Ausfräsungen für Tonabnehmer und Halstasche

von rz259, 24.10.10.

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  1. rz259

    rz259 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.10   #1
    Hallo,

    ich habe da einige Fragen zu den Ausfräsungen für die Tonabnehmer bzw. Halstasche.

    1. Wie tief müssen die Ausfräsungen sein? Die Gitarre ist eine Strat-ähnlich und soll kein Vibrato haben. Ich möchte zwei Humbucker (PAF) verbauen. Im Kochbuch habe ich was von 19 mm gelesen. Passt das so?

    2. Wie können die Ausfräsungen am besten durchgeführt werden? Ich habe einen Fräser mit ca. 30 mm Länge und Kugellager oben. Muss ich dann die Schablone so dick machen, dass dadurch die Aushöhlung genau auf die benötigte Tiefe kommt, also im obigen Beispiel 11 mm? Oder gibt's da eine andere Möglichkeit? Ich habe mir schon mal eine Schablone gemacht, aber die hat eher so um die 3 - 4 mm. Ich könnte natürlich irgendwas unterlegen und mit Zwingen befestigen, aber vielleicht gibt es ja eine einfachere Lösung.

    3. Für die Halstasche schlägt das Kochbuch die Möglichkeit vor, zwei Holzlatten parallel und dazwischen ein Holzstück zu stecken, das ganze soll dann die Schablone darstellen. Gibt's da eine elegantere/einfachere/bessere Methode?

    Ciao,

    Rudi
     
  2. tobish

    tobish Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.10   #2
    1. Wie hoch sind die Tonabnehmer? Wie hoch ist die spätere Saitenlage, was gibt die Brücke vor? Sollen die Tonabnehmer im Schlagbrett sitzen oder im Rahmen? Du musst die Schraubenlänge berücksichtigen. Am besten wäre, du machst dir selbst ein wenig Gedanken, um letztlich soviel wie nötig und so wenig wie möglich Holz wegzunehmen.
    2. Die einfachere Lösung wäre ein passender Fräser. Wenn die Oberfläche der Gitarre eben ist, würde ich aber eine Unterlage und Zwingen benutzen. Du könntest auch die Form auf einem Stück Holz vorfräsen und dieses dann als Schablone benutzen.
    3. Eleganter wäre eine Schablone, dann muss der Hals aber genau gerade ausgerichtet sein, nicht zu empfehlen. Ich würde die Möglichkeit mit den Latten vorziehen. Natürlich solltest du diese auch hier nach dem Hals ausrichten. Irgendwo hier im Forum habe ich noch gelesen, Schnüre von der Brücke zur Kopfplatte zu spannen, um den Hals auszurichten. Gerade bei der Halstaschenfräsung sollte man sich viel Zeit nehmen und Mühe geben, anstatt nach einfacheren Methoden zu suchen.
     
  3. rz259

    rz259 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.10   #3
    Ich denke auch, dass die Halstasche am kritischsten wird - ich suche halt nach einfachen rsp. sicheren Lösungen, damit da auch wirklich nichts schiefgehen
    kann - wäre schade nach all der Mühe.
     
  4. Grundkurs

    Grundkurs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.10   #4
    Hey Rudi,
    wenn du dir die Bosch POF Oberfräse gekauft hast, kannst du einfach die Plastikauflagefläche abschrauben, dadurch gewinnst du nochmal ca. 6mm an Frästiefe, das müsst mit deinem Fräser auf alle Fälle dann locker hinhauen. Wegen der Halstaschenfräsung: So wie es im Kochbuch beschrieben ist, ist es eigentlich gut gelöst, wenn du die Holzbretter gut befestigst kann da auch eignetlich nix schiefgehen. WAS hingegen schiefgehen kann, kannst du widerum in meinem Bauthread den ich dir mal an anderer Stelle gepostet habe nachlesen ^^
    Lg,

    Grundkurs
     
  5. rz259

    rz259 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.10   #5
    Hi Grundkurs,

    ja, habe mir die POF 1400 gekauft und bin noch fleißig am Üben - habe bisher noch nie was mit Holzbearbeitung gemacht, da übe ich lieber länger;-) Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt - mein Fräser ist nicht zu kurz, sondern eher zu lang. Der Fräser selbst (ohne den Schaft) ist 30 mm lang, dann kommt noch der Anlaufring dazu - die Aushöhlung wird aber eher so 15 - 20 mm tief werden. Da brauche ich wahrscheinlich eher eine ziemlich dicke Schablone, sonst kann der Fräser nicht an der Schablone entlanglaufen.

    Gut zu wissen, dass die Fräsung der Halstaschen à la Koch problemlos ist. Deinen Thread habe ich schon mal durchgelesen, aber ich glaube, es lohnt sich, ihn nochmals zu lesen;-)


    Ciao,

    Rudi
     
  6. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.10   #6
    Fertige Schablonen gibt es relativ günstig bei StewMac.
     
  7. rz259

    rz259 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.10   #7
    Danke, das schaut wirklich ganz gut aus... wie benutzt man die denn eigentlich? Braucht man da einen recht kurzen Fräser bei der Stärke von ca. 5 mm? Oder gibt's da einen Trick?

    Rudi
     
  8. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.10   #8
    Bündigfräser ist da das richtige, die Schablone kannst dann entsprechend nach Bedarf unterlegen und mit einer Zwinge das ganze festhalten zum bearbeiten.
     
  9. The Dude

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    Erstellt: 28.10.10   #9
    Das ist jetzt meine ganz persönliche Meinung und die will ich auch niemandem aufzwingen, aber wer sich ne Gitarre bauen will, der sollte schon in der Lage sein sich eine PU-Schblone aus einem Sperrholzbrettchen auszusägen.

    Zur Tiefenproblematik:
    Unterlegen ist die einfachste und billigste Lösung, wenn du sowas öfter machen willst empfehle ich dir zusätzlich einen kurzen Bündigfräser anzuschaffen.
     
  10. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.10   #10
    Aussägen ist kein Problem, aber das ganze auf ein zehntel mm genau und mit perfekt geraden Kanten geht halt nicht mit einer Laubsäge und Handfeile :)
     
  11. The Dude

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    Erstellt: 28.10.10   #11
    Dann muss ich wohl übermenschliche Kräfte besitzen....:rolleyes:;)
     
  12. rz259

    rz259 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.10   #12
    Na, das sieht man ja doch wohl an deinen Bässen und an deiner LiiGii;-)

    Also eine Schablone habe ich mir auch schon aus Sperrholz ausgesägt, das war nicht das Problem - ok, sie könnte wahrscheinlich noch exakter sein, aber ich denke, der Pickup passt rein und danach kommt sowieso eine Abdeckung drüber, die deckt alles gnädig zu;-)

    Ich war mir echt bloß unsicher wegen dem Unterlegen, ob das wirklich die beste Lösung ist - Koch schreibt ja u. a. dass die Dicke der Schablone der Länge des Fräsers entsprechen sollte - aber 30 mm Schablone stelle ich mir jetzt gerade nicht so prickelnd vor;-)

    Aber du hast schon recht, wenn ich das wirklich öfters machen sollte, dann werde ich mir auch noch einen kürzeren Bündigfräser zulegen. Aber momentan ist halt alles noch ein bißchen im Anfangsstadium, ich probiere aus, was wie geht - muss erst noch diverse Erfahrungen sammeln.

    Danke,

    Rudi
     
  13. rz259

    rz259 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.10   #13
    Ok, das wollte ich bloß hören, dass ich da nicht komplett daneben liege.

    Danke,

    Rudi
     
  14. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.10.10   #14
    TheDude: auf 10tel mm genau von Hand? Wohl ja :gruebel: oder viel Zeit ;)
     
  15. Paganono

    Paganono Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.10   #15
    Wenn du mit Schablonen arbeitest empfiehlt sich einen Bündigfräser mit obenliegenden Kuggelllager anzuschaffen. Am besten Gleich einen Satz mit verschiedenen Stärken, gibt es z.B. im Sautershop (einfach danach googlen)
     
  16. rz259

    rz259 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.10   #16
    Wenn du meine Frage nochmals genau durchliest, wirst du feststellen, dassich ja schon schrieb, dass ich einen Bündigfräser mit obenliegendem Kugellager habe.
    Wo gbit es denn den ganzen Fräsersatz bei Sauter? Ich habe jetzt mal alle BÜndigfräser gesucht, aber einen ganzen Satz nur mit Bündifräsern habe ich jetzt auf die Schnelle nicht gefunden.


    Rudi
     
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