Anfängerfragen zu Improvisieren usw.

von Mercilles, 01.02.08.

  1. Mercilles

    Mercilles Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.08   #1
    Hallo Leute

    Ich hab da mal ein paar fragen zum Thema Improvisieren:

    Pentatoniken, Major-Patterns und das ganze Zeug hab ich zuhauf hier liegen (ausgedruckt, aus Büchern usw.) Aber irgendwie komm ich nicht weiter. Ich habe bis jetzt noch keine richtige "Anleitung" zum dem Thema gefunden.
    Wenn ich einen Backin-Track (hoffe mal das ist das was ich meine, was es ist^^) habe, der auf A-Dur Basiert, was soll ich dann dazu spielen? Ich habe hier die Pentatonikfingersätze am Beispiel von A-Dur vor mir liegen. Da sind ja schon so einige Noten drauf, die man spielen könnte. Nu meine eigentliche Frage: Wie? Also wie spiele ich das? Einfach irgendwie irgendwelche Noten spielen, oder gibts da nochwas, was ich beachten muss?
    Ich spiele jetzt seit knapp einem Jahr Gitarre und hab bis jetzt immer sachen nachgespielt und mir verschiedene Techniken beigebracht. Einen Lehrer habe ich mangels Zeit nicht.

    Habe mir auch schon die Workshops hier im Forum durchgelesen, habe da aber keine Antworten gefunden und ich fänds klasse wenn ihr mir ein bisschen helfen könntet^^
    Danke schonmal im vorraus

    gruß

    Mercilles
     
  2. XenoTron

    XenoTron Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.08   #2
    https://www.musiker-board.de/vb/tab...chmelzen-tonleitern-auf-basis-pentatonik.html

    klingt blöd, auch wenn du den Workshop schon kennst. Einfacher als da lässt sich so ein komplexes thema leider nicht erklären.
    Erstens mal musst du wissen in welcher Tonart ein lied gespielt wird. Weisst du das (z.b. A Dur) dann kannst du jeden Ton der A-Dur Pentatonik dazu spielen. Egal welchen. Das ist ja das schöne am improvisieren, das dir keiner sagen kann welche töne Genau du spielen musst. Jeder Ton aus der A-Dur Pentatonik passt darauf.
    Du könntest nun einen Schritt weiter gehen und auch die Fis-Moll Pentatonik drüber spielen. Welche die Mollparallele zur Dur ist.

    Grundlagen zu Tonarten gibts hier:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Quintenzirkel

    Musst du dich leider durchbeissen. Beherrschst du nicht den Quintenzirkel und kannst dir daraus die Töne ableiten, kannst du leider schlecht rausfinden in welchen Pentatoniken man ein stück spielen kann.
     
  3. Mercilles

    Mercilles Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.08   #3
    Danke erstmal für die schnelle Antwort =)

    Genau aus dem Workshop hab ich mir alles ausgedruckt und so. Mir is klar, dass das ne menge zu lernen ist ich war mir nur so unsicher über das wie ich spielen soll. Neben der ganzen Theorie wollt ich halt schon gern ein bisschen was spielen =) Wusste halt nur nich so genau was und wie^^

    Edit: hat evtl. jemand einen link zu irgendeinem Lied, zu dem man gut improvisieren kann? (als Anfänger^^) Ich bräuchte mal wieder ein kleines erfolgserlebniss :D
     
  4. Million

    Million Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.08   #4
    Naja, Musik Theorie ist irgendwie immernoch geschmackssache

    Sie hilft einem sehr Musik zu verstehen, und hilft einem auch beim improvisieren, aber letztendlich gibt es auch viele gute musiker die davon 0 ahnung haben ;)

    Du musst Tonarten erkennen, und erkennen, was dazu passt, bzw was dir dazu gefaellt. Aber: Das lernt man nicht in irgendwelchen Buechern oder Workshops, sondern beim spielen.



    Spiel einfach was dir in den sinn kommt.

    Es gibt keine genaue Anleitung fuers Improvisieren.

    Du wirst schon Merken, was passt und was nicht, bzw was dir gefaellt und was nicht.




    Ich hab schon oefters mit Leuten gejamt, ohne zu wissen, welche Tonart der andere gerade spielt.
    Hoer einfach 1-2 Takte zu, such den Grundton und dann spiel was dir in den Sinn kommt.

    Vorraussetzung dafuer waehre halt, dass du hoerst, ob die Toene zusammen passen. Dafuer sollte man sich am besten n bisschen aufnehmen, dann hoert man schnell, was einem Gefaellt, und was nicht. Oder du spielst mit anderen Leuten zusammen, und fragst die dann, wie das klingt.




    Wenn das nicht hilft fehlt dir vermutlich der Grundstoff:
    Ohne ein paar "Grundlicks", auf die du zurueck greifen kannst, kann man nicht frei improvisieren.

    Such dir einen Backingtrack in einer bestimmten Tonart.
    Such dir mehrere Soli in dieser Tonart. (3 oder 4 sollten es mindestens sein, am besten etwa in der gleichen tonhoehe)
    Spiel die Soli zu dem Backingtrack; du wirst merken, dass einige Sachen sehr gut passen, andere weniger.
    Zerteile die Soli in einzelne Laeufe / kurze Licks.
    Versuche einige Licks der Soli miteinander zu verbinden, nicht immer die selben, sondern spiel einfach ein Lick von einem Solo, und dann ein anderes von einem anderen.
    Du solltest schnell in der lage sein Sachen zusammen zu basteln, die nicht mehr nach den einzelnen Soli klingen, sondern nach was eingenem.
    Variiere dann die einzelnen Licks, aender einfach ein paar Toene, und probier rum, wie das klingt. Du wirst recht schnell rausfinden, was die gefaellt, und was nicht.

    Jeder Gitarrist hat eine hand voll "Grundlicks" auf die er immer wieder zurueck greift, und die meistens (wenn auch oft nicht bewusst) von irgendwo geklaut sind.

    Wenn du dann improvisierst kannst du immer spielen was dir einfaellt, wenn dir was einfaellt. Wie die einzelnen intervalle klingen hast du relativ schnell im Gefuehl, so dass die Gefahr, dass du etwas spielst was einfach nicht passt relativ gering ist.
    Wenn dir gerade nichts wirklich gutes in den Sinn kommt greifst du einfach auf einen deiner "Grundlicks" zurueck. Wenn dir dazu etwas einfaellt kannst du immer wieder ein paar Toene aendern, wenn nicht, dann nicht. Durch diese "Grundlicks" wird dein spiel viel fluessiger, weil du zwischendurch auf was bekanntes zurueckgreifen und dir in Ruhe was ueberlegen kannst. So kriegst du fuer dich selber pausen / entspannungsphasen ins spiel, ohne mit dem fluessigen spielen aufzuhoeren.


    Nicht vergessen: nicht alles ist in der gleichen Tonart, und was zu Moll passt passt nicht zwangslaeufig auch zu Dur.
    Du solltest dir also Licks in verschiedenen Tongeschlechtern ueberlegen, und in der Lage sein diese mit verschiedenen Grundtoenen zu spielen (fuer nen anderen Grundton einfach das Lick ein paar Buende hoch bzw Runter verschieben)



    Und das wichtigste: Hoer nicht auf Lieder nachzuspielen. Wenn du Sachen nachspielst die dir gefallen, wirst du am schnellsten zu einem Stil finden, der dir Gefaellt.
     
  5. Gast 2834

    Gast 2834 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.08   #5
    Ich hab mal vor ner Weile immer Justin Sandercoe auf Youtube zugeguckt. Der gibt da auch nette Tipps, wie man Improvisieren kann.

    Er spricht halt auch an "Die 5 Positionen"... wie ist das gemeint, also man sucht sich den Grundton, das ist Position 1 und dann einer "vorgeschriebene" Zahl Bünde höher schieben, das sind dann die nächsten Positionen 2 bis 5?! (Dann scheint das ja recht einfach zu sein, wenn man sich einmal diese 5 Positionen gemerkt hat?!)

    Diese 5 Positionen scheinen also immer die Gleichen zu sein, nur das man sie entsprechend immer von nem anderen Grundton startet. Die Positionen haben halt auch immer andere Griffbilder und den Grundton an anderer Stelle... ist es aber immer die gleiche Tonleiter nur halt immer mal eins höher?! ...oder basieren die auf anderen Regeln?
     
  6. Tobicaster

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    Erstellt: 02.02.08   #6
    Sehr guter Lehrer, wie ich finde, auch total sympatisch.

    www.justinguitar.com ;)
     
  7. Gast 2834

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    Erstellt: 02.02.08   #7
    Ja, finde ich auch... aber wie war das nun mit den 5 Positionen?

    Die sind sozusagen Gesetz und funktionieren immer?!
    Und angenommen, man fängt mit Position 1 ziemlich weit oben auf dem Griffbrett an, dann kann man die restl. Positionen, z.B. 4 und 5 dann am Anfang (tiefsten Platz) vom Griff noch anfügen?!

    Was sind die 5 Positionen für Töne/Tonleitern und warum passen alle Positionen - wenn, z.B. das Lied in G ist - dann tatsächlich zu diesem Lied?
     
  8. Tobicaster

    Tobicaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.08   #8
    Es sind vom Tonmaterial her quasi die gleichen, es werden nur halt andere Positionen der töne benutzt. Das Wichtige ist halt nur, dass man immer den Grundton im Blick hat. Pos 1 ist die üblichste, bloß wenn dir das nicht reicht...mach nen Slide in die zweite, setzt da nen Lick an, slide zurück in die erste, imrpovisier da weiter ... mach ne Pause und mach deine Impro in Pos 5 weiter xD Das funzt auch wunderbar, einfach bissl herum jumpen. Aber eine gewissen Ordnung muss da auch mehr oder weniger rein. Große Legato Licks wirst du erst mit der 3-Note-Per-String Skala hinkriegen, da die "normalen" einfach zu unsymmetrisch sind.
     
  9. sirsmokealot

    sirsmokealot Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.08   #9
    Hallo ich dachte das passiert hier auch noch rein mir gehts ähnlich wie dir, Mercilles, und auch wahrscheinlich vielen anderen mehr, ich wollte mir ein paar Backing Tracks suchen, jetzt ist es so das man natürlich wenn man sagen wir mal die g-dur tonleiter improvisiert, auch Lieder in G-dur suchen sollte, man kann jetzt auch sich selbst aufnehmen und die Tonika, Subdominante und Dominante spielen, leider kann ich mich NOCH nicht aufnehmen.

    Die eigentlich Frage, wo finde ich z.b Backing Tracks in G-Dur, oder kann ich jeweiligen Backing Track laufen lassen ohne mich um die jeweilige Tonart zu kümmern?!

    Lg

    PS: www.google.de "Backing Tracks G-Dur" spuckt nicht wirklich etwas brauchbares aus. Vielleicht habt ihr ja etwas für mich :great:
     
  10. gitisfun

    gitisfun Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.08   #10
    Hallo sirsmokealot, schau dir das hier mal an:

    http://www.jamstudio.com/Studio/index.htm

    da kannst du dir alles frei zusammenstellen, ich finde das sehr praktisch.


    Greetz gitisfun
     
  11. Gast 2834

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    Erstellt: 02.02.08   #11
    Das ist ja ne tolle Maschine. Knüller. Wenn man da nicht am Ende noch ganze Charthits dran zusammenschrauben kann :D ;)
     
  12. ginod

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  13. wishboneX

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    Erstellt: 07.02.08   #13
  14. Gast 2834

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    Erstellt: 08.02.08   #14
    In dem Beispiel aus dem Link zwei Postings weiter oben ist ja dieses Akkordbeispiel:
    Am-G-Dur-F-Dur

    Und die spielen in A-Moll drüber. Woran sieht man dass das in Am ist? Wenns Noten wärn an dem Vorzeichen, oder?! Wobei ich früher mal irgendwie gelernt hatte, die Tonart ist die, mit welchem letzten Ton das ganze Stück endet?! Kann auch sein, dass ich grad etwas durcheinander schmeiße...

    Und wenn statt G-Dur, C-Dur dort oben gespielt würde?
    Muss man die Tonleiter erkennen, wenn die Akkordfolge so dasteht? Ich würde vermutlich erst versuchen zu gucken, was die Akkorde da alle für Einzeltöne bzw. evtl. Vorzeichen drin haben.
     
  15. ginod

    ginod Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 09.02.08   #15
    Die 3. Akkorde stammen aus dem Tonmaterial von der A-moll Tonleiter


    A-B-C-D-E-F-G

    Wenn du daraus jetzt die dreiklänge, also Akkorde bildest erhälst du aus dem Tonmaterial bei A ein Am , bei F ein F-Dur und bei G ein G-Dur

    Da das ganze mit A-moll anfängt und die restlichen Akkorde auch in die A-moll Tonleiter passen hat dieses Lied einen Moll Klangcharakter. Das bedeutet aber nciht, dass der erste akkord immer die Tonlage bestimmt nehmen wir z.B. ein wunderbares Beispiel. Aus einem Song von mir

    Verse: G-Dur- C-Dur- Am- C-Dur ( Akkorde lassen sich mit dem TOnmaterial von G-Dur Tonleiter erstellen und erster Akkord ist g-Dur, das ganze hat einen Dur Klangcharakter also steht es in G-Dur )

    Refrain:

    C-Dur, D-Dur , Em ( Der Refrain ist nicht in C-Dur, die Akkorde lassen sich nicht aus der C-Dur Tonleiter herleiten, sie sind aus der G-Dur Tonleiter wie oben, allerdings beginnen wir mit einem C-Dur Akkord, und da C-Dur die 4. Stufe von der G-Dur Tonleiter ist, ist es lydisch. Das heißt der Refrain hat einen lydischen Klangcharakter, weil er mit einem C-Dur beginnt, die Akkorde aber aus dem Tonmaterial von G-Dur bzw. E-moll Tonleiter stammen.

    ICh hoffe das war so verständlich.

    Natürlich erster SChritt ist immer erst einmal, wenn du eine Akkord folge hast die für dich schön klingt, erstmal die einzelnen Töne rauszuschreiben und zu schauen, in welcher Tonleiter die Töne vorkommen, dann kuckst du dir alle Tonleitern an die in FRage kommen. Wenn mehrere in Frage kommen ist deine Tonlage noch nicht eindeutig, dass heißt du hast Spielraum und kannst z.B. durch die verwendete Tonleiter eine Tonlage bestimmen. Im Prinzip kannst du es dir dann aussuchen wenn mehrere in Frage kommen mit welcher Tonleiter du arbeiten willst ,dementsprechend ist dann das Klangbild anders. Manchmal kommt es z.B. vor dass du vielleicht einfach nur Dur nehmen kannst oder aber auch Mixolydisch .

    Das ganze nochmal hier SChritt für Schritt http://www.yooguu.de/yooguu/wiki/textcopy.php?headline=Tonlagen%20erkennen
     
  16. Gast 2834

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    Erstellt: 20.02.08   #16
    So, ich habe mal mit dem Jamstudio.com-Dingens rumgeklimpert.
    Man kann ja da auch rechts irgendwie per Klick den Schlüssel ändern, also z.B. "Key A" darunter stehen dann in dem Falle A, E, D, Bm, C#m, F#m (rechts stehen auch noch mehr Akkorde zur Auswahl).

    Ich wollte also einen Track machen, wo man in A-Dur (ich hab da die Griffbilder von Justin Sandercoe... A-Dur in den 5 Positionen) drüberklimpern kann. Also habe ich zwei Tracks gebaut, einmal mit Tönen NUR aus der linken Seiten unter "Key" und einmal NUR mit denen der rechten Seite.

    Da ich irgendwie davon ausgegangen bin, dass bei auf A gestellten Key das Programm scheinbar schon passende Akkorde zur Vorauswahl gibt, hab ich nicht groß weiter drüber nachgedacht.
    Na jedenfalls, klingen meine 5 A-Dur-Positionen teilweise halt nicht gut drauf (auf beiden Tracks mit Akkorden von links & von rechts). Warum? Die vorgegebenen Akkorde bei der "Key-Auswahl" sind also nicht zwangsweise passend?! (Also muss ich wohl doch einzeln die Akkorde durchgucken und gucken ob die Töne passen.)
     
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