- 22.10.26
- 14.08.03
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- Aschaffenburg
Anika Nilles ist eine Schlagzeugerin, die in letzter Zeit mit beeindruckenden Drum-Videos vor allem auf YouTube auf sich aufmerksam gemacht hat. Wir konnten sie anlĂ€sslich ihres aktuellen Videos mit dem Titel Queenz fĂŒr ein Interview gewinnen.
Ich erinnere mich noch gut an die junge Dame, die mir damals im Musik-Service in Aschaffenburg vorgestellt wurde. Immer wieder einmal bin ich ĂŒber Ihren Namen gestolpert, aber richtig aufmerksam wurde ich erst als ich dieses Video gesehen habe!
Martin Hofmann: Anika, schön, dass du fĂŒr dieses Musiker-Board - Interview bereit bist! Wie war das damals, als zu Du zum ersten Mal in einem MusikgeschĂ€ft warst?
Anika Nilles: Ich kann mich noch gut daran erinnern. ☺ Und das obwohl es wirklich schon ewig her ist. Aber ich weiĂ noch, ich lief total vorsichtig und schĂŒchtern rum und war total beeindruckt von den vielen Drum Sets, die rumstanden. Bei vielem was da rum stand, wusste ich auch ĂŒberhaupt nicht fĂŒr was es sein sollte. ☺
Martin Hofmann: Kennst Du das Musiker-Board?
Anika Nilles: Ich hab davon schon viel von meinen SchĂŒlern gehört, die das Board fĂŒr sich als gute Info- und Austauschquelle entdeckt habe. Selbst war ich allerdings nur ein- oder zweimal dort unterwegs.
Martin Hofmann: Seit wann spielst Du Schlagzeug und wie viele Stunden ĂŒbst Du die Woche?
Anika Nilles: Schlagzeug spiele ich schon seit meiner Kindheit. GefĂŒhlt also schon immer. Das Trommeln und die Musik ist in ein groĂer Teil von mir, dem ich viel Zeit und Aufmerksamkeit schenke. Dazu gehört auch das Ăben. Wie viel Zeit ich in der Woche dafĂŒr hernehme, hĂ€ngt davon ab, wie viele Konzerte auf dem Plan stehen. Daher lĂ€sst es sich schwer sagen, ich ĂŒbe jede Woche so und so viel. Aber die freie Zeit, die ich habe, nutzte ich dafĂŒr. In der Regel versuche ich mind. 3 Stunden zu ĂŒben. Habe ich mehr Zeit, sind es auch 4 bis 6 Stunden. Manchmal ist es sogar besser nur 3 Stunden intensiv zu ĂŒben, als 6 Stunden Zeit zu haben. Wenn ich weiĂ, ich habe nur 3 Stunden, dann ĂŒbe ich hĂ€ufig viel disziplinierter und strenger, als wenn ich einen Tag komplett dafĂŒr Zeit habe. Letztendlich zĂ€hlt, wie man ĂŒbt, und nicht wie viel.
Martin Hofmann: Du hast das StĂŒck "Alter Ego" selbst geschrieben: Wie lange hast Du dafĂŒr gebraucht, bis alles aufgenommen war?
Anika Nilles: Den Song habe ich schon vor lĂ€ngerer Zeit geschrieben. Ich habe einen ganzen Fundus an Layouts zu denen ich immer mal wieder spiele, einfach um Sachen auszuprobieren oder die Songs in Loops zu basteln, um dazu bestimmte Sachen zu ĂŒben. Alter Ego war ein Song davon. Ich habe im Proberaum verschiedene Sachen ausprobiert und dort die Vorarbeit fĂŒr die Recordings geleistet. Die Recordings passierten dann gleichzeitig mit dem Videodreh, als eine Art "Live-Recording". Wir karrten das gesamte Equipment an die Location und nahmen wĂ€hrend gefilmt wurde auf. Die Aufnahme und das Filmen mit verschiedenen Einstellungen dauerte in diesem Fall ca. 2-3 Stunden.
Martin Hofmann: Ist es fĂŒr Dich spannender solche Titel als Videos aufzunehmen - immerhin erreichst Du auf diese Weise eine verblĂŒffende Anzahl von Views im Internet - als mit einer Band zu performen?
Anika Nilles: ZunĂ€chst einmal war diese ganze Youtube Sache keine geplante oder zielgerichtetes Ding. Es ist einfach so passiert. Ich wollte eigentlich nur mal was online stehen zur Ansicht fĂŒr Job Anfragen. Dass das erste Video solche Kreise zieht, damit hab ich ĂŒberhaupt nicht gerechnet.FĂŒr mich hat das Ganze jetzt in dieser Form eine TĂŒr geöffnet, um mein eigenes Zeug an die Leute heran tragen zu können. Dass ich das jetzt alleine mache, hat sich im Prinzip so ergeben.Mittlerweile finde ich das gut. Ich hab somit freie Hand und kann meine Songs ohne Kompromisse Arrangieren und alles nach meinen Vorstellungen organisieren. Diese Freiheit genieĂt man in einer Band ja weniger.Die Songs und das Drum Arrangement gehören fĂŒr mich fest zusammen. Die Songs sind fĂŒr mich mehr als ein "Playback", zu dem ich einfach dazu spiele. Auch die Videos gehören fĂŒr mich fest dazu, als eine Art "Release". Dabei sehe ich die Videos auch nicht als eine Form von "Drumtutorial" sondern als "Performance" zu dem Track. Mir geht es nicht darum zu zeigen was man alles spielen kann. Sondern darum, Grooves und Fills musikalisch und sinnvoll in den Song einzubinden. Daher verzichte ich auch auf Standbildkameras auf den Bassdrum FuĂ und andere klassische Einstellungen von "Drumvideos".Die Songs mal mit Band zu spielen schlieĂe ich nicht aus. Das ist sicher interessant, vor allem Live.
Martin Hofmann: Wo sieht man Dich demnÀchst Live on Stage?
Anika Nilles: Ende Mai werde ich mit "PhilFill" auf dem Schlossgrabenfest in Darmstadt spielen. Danach gibt es noch ein paar kleinere Konzerte mit ihm in Frankfurt, Mainz und Darmstadt. Im Sommer sind ein paar Workshops geplant in MĂŒnchen, NĂŒrnberg, Stuttgart und Treppendorf. Im Herbst werde ich dann mit "Minimoustache" auf Deutschland Tour gehen.
Martin Hofmann: Was war der Grund von Sabian zu Meinl zu wechseln?
Anika Nilles: Mein Geschmack bezĂŒglich Beckensounds hat sich immer deutlicher in eine ganz bestimmte Richtung bewegt. Hin zu trockenen dunklen Sounds, die trotzdem klar, aber auch weich klingen. Meinl bietet mit der Byzance Serie eine groĂe Auswahl solcher Sounds, was fĂŒr mich letztendlich ausschlaggebend fĂŒr einen Wechsel war.
Martin Hofmann: Kannst Du inzwischen davon leben, Musiker zu sein?
Anika Nilles: Ich kann mich diesbezĂŒglich eigentlich nicht beschweren. Von der Musik lebe ich im Prinzip seit Beginn meines Studiums. Ich konnte mir in dieser Zeit zum GlĂŒck ein gutes Netzwerk aufbauen. AuĂerdem unterrichte ich noch an zwei Tagen in der Woche. Das bringt noch ein bisschen Sicherheit, falls es mal einen Monat nicht gut laufen sollte.
Martin Hofmann: Welches war das Kompliment zu Deinen Videos, ĂŒber das Du Dich am meisten gefreut hast?
Anika Nilles: Oh, dieses Kompliment und diesen Moment werde ich niemals vergessen! Das Kompliment kam von Aaron Spears, dem Drummer von Usher. Ăber Twitter schrieb er mir, dass er mein Getrommel gut fĂ€nde und alle meine Videos gesehen hat. Letztendlich hat er sogar meinen Channel abonniert. Das hat mich zu Hause erst mal komplett von der Couch gehauen. Vor allem weil ich ihn als Drummer total genial finde und sicher alle seine Videos mehrfach gesehen habe. Von ihm eine Nachricht zu bekommen war einfach undenkbar.
Martin Hofmann: Welche drei Drummer hatten den gröĂten Einfluss auf Dich?
Anika Nilles: Da ist zunÀchst ganz klar Jeff Porcaro von Toto. Das Zeug höre ich schon seit meiner Kindheit bis heute und lerne immer noch davon.
Anika Nilles: JR Robinson hat mich sicher auch stark beeinflusst. Die frĂŒhen Michael Jackson Songs habe ich hoch und runter getrommelt. Heute ist es Chris Coleman. Er ist fĂŒr mich in den letzten Jahren zum absoluten Hero geworden. Sein Ausdruck, seine MusikalitĂ€t und AuthentizitĂ€t hauen mich einfach um.
Martin Hofmann: In welche Band wĂŒrdest Du am liebsten sofort einsteigen, wenn deren Drummer soeben gekĂŒndigt hĂ€tte?
Anika Nilles: Ich steh total auf eingĂ€ngige Popmusik, bei der es Drum technisch gesehen einfach grooven muss. Kein groĂes rumgefrickel. Da gefĂ€llt mir Live zur Zeit Justin Timberlake total gut. Die Live Band ist der Hammer! Auch bei John Mayer zu spielen wĂ€re total genial. Oder bei Jessie J, da groovet der Gesang schon so unfassbar einen vor, das kann hinter den Drums nur gut sein. Bei Joss Stone wĂŒrde ich auch sofort einsteigen. Oje, ich könnte hier jetzt unendlich aufzĂ€hlen.
Martin Hofmann: Wohnst Du immer noch in der Umgebung von Aschaffenburg, oder zieht es Dich in einen noch musikalischeren Ort?
Anika Nilles: Ich lebe mittlerweile hauptsĂ€chlich in Mannheim. Dort fĂŒhle ich mich mittlerweile sehr heimisch und habe mir dort musikalisch auch Einiges aufgebaut. In Aschaffenburg bin ich aber immer noch regelmĂ€Ăig unterwegs, um einmal in der Woche dort meine privaten SchĂŒler zu unterrichten.
Martin Hofmann: Du spielst Mapex Drums. Was gefÀllt Dir an Deinem Schlagzeug am besten?
Anika Nilles: Mein Orion Set habe ich schon seit ein paar Jahren. Es ist ein Maple Ahorn Set und klingt sehr fett und satt. FĂŒr rockigere Sachen finde ich es genial. Vor allem die Bass Drum fĂŒhlt sich unheimlich gut, kompakt und ausgewogen an. Die Bass Drum spielt fĂŒr mich eine groĂe Rolle bei der Wahl meines Sets. Das SpielgefĂŒhl muss einfach stimmen.
Martin Hofmann: Was bekommen wir auf Deinem aktuellen Video zu sehen?
Anika Nilles: Der Song ist dieses Mal etwas anders. Ich habe mich in den letzten Monaten stark mit Quintolen beschÀftigt, was zur Folge hatte, dass ich einen quintolischen Song geschrieben habe. Mein Ziel war es, dabei im Popbereich zu bleiben und nicht zu stark in die Fusion Ecke abzuweichen.
Anika Nilles Homepage
Ich erinnere mich noch gut an die junge Dame, die mir damals im Musik-Service in Aschaffenburg vorgestellt wurde. Immer wieder einmal bin ich ĂŒber Ihren Namen gestolpert, aber richtig aufmerksam wurde ich erst als ich dieses Video gesehen habe!
Martin Hofmann: Anika, schön, dass du fĂŒr dieses Musiker-Board - Interview bereit bist! Wie war das damals, als zu Du zum ersten Mal in einem MusikgeschĂ€ft warst?
Anika Nilles: Ich kann mich noch gut daran erinnern. ☺ Und das obwohl es wirklich schon ewig her ist. Aber ich weiĂ noch, ich lief total vorsichtig und schĂŒchtern rum und war total beeindruckt von den vielen Drum Sets, die rumstanden. Bei vielem was da rum stand, wusste ich auch ĂŒberhaupt nicht fĂŒr was es sein sollte. ☺
Martin Hofmann: Kennst Du das Musiker-Board?
Anika Nilles: Ich hab davon schon viel von meinen SchĂŒlern gehört, die das Board fĂŒr sich als gute Info- und Austauschquelle entdeckt habe. Selbst war ich allerdings nur ein- oder zweimal dort unterwegs.
Martin Hofmann: Seit wann spielst Du Schlagzeug und wie viele Stunden ĂŒbst Du die Woche?
Anika Nilles: Schlagzeug spiele ich schon seit meiner Kindheit. GefĂŒhlt also schon immer. Das Trommeln und die Musik ist in ein groĂer Teil von mir, dem ich viel Zeit und Aufmerksamkeit schenke. Dazu gehört auch das Ăben. Wie viel Zeit ich in der Woche dafĂŒr hernehme, hĂ€ngt davon ab, wie viele Konzerte auf dem Plan stehen. Daher lĂ€sst es sich schwer sagen, ich ĂŒbe jede Woche so und so viel. Aber die freie Zeit, die ich habe, nutzte ich dafĂŒr. In der Regel versuche ich mind. 3 Stunden zu ĂŒben. Habe ich mehr Zeit, sind es auch 4 bis 6 Stunden. Manchmal ist es sogar besser nur 3 Stunden intensiv zu ĂŒben, als 6 Stunden Zeit zu haben. Wenn ich weiĂ, ich habe nur 3 Stunden, dann ĂŒbe ich hĂ€ufig viel disziplinierter und strenger, als wenn ich einen Tag komplett dafĂŒr Zeit habe. Letztendlich zĂ€hlt, wie man ĂŒbt, und nicht wie viel.
Martin Hofmann: Du hast das StĂŒck "Alter Ego" selbst geschrieben: Wie lange hast Du dafĂŒr gebraucht, bis alles aufgenommen war?
Anika Nilles: Den Song habe ich schon vor lĂ€ngerer Zeit geschrieben. Ich habe einen ganzen Fundus an Layouts zu denen ich immer mal wieder spiele, einfach um Sachen auszuprobieren oder die Songs in Loops zu basteln, um dazu bestimmte Sachen zu ĂŒben. Alter Ego war ein Song davon. Ich habe im Proberaum verschiedene Sachen ausprobiert und dort die Vorarbeit fĂŒr die Recordings geleistet. Die Recordings passierten dann gleichzeitig mit dem Videodreh, als eine Art "Live-Recording". Wir karrten das gesamte Equipment an die Location und nahmen wĂ€hrend gefilmt wurde auf. Die Aufnahme und das Filmen mit verschiedenen Einstellungen dauerte in diesem Fall ca. 2-3 Stunden.
Martin Hofmann: Ist es fĂŒr Dich spannender solche Titel als Videos aufzunehmen - immerhin erreichst Du auf diese Weise eine verblĂŒffende Anzahl von Views im Internet - als mit einer Band zu performen?
Anika Nilles: ZunĂ€chst einmal war diese ganze Youtube Sache keine geplante oder zielgerichtetes Ding. Es ist einfach so passiert. Ich wollte eigentlich nur mal was online stehen zur Ansicht fĂŒr Job Anfragen. Dass das erste Video solche Kreise zieht, damit hab ich ĂŒberhaupt nicht gerechnet.FĂŒr mich hat das Ganze jetzt in dieser Form eine TĂŒr geöffnet, um mein eigenes Zeug an die Leute heran tragen zu können. Dass ich das jetzt alleine mache, hat sich im Prinzip so ergeben.Mittlerweile finde ich das gut. Ich hab somit freie Hand und kann meine Songs ohne Kompromisse Arrangieren und alles nach meinen Vorstellungen organisieren. Diese Freiheit genieĂt man in einer Band ja weniger.Die Songs und das Drum Arrangement gehören fĂŒr mich fest zusammen. Die Songs sind fĂŒr mich mehr als ein "Playback", zu dem ich einfach dazu spiele. Auch die Videos gehören fĂŒr mich fest dazu, als eine Art "Release". Dabei sehe ich die Videos auch nicht als eine Form von "Drumtutorial" sondern als "Performance" zu dem Track. Mir geht es nicht darum zu zeigen was man alles spielen kann. Sondern darum, Grooves und Fills musikalisch und sinnvoll in den Song einzubinden. Daher verzichte ich auch auf Standbildkameras auf den Bassdrum FuĂ und andere klassische Einstellungen von "Drumvideos".Die Songs mal mit Band zu spielen schlieĂe ich nicht aus. Das ist sicher interessant, vor allem Live.
Martin Hofmann: Wo sieht man Dich demnÀchst Live on Stage?
Anika Nilles: Ende Mai werde ich mit "PhilFill" auf dem Schlossgrabenfest in Darmstadt spielen. Danach gibt es noch ein paar kleinere Konzerte mit ihm in Frankfurt, Mainz und Darmstadt. Im Sommer sind ein paar Workshops geplant in MĂŒnchen, NĂŒrnberg, Stuttgart und Treppendorf. Im Herbst werde ich dann mit "Minimoustache" auf Deutschland Tour gehen.
Martin Hofmann: Was war der Grund von Sabian zu Meinl zu wechseln?
Anika Nilles: Mein Geschmack bezĂŒglich Beckensounds hat sich immer deutlicher in eine ganz bestimmte Richtung bewegt. Hin zu trockenen dunklen Sounds, die trotzdem klar, aber auch weich klingen. Meinl bietet mit der Byzance Serie eine groĂe Auswahl solcher Sounds, was fĂŒr mich letztendlich ausschlaggebend fĂŒr einen Wechsel war.
Martin Hofmann: Kannst Du inzwischen davon leben, Musiker zu sein?
Anika Nilles: Ich kann mich diesbezĂŒglich eigentlich nicht beschweren. Von der Musik lebe ich im Prinzip seit Beginn meines Studiums. Ich konnte mir in dieser Zeit zum GlĂŒck ein gutes Netzwerk aufbauen. AuĂerdem unterrichte ich noch an zwei Tagen in der Woche. Das bringt noch ein bisschen Sicherheit, falls es mal einen Monat nicht gut laufen sollte.
Martin Hofmann: Welches war das Kompliment zu Deinen Videos, ĂŒber das Du Dich am meisten gefreut hast?

Anika Nilles: Oh, dieses Kompliment und diesen Moment werde ich niemals vergessen! Das Kompliment kam von Aaron Spears, dem Drummer von Usher. Ăber Twitter schrieb er mir, dass er mein Getrommel gut fĂ€nde und alle meine Videos gesehen hat. Letztendlich hat er sogar meinen Channel abonniert. Das hat mich zu Hause erst mal komplett von der Couch gehauen. Vor allem weil ich ihn als Drummer total genial finde und sicher alle seine Videos mehrfach gesehen habe. Von ihm eine Nachricht zu bekommen war einfach undenkbar.
Martin Hofmann: Welche drei Drummer hatten den gröĂten Einfluss auf Dich?
Anika Nilles: Da ist zunÀchst ganz klar Jeff Porcaro von Toto. Das Zeug höre ich schon seit meiner Kindheit bis heute und lerne immer noch davon.
Anika Nilles: JR Robinson hat mich sicher auch stark beeinflusst. Die frĂŒhen Michael Jackson Songs habe ich hoch und runter getrommelt. Heute ist es Chris Coleman. Er ist fĂŒr mich in den letzten Jahren zum absoluten Hero geworden. Sein Ausdruck, seine MusikalitĂ€t und AuthentizitĂ€t hauen mich einfach um.
Martin Hofmann: In welche Band wĂŒrdest Du am liebsten sofort einsteigen, wenn deren Drummer soeben gekĂŒndigt hĂ€tte?
Anika Nilles: Ich steh total auf eingĂ€ngige Popmusik, bei der es Drum technisch gesehen einfach grooven muss. Kein groĂes rumgefrickel. Da gefĂ€llt mir Live zur Zeit Justin Timberlake total gut. Die Live Band ist der Hammer! Auch bei John Mayer zu spielen wĂ€re total genial. Oder bei Jessie J, da groovet der Gesang schon so unfassbar einen vor, das kann hinter den Drums nur gut sein. Bei Joss Stone wĂŒrde ich auch sofort einsteigen. Oje, ich könnte hier jetzt unendlich aufzĂ€hlen.
Martin Hofmann: Wohnst Du immer noch in der Umgebung von Aschaffenburg, oder zieht es Dich in einen noch musikalischeren Ort?
Anika Nilles: Ich lebe mittlerweile hauptsĂ€chlich in Mannheim. Dort fĂŒhle ich mich mittlerweile sehr heimisch und habe mir dort musikalisch auch Einiges aufgebaut. In Aschaffenburg bin ich aber immer noch regelmĂ€Ăig unterwegs, um einmal in der Woche dort meine privaten SchĂŒler zu unterrichten.
Martin Hofmann: Du spielst Mapex Drums. Was gefÀllt Dir an Deinem Schlagzeug am besten?
Anika Nilles: Mein Orion Set habe ich schon seit ein paar Jahren. Es ist ein Maple Ahorn Set und klingt sehr fett und satt. FĂŒr rockigere Sachen finde ich es genial. Vor allem die Bass Drum fĂŒhlt sich unheimlich gut, kompakt und ausgewogen an. Die Bass Drum spielt fĂŒr mich eine groĂe Rolle bei der Wahl meines Sets. Das SpielgefĂŒhl muss einfach stimmen.
Martin Hofmann: Was bekommen wir auf Deinem aktuellen Video zu sehen?
Anika Nilles: Der Song ist dieses Mal etwas anders. Ich habe mich in den letzten Monaten stark mit Quintolen beschÀftigt, was zur Folge hatte, dass ich einen quintolischen Song geschrieben habe. Mein Ziel war es, dabei im Popbereich zu bleiben und nicht zu stark in die Fusion Ecke abzuweichen.
Anika Nilles Homepage
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