Auf in-ear umstellen … Bodypack und Kopfhörer/Ohrhörer, wie herangehen?

ThomasNW
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Tach zusammen,

Neuer Proberaum, neues Bandprojekt und der Wunsch auf ein in-ear-System umzustellen, das ist die Ausgangslage. Nun habe ich als Keyboarder noch nie mit in-ear gespielt. Eine Anlage stellt ein Bandmitglied zur Verfügung. Die in-ear-Anfänger sollen sich ein „Body-pack und Kopfhörer/Ohrhörer“ besorgen. Wie gehe ich das Thema an? Worauf ist zu achten? Ich habe seit 35 Jahren einen Tinnitus und würde mir ungerne den Rest meines Hörvermögens wegschießen durch eine falsche Entscheidung hinsichtlich des zu erwerbenden Equipments.

Habt Ihr Tipps? Danke für Eure Rückmeldung.
 
Zunächst ist wichtig zu wissen, ob mit "Body-Pack" ein Kopfhörerverstärker gemeint ist, oder ob ein passiver Lautstärkeregler reicht, weil der Kopfhörerverstärker bereits in der zur Verfügung gestellten Anlage enthalten ist.
Ich gehe hier von einem kabelgebundenen System aus, da bei Funk der Empfänger durch den Sender zweifelsfrei vorgegeben ist und in der Regel als System verkauft wird.

Bsp: Kopfhörerverstärker-Body-Pack:

Bsp. Lautstärkeregler-Body-Pack:
Fischer Amps Mini Bodypack 2


Diese Produkte gibt es von vielen Herstellern in unterschiedlichen Preisklassen, das sind nur Beispiele fürs Prinzip.

Bzgl. der Ohrhörer gibt es einen weiten Bereich von einfachen Stöpseln bis hin zu Mehrwegesystemen mit individuell angepassten Ohrstücken. Die Preise gehen von niedrig 3- bis 4-stellig. Was man "braucht" hängt vom eigenen Anspruch ab. Ich kenne aber niemanden, der den Schritt zu individuell angepassten Ohrstücken bereut hat.
 
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Wenn die angepassten Ohrstücke erstmal zu teuer sind:

Bei den Kopfhörern kann man meiner Meinung nach gut mit der Standardware um die 100 Euro arbeiten. Der Sennheiser IE 100 Pro ist tauglich, der Sure SE 215 ist ungefähr im selben Bereich, das ist dann ein bisschen Geschmackssache. Ganz wichtig aber: Es gibt eine breite Auswahl an Ersatzohrstücken zum Draufstecken, unterschiedliche Größen, unterschiedliches Material (Silikon oder Schaumstoff) - mein Appell ist, das wirklich zu nutzen und mal rumzuprobieren, was sich für einen selbst gut anfühlt.

Ich hab zum Beispiel den Sennheiser IE 100 Pro, mitgeliefert sind da drei Größen in Silikon, aber Multifoam nur in Größe M. Aber erst mit der Nachbestellung von Multifoam in Größe L bin ich damit richtig happy geworden, da hat mir Tragefühl und Dämpfung am besten gefallen. Die Hörer benutze ich immer noch, nachträglich hab ich mir jetzt angepasst Ohrstücke zum Draufstecken gekauft (stichwort "Custom Sleeves"), die stehen halt ein bisschen raus, aber es ist deutlich günstiger als die Profilösung.
 
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Unser Keyboarder spielt mit quasi normalen Kopfhörern. Ausprobieren!
 
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Ich nutze das hier:
Behringer Powerplay P2


Ist extrem günstig, hab meinen seit 5 Jahren kann sowohl mono als auch stereo genutzt werden.

Für stereo brauchst du ein XLR - Y-Adapter, obs die so zu kaufen hibt weiß ich nicht, hatte meine selber gebaut, aber fürn Anfang reicht zur not auch mono.

Alternativ kannst du auch den minimal teureren p1 nehmen und 2 XLR strippen ziehen, am keyboard ist die Größe des kopfhöreramps eher wurst


Dazu dann ohrhörer deiner wahl, ich nutze die SE215.


Ich habe seit 35 Jahren einen Tinnitus und würde mir ungerne den Rest meines Hörvermögens wegschießen
Wenn du die Schaumstoffpolster beim Se215 nutzt dämmt das den Umgebung sehr gut

Funk würde ich nur machen wenn du so umhängekeys hast und über die Bühne Hüpfst, weil funk ist recht teuer
 
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Für stereo brauchst du ein XLR - Y-Adapter, obs die so zu kaufen hibt weiß ich nicht, hatte meine selber gebaut
Gibt es inzwischen zu kaufen. z.B

Der P2 ist, wie ich finde ein guter Start. IEM Hörer sind so eine Sache, da braucht es dann schon einiges an Übung und Anpassung bis die Hörer auch wirklich stabil im Ohr halten. Aber man kann da, speziell beim Proben auch ganz gut mit klassischen, geschlossenen Overear Kopfhörern arbeiten. Die sind bequemer und leichter im Handling.
 
Danke für die Hinweise, die so langsam von verschiedenen Seiten eintrudeln (Forum und Bandmitglieder).

Die vorhandene Anlage ist kabelgebunden, Sender aber ansteckbar.

Funk muss nicht. Ich sitze an den keys.

Der Sänger nutzt wohl ultimate ears. habe ich mir angesehen. Das ist ne Haus-Nr. Ich werden nich auf einen „Hunni“ schauen, aber 1.500 € wollte ich jetzt nicht ausgeben.

Bass spielt mit shure Ohrhörer. er ist zufrieden.

Ich habe mir mal die shure SE535-CL online angeschaut. Hören ist wahrscheinlich wie immer besser als anschauen.

Ich werde mal weiter stöbern.
 
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Gibt es inzwischen zu kaufen. z.B
Perfekt, 👍 da stimmt auch der preis, hatte damals nur split gefunden (also kein LR Kodierung)

Bzw. Irgendwelche dubiosen Angebote auf ebay für 30€ realisiert mit noname steckern.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Der P2 ist, wie ich finde ein guter Start
Nicht nur das, ich hatte den eigentlich nur als Backup für den Funk geholt, spiele aber mittlerweile auch häufig nur noch Kabelgebundenen und find das ding klasse… hab mittlerweile 6 Stück für die Band gekauft
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ich habe mir mal die shure SE535-CL
Sind aus meiner Sicht super, werden bei uns am Gesang genutzt.

Mir reichen aber auch die 215

Ja nach oben gibts kaum grenzen, kommt halt immer auf Anspruch und Budget an.
 
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Aber man kann da, speziell beim Proben auch ganz gut mit klassischen, geschlossenen Overear Kopfhörern arbeiten. Die sind bequemer und leichter im Handling.
sehe ich nicht so, man fängt halt furchtbar an zu schwitzen unten den Dingern (ich jedenfalls)

Bass spielt mit shure Ohrhörer. er ist zufrieden.
das sagen halt oft die, die noch nie einen guten Ohrhörer im Ohr hatten.

Meine persönliche Meinung zu dem Thema: ein guter Ohrhörer ist das A und O beim IEM - vergleichbar mit passenden Skischuhen beim Skifahren. Wenn die Dinger nicht richtig passen, macht das alles nach kurzer Zeit keinen Spaß mehr. Sparen kann man gerne an der Übertragung - gerade kabelgebundene Geräte kosten inzwischen ja nichts mehr. WENN Ausgangsseitig vom Pult möglich, dann gleich auch Stereo, welches die Transparenz der diversen Signale DEUTLICH erhöht und damit als angenehmen Nebeneffekt auch die Lautstärke im Ohr verringert. Gleiches gilt übrigens auch für passende (abdichtende) Ohrhörer. - und immer beide Hörer in den Ohren - bei nur einseitigem IEM liegt die Lautstärke etwa 10db höher.
 
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Hast Du für Ohrhörer einen Favoriten? Welche Serie sagt Dir zu?
 
Ich kann für den Anfang KZ Pure AS10 empfehlen. Die kosten ca. 50€ und sind wirklich gut für das Geld. Bei uns in der Band spielen mittlerweile alle damit, teilweise hatten die vorher Shure/Sennheiser bis ca. 300€.
https://www.amazon.de/HiFi-Stereo-E...l-shoppingads-lpcontext&ref_=fplfs&psc=1&th=1

Wichtig ist bei allen Inears die passende Noppengröße. Die MÜSSEN möglichst dicht abdichten. Unser Drummer und ich sind mittlerweile auf angepasste Visionears umgestiegen. Das sind live schon Welten Unterschied zu Standard Inears, allerdings keine Welten zu guten Overears, die einen Bruchteil kosten. Ich würde für Proben Overears empfehlen.

Wenn Overears: DT770.
 
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Ich und unser Drummer
Sorry für das OT, aber in meiner Kindheit bin ich da ziemlich konditioniert worden mit "nur ein Esel nennt sich zuerst". Und immer wenn ich dann lesen "Ich und ..." dann fällt mir das ein, quasi ein pawlowscher Reflex :biggrinB:

Ich würde für Proben Overears empfehlen.
Da bin ich bei dir. Und wenn die halt für längere Proben doch nicht so gut empfunden werden (schwitzen), dann kann man sich immer noch etwas anderes überlegen.
 
Sorry für das OT, aber in meiner Kindheit bin ich da ziemlich konditioniert worden mit "nur ein Esel nennt sich zuerst". Und immer wenn ich dann lesen "Ich und ..." dann fällt mir das ein, quasi ein pawlowscher Reflex :biggrinB:
Du hast Recht, ich achte normalerweise darauf, und hab sogar vor dem Post kurz drüber nachgedacht aber es nicht angepasst :D
Danke für den Hinweis ;)
 
das sagen halt oft die, die noch nie einen guten Ohrhörer im Ohr hatten.

Meine persönliche Meinung zu dem Thema: ein guter Ohrhörer ist das A und O beim IEM
also ich werf mal ein, dass der zweite Gitarrist von Animals as Leaders in einem Interview gesagt hat, dass er die SE215 nutzt.

Der könnte problemlos auch richtig teure nutzen, die Band ist sehr erfolgreich international unterwegs.

D.h. Fürn Einstieg sind die bzw die auch schon genannte SE535 in jedem Fall eine gute Option.

Klar kann man auch 1500€ ausgeben, aber ich halte das für den Einstieg übertrieben. Weil es ja ein Einstieg in eine neue band und einstig in IEM ist und keiner weiß wohin der weg gehen wird 😉
 
Grund: Typos bereinigt
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Hast Du für Ohrhörer einen Favoriten? Welche Serie sagt Dir zu?
Das klingt zwar komisch, nutze ich IEM seit ende der 90er Jahre. Damals gab es nur Ultimate Ears und ich habe mir um 2000 herum meine ersten angepassten Ohrhörer von denen machen lassen und bin immer bei UE geblieben = habe nie andere ausprobiert. Bin aber grundsätzlich der Typ "wer billig kauft, kauft 2x", also einmal was gescheites und gut ist es.
Letztendlich muss das aber natürlich wieder jeder selber entscheiden und hängt natürlich sehr vom Geldbeutel und der inneren Einstellung dazu ab. Nun nach 30 Jahren IEM habe ich mein zweites paar Ohrhörer - wobei das zweite meine Versicherung bezahlt hatte - sodass die damals 1k € gut investiert waren - ein einziges Mal musste ich das Kabel tauschen.

und keiner weiß wohin der weg gehen wird
da hast du völlig Recht. Und natürlich würde (und habe) auch ich erstmal herumprobiert bevor ich das Geld für gutes Equipment in die Hand genommen habe.
 
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habe nie andere ausprobiert

das sagen halt oft die, die noch nie einen guten Ohrhörer im Ohr hatten.

Beißt sich irgendwie, wenn du noch nie andere ausprobiert hast 😉

Also ich nutze seit über 5 jahren in ear und bin mit den SE215 top zufrieden.

Die 535 von meiner Frau (macht gesang) sind natürlich ne ecke besser, aber mir wars die mehrausgabe nicht zwingend wert, bei Gesang hätte ich aber vermutlich auch die 535 genommen
 
Beißt sich irgendwie, wenn du noch nie andere ausprobiert hast
diese meine Aussage bezog sich auf teure (ab 1k) Ohrhörer und auf die frage, ob ich welche empfehlen könne. Wenn du meinen text zuende gelesen hättest, dann wärst du auch zu dem Passus gekommen, in dem ich schrieb, dass ich vor meinem kauf von teuren Ohrhörern natürlich mit Billigkram herumprobiert hatte.

Man muss nicht immer das Haar in der Suppe suchen.
 
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also ich werf mal ein, dass der zweite Gitarrist von Animals as Leaders in einem Interview gesagt hat, dass er die SE215 nutzt.

Der könnte problemlos auch richtig teure nutzen, die Band ist sehr erfolgreich international unterwegs.
Mit solchen Aussagen bin ich immer ein bisschen vorsichtig. Guter Endorsement-Vertrag? Sicher dass er die auch immer im live-Kontext on Tour nutzt? Keine Custom IEM? Würde ich anzweifeln.

Beißt sich irgendwie, wenn du noch nie andere ausprobiert hast 😉
Findest du nicht, dass du die beiden Zitate etwas aus unterschiedlichen Kontexten gerissen hast?
 
Mit In-Ear anzufangen ist immer eine schwierige Geschichte. Und es benötigt eine Weile, bis man sich dran gewöhnt hat, und bis man seinen Sound gefunden hat.
Wichtige Voraussetzung ist zu allererst, dass man individuelle Wege zur Verfügung hat, so dass jeder seinen eigenen Mix bekommt, den er optimalerweise auch selber über Tablet oder Smartphone anpassen kann. Stereo ist natürlich besser als Mono, manche kommen aber auch mit Mono klar.
Die wichtigste Komponente sind die Hörer. Hier wird leider häufig am falschen Ende gespart und oft landet das gesamte Vorhaben allein aufgrund eines unzureichendem Hörerlebnis dann schnell wieder in der Versenkung. Es kommt hierbei erst einmal grundsätzlich darauf an, wie hoch die Grundlautstärke auf der Bühne ist. In-Ear Monitoring ist nicht nur Monitoring sondern letztlich auch Gehörschutz. Je lauter es auf der Bühne ist, um so besser müssen die Hörer abschirmen, also eine gute Dämpfung haben. Am besten fährt man da mit angepassten Hörern, oder zumindest mit angepassten Aufsätzen. Wenn man nicht gleich in die Vollen gehen will, ohne zu wissen, ob das überhaupt was für einen ist, kann man natürlich mit einem Speiseadapter, der nicht die Welt kostet und guten geschlossenen Over-Ear im Proberaum anfangen, die man vermutlich dann aber nicht auf der Bühnen nutzen möchte, weil's einmal uncool aussieht und auch schnell sehr warm darunter werden kann. Aber für die ersten Eindrücke oder Tests im Proberaum völlig ok, vor allem, wenn man sowieso welche besitzt und nicht erst was kaufen muss. Nächste Steps wären dann vernünftige In-Ear Hörer und dann evtl. ne Funkstrecke.

ohrhörer deiner wahl, ich nutze die SE215.
... wie andere anscheinend auch, wie sich hier liest. Damit hat unser Gitarrist auch angefangen, als er wegen Tinnitus auf in-ear umgestiegen ist. Hat sich auch gleich Otoplastiken dafür anfertigen lassen. Die konnte er weiter nutzen, als er auf die 535 umgestiegen ist.
Funk würde ich nur machen wenn du so umhängekeys hast und über die Bühne Hüpfst, weil funk ist recht teuer
Teuer muss nicht unbedingt. LD MEI 1000 ist ein gutes System für den Einstieg. Und dass Du nicht kabelgebunden spielen willst, merkst Du spätestens, wenn du dir wiederholt die Hörer aus den Ohren gerissen oder sogar das Kabel aus den Hörern gerissen hast, weil man doch irgendwo hängen bleibt oder das Kabel vergisst.

Der Sänger nutzt wohl ultimate ears. habe ich mir angesehen. Das ist ne Haus-Nr. Ich werden nich auf einen „Hunni“ schauen, aber 1.500 € wollte ich jetzt nicht ausgeben.
Ultimate Ears sind schon Top, und es müssen nicht unbedingt die UE11 oder 18 sein. Ich nutze seit nun ca. 20 Jahren die UE7 Pro und bin damit voll zufrieden. Als Ersatz hab ich ein UE5 Pro, das ist auch super.
Ich habe mir mal die shure SE535-CL online angeschaut. Hören ist wahrscheinlich wie immer besser als anschauen.
Beim Preis der 535 bist du schon fast bei angepassten Hörern - wäre für mich definitiv die bessere Variante, dann gleich den Sprung zu Customized zu machen.
 
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