED PARs richtig?
Was schwebt dir als Alternative vor?
Wenn du kein Stadion ausleuchten willst, auf jeden Fall LED. Auch bei großen Konzerten werden die seit vielen Jahren zumindest als Effektbeleuchtung eingesetzt. Eine Alternative zu PARs wären LED-Bars. die sind breiter und können so einen Hintergrund gleichmäßiger ausleuchten.
kommt man da mit vieren aus?
Es kommt auf die Anforderung an. Selbst wenn sie hell genug sind, sind es halt nur vier Lichtquellen.
Vor vielen Jahren hatte ich mal die kostenlose Version von Daslight. Da kann man sich virtuell seine Beleuchtung zusammenbauen und ansehen. Das war natürlich nicht photorealistisch, hat aber schonmal einen groben Eindruck gegeben. Daslight gibt es noch, aber ich habe auf die Schnelle nicht gesehen, ob es noch kostenlos ist.
Es gibt zB aktuell günstige die nur wenige LEDs mit münzgroßen Linsen haben oder die mit über Hundert kleinen LEDs - was ist der Unterschied / zu empfehlen?
Bei Konzerten habe ich bisher nur die mit wenigen großen LED gesehen. Den Vorteil kenne ich nicht. aber ein Vorteil ist wahrscheinlich, dass bei den mit wenigen LED jede LED eine eigene Linse hat und so die Abstrahlcharakteristik und Farbmischung wahrscheinlich besser ist. Ich habe einen ganz billigen LED-PAR und der hat am Rand des Lichtflecks auch bei weiß doch deutliche Einzelfarben.
Da solltest du dich fragen, warum. Ich lebe nach dem Spruch 'Wer Funk kennt, nimmt Kabel.'. Andererseits arbeitet zum Beispiel der Singapore Flyer (das Riesenrad) meines Wissens mit Wireless-DMX. 100 m DMX-Kabel (so viel wirst du ja nicht brauchen) bekommt man für unter 130 €.
 
Typische Auftrittsorte sind Kirchen und kleinere Säle mit bis zu 200 Personen, 2-3 Konzerte pro Jahr. Könnte den Kram aber auch für andere Sachen verwenden (Coverband, Akkordeonorchester)
Moin,

bei 2-3 Konzerten pro Jahr könntest du auch mieten.
Eine LED-Bar mit vier Scheinwerfern für ~20-30€ pro Einsatztag, ein einzelner (ggf. auch akkubetriebener) Spot für ~10-15€ pro Einsatztag.
Da hast du eine gewisse Qualität und musst dir weniger Gedanken machen.

Wenn du kaufen willst und dein Fokus auf Uplighting im Bühnenhintergrund liegt, sind LED-PAR oder LED-Bars das richtige.
Es gibt zB aktuell günstige die nur wenige LEDs mit münzgroßen Linsen haben oder die mit über Hundert kleinen LEDs - was ist der Unterschied / zu empfehlen?
Zeitgemäß sind Scheinwerfer mit "X in 1"-LEDs, also mehrere Einzelfarben hinter einer gemeinsamen Linse.
Das vermindert Farbschatten. Preisgünstiges Beispiel, das für dich passen könnte:

Stairville LED Flood Panel 150
Das ist Technik aus 2012 - würde ich heute (wirklich) nicht mehr kaufen.

- Wireless: Gibt es da offene, herstellerunabhängige Protokolle? Wenn ich das richtig sehe, haben die Hersteller teils eigene Systeme (zB QuickDMX o.ä.) - aber damit legt man sich ja fest. Wie interoperabel, robust, haltbar sind diese Dongles a la Donner, Lixada, Chinly o.ä.?
QuickDMX läuft bei kompatiblen Geräten über die USB-Buchse - das spart dir das Laden von Akkus, das ist schon praktisch.
Die anderen funken - meine ich - alle auf den gleichen Kanälen. Zuverlässigkeit ist schon ein Thema - wenn es immer zu 100% laufen soll gewinnt nichts gegen ein Kabel.
Oder eben direkt WirelessSolution/Lumenradio, geht aber ins Geld...

Wieviele PARs bräuchte man denn so bei der genannten Saalgröße und Personenzahl auf der Bühne? kommt man da mit vieren aus?
6 oder 8 sollten es schon sein, vier sehen doch verloren aus.

schick wäre ein DMX-wireless sender mit USB-c zum Aufstecken aufs Tablet
Alles eine Frage des Geldes :)
 
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oder die mit über Hundert kleinen LEDs - was ist der Unterschied / zu empfehlen?
Die mit den vielen kleinen LEDs würde ich nicht nehmen. Ich hatte so einen als ersten Strahler, was mir dann klar gemacht hat, dass ich so einen nicht mehr will.Farbverteilung/Mischung grauenhaft.
Stairville LED Flood Panel 150
Die jedenfalls nicht, die sind grauenhaft, die habe ich schon gesehen.

Ansonsten würde ich (wenn ich deinen Anwendungsfall betrachte) schon auf LED gehen, allein vom Strombedarf. Gerade in Kirchen ist das häufig sehr schwierig überhaupt irgendwo eine Steckdose aufzutreiben. Eine Drehstromdose habe ich da praktisch noch nirgends vorgefunden.

Ich habe 5 von desen hier
Stairville Tri Flat PAR Profile 5x3W 25°

Und die sind von der Lichtleistung eher besser als die von dir angesprochenen Stairville. Beleuchten eine 5x5 m Bühne bunt und dazu 3 weiße aus der Serie als Frontlicht, die es wohl nicht mehr gibt.
Für einen Chor mit 25 - 30 Personen reicht das aber nicht aus.

Und du brauchst weißes Frontlicht. Und zwar aus echten weiß strahlenen LEDs, RGB gemischtes weiß ist grauenhaft. Bunt kannst du seitlich oder hinten machen.

Wenn du wireless mit Tablet unterwegs sein willst, wäre ein ArtNet Node mit WLAN interessant. Die meisten davon können soager AP (Access Point), dann brauchts du keinen Router. Von dort per Kabel weiter. Abschluss ans Ende.
 
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Die Strahler, die bunt und Weiß können, haben ja meist auch echte Weiß LED Chips drin und die sind durchaus gut. Nur halte ich mich da mit Empfehlungen zurück, da ich die nicht kenne. Ich hatte mal die hier in den Fingern
Stairville CLB5 2P RGB WW Compact LED Bar

und da war das Weiß für Frontbeleuchtung brauchbar.
Gibt es auch als 4er Bar, aber hier waren 2x2 er Bars gefragt, daher wurden die angeschafft.
 
Hey, ich danke euch - das ist genau das was ich suchte. Ich gucke dann mal ob ich mit den 5x1" mit Linsen klarkomme. Für den Anfang kann man ja Kabel ziehen und dann von Konzert zu Konzert aufrüsten :cool:

Grüße, Sebastian.
 
Die von @chris_kah empfohlen Bars wären (in der 4er-Version) auch meine Empfehlung. Die können ein recht brauchbares Warmweiß und sind vom Preis-Leistungsverhältnis her top.
 
Ich habe diese hier: https://www.thomann.de/de/adj_mega_tripar_profile_plus.htm
Die machen sehr schönes Licht, da Du aber auch Weiß (Warmweiß) brauchst, würde ich zu den großen Brüdern raten:

Allerdings würde ich das ganze etwas anders aufziehen. Ihr seid ja ein Chor und keine Rockband, daher würde ich mal mit weißem Frontlicht beginnen. Um 25 bis 30 Leute auszuleuchten, braucht es zwei, besser vier Leuchten. Allerdings wird es da finanziell sehr knapp, wenn auch noch Stative, Kabel und Transporttaschen dazukommen. Farbiges Licht, um ein paar Akzente zu setzen oder Farbtupfer zu erzeugen, würde ich erst hinterher anschaffen.

Ich würde mit zweien hiervon anfangen und ggf. später noch zwei nachkaufen. Das sind 150W LEDs, die aber einen silent-mode haben. Dann sind sie immer noch bis 50 Watt zu benutzen. Ich habe 100W LEDs, ebenfalls in weiß, und nutze diese meist auf 15 bis 25% heruntergedimmt, selbst aus einiger Entfernung, daher denke ich, dass Du mit bis zu 50 Watt noch ausreichend hell machen kannst. Bei Bedarf gibt es die auch im weißen Gehäuse. Zwei Lichtstative dazu (Gravity oder K&M darf es schon sein, Manfrotto wäre wohl etwas übertrieben und auch etwas außerhalb des Budgets), Taschen, Kabel - da dürftest Du bei etwas über 500 EUR landen.

 
Ja, da gibt es verschiedene Ansätze.

Mein erster Impuls wäre eigentlich auch: Erstmal mit Weißlicht anfangen. Ich kenne die CLB5-Bars selbst nicht, vertraue aber der Einschätzung der Kollegen, dass die vernünftiges Weiß können. Insofern "verliert" man da ja erstmal nix, wenn man doch auf diese Lösung geht. Wobei ich auch ohne es gesehen zu haben definitiv der Meinung bin, dass ein dedizierter Weißlicht-Scheinwerfer wie der genannte Varytec (den wiederum kenne ich und der macht den Job hervorragend) die Nase spätestens im A/B-Vergleich schon nochmal deutlich vorne haben wird. Stichwort erstens Farbwiedergabeindex CRI, und selbst wenn man Lichtquellen mit formal den gleichen Specs vergleicht (was z.B. die Farbtemperatur anbelangt) kann da immer noch deutlicher Unterschied vorliegen, und wenns nur ein leichter, aber störender Grünstich ist.

So eine Bar, gerade wenn es vielleicht dann noch eine mit vier PARs ist, hat immerhin den unstrittigen Vorteil, dass sie schnell aufgebaut ist. Strom ran, DMX ran, Rest ist schon verkabelt. Selbst wenn man Einzelleuchten hätte, die beim Strom eine Link-Möglichkeit bieten, ist der sichtbare Kabelsalat deutlich größer, zudem muss man das Ganze ja auch erstmal fachgerecht an eine T-Bar anbringen. Kostet auch wieder und Packmaß beim Transport ist auch ein Thema. Das Ganze so zu gestalten, dass man es nicht jedes mal komplett zerlegen muss, dennoch aber beim Kleinwagen nicht gleich der komplette Kofferraum voll ist, gelingt nicht mit jeder Individuallösung, selbst mit Flat-PARs, je nach Anordnung der Anschlüsse.
Und man hat bei den genannten natürlich die Möglichkeit Farbakzente zu setzen. Ob man das braucht, hängt letztlich auch vom Content ab. Wenns in dem Song um eine Vollmondnacht geht, kann man ja ruhig mal das Ganze ins kaltweiß-bläuliche ziehen, wenns das Setting insgesamt hergibt (wenn das Venue aber eh während des Konzertes taghell erleuchtet ist und die Showbeleuchtung mehr oder weniger nur Zusatzaufhellung ist, wirkt das m.E. dann eher wie gewollt und nicht gekonnt - sowas bringt nur was, wenn es wirklich dunkel ist und der Fokus auf der Bühne liegt).
Ein weiterer Punkt, wo ich skeptisch bin, ist der Abstrahlwinkel. Für die angeblichen 40° sieht das auf den Fotos schon verdammt eng aus. Da muss man schauen, ob man - selbst mit mehreren Scheinwerfern pro Bar - den Chor vernünftig geleuchtet kriegt. Da haben größere Scheinwerfer mit Zoom dann die Nase vorn.
Pluspunkt hingegen wieder: Lüfterlos. Und das halte ich gerade in Kirchen mit ihrer Akustik für unabdingbar. Die Varytec Studioleuchten kann man aber z.B. auch so einstellen, dass der Lüfter nicht anläuft. Geht natürlich zu Lasten des Outputs, sollte aber in dem Rahmen trotzdem noch reichen. Abstand nehmen würde ich hingegen von jeglichen Leuchten mit aktiver Zwangsbelüftung, auf die man keinen Einfluss nehmen kann. "Temperaturgesteuerter Lüfter" heißt bei denen übrigens oft "läuft die ersten fünf Minuten nicht, heult danach dafür im 30-Sekunden-Takt mit Vollgas auf"...

Ansonsten arbeite ich auch gern mit Tiefe. Eine schöne cleane Frontbeleuchtung und dafür im Hintergrund aufgefächert ein paar Strahler am Boden als Uplight mit recht engem Beam, kommt immer gut und ist schnell aufgebaut (wie alles, was nicht extra "auf Höhe" muss). Ich denke, da könnte dieser Thread auch für dich interessant sein: https://www.musiker-board.de/thread...inwerfer-mit-eingebautem-wireless-dmx.765378/

Thema Funk: Proprietäre Lösungen sind immer so eine Sache. Da du eh vom Tablet aus bespielen willst, würde ich eher etwas wählen, was schon ArtNet oder sACN per WLAN rausspielt und das genau so dann auch direkt an die Empfänger verschickt.

JMS Air2DMX

Point-to-Point (also Tablet an ein solches Teil) ginge ohne Zusatzhardware, für Point-to-Multipoint (also am Stativ links und rechts und einer bei eventuellen besagten Uplights) müsste man dann schon einen Accesspoint mit ins Spiel bringen, an dem sich sämtliche Geräte anmelden. Insgesamt wäre mir das alles zu filigran, wenn ihr wechselnde Spielorte habt. Gastro-WLAN, Gäste-WLAN, Zeugs für die Steuerung der Gebäudeleittechnik, WLAN vom Nachbar, mindestens eins davon noch außerhalb der vernünftig parallel betreibbaren Kanäle 1 - 6 - 11...örgs. :igitt:

Ich sach ma so: Strom muss sowieso hin. Da würde ich mir lieber dann noch einen günstigen DMX-Splitter kaufen, dazu ausreichend lange Kabel für DMX und Strom (ich denke, 20m sollte eigentlich bei den zu erwartenden Bühnengrößen immer reichen und ist ohne Trommel noch gut handelbar) und das immer sternförmig von einem zentralen Punkt aus verkabeln. Wenn mal wieder etwas Budget da ist, vielleicht im Nachgang über Hybridkabel nachdenken.
Der Satz "Wer Funk kennt, nimmt Kabel" ist ja schon gefallen und kommt nicht direkt von ungefähr...
 

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