Aufnehmen in der Wohnung?

von Crusher, 03.03.04.

  1. Crusher

    Crusher Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 03.03.04   #1
    Hallo Jungs und Mädels,
    da ich (bzw. meine Mutter ;)) eine Wohnung habe(hat) und es da natürlich nicht möglich ist irgendwie rumzuschreien bei Aufnahmen, müsste das ganze natürlich irgendwie gedämpft werden. Da ich gesanglich kein bisschen trainiere und nur hin und wieder vielleicht mal was aufnehmen will, frage ich mich da jetzt ,was ich denn da für Sachen machen könnte, ohne irgendwie mein ganzes Zimmer zu verkleistern? Gibt's da vielleicht irgendwelche Tricks um das zu regeln? Habe jedenfalls schon versucht so aufzunehmen, wo man natürlich nicht so laut werden darf und das wurde dann auch dementsprechend von den Leuten kritisiert, weil es eben nicht so richtig rüberkommt.

    Wäre für Tricks wirklich dankbar :).
     
  2. J0an

    J0an Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.04   #2
    Wir haben wie folgt in unserer WG aufgenommen:

    Zuerst Drumspur (geliehenes E-Drumset für 0€ -normal 40€) eingespielt. Dazu habe ich leise Gitarre gespielt. Das Drumset ging stereo raus in den Minprint DI-Port. VOn da aus digital in meinen Rechner und dort wurde mit Wavelab aufgenommen.

    Über die Drumspur haben wir dann den Bass eingespielt. Cort 5-Saiter über Warwick ProFet IV mit 4x10"er. Abgenommen mit einem Shure SM-57.

    Dann wurden die Gitarren ebenfalls abgenommen mit dem Shure / Mindprint eingespielt. Das Shure hatte den "göttlichen Winkel". Mein Equipment war eine Framus Renegeade Custom/Fender Strat Plus, Tech21 PSA-1 etc. und eine alte Celestion 4x12er Box aus den 80ern.
    Die Box haben wir so in den Raum gestellt, dass es wenig Reflektionen gibt.

    Dann habe ich mit CAKEWALKs SONAR 3.0 (echt geil!) einen Vorabtake gemischt und der Sängerin auf den Kopfhörer gegeben. Die sang in einer Ecke vor einem Schrank, wo wir mit einer Bettdecke versucht haben die Reflektionen zu unterdrücken. Aufgenommen mit dem Studio Projects B-1.

    Die ganzen Spuren wurden dann mit Wavelab auf Pegel gebracht und dann in Sonar gesetzt und mit Effekten belegt. Dann exportiert in eine WAV und mit Wavelab wieder auf Pegel gebracht, geschnitten und letztendlich gemastert. Gehört habe ich mit einem geliehenen AKG Studio Monitor (recht linear).

    Insgesamt waren die Kosten (abgesehen von Alkohol, Nikotin, Pizza, Kaffee etc.) bei 10€ für das Leihen des Shures (abgesehen von der Software, dem SP B-1 und dem Mindprint).

    Hier gibt es Bilder zur Aufnahmesituation:
    http://81.2.170.112/noll/studio.htm

    Songs hier: http://www.kuntergrau.de/dloads.htm

    Ich finde, dass die Sound-Qualität einiges an Demos übertrifft (nicht unsere Musik), die ich aus vielen Studios kenne. Rechnet man alles auf, dann waren elf Lieder so teuer wie drei schlechtere im Studio. Und die Qualität ist besser (meine Meinung) und man könnte immer wieder so aufnehmen. Außerdem hat man mehr Zeit und alles kann in nur einem Zimmer gemacht werden...
     
  3. Crusher

    Crusher Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 03.03.04   #3
    Hey, Ne Bettdecke is ja ne prima Idee! Wenn ich die richtig hinbekomme könnt ich da ja evtl. versuchen ne art "Dach" zu bauen, damit nichts hoch kommt. Danke für die ausführliche Aufnahmebeschreibung ;).
     
  4. MechanimaL

    MechanimaL Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.04   #4
    wir ham unserer aufnahme im proberaum gemacht un die drums komplett mit decken abgehängt..

    aber mit singen is das sone sache, du kannst natürlich ma versuchen dir eine solche 'stoff' kabine zu bauen, aber wenn du dann noch net in der nötigen lautstärke singen kannst, solltest du dir unbedingt en andern platz zum aufnehmen suchen, da wirds doch irgendwas geben wo du hinkannst? :D

    gitarre brauchste wie oben schon geschrieben nur en sure sm57 in kurzer entfernung zur box Im richtigen winkel, bass geht auch mit sm57 und evtl noch di out. drums naja wer e-drums mag ;) wird dann halt ne andere sache wenn du en komplettes set abnimmst brauchste die entsprechenden mic s usw. usw. und auch die passende soundkarte um 8 kanäle gleichzeitig aufzunehmen usw.
     
  5. Crusher

    Crusher Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 07.03.04   #5
    Geht mir ja ausschliesslich um Gesang. Gitarre kann ich aufnehmen, rest muss am PC erledigt werden. Bin ja in keiner Band oder so, will nur mal bisschen für mich ;).
     
  6. AnAcOndA

    AnAcOndA Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.05   #6
    Hi

    Ich stehe bald vor dem selben Problem. :( Werde bald in eine Wohnung ziehen müssen und wollte auf mein Home-recording nicht verzichten.
    Das mit der Bettdecke ist ja ne geile Idee :great: . Ich könnte die Decke doch auch theoretisch über meinem Gitarren-Amp stülpen, oder nicht? Ich nehme den Amp übrigens ebenfalls mit einem Shure SM57 ab.
    Oder wären Modelling-preamps à la POD XT eine bessere Alternative?
    Wäre super, wenn ihr mir eben weiterhelfen könntet :o

    Gruß
    anaconda
     
  7. leper

    leper Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.05   #7
    @ Anaconda

    So ein pod is sicherlich die leisere alternative, vom sound her würde ich beim abnehmen des amps bleiben...

    Ich hab ma irgendwo gehört, dass sich einer ne box aus holz gebaut hat die von innen mit keine Ahnung was ausgekleidet hat und da dann seinen amp zu mikrofonieren reingestellt hat.
    wenn das was taugt is das sicherlich die günstigere alternative zu einem line 6 pod !!!

    Wäre ma interessant ob einer aus dem forum hier erfahrung damit hat.
     
  8. Rasti

    Rasti Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.05   #8
  9. DarioVon

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    Erstellt: 14.07.05   #9
    ich benutz ne m box von digidesign samt pro tools zum aufnehmen, und das alles in meiner 1 raumwohnung.. klappt wunderbar.. nur die drums müssen immer im proberaum abgenommen werden oder per drumcomputer programmiert werden.. ansonsten klappt alles wunderbar..
    danach noch 15 min nachbearbeitet (ok 1 mal warens auch 2 tage) und schon klingt die aufnahme nachm studio.. ohne witz, bin selbst ziemlich begeistert von der soft und hardware.. dazu muss ich aber noch sagen das ich nicmehr wie damals meinen marshall mitm "membran" micro abnehme
     
  10. Stefannn

    Stefannn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.05   #10
    Was ich schon immer mal wissen wollte: Wenn man den Amp direkt mit Mikro abnimmt, wie laut muss der Amp sein? Hab mal mit nem SM 58 rumprobiert, aber da muss man den Amp schon sehr laut aufdrehen, damit ein einigermaßen lautes Signal am PC ankommt....
    Ist ein SM 57 in der Hinsicht lauter? Oder warum ist es besser geeignet für Aufnahmen?
     
  11. ars ultima

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    Erstellt: 15.07.05   #11
    Das SM57 hat die selbe Kapsel wie das SM58, ich glaube nicht, dass die sich in ihrer Empfindlichkeit unterscheiden. Was für einen Mikro-PreAmp hast Du denn? Ist dessen Gain schon auf Anschlag?
     
  12. Helmut Oestreich

    Helmut Oestreich Offizieller Produktspezialist RME/MXL

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    Erstellt: 15.07.05   #12
    Das Prinzip der Schalldämmung ist eigentlich ganz einfach. Um so schwerer und poröser das Material ist, um so mehr Schallenergie wird absorbiert. Die berüchtigten Eierkartons haben hier also ganz schlechte Karten. Besser schon Decken oder Matratzen - ob das dann die richtige Athmosphere für geile Gesangsaufnahmen ist ?:doubt:
    Sie Sache mit der Gitarrenkiste ist die absolut richtige Idee. Der Amp muß ja eine gewisse Lautstärke erreichen, um den richtigen Sound zu erzeugen. Also Gitarren-Lautsprecher besorgen, oder den vorhanden aus dem Amp ausbauen und ab damit in die Kiste. Am einfachsten aus 16mm(oder dicker) Spanplatten - dann eine um ca. 10cm größere Kiste drumrum und den Zwischenraum mit Steinwolle vollstopfen. Nicht vergessen vorher das, oder die Mikrofone einzubauen und die Anschlüsse nach draußen legen. Die ganze Konstruktion dan auf dicke Gummifüße stellen.Funktioniert super amtlich um macht keinen Lärm nach draußen.:great:
    Wird auch oft bei Live-Konzerten gemacht. Die Box muß allerdings eine bestimmte Größe haben. Innenmaß so ca. 150cm lang und 50/60cm hoch (nicht quadratisch!). Hab ich schon als Raumteiler und Tischfuß gesehen.
     
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