Bärenreiterflöten

  • Ersteller funstrumentalist
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Ein herzliches "Dankeschön" an @Martin Hofmann.
Mein Flötenbastelstrang durfte heute auf die Startseite :cool::great:


Sie ist zwar nun fertig, aber es gibt immer was zu tun :D
Ich habe mir Gedanken gemacht was ich mit den Korkdichtungen anstelle.
Eigentlich sind sie optisch noch richtig gut und ich würde sie gerne lassen,
nur hat es in beiden Teilen ein leichtes Spiel. Klanglich kein Problem, aber
vom Spielgefühl irgendwie seltsam... Ich habe es mit einfetten probiert,
den Kork etwas aufgeraut etc..., aber es hat alles nicht geholfen.

Ich habe mich für eine Zwischenlösung entschieden, die gar nicht mal so
schlecht zu sein scheint. Seit ein paar Tagen habe ich Tesaband stramm darum
gezogen und es dichtet prima, wackelt nicht und lässt sich ganz einfach wieder
auseinander nehmen. :great:

kork.jpg
 
Als ich die Sopran kürzlich wieder in Betrieb genommen habe (lag lange rum) hat der Kopf auch etwas gewackelt. Durch das Spielen ist aber wohl irgendwas nun so weit wieder aufgequollen, dass es nun passt.
Einen Kork zu wechseln ist aber auch kein Hexenwerk, das habe ich bei Klarinetten schon öfters gemacht. Da solltest du dich auch nicht allzu lange mit Provisorien aufhalten.
 
Da solltest du dich auch nicht allzu lange mit Provisorien aufhalten.

Ja und nein... passieren kann ja nichts. Ein Provisorium ist es ja nicht direkt der alte Kork sitzt ja stramm darunter. Aber wechseln werde ich sie schon mal. Hast du selbstklebenden Kork oder benutzt du einen Kleber?
Ich bin mir nicht sicher ob der selbstklebende auch gut hält auf Dauer. Das wäre zwar bequem, aber es soll ja auch länger halten.
 
Pattex als Kleber
 
Selbstklebender Kork hält nicht lange. Die Klebekraft ist auf Dauer nicht ausreichend. Das löst sich wieder. Ich habe damit bei anderen Anwendungen schon schlechte Erfahrungen gemacht.
 
@funstrumentalist

Und wie wäre es damit, den alten Kork durch eine edle Fadenwicklung zu ersetzen? Das ist keine Hexerei und könnte deine bewundernswert getunte Flöte weiter aufwerten.
 
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:gruebel: Ich habe in den Zapfen zwei Haarrisse entdeckt als ich den Kork entfernen wollte. Jetzt bin ich am grübeln, ob ich den Kork überhaupt entfernen soll, da er ja noch sehr gut klebt und eventuell die Risse vorm weiter reissen bewahrt.

Eine Fadenwicklung fände ich zwar schön, aber ich befürchte auch, dass vielleicht der Druck werden kann und der Zapfen dadurch mehr belastet wird.

Auf alle Fälle bin ich jetzt erst mal vorsichtig und werde ich erst mal die Risse von innen mit Sekundenkleber kleben und dann mal schauen...
 
Warum Sekundenkleber und kein Holzleim?
 
Sekundenkleber wird sich unter Feuchtigkeit wieder lösen. Z.B. Ponal ist eigentlich kein Holzleim, sondern auch ein Kleber, aber das hält dann wenigstens.

Gruß Claus
 
Warum Sekundenkleber und kein Holzleim?

Holzleim braucht Druck und dass wäre wahrscheinlich nichts an so einer Stelle, es gibt zwar einen von Ponal
der das anscheinend nicht braucht, den "Fix und Fest", aber das ist ein Gel.

Deswegen wollte ich einen flüssigen Sekundenkleber auf Cyanacrylat-Basis nehmen, damit es besser eindringt.
 
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Schon klar, aber es wird leider nicht halten.
 
Sekundenkleber wird sich unter Feuchtigkeit wieder lösen.

Bist du dir sicher, dass der sich wieder löst? Ich habe gedacht, dass er nur nicht bei Feuchtigkeit verarbeitet werden darf.
 
eventuell die Risse vorm weiter reissen bewahrt.
nö, wird er nicht, der reißt mit

Irgendwas vorsichtig in die Flöte reinstecken damit sich die Risse ein bisschen weiten, Ponal wasserfest in den Riss schmieren und das "irgendwas" wieder rausziehen. Eventuell gehen die Haarrisse dann wieder zu, wenn nicht, leichten Druck draufgeben zB mit ner Schraubzwinge und weicher Zulage.

Risse kann man auch stiften, das ist aber nur für Fortgeschrittene.
 
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nö, wird er nicht, der reißt mit

Pörps, wenn das so ist, dann lass ichs wohl besser und werde es doch mit Leim machen. Die Idee mit dem "irgendwas" ist gut :D das kann ich mir gut vorstellen.

Risse kann man auch stiften, das ist aber nur für Fortgeschrittene.

Ich befürchte, dass ich schon zu weit fort geschritten bin :rolleyes: Früher hätte ich das problemlos gemacht, aber mit dauerhaft eingeschlafenen Händen fällt die Feinarbeit leider zusehens schwerer... :bad:

Bohrer habe ich bis 0,4mm und ich kann damit immer noch Freihand gerade Löcher bohren. Das Loch für den Messinghebel habe ich ja auch langsam aufgebohrt bis zur eigentlichen Stärke und es hat geklappt.
 
Sekundenkleber hört sich zwar erstmal komisch für Holzrisse an, ist aber tatsächlich das beste Mittel für solche feinen Risse. Es gibt diverse Varianten, von dünnflüssig bis gelartig. Je dicker der Riss, desto dicker auch am besten der Kleber.

Vorteil ist, dass der Kleber in das Holz einzieht und so den Riss mit dem umliegenden Holz verbindet. Holzleim ist dafür schlechter geeignet, da er wie schon gesagt, Druck braucht, um seine Klebeeigenschaften auszubilden. Den Holzleim bekommt man schlichtweg nicht in den meist nur sehr feinen Riss geschmiert, und der nötige Druck lässt den Zapfen eirig werden.
 
Schon klar, aber es wird leider nicht halten.

nö, wird er nicht, der reißt mit

...ist aber tatsächlich das beste Mittel für solche feinen Risse

:D So, jetzt weis ich "Bescheid", entweder es hält, oder es hält nicht,
oder es ist nix oder es ist das beste Mittel :confused::confused::confused::whistle::rofl:

Sekundenkleber hört sich zwar erstmal komisch für Holzrisse an...

Für mich eigentlich nicht, ich dachte ja auch das wäre die beste Lösung.
 
Ich will dann aber Bilder sehen von der explodierten Flöte.
 
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Klar doch @rbur, du bekommst das erste Foto zu sehen :D


Ich hab mich ja noch nicht entschieden was ich mach, es eilt ja auch nicht,
aber bei so unterschiedlichen Antworten darf man auch mal lachen
 
Hallo, es gibt sehr dünnflüssigen Holzleim. Ich hatte mal einen, der war eigentlich für das verkleben von lockeren Stuhlbeinen. Der dringt auch in feine Risse ein.
 

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