Automatisiert MIDI Schalten

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Mr. Pickles
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Moin zusammen!

Ich will die Gitarren meiner Band vom Sampler Cymatic uTrack24 via MIDI automatisiert schalten lassen.

MIDI läuft ja ohne Datenflusskontrolle, d.H. wenn ein Signal warum auch immer auf dem Weg „verhungert“ und die Klampfe dann auf High Gain statt Clean Läuft wäre das ein Problem.
Jetzt hab ich mir gedacht als Sicherheitsnetz vom Sampler mit MIDI in eine Midi Fußleiste in den Input und vom THRU weiter auf mein Quad Cortex MultiFX (aktuell spielen beide Gitarren drüber),

bzw. wenn der zweite Gitarrist sich nen Helix, Kemper oder sonstwas holt mehrere MIDI Leisten in Reihe.


Wie regelt ihr sowas? Hängt ihr zur Sicherheit eine Fußleiste rein oder vertraut ihr einfach darauf, dass alles glatt geht?

Oder wäre eine Lösung mit Fußleiste und MIDI-Merger sinnvoller? wenn ja Warum?

Falls relevant: als Fußleiste soll ein Behringer FCB1010 her

Danke und Grüße
 
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Vor vielen Jahren hatte ich mal Kontakt zu einer (recht betuchten) „Piloten“-Band, die ihr gesamtes Set Midi gesteuert hatten bzw. sogar alle Playback Spuren mitlaufen ließen. Sinn der Übung war, wählen zu können, ob man mitspielen will oder nicht… war halt ein „Spleen“.
Die haben dann jeweils „umschalten“ können: Midi/Playback oder „live“.
D.h. da gab es immer eine Midi-Quellen-unabhängige Bedienungsmöglichkeit.

Mit der Behringer Midi Leiste sollte das auch machbar sein. Wenn das hier nur eine Fallback Option ist, wenn der Midi Fluß nicht mehr kommt, muss dort nicht etwas geroutet/geschaltet werden.

Ansonsten würde man in der Industrie auf Redundanz setzen und zwei Sampler/Sequenzer nehmen. Die Chance dass zwei Geräte gleichzeitig Fehlfunktionen haben ist extrem gering. Da ist die Frage, wie man die immer zeitgleich startet (das sollte aber automatisiert machbar sein…) und wie man der Reserve Sequenzer aufschaltet.
 
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Sarkassmusmodus EIN!!!

Als ich noch in Stadien spielte, saßen unsere Amp- und Guitar Techs hinter der Bühne an den Geräten und haben alles songdienlich von Hand umgeschaltet.
Einmal fiel einer der Amp-Techs aus, und wir beschlossen doppelt so viele Techs hinter die Bühne zu setzen. Bei 10 Ersatzleuten war dann erst mal Schluss. :evil:

Sarkassmusmodus AUS!!!

Was ich damit sagen will ... wieviel Aufwand wollt Ihr treiben, wenn sich nicht einmal die Gitarristen jeweils eigenes Equipment leisten können oder wollen.
Was ist, wenn der Sampler ausfällt, willst Du den auch doppelt haben?
Wollt Ihr überhaupt noch selbst spielen oder nur eine Fakeshow liefern?

MIDI-Automation würde ich mit einem PC oder MAC als Master machen und ggf. hier schon einen zweiten Zuspieler dazu mergen.
Dann wird dieses Master-MIDI-Signal für jeden Abnehmer (Synth, Drums, Effekt-Multi, Looper oder was sonst) aufgesplittet. Vor jedem Abnehmer sitzt eine Merge-Box, die das zugespielte MIDI-Signal und das Signal einer Fußleiste zusammenführt.

Auf der Analogseite solltet Ihr aus Sicherheitsgründen dann das Ganze auch doppeln vorhalten.

Ganz ehrlich ... das wäre mir zu viel Aufwand. Meiner Meinung nach sollte jeder seinen Sound selbst schalten und gut ist es...
 
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@boisdelac
Sarkassmus EIN!!!
Ich geb dir recht, ich nehm das nächste mal auf einen Gig nur eine Gitarre mit und einen lötkolben, wenn ne Saite reisst, dann versuch ich die mit meiner Guten Weller Station wieder zusammenzulöten.....
ach moment, ich bin ja doof, ich kann ja auch einfach nen Knoten rein machen.... :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO:
ein Zweitinstrument zu haben ist nämlich fast wie Playback spielen....
Sarkassmus AUS!!!

Eigentlich sollten die Umstände und wer welches Equipment hat wenig mit der Fragestellung zu tun haben, da es aber scheinbar doch relevant zu sein scheint:
- Die Band ist gerade im Aufbau, Studiotermin voraussichtlich im Herbst.
- Bei meinem anderen Projekt spielt bereits jeder via IEM System, daher will ich das bei meinem neuen Projekt ebenfalls machen.
- Der Gitarrist hatte vorher eine Band mit normaler Backline, und sehr wohl eigenes hochwertiges Equipment, allerdings ist es für ein Hobby evtl. nicht unbedingt sinnvoll mal eben 1500€ oder mehr für ein Helix/Kemper/Cortex oder sonstwas für ne Band auszugeben die gerade im Aufbau ist.
- Die Songs die ich geschrieben habe sind mit Stereosamples, dafür brauchts aber auch keinen Keyboarder. So der Sampler läuft also ohnehin mit, also was spricht dagegen dann auch die Gitarren automatisch mit umzuschalten? Aus meiner Sicht rein gar nichts. ;)
- Ein Sampler mit MIDI ist auch nichts anderes als ein Mac oder PC den man als Sampler/Sequencer nutzt, nur dass der PC/Mac halt in der Regel nicht so einfach integrieren lässt wie ein 19" Gerät mit 1HE Rackspace ;)
- Was hat das mit einer "Fake-Show" zu tun, wenn alles bis auf ein paar Samples live gespielt ist? ps. Metallica in Berlin 2019 hatten auch nur Wahpedale auf der Bühne und ich waage zu behaupten die 412er Boxen ohne Amps drauf waren auch eher Deko... ist das deswegen dann nicht live? (ich bin kein Metallica Fan, das war nur das erste mit Umfangreichen Livevideo was ich gefunden hatte)


bei mir vorhanden ist ein komplettes Rack mit:
- IEM Funken (Vocals und meine)
- IEM kabelgebunden (für Bassist und zweiten Gitarristen)
- Sampler für Samples, bzw. wenn einer der Musiker live ausfallen sollte)
- IEM Mixer
- HX Stomp für den Bassisten
- Quad Cortex für beide Gitarristen und Gesang

so weiter zur Ausfallsicherheit:
mir ist klar, dass für eine 100%ige Ausfallsicherheit das system zweifach vorhanden sein müsste das ist aber unvernünftiges Wunschdenken.



Zurück zum Thema:
jetzt ist es aber auch so, dass ich tatsächlich schonmal das Problem hatte, dass MIDI Signale verschwunden sind, das ist zwar viele Jahre her und es war Billigkeyboard, aber da sind ab und an mal "Note Off" befehle verschwunden, ob es an Cubase, Keyboard, oder Interface lag weiß ich nicht.

so und da ich mir dachte, dass ein Behringer FCB1010 keine Megaausgabe und auch transporttechnisch vertretbar ist hatte ich mir überlegt dieses "Sicherheitsnetz" mit einzubauen, es sei denn es gibt in ähnlichen Preisrahmen sinnvollere Lösungen
 
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Welchen Aufwand man bei der „Automatisierung“ man treiben sollte, kann man natürlich diskutieren, nur war das hier nicht die Frage, sondern wie man das live praktikabel und „sicher“ bewerkstelligen könnte.

Klar, war das, was diese erwähnten “Flying Pilots“ da schon vor 25 Jahren gemacht haben, ziemlicher „Overkill“ und nicht wenige „richtige“ Musiker haben da die Nase gerümpft. Cool war es IMO dennoch, das einfach zu machen, weil man es kann…
 
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Ich hab Euch ja schon geschrieben, wie das für mich sinnvoll aufgebaut werden sollte. Bei MIDI alles einfach in Reihe schalten, ist wegen der Laufzeiten nicht praktikabel. Deswegen die vielen Mergeboxen.
 
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