Ausstattung für Proberaumaufnahmen

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ThrashAnthems

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Hallo zusammen,

wir wollen eine Demo unserer Band in Eigenregie in unserem Proberaum aufnehmen. Die Qualität sollte dabei einigermaßen stimmen. Da der Proberaum gut gedämmt ist, sollte das kein Problem werden.
Nun bräuchte ich aber mal ein paar Tipps zum Equipment, bzw. der Hardware Konfiguration:

Bisher sieht die Planung so aus:

Das Aufnahmegerät ist bisher ein Laptop mit dem Programm Reaper. An den Laptop soll über den LineIN (Miniklinke) ein Mischpult angeschlossen werden. Die Gitarren sollen über ein Effektgerät direkt ans Mischpult angeschlossen werden, der Bass soll ebenfalls direkt ans Mischpult angeschlossen werden, die Instrumente sollen also nicht von den Verstärkern abgenommen werden. Das Schlagzeug soll über 8 Mikrofone, also 8 Spuren abgenommen werden.
So viel zur Konfiguration.


Nun meine Fragen:

1. Ich bezweifle, dass über ein Laptop gut aufgenommen werden kann. Die Hardwareausstattung habe ich nicht im Kopf, aber ich schätze, dass es 2-4 GB RAM haben wird und mindestens einen Dual-Core Prozessor, möglicherweise auch einen Quad-Core. Das Problem wäre eher, dass keine Vernünftige Soundkarte vorhanden ist.

Alternativ habe ich einen Rechner zu Hause, der jedoch nur 512 MB RAM hat und einen Single-Core Prozessor, dafür aber eine M-Audio Delta Audiophile 2496 Soundkarte.

Wäre mit dem Laptop, trotz der onboard Soundkarte ein vernünftiges Ergebnis zu erzielen ?

Oder was würdet ihr für einen Aufnahmerechner empfehlen ?


2. Lassen sich bei dem Aufbau gute Ergebnisse erzielen ?
Reicht es, wenn das Mischpult direkt mit dem LineIN verbunden wird oder sollte man das anders aufbauen ?


Vielen Dank erst einmal und viele Grüße
 
ars ultima

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Bezüglich der Qualität ist natürlich der Rechner mit der Audiophile vorzuziehen. "Single Core Prozessor" sagt jetzt natürlich wenig aus, aber wenn er aus einer Zeit stammt, in der 512MB RAM üblich waren, dann wird das reine Aufnehmen mit Computer überhaupt kein problem sein. Ich hab mit meinem 1,25GHz Athlon XP un 512MB RAM aus dem Jahre 2002 gar Mehrspuraufnahmene meiner Band gemacht, und diese auch damit abgemischt. Andererseits ist die Qualität von Onboard-Soundkarten auch nicht immer so graunehaft, wie manche hier oft behaupten. Ich hab selbst mal eine Testaufnahme gemacht, wo ich aus dem Mischpult gleichzeitg in meine Onboard-Soundkarte (von oben genanntem PC) und meiner M-Audio Delta 1010LT gegangen bin, also über beide gleichzeitg aufgenommen habe:
http://dl.dropbox.com/u/5907530/mp3.zip
Ich würde wohl dennoch den Rechner mit der Audiophile empfehelen. Da habt ihr einfach was solides.

Was für ein Mischpult habt ihr denn? An sich ist das schon der richtige Weg, damit einfach in die Soundkarte zu gehen. Die entscheidene Frage ist eher, wie ihr aufnhmen wollt, das wird mir aus deiner Beschreibung nicht ganz klar. Ich würde empfehlen, das ihr nacheinander aufnehmt, also jedes Instrument alleine.
 
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ThrashAnthems

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Hi,

vielen Dank für deine Antwort.
Ich habe gerade noch einmal nachgeschaut, die CPU in dem Rechner mit der Audiophile ist ein 2,4 GHz Pentium 4.

Das Mischpult ist ein Behringer Europower PMP1000. Da dieses Mischpult aber nur 6 Mikrofoneingänge hat, wollen wir für die Aufnahmen ein größeres Mischpult ausleihen.
Wir wollen nacheinander aufnehmen.
 
ars ultima

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Woher leiht ihr euch das Mischpult? Wenn ihr eh noch zusätzliches Equipment organisieren müsst, dann würde es sich anbieten, dass ihr euch anstelle des Mischpults gleich ein Mehrkanalinterface ausleiht.
 
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Hi ars,

gestern hatten wir wieder Probe und ich habe mal das Thema Firewire-Interface angesprochen, da diese, nachdem was ich hier bislang gelesen habe, einige Vorteile haben.
Wir haben nun vor, eines zu kaufen. Das macht deutlich mehr Sinn, als die Leihe.
Somit würde das Thema Mischpult und Soundkarte auch wegfallen.

Jetzt brauche ich nur noch ein paar Empfehlungen. Der preisliche Rahmen sollte sich um die 300 € bewegen.
Wichtig wären 8 Mikrofoneingänge, auf was sollte man bei den Interfaces noch ganz besonders achten ?
 
Paul

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Auf die Phantomspeisung würde ich noch achten, wobei das heutzutage eh' fast jedes Interface standardmäßig verbaut hat.

Als Interface würde ich das hier empfehlen:

http://www.musik-schmidt.de/Phonic-Firefly-808-Universal.html?refID=1

Ist zwar 89,- teuerer, aber du hast noch die Möglichkeit es über ADAT zu erweitern. Dann könntest du, beispielsweise mit dem Behringer ADA800, 16 Spuren aufnehmen.

Gruß Daniel
 
ars ultima

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Wenn du mal in Onlineshops nach Interfaces schaust, dann wirst du feststellen, dass 8 Mikrofoneingänge für 300€ eh nur bei einem Gerät gibt:
Tascam US-1641

Alles andere ist dann teurer. Über die Aufnahmequalität müsst ihr euch nicht so Gedanken machen, die ist auch bei diesem Gerät "ordentlich" bzw. wird die Qualität des Interfaces bei euch kaum der Grund dafür sein, dass eure Aufnahmen nicht wie eine Profiaufnahme klingen. Hier mal ein Test:
http://www.amazona.de/index.php?page=26&file=2&article_id=1594
Zuverlässiger Betreib, also gute Treiber, sollte dann eher ein Argument sein. Da berichten hier manche von Problemen - wobei das auch individuell sein kann, viele/die meisten sind da wohl auch zufrieden mit. Ein "Ausstattungsmangel" gegenüber teureren Interfaces ist der fehlende Monitormixer. Theoretisch kann man das Monitoring ja überall per Software machen, also dass du da in Reaper die Monitortaste in der Spur drückst, in der aufgenommen wird. Und dann hört man eben auch das, was gerade aufgenommen wird. Auch schon mit Effekten, die auf der Spur liegen; wenn man Gitarren per Ampsimulation aufnehmen will ist diese Art des Monitorings also nötig. Dafür ist man dann aber auch eine niedrige Latenz angewiesen. Die bekommt man vielloeicht nicht immer so hin, der Rechner wird besonders belastet usw.

Daher bieten alle Interfaces (selbst die Onbaord-Soundkarte eines jeden PCs) ein Direktes Monitoring an, wo das Eingangssignal mehr oder weniger direkt auf den Ausgang geleitet wird. Also ganz unabhängig von der Aufnahme. Beim Tascam ist das nun ganz simpel mit dem MIX-Regler rechts an der Gerätefront gelöst. Da kann man eben die Eingangssignale zu dem vom Rechner kommenden Sound hinzumischen. Aber eben alle in voller lautstärke, so wie sie aufgenommen werden. Eigentlich alle andere (teureren) Interfaces haben dagegen einen digitalen Mixer integriert, der über eine Software obverfläche gesteuert wird. Damit kann man dann die Lautstärke aller eingehenden Signale und aller vom Rechner kommenden Signale einzelen regeln (bzw. auch panenn, bei manchen sogar Effekte einstellen, halt wie bei einem richtigen Mischpult) und die Summe dieses Mixes auf den Kopfhörer schicken. In der Praxis heißt das: Der Drummer nimmt seinen Part auf, hört über Kopfhörer das Metronom bzw. die Pilotspur. Aber er will sich auch über die Kopfhörer selbst hören. Über den Monitormixer des Intefraces kann er dann aber z.B. konkret nur Bass Drum und Snare in belieber Lautstärke auf den Kopfhörer dazumischen.

Ist jetzt natürlich subjektiv, wie wichtig einem das ist. Es gibt wohl genügend zufriedene us-1641-Besitzer, die das nicht vermissen.

Konkrete Empfehlungen möchte ich jetzt nicht abgeben, weil ich keines der Geräte kennen. Für 300€ gibt es eben eh nur das Tascam. Und von den teureren hier öfter genannten Geräten (wie das von Paul genannte Phonic, oder die Interfaces von M-Audio, Focusrite oder Presonus) sind wohl auch alle in Ordnung. Wobei ich grad sehe, dass das M-Audio Fast Track Ultra 8R auch nur noch 310€ kostet:
M-Audio Fast Track Ultra 8-R


So gefühlsmäßig würde ich jetzt treibermäßig M-Audio was besseres zu trauen als Tascam (vielleicht ein Vorurteil). Außerdem hat es einen DSP-Monitormixer, und direkt zwei Kopfhöreranschlüsse (unterm Strich braucht man eh zwei Kopfhörer: einen für den, der gerade sein Instrument einspielt, den anderen für den "Engineer"; zumindest bei Mikrofonaufnahmen. Beim Tascam müsstet ihr dann noch im optimalfall einen Kopfhörerverstärker kaufen oder vorhandenes Eqipment irgendwie nutzen). Dafür hat es aber wirklich "nur" acht Mikrofoneingänge (und zwei per SPDIF, das haben aber alle). Das Tascam dagegen hat noch 6 zusätzliche Line-Eingänge, und die teureren Interface haben zumindest einen ADAT-Anschluss, worüber man mithilfe eines zusätzlichen Vorvertsärkers/Wandlers noch acht Mikrofone anschließen könnte.


http://www.amazona.de/index.php?page=26&file=2&article_id=1785 (ist von der Version mit weniger Kanälen, aber Software/Treiber und Qualität wird wohl identisch sein)
 

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