Anschlagposition rechte Hand

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Gast252951
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Hallo,

ich spiele von Haus aus Gitarre und habe mir einen Squier J Bass ( 5 Saiter ) zugelegt.

Wie ich jetzt ( leider ) feststellen musste, wäre ich aufgrund des Mutens der Saiten mit einem 4 Saiter besser dran gewesen, aber egal - ich konnte den 5 Saiter zu einem guten Kurs erstehen.

mit der linken Hand bin ich soweit geübt, dass ich da bis auf die schnellere Ermüdung gut zurecht komme.

Meine Fragestellung zielt daher auf die rechte Hand ab.

Grundsätzlich habe ich den Daumen der rechten Hand jeweils auf dem PU ( entweder Hals oder Bridge ) abgestützt.

Mein Problem ist folgendes:

Wenn ich die Saiten in Höhe des Hals PUs spielen möchte, weil dort der tiefere Sound entsteht, dann bereitet es mir aktuell relativ große Probleme die Saiten - und insbesondere die B Saite - zu muten. Daher schwingt immer gerne etwas unerwünschtes mit.
Die Saiten haben an dieser Stelle eine höhere Schwingung, weil sie dort nicht so gespannt sind und daher spiele ich eher unsauber.

Wenn ich die Saiten am Steg PU anschlage, fällt es mir leichter sauberer zu spielen, weil dort die Saiten steifer sind. Auch ein gleichmäßigeres Anschlagen fällt mir am Steg leichter. Am Hals habe ich viel mehr unterschiedliche Lautstärken beim Anschlag ( was natürlich meiner fehlenden Praxis geschuldet ist ). Den Sound am Steg finde ich auch ganz nett, schön knurrig - allerdings fehlen dort Bauart-bedingt die Bässe im vergleich zum Hals PU Anschlag.

Gibt es zum Muten der Saiten mit der rechten Hand noch Idenn oder Tipps ? Das Ablegen des Daumens auf der nächst höheren Saite klappt übrigens nicht. Da habe ich für den Daumen zu wenig Widerstand zum Ablegen. Die linke Hand schafft es aufgrund des Halsumfanges bei 5 Saiten leider auch nur 2-3 Saiten zu muten.

Das größte Problem macht dabei die B Saite :-(

Vorschläge ? Anregungen ?

Danke
Kluson
 
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Denisunterwegs
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Hi @Kluson

Der Satz hat mich ein bisschen gewundert. Das wäre nämlich mein erster Tipp gewesen: "Das Ablegen des Daumens auf der nächst höheren Saite klappt übrigens nicht."

Es gibt noch eine andere Technik namens "floating thumb technique" hierbei legt man den Daumen von vorne auf alle Saiten auf. Auf die Art kann man auch 6 und mehr Saiten dämpfen.


Was mir jetzt aber gerade einfällt, ist, dass es da ein Misverständnis geben könnte, was das Nachrutschen angeht. Man rutscht nämlich nicht auf die nächsthöhere zu der, die man spielt. Stattdessen muss man (beim 5 Saiter) auf der E-Saite bleiben und mit der Seite des Daumens die H-Saite zusätzlich dämpfen.

Das ist ein bisschen schwierig zu erklären. Ich habe aber zu den Basics mal einen kleinen Videokurs gemacht. Den kannst du dir unter www.bassbasics.de kostenlos anschauen. Da wird auch das Dämpfen behandelt.

Viel Erfolg,
Denis
 
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Gast252951
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danke schon mal für die Antwort. Vielleicht hätte ich schreiben sollen, dass das Ablegen des Daumens auf der B Saite vorerst ausfällt. Muss, soll, kann kein Dauerzustand sein. Ich brauche aber zunächst einen stabilen Ausgangpunkt. Ich habe es ohne Stützpunkt versucht und auf der Saite versucht - und eben auf dem PU. Letzteres ist für mich aktuell die einzig komfortable Position.

Mein Problem ist, dass die Saiten in Höhe des Hals PUs zu weich sind, und stärker schwingen. Somit ist für mich ein kontrollierter Anschlag aktuell schwierig, weil die Saiten - insbesondere die B Saite - immer einen unterschiedlichen Abstand zu meinen Fingern hat. Manchmal schwingen sie den Fingern entgegen, manchmal davon weg. Diese Amplitude ist am Steg geringer - insofern kontrollierter.

Naja, vermutlich muss ich erst mal 1/2 Jährchen etwas üben und mich dann immer mal zum Hals PU wagen.

Auf den 4 Saitern die ich bisher mal testweise bei Bekannten in der Hand hatte, ist das nicht so ausgeprägt. Die B Saite ist schon etwas schwingungsfreudiger als die anderen und dabei auch etwas "Schwabbeliger".

Wenn Bernard Edwards mit 4 Saiten auskommt, dann braucht man eigentlich keinen 5er ;-) na egal, für den Preis konnte ich nicht nein sagen ....
 
Denisunterwegs
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Hmmm, ich glaube ich kann dir nicht ganz folgen. Wo legst du den Daumen denn genau ab? Und was ist dabei das Problem?
 
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Gast252951
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na der Daumen stützt sich oben auf den Pickup.
Wenn ich dann in Höhe des Steppickups spiele, fällt es mir leichter, da dort die Saiten straffer sind und nicht so stark schwingen.

Stütze ich den Finger auf den Hals PU und möchte dort spielen, sind die Saiten dortch "weicher als direkt vor der Brücke. Die Schwingungsamplitude ist dort größer.
Deswegen ist mein Problem, dass ich dort unsauberer spiele, weil dort gerne mal Saiten mitschwingen, die nicht klingen sollen. Insbesondere die B Saite
 
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Achso, ok. Meinst du mit unsauber, dass dein Timing dann nicht mehr so genau ist? Ich hatte das so vertanden, dass etwas mitschwingt, was ja dann am Däpfen liegen könnte.
 
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Gast252951
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Achso, ok. Meinst du mit unsauber, dass dein Timing dann nicht mehr so genau ist? Ich hatte das so vertanden, dass etwas mitschwingt, was ja dann am Däpfen liegen könnte.

sowohl als auch.

Wenn ich in Höhe des Hals PUs anschlage, führen kleinste Berührungen von "umliegenden Saiten" zu Nebengeräuschen. Weil dort die Saiten stärker schwingen, haben ungewollte Berührungen eine größere Auswirkung auf das Mitschwingen von Nachbarsaiten.

Ausserdem schlage ich dort unsauberer an, weil die Saiten dort eben eine größere Schwingungsamplitude haben. Deswegen schlage ich unterschiedlich stark an, weil die Saiten nicht so ruhig ist wie weiter hinten am Steg. Man kann das - im übertragenen Sinne so sehen wie das Schießen auf ein sich bewegendes Ziel und auf ein stehendes Ziel.

Am Steg schwingen die Saiten allgemein nicht so stark, deswegen kommen sie schneller in Ruheposition zurück - deswegen fällt es mir leichter sie dort anzuschlagen.
 
basshenning
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Hallo,

ich spiele von Haus aus Gitarre und habe mir einen Squier J Bass ( 5 Saiter ) zugelegt.

Wie ich jetzt ( leider ) feststellen musste, wäre ich aufgrund des Mutens der Saiten mit einem 4 Saiter besser dran gewesen, aber egal - ich konnte den 5 Saiter zu einem guten Kurs erstehen.

mit der linken Hand bin ich soweit geübt, dass ich da bis auf die schnellere Ermüdung gut zurecht komme.

Meine Fragestellung zielt daher auf die rechte Hand ab.

Grundsätzlich habe ich den Daumen der rechten Hand jeweils auf dem PU ( entweder Hals oder Bridge ) abgestützt.

Das solltest du nur beim Spielen der B-Saite tun. Ansonsten ist immer die nächst tiefere Saite, als die, die du anschlägst, dein "Ankerpunkt" für den Daumen.

Mein Problem ist folgendes:

Wenn ich die Saiten in Höhe des Hals PUs spielen möchte, weil dort der tiefere Sound entsteht, dann bereitet es mir aktuell relativ große Probleme die Saiten - und insbesondere die B Saite - zu muten. Daher schwingt immer gerne etwas unerwünschtes mit.
Die Saiten haben an dieser Stelle eine höhere Schwingung, weil sie dort nicht so gespannt sind und daher spiele ich eher unsauber.

Wenn ich die Saiten am Steg PU anschlage, fällt es mir leichter sauberer zu spielen, weil dort die Saiten steifer sind. Auch ein gleichmäßigeres Anschlagen fällt mir am Steg leichter. Am Hals habe ich viel mehr unterschiedliche Lautstärken beim Anschlag ( was natürlich meiner fehlenden Praxis geschuldet ist )
Darin könnte das "Problem" so generell liegen. ;)
Den Sound am Steg finde ich auch ganz nett, schön knurrig - allerdings fehlen dort Bauart-bedingt die Bässe im vergleich zum Hals PU Anschlag.

Gibt es zum Muten der Saiten mit der rechten Hand noch Idenn oder Tipps ? Das Ablegen des Daumens auf der nächst höheren Saite klappt übrigens nicht. Da habe ich für den Daumen zu wenig Widerstand zum Ablegen. Die linke Hand schafft es aufgrund des Halsumfanges bei 5 Saiten leider auch nur 2-3 Saiten zu muten.

Das größte Problem macht dabei die B Saite :-(

Vorschläge ? Anregungen ?

Danke
Kluson

Die rechte Hand soll allgemein die Saiten muten, die tiefer sind, als die angeschlagene Saite. Die höheren Saiten übernimmt die linke Hand.
Die "Spielsaite" kann individuell mit Fingern der linken oder rechten Hand gemutet werden.

Spielst du die A-Saite, liegt rechts die Daumenkuppe auf der E-Saite auf und das erste Fingerglied liegt auf der B-Saite auf. D- und G-Saite übernehmen Finger der linken Hand.


So viel zur "Lehrbuchvariante".
 
Denisunterwegs
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Ich hab einfach mal ein schnelles Video gemacht, vielleicht hilft dir das weiter. Ansonsten frag nach. Wir kriegen das auf jeden Fall hin.

Schöne Grüße,
Denis
 
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Gast252951
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He, cool ... Hilfreiches Video. Vielen Dank für die Mühe schonmal !
Soweit die Theorie ;-)

Wahrscheinlich muss ich erst mal noch eine Weile spielen / üben um das entsprechende Feel zu bekommen. Danach werde ich mal versuchen den Daumen auf jeweils die oberen Saiten abzulegen.
Momentan ist mir das noch zu wabbelig, sprich ich komme besser zu Recht wenn ich durch den Pick Up einen fixen Punkt habe, der sich nicht bewegt :)

Aber wenn das besser klappt, werde ich die Ablage auf den Saiten angehen.

Was interessant war ist, dass die Spielfinger auch die Saite darüber dämpfen, in dem sie die Saite navh dem eigentlichen Anschlag muten bzw. berühren. Das ist bei mir aktuell auch nicht so, da ich versuche möglichst nur die Saite zu berühren die ich anschlagen möchte.

Ich teste einfach mal ein bisschen, ich denke wenn man mal etwas mehr Kontrolle in der rechten Hand hat, dann fällt es auch leichter den nächsten Schritt zu tun, weil man sich nicht auf verschiedene Dinge konzentrieren muss.

PS ... Bass spielen ist um einiges anstrengender als Gitarre spielen, jedes mal wenn ich zurück zur Gitarre greife denke ich ein Kinderinstrument in der Hand zu haben :)
 
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saxof
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Bei mir bleibt der Daumen statisch fest auf dem Tonabnehmer. Das wird mir sonst zu unruhig und ich komme leichter aus dem Groove.

Der Finger, der anschlägt läuft nach dem Anschlag durch bis zur nächsten Saite. Also Bsp. A Saite Zeigefinger Anschlagen, der kommt auf der E-Saite
zum "Stillstand", die E ist somit gedämpft. Gleichzeitig geh der Mittelfinger hoch und ist bereit, die nächste Anschlagbewegung auszuführen.
Für die G / D Saite muss ich nur das Handgelenk ein wenig hochziehen.
Wie gesagt, diese abwechslende Bewegung ist mein "inneres Metronom" und hilft mir im Groove zu bleiben.
Da würde es nur stören, mit dem Daumen hin und her zu wandern.

Mein Lehrer hat mir das so beigebracht, aber wie gesehen ist das nur eine der Möglichkeiten.


Wenn ich die Saiten in Höhe des Hals PUs spielen möchte, weil dort der tiefere Sound entsteht, dann bereitet es mir aktuell relativ große Probleme die Saiten - und insbesondere die B Saite - zu muten. Daher schwingt immer gerne etwas unerwünschtes mit.
Die Saiten haben an dieser Stelle eine höhere Schwingung, weil sie dort nicht so gespannt sind und daher spiele ich eher unsauber.

Das habe ich so noch nie empfunden, gespannt sind die Saiten bei mir doch durchgängig, warum sollte die Schwingung "vorne" höher sein wie "hinten"??
Ich spiele auch auf meinem 5 Saiter (P/J Bestückung) idR mit der Hand "vorne", also Daumen auf dem "P" Tonabnehmer, die Saiten fühlen sich da auch nicht anders an wie auf dem "J" Tonabnehmer.

Richtiges dämpfen (linke Hand nicht vergessen!) lernen dauert allerdings auch ein wenig :rolleyes:

Und ja, Du hast mal wieder die Theorie bestätigt: Bass und Gitarre sind schon 2 unterschiedliche Instrumente.
 
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Gast252951
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Das habe ich so noch nie empfunden, gespannt sind die Saiten bei mir doch durchgängig, warum sollte die Schwingung "vorne" höher sein wie "hinten"??
Ich spiele auch auf meinem 5 Saiter (P/J Bestückung) idR mit der Hand "vorne", also Daumen auf dem "P" Tonabnehmer, die Saiten fühlen sich da auch nicht anders an wie auf dem "J" Tonabnehmer.

echt nicht ?
Wenn die Saite knapp vor der Brücke angeschlagen wird, ist sie doch "steifer" als wenn sie mehr in Richtung Hals anschlägt.
Das ist doch physikalisch eigentlich auch logisch. Wenn du ein Gummiband an 2 Punkten befestigst, ist doch die Schwingung in der Mitte am größten ( weitester Ausschlag ) und je mehr man zu den Befestigungspunkten kommt ( Brücke und Steg ), desto geringer ist der Ausschlag.
 
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Das ist ohne Zweifel der Fall, das Spielgefühl ist kurz vor der Brücke ein ganz anderes als über dem Griffbrettende zb. um mal die Extreme zu nennen. Am Hals lenkt die Saite viel weiter aus, und bietet deutlich weniger Widerstand. Mal davon abgesehen das es ganz anders klingt. Wenn ich weiche, volle und vor allem lange Noten spielen will dann mache ich das möglichst weit vorne im Sinne von nahe am Hals. Wenn es schnell, funky, knurrig und präzise sein soll, dann schlage ich kurz vor der Brücke an.

Ich würde dir aber dazu raten direkt die "richtige" Technik zu nutzen, auch wenn es jetzt vielleicht schwieriger erscheint. Sich nachher umzugewöhnen wird nicht leicht, wenn Du das jetzt direkt zu Beginn so übst wird es ruck zuck normal.
 
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Mal davon abgesehen das es ganz anders klingt. Wenn ich weiche, volle und vor allem lange Noten spielen will dann mache ich das möglichst weit vorne im Sinne von nahe am Hals. Wenn es schnell, funky, knurrig und präzise sein soll, dann schlage ich kurz vor der Brücke an.

Da bin ich bei Dir, Unterschiede im Klang gibt es natürlich. Ich kann aber auch vorne am Hals kurz und präzise spielen und auch ander Brücke einen Ton mit Sustain ausklingen lassen. Geht schon beides, wenigstens mit meinem P/J.
Mein Haupbass, der Preci ist da mit seinem einen Tonabnehmer einfacher :rolleyes:
 
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Falls es mit dem Daumen dämpfen wirklich nicht geht, gibt es noch einen zweiten Weg, den ich persönlich gern gehe. Ich dämpfe die Saiten mit dem Ringfinger und kleinen Finger der Schlaghand ab. Das hilft mir auch dabei die Hand insgesamt zu entspannen da sie immer leicht geöffnet ist, und du kannst nicht nur eine, sondern zwei Saiten damit dämpfen.

Ist anfangs aber mindestens genauso ungewohnt :)
 
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Gast252951
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Das ist ohne Zweifel der Fall, das Spielgefühl ist kurz vor der Brücke ein ganz anderes als über dem Griffbrettende zb. um mal die Extreme zu nennen. Am Hals lenkt die Saite viel weiter aus, und bietet deutlich weniger Widerstand. Mal davon abgesehen das es ganz anders klingt. Wenn ich weiche, volle und vor allem lange Noten spielen will dann mache ich das möglichst weit vorne im Sinne von nahe am Hals. Wenn es schnell, funky, knurrig und präzise sein soll, dann schlage ich kurz vor der Brücke an.

Ich würde dir aber dazu raten direkt die "richtige" Technik zu nutzen, auch wenn es jetzt vielleicht schwieriger erscheint. Sich nachher umzugewöhnen wird nicht leicht, wenn Du das jetzt direkt zu Beginn so übst wird es ruck zuck normal.

Das stimmt, es macht eigentlich Sinn, es gleich von Anfang an komplett richtig zu machen.
Bei mir geht es aber darum, dass ich erst mal etwas Timing und vor allem Kraft in die Finger der Anschlagshand bekommen möchte. Wenn das vorhanden ist, kann ich den nächsten Step machen.
Ich wollte jetzt auch nicht 1 Jahr "falsch" üben - aber um überhaupt mal die Koordination und gleichmäßige Anschlagsstärke ( bzw. gezielte Dosierung ) hinzubekommen glaube ich, dass für mich ein "Weg der kleinen Schritte" besser hilft. Wenn ich das hinbekommen habe, ist der Schritt dahin, den Daumen auf der Saite abzulegen ein kleinerer, als wenn ich jetzt die Position des Daumens und zusätzlich den Anschlag an sich zusammen auf die Reihe bekommen muss.

Ich finde es immer einfacher, sich erst mal auf eine Sache konzentrieren zu müssen einfacher als viele Dinge auf einmal beachten zu müssen - aber da geht jeder anders vor.

Nochmal zum Sound: das ist klar - der Sound ist komplett verschieden - je nach Anschlag Position. Beide Sounds haben - je nach Ziel - etwas für sich.

Aber auch hier: Wenn ich zuerst "hinten" schneller und leichter zu einem Erfolgserlebnis kommen, dann macht das mehr Spass und motiviert.
Habe ich da die grundlage geschaffen, dann habe ich wieder nur einen kleineren Schritt zu dem Punkt, an dem ich mich dann an die Position Richtung Hals wage.

Das ich dann natürlich momentan auf den tieferen, coolen, runderen, weniger knochigen Halssound verzichte ist richtig - stört mich aber nicht.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Da bin ich bei Dir, Unterschiede im Klang gibt es natürlich. Ich kann aber auch vorne am Hals kurz und präzise spielen und auch ander Brücke einen Ton mit Sustain ausklingen lassen. Geht schon beides, wenigstens mit meinem P/J.
Mein Haupbass, der Preci ist da mit seinem einen Tonabnehmer einfacher :rolleyes:


Klar geht das bestimmt - einige Praxis vorausgesetzt. Ich finde nur, dass sich die Saiten Richtung Hals einfach etwas unkontrollierter "benehmen" - das macht es mir im MOment noch schwerer als am Steg anzuschlagen
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Falls es mit dem Daumen dämpfen wirklich nicht geht, gibt es noch einen zweiten Weg, den ich persönlich gern gehe. Ich dämpfe die Saiten mit dem Ringfinger und kleinen Finger der Schlaghand ab. Das hilft mir auch dabei die Hand insgesamt zu entspannen da sie immer leicht geöffnet ist, und du kannst nicht nur eine, sondern zwei Saiten damit dämpfen.

Ist anfangs aber mindestens genauso ungewohnt :)


mmmh - müsste man probieren. Meine rechte Hand ist zwar auch immer eher offen, jedoch versuche ich die Saiten damit nicht zu berühren, wie gesagt - müsste ich mal probieren
 
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Wenn dir die Saiten als Daumenablage nicht "fest" genug sind, dann verwendest du höchstwahrscheinlich einfach viel zu viel Kraft. Ja, Bass erfordert grundsätzlich etwas mehr Kraft als Gitarre, aber es sollte trotzdem alles möglichst locker vonstatten gehen. Wenn du das Gefühl hast, du müsstest merklich Kraft aufwenden, dann ist es mit ziemlicher Sicherheit zu viel des Guten. ;)
Da könnte dann auch zumindest ein Teil deines Präzisionsproblems herkommen. Je mehr Kraft du in deinen Anschlag steckst, desto schwieriger ist er zu kontrollieren.
 
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Gast252951
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Wenn dir die Saiten als Daumenablage nicht "fest" genug sind, dann verwendest du höchstwahrscheinlich einfach viel zu viel Kraft. Ja, Bass erfordert grundsätzlich etwas mehr Kraft als Gitarre, aber es sollte trotzdem alles möglichst locker vonstatten gehen. Wenn du das Gefühl hast, du müsstest merklich Kraft aufwenden, dann ist es mit ziemlicher Sicherheit zu viel des Guten. ;)
Da könnte dann auch zumindest ein Teil deines Präzisionsproblems herkommen. Je mehr Kraft du in deinen Anschlag steckst, desto schwieriger ist er zu kontrollieren.

maybe ... wobei ich bei der Daumenauflage an sich ja keine Kraft aufwenden würde. Vielleicht ist es besser ausgedrückt, wenn ich sage "nicht fix genug", das trifft es eher. Ich habe beim Pickup einen festen / fixen Punkt. Ausserdem gibt es für mich, wenn ich den Daumen auf der Saite auflege auch wieder einen potentiellen Geräuscheverursache, nämlich wenn ich die Saite wechseln würde, und den Daumen z.B. von der B auf die A Saite bewege. Dann wird es bei meinem momentanen Spielvermögen eher dazu führen dass die Saite auch wieder in Schwingung gerät, die ich dann jeweils loslasse.

Aber ich sehe schon. Es gibt hier einige gute Tipps - und auch verschiedene Ansätze ( natürlich ). Ich habe jetzt einige ratschläge bekommen und werde schauen, dass ich diese beim Üben mit einfließen lasse.
 
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maybe ... wobei ich bei der Daumenauflage an sich ja keine Kraft aufwenden würde.

3. Newton'sches Axiom sagt dir was?
Ein Teil deiner Kraft geht auf jeden Fall in die Daumenstütze, sei es nun der PU oder die Saite, sonst würde es für dich keinen Unterschied im Spielgefühl machen, wenn du den Daumen einfach locker über die tiefen Saiten legst. Tut es aber offenbar. ;)
Ich hab den Daumen früher selbst relativ stark gegen den PU gedrückt, weil ich mit viel zu viel Kraft gespielt habe. Das hat mir mein Basslehrer (den ich mir erst 2 oder 3 Jahre später gesucht habe) dann zum Glück relativ schnell ausgetrieben. :)
 
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Gast252951
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3. Newton'sches Axiom sagt dir was?
Ein Teil deiner Kraft geht auf jeden Fall in die Daumenstütze, sei es nun der PU oder die Saite, sonst würde es für dich keinen Unterschied im Spielgefühl machen, wenn du den Daumen einfach locker über die tiefen Saiten legst. Tut es aber offenbar. ;)
Ich hab den Daumen früher selbst relativ stark gegen den PU gedrückt, weil ich mit viel zu viel Kraft gespielt habe. Das hat mir mein Basslehrer (den ich mir erst 2 oder 3 Jahre später gesucht habe) dann zum Glück relativ schnell ausgetrieben. :)

ich habe heute mal etwas probiert und dabei versucht den Daumen auf die Saite zu stützen. Damit komme ich momentan noch gar nicht zurecht ...
 

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