Audio Interface oder USB Mixer

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Barado
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Hallo,
ich habe da mal so eine kleine Einsteigerfrage, vll. habe ich auch ein falsches Verständniss der Komponenten und kann mir es dadurch nicht erklären. So nun zu meiner Frage: Ich bin gerade dabei mir ein kleines Homestudio einzurichten. Midi-Masterkeyboard, Cubase etc besitze ich schon, in meinem Masterkeyboard befindet sich auch bereits ein Audio Inetrface somit ist das arbeiten mit Midi etc. in Cubase kein Problem. Nun wollte ich, um in Zukunft auch Aufnahmen von Gitarren, Bass und Gesang aufnehmen und woltle mir dazu ein USB-Mixer kaufen, damit ich die einzelnen Spuren auch einzeln in Cubase bearbeiten kann etc. Meine Wahl fiel jetzt vorläufig auf das Xenyx 2222 (https://www.thomann.de/de/behringer_xenyx_x2222_usb.htm). Nach einigem stöbern hier im Forum habe ich aber oft gesehen das die Leute eher empfehlen, sich einfach ein Audio Interface zu holen, uns Instrumente darüber einzuspielen.
Nun meine eigentliche Frage: Warum? Ist es nicht mit einem USB-Mixer viel einfacher mehrere Spuren unabhängig voneinader aufzunehmen?

Ich hoffe jemadn versteht was meine Frage ist :D

MfG
 
ars ultima
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Ist es nicht mit einem USB-Mixer viel einfacher mehrere Spuren unabhängig voneinader aufzunehmen?
Konkret mit dem von dir genannten Mixer ist das gar nicht möglich. Da ist nur ein simples Stereointerface eingebaut, was mit dem RecOut verdrahtet ist. Darüber nimmst du also nur de Stereo-Summe auf. Da könntest du also genauso gut irgendein belibeiges Mischpult nehmen und das an den Line-Eingang deines Masterkeyboards anschließen, also dessen eingebautes Interface. Es gibt auch Mischpulte die ein Mehrkanal-Interface eingebaut haben (wo man dann also jeden Kanal auf eine Spur aufnehmen kann), aber die sind dann entsprechen teuer. Und eben unnötig, weil du ja die ganzen Mischpultfunktionen überhaupt nicht benötigst. Aber mitebzahslt bzw. wird dann vielleicht bei den früs Aufnehmen entscheidenen Partrs (PreAmp, Wandler) gespart. ICh frage mich auch gerade was an einem Gerät mit zig Reglern, Knöpfen und anschlüssen (also einem Mischpult) einfacher sein soll als ein einem gerät, welches nur die benötigten Regler und Anschlüsse hat (also ein reines Interface)

Wenn du mit dem Rechner aufnehmen will, dann braucht du einfach ein Interface, sonst nichts. Und dieses Interface muss eben soviele Eingänge haben, wie du gleichzeitig Spuren aufnehmen willst.
 
uija
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Hey!
Der Mischer, den du dir da Ausgesucht hast tut glaub ich nicht das, was du gerne davon hättest.
Der Mischer hat, wenn ich das richtig verstanden habe: 2 in und 2 out als Soundkarte. D.h. du kannst Stereo wiedergeben und Stereo bzw. 2 Spuren aufnehmen. Der Mischer lässt dich also nicht jeden Kanal seperat aufnehmen, sondern nur die Stereosumme. Der Vorteil von Recording mit Rechnern ist ja aber, dass man eben am Rechner dann Mischen möchte. Der Mischer ist also im Grunde nur eine normale 2Kanal Soundkarte + ein Mischpult.

Wenn du also jeden Kanal des Mischpults getrennt aufnehmen möchtest, musst du mehr Geld in die Hand nehmen.

Wieso viele raten, ein Interface zu nutzen: Alles, was ein Mischpult mitbringt, brauchst du nicht ;)
Wenn du etwas aufnimmst, dann packst du ein Mikro oder das Instrument ran, nimmst es auf, und bearbeitest es dann nachträglich am Rechner in Lautstärke, Panning, fügst Effekte hinzu etc. Also all die Features, die das Mischpult kann, machst du meist später am Rechner.
D.h. du benutzt das Mischpult im Endeffekt nur als Mikrovorverstärker für Mikrofone und halt als Soundkarte. Darum kannst du gleich eine reine Soundkarte kaufen. Da sparst du die Mehrkosten, die all die Teile, die beim Mischpult-Interface dazukommen, bzw gibst das selbe aus, hast aber ggf. bessere Vorverstärker.

Man kann natürlich auch ausserhalb des Rechners mischen. Also die Spuren wieder aufs Mischpult legen, dort mischen und es nicht im Rechner machen. Zum einen brauchst du dafür aber nicht nur ein Pult, was n Kanäle aufnimmt, sondern eines, was ebenso viele rückkanäle hat. Dazu einen Batzen an Effekte wie Hall, Compresoren etc.

Ich habe mit einem Multimix angefangen. Das hatte 16 Kanäle aufgenommen und 2 wiedergegeben. Ich habs damals entgegen aller Ratschläge gekauft, weil ich schon immer ein Mischpult haben wollte ;) Ich habs nach nichtmal einem Jahr wieder verkauft. Ich habe es NIE als das benutzt, was es war. Dafür fehlten mir recht schnell die Rückkanäle, also die Möglichkeit einzelne Spuren auf eigene Ausgänge der Soundkarte zu legen. Z.b. fürs Reampen, um nachträglich Effekte einzuschläusen etc.
Ein Mischpult hat mir am Ende nie gefehlt, denn wenn ich wirklich unbedingt mal was mischen will, kann meine Soundkarte (MOTU 828mk3) zur Not auch mischen (gesteuert über die Mitgelieferte Software sogar recht intuitiv), hab ich aber nie ernsthaft gemacht.
 
uija
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ICh frage mich auch gerade was an einem Gerät mit zig Reglern, Knöpfen und anschlüssen (also einem Mischpult) einfacher sein soll als ein einem gerät, welches nur die benötigten Regler und Anschlüsse hat (also ein reines Interface)
Ich glaub nicht, dass es wirklich mit "einfacher sein" zu tun hat. Für mich waren Mischpulte immer was tolles. So viele Knöpfe und Fader. Ich hab damals wie geschrieben das Alesis Multimix 16 gekauft, nicht weil ich 16 Spuren brauchte, sondern weil ich unbedingt Fader haben wollte. Ich hab mich damals total gefreut, als ich endlich ein Mischpult zuhause hatte ;) Total blöd, vor allem war ich bereits über 30, aber so jugendliche Träume tragen sich ja bekanntlich recht lange ;)

Ich hab übrigens mittlerweile wieder einen Mischer. Aber nur so ein 8-Kanal 1HE Stereomischer von Behringer, um die ganzen externen Klangquellen (XBox, 2ter Rechner, Fernseher etc.) an mein System anzuklinken ohne alle Spuren von der Soundkarte zu blockieren ;)
 
ars ultima
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Ich glaub nicht, dass es wirklich mit "einfacher sein" zu tun hat.
Ich bezog mich da ausschließlich auf die Frage des Threadherstellers "Ist es nicht mit einem USB-Mixer viel einfacher mehrere Spuren unabhängig voneinader aufzunehmen?" ICh wüsste halt nicht was daran einfacher sein sollte.

sondern weil ich unbedingt Fader haben wollte.
Und dann hast du enttäuscht festgestgestellt, dass du die Fader nie in die Hanmd nehmen musst :D

Ich hab übrigen auch einen Mixer (Yamaha MG 16/4). Das liegt aber daran, dass es damals noch keine (erschwinglichen) Mehrkanal USB/FireWire-Interfaces mit acht Mikrofoneingängen gab und ebensowenig günstige reine 8-fach-PreAmps. Ich habe eine M-Audio Delta1010LT (also ein PCI-Interface), das Mischpult dient zum einen als 8-fach-PreAmp, und zum andereren als Monitorcontroller. Wobei letzetres schon nett ist. Ich gehe aus zwei Stereoausgängen der Soundkarte in zwei Stereokanäle des Pultes. Und so kann ich dann z.B. mit haptischen Fadern das Metronom ein und ausblenden (bzw. eben dessen Lautstärke reglen) oder die Lautsräke von GuitarPRo/Begleitmusik getrennt vom Softwaremodelling-Gitarrenspiel regeln.
 
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Wunderbar, danke hierfür erstmal. Nun werde ich mir wohl ein USB-Audio Interface holen. Welches könnt ihr mir denn so mit 4+ Kanälen bzw Eingängen/Ausgängen empfehlen?

MfG

Edit. Bzw würden mich heir auch Audi Onterfaces mit eingebauten Controllern interessieren!
Edit2. Das war glaube ich auch das was ich verwechselt habe. Ich hielt ein Mixer mit USB wie das gleich wie ein Audio Interface mit Controller, wollte also auch über Mixer z.B. Cubase bedienen.
 
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Edit. Bzw würden mich heir auch Audi Onterfaces mit eingebauten Controllern interessieren!
Da ist die Auswahl recht dünn. Find ich grad nur die:
https://www.thomann.de/de/maudio_projectmix_io.htm
https://www.thomann.de/de/digidesign_digi_003_factory.htm
Und von Tascam gibt es noch zwei Geräte, aber irgendwie sind die wohl nicht mehr erhältlich
http://www.tascam.de/index.php?page=fw-1082.html
http://www.tascam.de/fw-1884.html

Sind außerdem alle FireWire. Wobei, da fällt mir noch das Zoom R16 ein:
http://www.musik-service.de/zoom-r-16-prx395769020de.aspx
Selbst als reines Intefrace betrachtet liegt das im unteren preisbereich. Der Clou ist dann aber, dass das auch ein Stand-Alone-Kompaktstudio ist, also mit dem man auch ohne PC aufnehmen und abmischen kann. Und außerdem dient es auch als DAW-Controller. Aber: Offenbar keine Motorfader. Und dann ist ein Controller meiner Meinung nach kaum etwas wert. Und so rein "Interface-technisch" auch nicht ebsonder gut ausgestattet, z.B. eben nur einen Stereoaugang.

Wenn dir ein ordentlicher Controller wirklich wichtig ist (und z.B. das M-Audio Projectmix zu teuer), dann wäre vielleicht doch besser ein Interface nach Wahl zu kaufen und dazu dann ein Behringer BCF 2000. Zum Interface dann: Das billgste mit acht Mikrofoneingängen ist das Tascam US-1641. Treiber soll aber nicht so top sein, fehlender Monitormixer find ich bei einem solchen Interface auch schwach. Das M-Audio Fast Track Ultra 8R hat zwar weniger Eingänge als das Tascam (also "nur" acht Mikroeingänge, das Tascm hat noch 6 weitere Line Eingänge) und ist etwas teurer , würde ich mir persönlich aber wohl eher kaufen. Dann gibt es sowohl von M-Audio wie auch von Tascam etws kleinere Geräte (mit weniger Ein/ausgängen): Tascam US-800 und M-Audio FastTrack Ultra. Das M-Audio ist wohl bis auf die Anschlussaustattung identisch mit dem großen Bruder. Das kleine Tascam dagegen hat eggenüber dem großen Tascam einen Monitormixer.
http://www.amazona.de/index.php?page=26&file=2&article_id=1594
http://www.amazona.de/index.php?page=26&file=2&article_id=1785
 
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Gut, dann werde ich versuchen möglichst günstig an das M-Audio Projectmix ranzukommen, arbeite an sich auch gerne mit M-Audio. Wäre denn das Alesis IO-26 als Audio-Inetrface auch eine Alternative zu dem M-Audi Fast Track Ultra 8R?
 
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Das IO-26 ist toll. Eigentlich DAS Interface, was ich allen geraten hab. Einfach, weil es nochmal 2 ADAT Anschlüsse hat, wo man später nochmal Kanäle hinzupacken kann. Leider wird das scheinbar nicht mehr gebaut, weil es überall aus dem Sortiment genommen wurde.

Wenn du noch ein IO-26 bekommst und damit leben kannst, ein Produkt zu kaufen, was nicht mehr hergestellt wird: Nimm es!

8 Eingänge mit Mikrovorverstärke + 16 Spuren über ADAT (Behringer ADA 8000 ist günstig für weitere Spuren) kriegst du sonst nirgends für das Geld.
 
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Das IO-26 ist toll. Eigentlich DAS Interface, was ich allen geraten hab. Einfach, weil es nochmal 2 ADAT Anschlüsse hat, wo man später nochmal Kanäle hinzupacken kann. Leider wird das scheinbar nicht mehr gebaut, weil es überall aus dem Sortiment genommen wurde.

Wenn du noch ein IO-26 bekommst und damit leben kannst, ein Produkt zu kaufen, was nicht mehr hergestellt wird: Nimm es!

8 Eingänge mit Mikrovorverstärke + 16 Spuren über ADAT (Behringer ADA 8000 ist günstig für weitere Spuren) kriegst du sonst nirgends für das Geld.

Ist bei ebay für "nur" 370 Euro mehrfach drin, ist also aufjdenfall ne Alternative :]
 
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Worauf du unbedingt achten solltest: Firewire ist zickig! Bzw. sind die Hersteller von Firewire-Chips nicht sooo genau, wenn es daran geht, alles nach Richtlinien zu machen (oder die Richtlinien unterscheiden sich, bin da nicht so drin). Du solltest, wenn du dir ein Firewire Gerät kaufst und noch keine Firewirekarte am Rechner hast, einmal mit dem Hersteller kommunizieren, welchen Chip sie empfehlen und danach deine Karte auswählen.
Ich hab ein MOTU Device. Die Stellen hauptsächlich für den Mac-Markt her und entwickeln daher auf die Chips, die in Macs verbaut sind. Als ich das MOTU an meinen Dell angeschlossen hatte zum Test gabs "zicken", also hin und wieder ist das Device weggewesen und ich musste neu anstöpseln. Bei meinen Macs hatte ich die Probleme dagegen nie.
 
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Ich glaube ich habe noch eine Firewire Karte, ein guter Bekannter arbeitet in der Branche und kennt sich also notfalls damit aus, mal schauen. Vll nehm ich auch einfach ein Firewire-2-USB Gerät, mal sehen wie sich das auf die Latenz der Geräte auswirkt.
 
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Das ist ein kabel, mit dem man überhaupt nichts anfangen kann :) Was da steht ist quatsch. FireWire und USB sind zwei völlig unterscheidliche, inkompatible Übertragungsprotokelle. Da nützen irgendwelche Kabel oder Adapter nichts. Wenn es so eifnach wäre, dann gäbe es gar keinen Sinn, warum überhaupt zwei solche Standards nebeneinander existieren würden.

Was hälst du denn vom Alesis Io-26?
Wie ujia schon sagte gibt es das wohl nicht mehr neu, daher habe ich das auch nicht genannt. So vor zwei, drei Jahre bzw. bevor das Tasacm auf den MArkt kam war es eigentlich die Standardempfehlung, weil es eben das günstigste Gerät seiner Art war und wohl auch gut.
http://www.amazona.de/index.php?page=26&file=2&article_id=1301
 
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Okay, ja, nachdem was ich aber auf amazona.de gelesen habe, kann das sicherlich noch mit den aktuellen und den Tascam Modellen mithalten, oder?
 
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Okay, ja, nachdem was ich aber auf amazona.de gelesen habe, kann das sicherlich noch mit den aktuellen und den Tascam Modellen mithalten, oder?

Wenn du einen Firewire Port mit Texas Instruments Chip hast kann ich dir das Focusrite Saffire Pro 40 ans Herz legen.

Im moment als Outlet Deal erhätlich : http://www.musik-service.de/focusrite-saffire-pro-40-prx395766803de.aspx

Liefert wirklich eine top aufnahmequalität, ADAT schnittstellen und wirklich sehr brauchbare Mic Preamps.

Aber mit dem Alesis machst du eigentlich nichts falsch !


Gruß, sucka
 

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