[Review] MOTU Ultralite MK4 USB Audiointerface

von exoslime, 08.10.17.

  1. exoslime

    exoslime Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.10.17   #1
    Liebe Musiker-Board Leser,

    Dank der tollen Aktion des Musiker-Boards und Klemm Music, haben meine Musiker-Board Kollegen @Mfk0815 , @rusher und ich die Möglichkeit 3 MOTU Audio Interfaces über den Zeitraum von 5 Wochen zu testen und anschliessend hier unsere Eindrücke zu schildern.

    Ich habe für meinen Test das MOTU Ultralite MK4 - USB Audiointerface bekommen hier ist mein Erfahrungsbericht:

    Über MOTU:

    MOTU, das als Kurform für MARK OF THE UNICORN steht, ist eine in 1981 gegründigte Amerikanische Firma, mit Sitz in Cambridge Massachusetts, die sich auf die Entwicklung von Audio Hard und Software spezialisiert haben, zb haben sie das erste Firewire Audio Interface überhaupt für PC und MAC auf den Markt gebracht, das war das MOTU 828.
    Softwaremässig sind sie mir schon seit längerem ein Begriff, wegen dem MACH Five Sampler den es als VST Plugin gab. Sie sind aber auch weit und lange, vorallem in der Apple Welt bekannt für ihre Digital Performer DAW Sofware, die damals 1985 als Midi Sequencer für Macintosh (Apple) veröffentlich wurde.
    Lange war Digital Performer nur Apple Usern vorbehalten und erst ab der Version 8 (2012) auch für Windows erhältlich.

    Unboxing:
    Unboxing_01.jpg

    Unboxing_02.jpg

    Unboxing_03.jpg


    das MOTU Ultralite MK4
    hier haben wir es mit einem klassischen USB Audio interface zu tun, anders wie bei den AVB Interface von MOTU hat dieser hier ausschliesslich einen USB 2.0 Anschluss an Board.

    Insgesamt besitzt es 6 Analoge Einänge, und 10 Analoge Ausgänge, wobei 2 davon die MAIN OUT Ausgänge sind wo man zb sein Monitoring System anschliessen kann-

    Weiters befinden sich auf der Rückseite noch:
    1x MIDI IN /OUT
    1x SPDIF IN / OUT via Toslink
    1x ADAT IN / OUT via Lightpipe (zb um ein weiteres Gerät via Adat anzuschliessen, zb RME OCMATIC, RME ADI 8 PRI, Universal Audio 4-7104D usw) um die Kanalanzahl für Ein und Ausgänge zu erhöhen

    Auf der Vorderseite finden sich noch für 2 Klinke / XRL Kombibuchsen für die Kanäle 1 und 2, um sie für Mikrofon (XLR) oder Instrumente (Hi-Z) zu verwenden
    Weiters befinden sich nebst Regelpanel für die Eingänge 1 und 2 (GAIN Regler, PAD und 48V Phantompower) noch ein Kopfhörer Ausgang, der Lautstärkenregler ist auch gleichzeitig ein Taster der als Ein/Ausschalter fungiert.

    Unboxing_04.jpg

    Unboxing_05.jpg


    Das Motu Ultralite MK4 macht seinem Namen alle Ehre, es wirkt wirklich sehr leicht, das exakte Gewicht ohne Kabel und ohne Netzteil entspricht lt meiner Küchenwaage knappe 1075gramm .
    Das Gehäuse ist aus Aluminum gefertigt und macht einen stabilen und wertigen Eindruck, die Potikappen sind aus Kunststoff und haben einen gerasteren Arbeitsweg und fühlen sich von der Haptik her nicht ganz so wertig an wie das Gehäuse an sich. warum nicht ganz so wertig? nun ja, zum einen wackeln die Potis ein klein wenig und zum anderen ist es einfach dieses Gefühl d as man hat wenn man daran regelt, das Klickgeräusch ist auch relativ laut.
    Das kenne ich von meinen anderen Heimstudio Geräten etwas besser, deshalb ist mir das auch aufgefallen. Der Funktionalität tut dies natürlich keinen Abbruch, in erster Linie müssen die Potis gut funktionieren und langlebig sein (wobei wir hier leider keinen extremen Langlebigkeitstest machen können)

    Das Motu Ultralite MK4 ist nicht USB Bus Powered, sondern bezieht seinen Strom über das extra mitgelieferte Netzteil. Gerade bei Audiointerface bin ich kein grosser Fan von Bus-Powered Interfaces, da ich in der Vergangenheit ständig Probleme mit solchen hatte (wie zb diverse Störgeräusche in den Signalwegen..)

    Alles in Allem hier ein kleines, leichtes und Kompaktes Audiointerface mit SEHR viel Funktionalität an Board, ideal für kleine Projekstudios, Bedroomproducers, und auch als Interface für Unterwegs.
    Man hat fürs erste reichlich Ein und Ausgänge an Board, 2 Mikrofon bzw HiZ Instrumenten Eingänge, Digitale ADAT Schnitstelle zur Erweiterung und auch noch digitale SPDIF Ein und Ausgänge um ein weiteres Gerät, wie zb den Kemper KPA anzuschliessen.

    im Lieferumfang dabei ist noch:

    - CD mit Treiber, Handbücher, etc
    - Handbuch in Englisch
    - Brochüre über weitere MOTU Produkte
    - USB Kabel
    - Netzgerät
    - Einbauwinkel für Rackmontage und Gummifüsschen


    Installation:
    Die Installation gestaltet sich recht einfach:
    1) den Treiber auf der mitgelieferten CD verwenden oder die aktuelle Version von der Herstellerseite runterladen
    2) Treiber Installation starten, nach Abschluss der Installtion:
    3) Rechner neu starten
    4) Audiointerface anschliessen und einschalten (dazu den Laustärkenknopf 2-3 Sekunden lang gedrückt halten)
    ..läuft

    Das einzige "Problem" das ich bei der Installation hatte, war, das ich anfangs den Einschaltknopf nicht lange genug gedrückt gehalten habe, wenn man nur einmal kurz drauftippt, klickt zwar im Interface etwas, aber es schaltet sich nicht ein, also man muß den Schalter gut 2-3 Sekunden lang gedrückt halten und dann schaltet es erst ein.
    Es gibt auch noch die Möglichkeit das Audiointerface automatisch einschalten zulassen, sobald es mit Strom versorgt wird, dazu muß man das Gerät aufschrauben und auf der Platine einen Schalter umlegen, wie das funktioniert steht im letzten Kapitel des Benutzerhandbuchs.

    Nach der Installtion wird ein Desktop Icon "MOTU Pro Audio WebUI Setup" welches den MOTU Einstellungsdialog in einem Browser (wie zb Internet Explorer, Firefox, Chrome..) öffnet:
    dh, das Programm läuft hier nicht lokal am Rechner, sondern es wird rein über den Webrowser bedient.

    Ich empfand das als ein wenig unkonventionell, vorallem weil es eher neu für mich war das man Hardware direkt im Browser steuert, und nicht über eine eigene Applikation, aber ich sehe schon darin den Vorteil in Sachen Portability, man kann so die selbe Steuerung auf zig unterschliedlichen Endgeräten lauffähig machen, ohne das man für jedes unterschiedliche Gerät einige Programme bzw Apps programmieren muß

    Rack.jpg


    Motu Software:
    Hier alle Funktionen der Software im Detail zu beschreiben, würden den Rahmen des Reviews sprengen, aber soviel sei gesagt, die Einstellungsmöglichkeiten sind extrem vielseitig!!
    Dennoch widme ich mich diesem Kapitel, weil es mir doch recht wichtig erscheint:

    Am ersten Bildschirm hat man die Möglichkeiten generelle Einstellungesmöglichkeiten wie Sample Rate, Buffergrösse (für Latenz), Clocking etc einzustellen

    Sampleraten werden von 44.1khz bis zu 192khz unterstützt
    Software_01_Samplerate.jpg

    die Buffergrösse ist quasi die Verzögerung (Latenz) und im Zusammenhang mit der Asio Auslastung und der CPU .
    Wichtig, dh, wieviel Zeit hat der CPU um die benötigten Rechenaufgaben zu erledigen, reicht hier die Zeit nicht aus, kommen Knackser ins Signal (Asio Overload)
    zb wenn ich Gitarre über eine Amp Sim spiele, schaue ich das ich einen recht niedrigen Bufferwert einstelle, zb 32-64samples, damit die Verzögerung kurz ist und das Signal sich direkt anfühlt, das geht aber nur dann, wenn der Rechner nicht grossartig ausgelastest ist, zb in einem Projekt mit 60 Spuren und vielen Plugins würde mein Rechner das überhaupt nicht packen, dh, hier gilt es das man sich für die jeweilige Anforderung, die Richtige Umgebung schafft.

    Wenn ich zb einen Song mit 80-120 Spuren mische, dann schalte ich die Buffergrösser immer auf 1024 oder sogar 2048 Samples hoch,dann hat mein Rechner genügend Asio CPU Resourcen frei um locker die 120 Spuren mit allen Plugins die ich mir vorstelle, zu verwenden, ohne das Knackser oder dergleichen auftreten. da ich hier kein Signal direkt durch die DAW Monitore,ist mir die Buffergrösse sogesehen total egal, problematisch wäre, wenn ich jetzt in diesem Projekt eine Gitarrenspur mit Amp Sim aufnehmen möchte, und ich gleich dorch die AmpSim live monitoren will, dann geht das natürlich nicht, weil mit einer 1024 oder 2048 Buffergrösse, ist die Latenz so hoch das es das direkte Monitoren uninteressant ist.

    Will ich ein paar Spuren am Midikeyboard einstellen und über ein VST Instrument spielen, schalte ich die Buffergrösse auf 32 oder 64 Samples runter, damit die Verzögerungen auch so gering wie möglich bleiben und ich ein gutes Spielgefühl dabei habe, geht natürlich nur in Projekten wo nicht viele Plugins laufen, dh, wenn ich schon ein volles Projekt habe, möchte aber hier und da noch ein paar Spuren aufnehmen, rechne ich eine Stereosumme des Projekts raus, und erstelle damit ein neues Projek, und nehme dort die neuen Spuren mit niedriger Buffergrösse auf.

    die Motu Software erlaubt hier eine Einstellung zwischen 16 und 1024 samples und bietet zusätzlich noch als Schutz eine Host Safety Offset Einstellung an
    Software_03_Buffer.jpg

    Software_04_Safety.jpg

    Das Motu lässt sich auch von extern per Clock syncen
    Software_02_ClockMode.jpg

    Darunter sieht man dann die Ein und ausgänge des Interfaces und dere Konfiguration
    Software_04_InOut.jpg


    im zweiten Bildschrim dann die unglaublich flexible und vielseitige Routing Matrix, wo man seine Signale ganz zielorientiert hinrouten kann, wo man nur möchte, besonders für AVB Interface Verbünde interessant.

    Diese Routing Matrix zu beherrschen ist dann schon eine Wissenschaft für sich :-)
    Software_05_Routing.jpg

    Software_06_Routing.jpg

    im 3ten und 4ten Bildschirm sehen wir dann die Mixer Ansicht:

    Hier kann man auf der linken Seite die Ansicht konfiguren, also welche Kanäle man ein und ausblenden möchte, und welche Effekte Angezeigt werden
    Die Ansicht orientiert sich an einer typischen Channelstrip und enhält in folgender Reihenfolge:
    1) Hochpassfilter
    2) Gate / Expander
    3) EQ
    4) EQ Graphische Ansicht
    5) Kompressor
    6) Kompressor Graphische Ansicht
    7) Aux Send
    8) Group Send

    Software_07_Mixer.jpg

    mit eingeblendeter Channelstrip:
    Software_08_Mixer_Channelstrip.jpg

    klickt man zb auf den EQ Symbol der graphischen Ansicht, öffnet sich ein neues Fenster und man kann hier direkt in 5 Bändern die Einstellung tätigen
    Software_09_Mixer_EQ.jpg
    selbiges bei der Kompressor Ansicht

    selbiges bei der Kompressor Ansicht:
    Software_09_Mixer_Comp.jpg

    Alle diese Effekte laufen direkt in der DSP des Motu Ultralites und benötigen keine CPU Resourcen im Rechner.

    Praktisch ist hier, das man diese Einstellungen sowohl bei den Eingangssignalen gleich mit aufzeichnen kann, aber auch seine Ausgangssignale damit veredeln, zb wenn man wieder mal einen Film schaut, und die Effekte sind einem zu laut und die Dialoge zu leise, schmeisst man sich einfach einen Kompressor auf das Signal das aus dem Computer kommt der die Effekte leiserkomprimiert, oder zu donnernde Bassgewitter entschärft man etwas mit einer kleinen Modifikation am EQ, sehr praktisch :-)

    Das Hin und herspringen zwischen den Unterschiedlichen Bildschirmen hakelt auch ein wenig, dh dauert 1-2, oder sogar 4-5 Sekunden (wenn sie nicht abstürzt, dazu später)

    ein Nachteil der MOTU Web Appliktion ist meiner Meinung nach auch, das hier die Funktion von Sondertasten und der rechten Maustaste nicht möglich sind.. die rechte Maustaste öffnet nämlich das Browser Kontext Menü und nicht das der Motu Steuerungs Application, oder zb wäre es praktisch, mit Sonderasten wie STRG, ALT oder Shift, Parameter zu steuern, zb die Q Werte beim EQ, oder mit Shift ein Finetuning an den Fadern
    Gut allerdings finde ich das man zumindest bei den Fadern direkt eine Numerische Einstellung tätigen kann, weil alleine mit der Maus hier am Fader den Sweetstop zu finden, zb für die Lautstärke beim Kopfhörermonitoring beim Aufnehmen kann zu einer Geduldsprobe werden.

    Es findet sich auch noch ein Reverb-Kanal, den man via Auxsend weg ansteuern und zum Signal dazumischen kann, welcher besonders praktisch ist, um zb bei Gesangsaufnahmen der Stimme noch einen Hauch von Raum zu geben, damit sie sich im Kopfhörermix des Sängers/der Sängerin, nicht so trocken anfühlt, so spart man sich unter Umständen gleich direkt das direkte Monitoren durch die DAW und geht elegant Latenzproblemen aus dem Weg, weil wenn man nicht direkt durch die DAW das Signal monitoren muß, kann man sich auch gleich eine extrem niedrige Buffergrösse, die zu Knacksern führen, sparen und eine moderate, höhere Einstellung vornehmen.


    Stabilität:
    Leider ist die MOTU Web Applikation hier bei mir nicht sonderlich stabil,sobald einige Effekte in der Channelstrip aktiviert sind, und ich zwischen den Sektionen wechsle, habe ich hier im Prozess des Arbeitens hier bei mir regelmässige Ausfälle und Abstürze, die zum schliessen des Browser und eines Neustarts dessen zwingen.

    ich habe andere Browser versucht, das Interface an andere USB Port zu hängen, anders USB Kabel, leider ohne Verbesserung.
    Mir ist augefallen das das besonders mit der Verwendung der Effekte zusammenhängt, deaktiviere ich hier alle, dann läuft die Software eher stabil, aber auch nur, wenn ich nicht zu schnell zwischen zb Mixing und Matrix hin und herspringe, sobald ich zu schnell springe, stürzen mir die Browser wieder ab
    Dabei kommt es auch zu Ausfällen im Audiosignal und zu digitalen Störgeräuschen
    die DSP Auslastung zeigt hier auch keine Ausreiser, zb 1/4 der DSP-Leistung in Gebrauch
    Man könnte hier sicher och einiges an Troubleshooting betreiben, aber aufgründen meiner DAW-System Stablitätsicherheit, die hier Vorrang hat, muß ich davon absehen weitere Experimente einzugehen.

    Software_10_Fehler_01.jpg

    Software_11_Fehler_02.jpg

    Aufnahme:
    Bei Testaufnahmen und direkten Monitoring habe ich mich aufgrund der Stabilitätsproblematik damit abgefunden ohne die integrierten Effekte zu arbeiten, und das hat wieder gut funktioniert, dank der ausgefuchsten Routing Matrix kann man sehr genau einstellen, wohin und wie laut man welche Signale haben will, zb um die Stimme aufzunehmen oder die Akustikgitarre,
    Das hat alles gut mit dem kleinen Interface funktioniert, ich denke spannend und richtig klasse wirds dann vorallem im grossen AVB Verbund, wenn man mal eine ganze Band inkl Schlagzeuger, live aufnehmen möchte und dann mit 32+ Kanäle in die DAW kommt und jeder Musiker gerne noch einen eigenen Headphone mix spendiert und alles kann man von einer Steuerzentrale aus regeln.

    Bei Direkten Aufnahmen meines Kempers über SPDIF konnte ich keine Probleme feststellen, und klanglich war es ident mit den Aufnahmen die ich über SPDIF übers UA Apollo gemacht habe.

    Tipp:
    Auch hier kann man, recht einfach mit einem kleinen Click auf den blauen Punkt, aus einem Stereo Kanalzug 2-Monokanalzüge machen, das war hier in dem Fall praktisch und notwendig, da ich vom Kemper aus via SPDI , am einen Signal das DI Signal der Gitarre übertrage, und am anderen Signal das Signal durch das Amp Profil

    Stereokanalzug: S/PDIF 1-2:
    Software_12_Mixer_Stereo.jpg

    2x Mono S/PDIF 1 und 2 als getrennte Kanalzüge:
    Software_13_Mixer_Mono.jpg

    Klangqualität Ein und Ausgabe
    In Sachen Klangqualität war ich vom kleinen Ultralite wirklich positiv überrascht. das klingt nämlich richtig gross und amtlich, was man damit aufs virtuelle Tonband zaubern kann, und muß eingestehen, es steht meinem teurerem UAD Apollo in nichts nach.
    Die Aufnahmen klingen nicht gleich, das Apollo klingt in den Bässen und tiefmitten etwas fülliger und Runder, wobei beim Motu die Höhen glasklar und etwas knackiger und präsenter klingen.
    Ähnlich verhält es sich auch bei der Tonausgabe, das Motu klingt für mich ein wenig spitziger, aber auch bassärmer, und das Apollo hingen etwas Bassbetonter aber in den Höhen nicht so knackig, besonders ist mir das über die Ausgabe am Kopfhörer (AKG K812) aufgefallen.

    Wobei das schon Nuancen sind, die man eher nur dann raushört wenn man bestehende Equipment und den Raum bereits gut kennt,und tauscht eine Komponente aus, und merkt plötzlich diesen Unterschied, und tauscht dann wieder hin und her und merkt, irgendwas ist da halt anders.

    Eine Ähnliche Beobachtung konnte ich auch 2016 machen, als ich mein Universal Audio Apollo für ein Monat gegen ein RME Fireface getauscht habe, dort war der Untershied ähnlich,das RME war im ersten Moment viel schöner und spritziger in den Höhen, und die Bässe aber etwas kontrollierter und schwächer. Alles in Allem sollte man dem auch nicht zu grossem Wert beilegen, weil nach wenigen Stunden oder sogar Minuten das man damit arbeitet, hat man sich schon wieder umgewöhnt und man nimmt die Unterschiede dann gar nicht mehr so deutlich war.


    Fazit:
    Das Motu Ultralite MK4 ist ein kleines aber feines Audiointerface für zuhause und unterwegs, das mich vorallen von der glasklaren Klangqualität sehr positiv beeindruckt hat. das Interface ist schön leicht und das Gehäuse wirkt sehr stabil.
    ein Showstopper für mich war die Steuerungssoftware, die zwar sehr umfangreich, aber leider auf meinem System recht unstabil lief, ich konnte mich damit arrangieren das ich diese nur spärlich verwendete und auch nicht zu schnell darin herumklickte um sie eingermassen stabil zu halten

    Es war eine schöne und interessante Zeit mit dem Motu Ultralite MK4 und ich werde MOTU auch in Zukunft weiter auf dem Bildschirm behalten.
    Danke nochmal ans Musiker-Board und Klemm-Music für die Möglichkeit des Test, und euch, liebe Musikerboard Leser, hoffe ich hat das Review gefallen

    Über Kommentare, Fragen und Anregungen freue ich mich sehr

    Liebe Grüsse
    Chris
     
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  2. dr_rollo

    dr_rollo Mod Musik-Praxis Moderator HFU

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    Erstellt: 09.10.17   #2
    Sehr cooler Bericht. Ich nutze seit Jahren das Ultralite Mk3, und kenne daher den quasi Vorgänger. Hab sogar eine Möglichkeit gefunden, die Cuemix Software, die man für diese Modellreihe, also auch die 828er nutzt, per Tablet zu bedienen. Irgendwer meinte, dass man sich die MOTU AVB Teile anschauen sollte, wenn man mit Tablet arbeitet, gerade weil dort die Bedienung anstatt einer Software über Browser funktioniert. Diese Option hast du jetzt gar nicht erwähnt.
     
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  3. klemmvossi

    klemmvossi Produktspezialist MOTU

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    Erstellt: 09.10.17   #3
    Hallo Dr. Rollo,
    doch hat er erwähnt, die "Software" ist der Web Browser den Du auch per Tablet bedienen kannst - und das ist auch der entscheidende Unterschied zu Deinem 828. Du steuerst beim 828 tatsächlich die CueMix Console per Tablet - dafür muss es zwingend an einem Computer angeschlossen sein. Mit der Web App der AVB Interfaces steuerst Du die Geräte selbst, es ist keine Computeranbindung notwendig.
     
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  4. mjmueller

    mjmueller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.17   #4
    Hallo,
    Doch hat er gemacht :)
    Nur wenn es dabei zu Abstürzen kommt, wäre das ein absolutes No-Go (und Ärgernis).
    Was nützt einem der beste DSP, wenn er nicht richtig genutzt werden kann :nix:
     
  5. dr_rollo

    dr_rollo Mod Musik-Praxis Moderator HFU

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    Erstellt: 09.10.17   #5
    Ich hab das schon verstanden, und es war mir im Grunde auch vorher klar, dass keine Software mehr installiert wird, sondern die Bedienung über Browser läuft. Mir stellt sich nur die Frage, wie das praktisch aussieht. Letztlich ist das Interface nicht mit dem Tablet verbunden, sondern mit dem Rechner. Wie komme ich aber vom Browser auf dem Tablet nun auf das Interface? Kann ja höchstens sein, dass sich Rechner und Tablet im selben WLAN befinden, was die erste Voraussetzung wäre. Und dann?

    Über diesen Weg habe ich es geschafft, Cuemix vom Tablet über TouchOSC zu bedienen, funktioniert in der Praxis allerdings mehr recht als schlecht, vor allem, wenn man zwischen den Apps hin und her schaltet. An dieser wäre eine Praxiserfahrung für mich interessant gewesen. aber wenn es schon Probleme mit der Bedienung des PC-Browsers gibt, wage ich zu bezweifeln, dass das über den Umweg Tablet zuverlässig läuft.
     
  6. Hotspot

    Hotspot Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.10.17   #6
    Sag doch nicht sowas ;-) (Scherz)
    Danke für das spannende und umfangreiche wie lesenswerte Review.

    Was ich ziemlich no go finde, ist der Punkt, dass die Software ausschließlich im Browser läuft. Es mag heutzutage normal sein, dass man sich nicht mehr die Arbeit macht, Programme für verschiedene Plattformen zu schreiben/übersetzen und deshalb auf Browser-Lösungen setzt.
    Ich als Anwender sehe da keinerlei Vorteil, bei solchen relativ hardware-nahen Prozessen ist das aus meiner Sicht Pfusch zu Lasten des Kunden.
    Diese Entwicklung gibt es in allen denkbaren Anwendungsbereichen, was dazu führte, dass es kaum noch Programmierer-Nachwuchs gibt, der überhaupt in der Lage ist, sparsame und effektive Programme zu schreiben. Nicht gut.
    --- Beiträge zusammengefasst, 12.10.17 ---
    Ich denke, du wirst das Interface/die Driver eben nicht mehr direkt ansprechen (geht ja von außen auch nicht wirklich), sondern da liegen ein paar Schichten Software drunter, die einerseits einen Server am Interface darstellen und andererseits deinem Tablet vorgaukeln, mit echter Hardware bzw, dem Driver direkt zu kommunzieren.
    Dank schneller werdender Prozessoren wird so was möglich. Dass es nicht immer ganz reibungsfrei und ohne Aussetzer funktioniert, wird sich im Laufe der Zeit auswachsen.
    Auch hier ist wieder die Frage, wie effektiv sind die entsprechenden Software-Bestandteile programmiert. Das ist entscheidend für die reibungslose Verarbeitung der Audio-Daten.
    Ich sehe derzeit das Problem zu vieler Zwischenschichten und bleibe erst mal skeptisch aber interessiert :-)
     
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