Ansatztraining / Übungsplan

von Wolle69, 24.01.06.

  1. Wolle69

    Wolle69 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.06   #1
    Servus allemann!

    Also ich fang mal vorne an: wir hatten letzten Freitag unseren ersten Auftritt mit unserer Band (Richtung: Ska...aber nicht zu modern). Ich hab ne halbe Stunde vorher angefangen zu zittern und 3 Stunden danach aufgehört.

    Dieses führte dazu, dass auch meine Arme gezittert haben, was die Haltung des Instrumentes und sein Kontakt zu den Lippen enorm verzwapfte. Ausserdem zitterte mein kompletter Oberkörper, was jegliche Luftführung zunichte machte - und alle langen Töne schwingen liess wie JLo's Hintern.:( Ich werde wohl die Atemübungen intensivieren müssen. Empfehlungen hierzu?

    Nun ja, an der Aufregung zu arbeiten liegt wohl bei mir, jedoch habe ich mir vorgenommen, meinen Ansatz auch anderweitig zu trainieren. Ich spiele jetzt seit ca. 5 Jahren B-Trompete. Da ich zwischendrin einige gesundheitliche Pausen drin hatte und wohl auch physiologisch nicht unbedingt prädestiniert für das Instrument bin, spiele ich bis d' (C-Notation, komme aus dem Posaunenchor. Ausserdem erleichtert das die Kommunikation mit Gitarristen, Bassisten und Organisten enorm).

    Einmal die Woche ist Posaunenchor, einmal Bandprobe. Bei der Bandprobe sind die Offbeat-Unterstützung eigentlich immer möglich, Improvisationen werden nach 1,5 Stunden dann schon schwierig (insbesondere, da unser letztes Stück im Set gleich 2 davon für mich beinhaltet - hier nur noch bis c').

    Mein (meistens) tägliches Training (wenn kein Posaunenchor oder Probe) sieht so aus:

    -Atemübungen (nach: G. Wilpert, Trompetenschule in C)
    -Lippenübungen (selbiges)
    -Mundstückübungen (ebenfalls)
    -Einblasen mit Legatoübungen A bis f
    -Naturtonübungen f-B bis H-E
    -Naturtonübungen F-f bis B-b
    -Naturtonübungen F-a bis B-d'
    -Blasen bekannter Stücke, bis hoch zum d'
    -(neuerdings: Beschäftigung mit einem Buch, "Übungen zu den
    12 Tonarten und rhythmische Übungen" (Notenlesen: schwach,
    Tonarten: #-Hasser))
    -freies Improvisieren mit Anfängen (so als Sprungbrett) unserer
    eigenen Lieder
    -zum Schluss noch ein paar kleinere Phrasen (tiefere Lagen) unserer Lieder

    Das Ganze dauert von 30 bis 45 min.

    Ich würde gerne nach den bekannten Stücken oder den Sachen aus dem Buch ein paar Übungen zur Ansatzstärkung einbauen. Ich weiss, dass in erster Linie "LANGE BLASEN" Ansatztraining ist. Allerdings ist das zeitlich nicht immer machbar und ausserdem ist nach obiger Zeit der Ansatz sowieso hinüber (nix über b möglich). Also hat längeres Training keinen Sinn, zumindestens nicht in dieser Form. Ideen hierzu?

    Mehrmaliges Training am Tag (früh/spät) fällt prinzipiell aus (Ausnahmen mache ich am Wochenende nach Möglichkeit), da man ja auch noch anderes Tagwerk zu verrichten hat. Sicherlich sollte ich mich langsam steigern. Erwähnenswert erscheint mir noch, dass die angegebene Zeitspanne kein reines Blasen ist, sondern dass ich zwischen den Liedern (kurze) Pausen mache.

    Ich weiss, dass es ziemlich viel geworden ist. Trotzdem hoffe ich auf ein paar Anregungen. Übrigens habe ich 2 Jahre Unterricht bei besagtem Herrn Wilpert bekommen und wurde danach in den Posaunenchor entlassen. Dort sind mir die Einblasübungen zu wenig und es wird im Sitzen geblasen. Seeehr schlecht das Ganze. Ich habe nach einiger Zeit dort angefangen beim Üben zu Hause (wegen Atmung und Hals) vor dem Spiegel zu üben, da ich mir einiges an Technik im Posaunenchor (und wegen "Ich-bin-toll" bei den Proben) versaut habe. Findet ihr das gut, oder gewöhnt man sich an den Spiegel und kann dann ohne nicht mehr "richtig" (c) spielen? Im Posaunenchor sieht's mit Ansprechpartnern eher schlecht aus (musikalisch-kompetent: ja, sozial-kompetent: keinesfalls).

    Na denne
    Caio
    Wolle

    @edit: Suche nach "Ansatztraining" oder "Ansatz verbessern" liefert nicht allzuviel, "Ansatz" allein hingegen alles Mögliche, nur nicht wonach ich suche...
     
  2. Trompet

    Trompet Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.06   #2
    Hi Wolle
    ich spiele selber in einem Posaunenchor mit und denke mal zu gut, dass ich weiß, was du mit kompetenz der leute meinst, da es bei mir nicht anders ist. Naja also zu deiner frage.
    Ich könnte dir zum üben für zwischendurch das Buzzen empfehlen, trainieren der Mimik zb. kinnmuskeln nach unten spannen, Binnenspannung, maximaler Kontraktion( steht im buch von Malte Burba) das hat mir sehr gut weiter geholfen, da ich auch nicht sehr viel zeit zum üben habe am Instrument (nur ca. 1-2 h am tag).
    Was du beim spielen vielleicht noch mit einarbeiten kannst, wären Chromatische binde-, oder anstoßübungen.
    Die lockern gut die finger und sind meiner Meinung nach auch gut für den ansatz. Wenn du möchtest könnte ich dir diese als pdf mailen.
    Ich hoffe, dass dir das zeugens etwas hilft.

    Also bis dann sagt Tätüt, bis dann!!!!!!!!!!!
     
  3. Music

    Music Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.01.06   #3
    Für Ansatztraining eignet sich hervorragend die berühmte Clark Schule. Auch Arban ist ne Überlegung wert, also die klassiker
     
  4. Wolle69

    Wolle69 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.06   #4
    Servus zusammen!

    Hm, ja, auf solche Übungen war ich aus. Unter den von dir verwendeten Begriffen kann ich mir allerdings nichts vorstellen. Das wird dann wohl in dem Buch erklärt sein, oder?

    Ja, das wollte ich eigentlich auch schon immer mal machen. Allerdings eher der Finger, als des Ansatzes wegen. Nun gut, hier werde ich anfangen. Wenn du mir das schicken würdest wäre klasse.

    Mails gehen an onkel_wolle (at) gmx Punkt net
    Des wäre nett. Ich weiss ja nicht, wie ich mir das vorstellen soll mit den Schulen...beschäftigt sich da etwa ein ganzes Buch nur mit Ansatztraining? Oder sind das nur ein paar Seiten daraus...?

    Hm, noch 2 Klassiker. Burba hab ich hier in anderen Threads auch schonmal gelesen. Allerdings kenne ich alle 3 nicht persönlich ;)

    Auf die Anfrage "Malte Burba" gibt mir die Suche der Sächs. Landes- & Universitätsbibliothek nur die CD "Tears of Brass". :(

    Für "Arban" bekomme ich ebenfalls nur die CD "... von festlich bis fetzig" von "Worldbrass - Weltblech" (Verlag?...) :(

    "Clark" liefert eindeutig zu viele Ergebnisse (wie ich schon vermutet habe). Kannst du mir noch einen Vornamen oder einene Buchtitel nennen?

    Na denne
    Ciao & Danke für die Antworten
    Wolle
     
  5. Surtr

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    Erstellt: 30.01.06   #5
    Herbert L. Clarke: Technical Studies

    Jean-Babtiste Arban: Complete Conservatory Method for Trumpet (Vollständige Schule für Cornet A' Pistons und Flügelhorn)

    Die wohl wichtigsten (und wahrscheinlich auch besten) Schulen überhaupt...
     
  6. trompetenicki

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    Erstellt: 12.10.06   #6
    Kann mich meine Vorredner nur anschließen!Spiele auch in einem Posaunenchor, habs da auch gelernt, bin nie richtig hoch gekommen und hatte irgendwann die faxen dicke.Habe mir einen Trompetenlehrer gesucht und 3 Jahre Unterricht genommen.

    Hab dann auch zwischendurch zusätzlich in einer Band gespielt!

    Das A und O ist Bindübungen.Schau doch mal unter Mavideniz stockhausen.de nach,da ist von der Caruso Schule einiges drin.Vorallem die Second Übung ist sehr gut.Tägliches üben und irgendwann schaffst Du die Höhe und somit hast Du automatisch mehr ausdauer.Es ist ein harter Weg, aber der lohnt sich.

    Von wo bist Du eigentlich?

    Ich komme von Senden bei Ulm!
     
  7. brass-dörte

    brass-dörte Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.11.09   #7
    Moin erstmal,
    ich spiele selber auch trompete in einem posaunenchor.

    Erstmal glaube ich nicht, dass du auf deiner Trompete nur bis zum d' kommst. Da musst du dich vertan haben, da ich selber schon manchmal das f''' erreiche. Außerdem kannst du mit einer normalen Trompete niemals bis zum großen F runter.

    Als kleinen Tipp zum Ansatztraining:
    Wenn du keine Zeit zum Üben hast und vielleicht anderweitig beschäftigt bist nimm einfach einen Bleistift mit einem Ende in den Mund und versuche ihn nur mit Hilfe der Lippen waagerecht zu halten. Es reicht oft schon aus wenn du das so 20 min neben dem was du immer zu tun hast machst.
    Hilft echt viel.

    viel Glück noch mit deiner Band

    Dörte

    Edit: Mache ich auch im Moment ;-)
     
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