Wann spiele ich welche Scale?

von OmegaWeapon, 28.02.07.

  1. OmegaWeapon

    OmegaWeapon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.07   #1
    Ich hoffe ich bin hier richtig, aber ins Harmonielehreforum hab ich mich nicht getraut.
    Die Frage ist, wann ich was spiele beim Improvisieren.

    Ich möchte halt ein Solo oder eine Melodie über eine Begleitung spielen. Die Begleitung (also Bass, Drums, evtl. noch ne Cleane Gitarre die Akkorde spielt) sieht z.b. so aus.
    Mein Guitar pro hat einen Scalefinder. Der schlägt mir dann Scales vor, aber damit weiss ich immer noch nicht wann ich welche verwenden muss.

    Bsp1 :
    | A | D | E | A |

    Ok, und nun meine Frage die ich bisher in den ganzen Pentatonik-Anleitungen nicht gefunden habe, aber ich weiss auch nicht mehr wo ich nachschauen soll. Mein Guitar Pro konnte es mir auch nicht beantworten.

    Welche Pentatonik spiele ich über so eine Begleitung? Spiele ich im 1. Takt A-Moll, im 2. D-Moll, usw. Oder woran erkenne ich welche Pentatonik gerade die richtige ist.
    Es gibt ja so viele Skalen.... :(

    Was hat das mit den Rootnoten zu tun? A-Moll sieht genauso aus wie C-Dur :confused:
    Wann spiel ich Moll oder Dur, oder kann ich wechseln?

    Bsp2:
    Einen 12-Takt Blues.
    | A | D | A | A |
    | D | D | A | A |
    | E | D | A | E |

    Welche Pentatonic spiel ich da drüber (Stichwort Blue Note)? Ich spiel halt momentan einfach so vor mich hin was gut klingt (aus diesem Grund klingt alles sehr amateurhaft), aber verstehen tu ich es nicht. Ich würde halt z.b. gerne zu irgendwelche Stücken ein Solo drüber spielen aber ich weiss nie wann ich was verwenden wurde.

    Kann mir bitte jemand erklären wann man was spielt und die Logik dahinter erklären?
     
  2. Phoenix_FFM

    Phoenix_FFM Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.07   #2
    Du spielst in A, da diese die Tonart von Bsp.1 und von dem Blues ist. Die Tonart erkennst du meistens am ersten Ton bzw. Akkord eines Liedes.

    Da kann ich dir erstmal nicht helfen, das sind für den Anfang auch ganz schön viele Fragen, das ging mir am Anfang auch so.
    Ich kann dir nur raten, erstmal in der Pentatonik zu spielen, bis du diese richtig beherschst und dann anderen Scalen und Tonleitern zu lernen. Versuche, wenn du jetzt zum Blues improvisierst die Akkordwechsel zu betonen, das sollte dann schon nach was klingen.

    Gruß Phoenix
     
  3. s!d

    s!d Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.07   #3
    Du hast schon Recht; A-Moll und C-Dur haben die gleichen Töne. Das heißt also: Wenn du ein Lied in A-Moll hast, spielst du natärülich (jetzt als Beispiel) die A-Moll Pentatonik. Gleichzeitig spielst du natürlich auch die Töne von C-Dur. Mit der Frage dreht man sich eigentlich im Kreis da es, wie gesagt, die gleichen Töne sind.

    Bei deinem Beispiel spielst du jetzt zwar ein A-Dur als Anfangs-Akkord; trotzdem könntest du hier auch die A-Moll Pentatonik benutzen; das gibt dem ganzen so einen etwas dreckigeren Sound was gerade beim Blues ganz gut ist :)
    Ganz harmonisch korrekt wäre jetzt hier aber nicht A-Moll sondern F#-Moll (das Solieren in A-Moll bei einem Lied in A-Dur ist wie bereits erwähnt möglich; eignet sich eben beim Blues ganz gut; siehe "Highway to Hell").

    Wie kommt man nun auf F#-Moll?!
    Dies liegt an der Terzverwandtschaft. Gehst du nämlich jetzt von dem Grundton "A" im 5ten Bund tiefe E-Saite aus 3 Bünde, dh 3. Halbtonschritte, dh. eine Terz :) nach oben landest du beim Ton "F#" im 2ten Bund. Hier kannst du dann die Moll-Pentatonik anwenden um über das von dir genannte Stück zu spielen!
    Hoffe du kannst mit der Erklärung was anfangen!
    Es werden sich bestimmt noch mehr Leute dazu äußern und was zu verbessern haben; als Grundsatz sollte mein Post aber ganz hilfreich sein :great:

    s!d
     
  4. Missing$lash

    Missing$lash Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.07   #4
    Boah...das soll man als Gitarrenanfänger ohne musikalisches Grundwissen verstehen...puh! Ich hoffe mal, Übung macht den Meister, sonst hab ich ein Problem!:D
    Aber ich habe auch ne Frage: Ab wann macht es denn Sinn mit Pentatoniken etc. anzufangen? Spiele seit einem halben Jahr und denke mal, mir fehlt noch die Fingerfertigkeit,oder?
     
  5. s!d

    s!d Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.07   #5
    Auch wenn du (noch) nich flitzefingermäßig übers Griffbrett rutschen kannst; die Pentatoniken oder Skalen allgemein trainieren die Fingerfertigkeit ungemein. Dein Wechselschlag wird sich dadurch verbessern und das Verständnis für's Griffbrett wird auch klarer, da du dann anfängst zu verstehen welcher Ton zu welchem passt.
     
  6. roby

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    Erstellt: 01.03.07   #6
    Du kannst z.b. die Pentatonik des Grundtons spielen, oder die Pentatonik zu dem grade gespielten Akkord.
    Bleibe aber in der selben Lage.
    Gut zum üben z.b. wäre das Riff G, Hm,Am,D
    Da kann man gut die Pentatonik zum grade gespielten Akkord spielen.
     
  7. Missing$lash

    Missing$lash Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.07   #7
    Ich kann bis jetzt die Pentatonik von C-Dur bzw. A-Moll. Heißt, ich kann bis jetzt nur auf Lieder bzw. Takte in C-Dur und A-Moll improvisieren? Oder hab ich einen Denkfehler drin?
    Dann muss man ja für alle Töne (G,H-Moll,etc.) ne eigene Pentatonik können?
    Oder mache ich grad nen gravierenden Fehler? So ganz blicke ich noch nicht durch,sorry.:p
     
  8. OmegaWeapon

    OmegaWeapon Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.07   #8
    Vielen Dank schonmal für die Antworten! Ein bisschen weitergeholfen hat es mir schon, aber MissingSlash hats auf den Punkt gebracht. Woran erkenne ich in welcher Tonart ein Lied gehalten ist (abgesehen von der ersten Note). Es gibt ja Lieder die ändern während des Songs die Tonart ändern. Wie erkenne ich das?

    Mein gedankliches Problem ist. Wenn ein Takt gerade ein A ist, und ich jetzt ein A (oder eben ein F# spiele) und jetzt kommt danach ein D-Takt, darf ich dann mit der A-Pentatonik weiterspielen mit D als Rootnote? oder eben jetzt D-Pentatonik?
     
  9. s!d

    s!d Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.07   #9
    Ne.. darfst dann in der gleichen Pentatonik weiterspielen. Also wenn du jetzt ein Lied in Am, Hm hast dann spielst du die A-Moll Pentatonik.Musst also nicht, weil der Akkord wechselt die Moll-Pentatonik für den aktuellen Akkord spielen.

    Stell die mal n Metallica-Lied oder so, bei dem das Solo durch tobende 16tel Akkorde gestützt wird... so schnell kannste ja gar nich hin und her solieren :)
     
  10. juan

    juan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.07   #10
    Der Denkfehler ist, dass du das Grifftbild für die Pentatonik über das Griffbrett verschieben kannst.
    D.h. zum Beispiel die A-Moll Pentatonik,

    e-----------------------------------5--8---
    B-----------------------------5--8---------
    G----------------------5--7---------------
    D----------------5--7----------------------
    A----------5--7---------------------------
    E---5--8----------------------------------

    ergibt das Griffbild;

    ---X---|-----|-----|--0--|
    ---0---|-----|-----|--0--|
    ---0---|-----|--0--|-----|
    ---0---|-----|--X--|-----|
    ---0---|-----|--0--|-----|
    ---X---|-----|-----|--0--|

    (Wobei die X' den Grundton A markieren.

    Drei Bünde nach oben verschoben, haben wir die G-Moll Pentatonik;

    e-----------------------------------3--6---
    B-----------------------------3--6---------
    G----------------------3--5---------------
    D----------------3--5----------------------
    A----------3--5---------------------------
    E---3--6----------------------------------

    Ich habe als Beispiel nur mal das erste Pattern der Pentatonik gewählt.

    Also musst du dir eigentlich nur ein Griffbild merken. Allerdings mit zwei unterschiedlichen Grundtonverteilungen. Dann kannst du alle Dur und Moll Pentatoniken.
    Wenn du die Pentatonik allerdings über das Ganze Griffbrett verteilt spielen willst, musst du noch die weiteren Pattern lernen. Da gab es hier auch einen schönen Thread dazu, in dem das drin steht.

    Zum Vergleich hier nochmal das Griffbild für die Dur-Pentatonik: (X ist wieder der Grundton)

    ---0---|-----|-----|--X--|
    ---0---|-----|-----|--0--|
    ---X---|-----|--0--|-----|
    ---0---|-----|--0--|-----|
    ---0---|-----|--0--|-----|
    ---0---|-----|-----|--X--|

    So kommt es zum Beispiel auch, dass die A-Moll und die C-Dur Pentatonik dieselben Töne haben.

    @OmegaWeapon: Es ist schon möglich die Tonart mit einem Akkordwechsel ebenfalls zu wechseln, üblicher ist allerdings, das Solo (oder was auch immer) in einer Tonart zu spielen.
     
  11. s!d

    s!d Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.07   #11
    Sehr schön erklärt von Juan!

    Was er da gezeigt hat war aber nur die erste Lage der Moll-Pentatonik! Insgesamt besteht diese aus 5. Lagen. Einfach mal hier die SuFu oder Google bemühen! :)
     
  12. Missing$lash

    Missing$lash Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.07   #12
    DAS wollte ich wissen! :great:
    Das konnte ich mir nämlich gar nicht vorstellen, wie man während dem Akkordwechsel so schnell die Pentatonik wechseln soll!

    Danke, wieder was gelernt!:D
     
  13. OmegaWeapon

    OmegaWeapon Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.07   #13
    Wow, danke! Jetzt hab ichs kapiert. Danke Juan, wirklich sehr guter Post!
     
  14. Jansen73

    Jansen73 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.07   #14
    Hey, wenn du bezüglich der verwandten Tonarten ein wenig mehr Input brauchst, googele einfach mal nach dem Quintenzirkel. Da dürfte dir einiges klar werden. :great: Ach ja, wegen der Bluenotes: Die liegen in der a-Pentatonik auf der A-Saite im 6. Bund und auf der g-Saite dem entsprechend im 8. Bund. ;)
     
  15. kai-vd

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    Erstellt: 02.03.07   #15
    Hi,

    wenn ich mich, als verzweifelter Anfänger, auch mal einschalten darf: Ich begreife es leider immer noch nicht!

    Ich dachte, wenn ich mit dem Scale des Grundtons über einen Stufenakkord improvisiere, soll es passen. Und E-moll ist doch ein Stufenakkord von C-dur.

    Wenn ich aber über E-moll mit dem C-dur Scale herüberimprovisiere, klingt es totel schräg/schlecht. Gut klingt es nur, wenn ich tatsächlich mit dem E-moll Scale spiele.

    Mir kommt es so vor, als ob ich tatsächlich bei jedem Akkordwechsel in ein anderes Scale herüberrutschen muss (mal abgesehen von den Paralleltonarten).

    Aber das kann doch, wie ihr auch oben schreibt, nicht sein! Wo ist mein Denk-/Hörfehler?

    Viele Grüße

    Kai
     
  16. kai-vd

    kai-vd Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.07   #16
    Würde mich über eine Antwort wirklich freuen!
     
  17. Jonny Walker

    Jonny Walker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.07   #17
    Mit der Annahme hast du Recht. Theoretisch spielst du die richtigen, "passenden" Noten. E-Moll ist die III. Stufe von C-Dur. Du kannst auf E-Moll c-ionisch spielen: c d e f g a h c. Das sind die gleichen Noten wie e-phrygisch (der Mode der III.Stufe): e f g a h c d e
    Der Unterschied: jeder Mode hat "wichtige" Töne: das sind die Töne, die den Akkord umschreiben, den der Mode darstellt. Das sind die 1, 3, 5 (und 7).

    Bei c-ionisch also: c e g (h). Das ist der C-Dur-Dreiklang bzw Cmaj7 wenn du noch das h dazunimmst.
    Bei e-phrygisch also: e g h (d). Das ist ein E-moll-Dreiklang bzw em7 wenn du das d dazunimmst.
    Die übrigen Töne des Modes haben eine andere Funktion: sie sind nicht so "stabil" wie die 1,3,5,7, sie haben alle besondere Klänge, die eine "Spannung" erzeugen.
    Spiel z.B mal auf den C-Dur-Dreiklang ein f. Das ist die Quarte. Klingt nicht grade stabil und verlangt nach Auflösung, nämlich hin zur 3 oder zur 5 (also zum e oder g).
    Oder spiel das f mal auf den E-Moll-Akkord. Klingt auch sehr instabil und möchte sich zur 1 oder 3 (e oder g) auflösen.

    Fazit: 2, 4, 6 der Skalen sind "Optionstöne". Sie haben unterschiedliche Auflösungserwartungen, als Grundregel kann man sagen, dass sie sich immer in ein Akkordton (also 1,3,5,7) auflösen wollen.
    Diese Töne benutzt man also eher als "Durchgangstöne" und wird eine musikalische Phrase/einen Lick meistens nicht auf sie enden lassen, da sie keine Auflösung darstellen (also das, was meistens am Ende einer musikalischen Idee kommt), sondern erst noch nach dieser verlangen.

    Hofftl. war das ganze einigermaßen verständlich.. ;-)

    Gruß, Jona
     
  18. kai-vd

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    Erstellt: 05.03.07   #18
    Bin jetzt erst wieder im Netz - ja, vielen Dank, sehr verständlich sogar. Nun habe ich's begriffen!

    Viele Grüße

    Kai
     
  19. viertoener

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    Erstellt: 06.03.07   #19
    Warum soll über Em die Töne der C-Dur Skala falsch klingen? Ungewohnt vielleicht, aber falsch nur dann, wenn man sie als falsche Töne spielt. Unterm Strich wäre das die Phrygische Skala. Nun gibt es Musikrichtungen, nicht nur Jazz, die ebenso mehr Skalen als Moll und Dur nutzen. Eigentlich nutzen es alle wesentlich mehr als Moll und Dur. Phrygisch wird wohl auch des öfteren im Metal angewendet. Grad weil diese eine recht düsteren Sound hat, wird sie wohl gern verwendet. Wenn ich mich recht erinnere, fängt Metallicas One in Phrygisch an.

    Nun Du hast eine andere Skala entdeckt. Erforsche sie und versuch mal diese wohlklingend zu spielen. Das wärst Du so manchem was voraus, wenn Du dann mit der Zeit Phrygisch als eigenständige Skala begreifst. Als Schwerpunkt ist es sicherlich Sinnvoll Töne des Akkord zu spielen. Das geht auch bei Em7. Ich betone aber mal Das die Sache nur Phrygisch ist, wenn man sich nicht auf den C Akkord zurück bewegt.

    Ich wollt den Beitrag von Jonny Walker keinesfalls in den Schatten stellen. Der ist absolut Korrekt! Aber ist vielleicht mal eine Anregung, was neues zu probieren.

    Gruß
     
  20. Brian May

    Brian May Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.07   #20
    sehr gut erklärt, wie ich finde.
    nur noch für mich kurz zum Verständins: Für die Akkordtöne gibts es dann die Arp-Scales, oder? Auf den Akkordtönen kann man sich beim solieren "ausruhen", also den Ton länger halten, richtig?
     
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