Barre auf ner Western schwerer?

von Chrisn12345, 18.05.07.

  1. Chrisn12345

    Chrisn12345 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    29.07.06
    Zuletzt hier:
    23.10.15
    Beiträge:
    214
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    18
    Erstellt: 18.05.07   #1
    Moin,

    so nach 1.5 jahren gitarre spielen und ständigem aus-dem-weg-gehen von Barre-Akkorden wollt ich die Dinger jetzt mal lernen.

    Kann es sein, daß die auf ner Western schwerer sind? Ich hab das Gefühl, daß die Saiten auf ner E-Gitarre "weicher" sind und sich somit besser runterdrücken lassen.
    Zumindest ist die Saitenpannung (wenn man das so sagen kann) bei meiner Western recht stark. Auch sind die Saiten "härter". Irgendwie hab ich das Gefühl, daß die Barres dadurch schwerer sind.

    Ist das so? Habt ihr da ähnliche Erfahnungen oder bilde ich mir das alles nur ein?

    Danke schonmal
     
  2. shisha caulfield

    shisha caulfield Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    15.05.07
    Zuletzt hier:
    9.12.07
    Beiträge:
    72
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 18.05.07   #2
    ja schon i hab a westerngitarre da is voi scheiße spieln, wegen der saitenspannung aber das kann auch daran liegen das es so ein billigteil vom hofer is, wie auch immer ich halt die gitarre in ehren weils meine erste war aber barregriffe kann ich dauf beim besten willen nich machen. bei hochwertigeren gitarren is das aber nicht so ein problem, normal sin die saiten sogar viel "leichter" als bei e-gitarren. zu barreakkorden gibts übrigens schon einen thread hier...
     
  3. derPaule

    derPaule Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    25.12.06
    Zuletzt hier:
    14.12.13
    Beiträge:
    56
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    43
    Erstellt: 18.05.07   #3
    Ich hatte das Problem auch. liegt einfach daran das (zumindest bei mir) auf der Westerngitarre dickere saiten sind und auch die Saitenlage hoeher ist: demzufolge hoehere saitenspannng...

    Wenn man fleissig uebt, bekommt man aber kraeftige Finger und kann dann trotzdem die barree-akkorde spieln:great: Hat ausserdem den netten Nebeneffekt, dass man mit den kraeftigeren Fingern auf der (meist leichter zu bespielenden) E-Gitarre noch mehr abgehen kann...

    mfg
    Paule
     
  4. Disgracer

    Disgracer A-Gitarren-Mod Moderator

    Im Board seit:
    18.10.06
    Zuletzt hier:
    2.12.16
    Beiträge:
    4.968
    Ort:
    Dortmund
    Zustimmungen:
    1.243
    Kekse:
    47.175
    Erstellt: 18.05.07   #4
    kommt mMn eher auf das griffbrett (die breite ebenjenes) an.
    auf meiner (durchaus hochwertigen) klassischen gitarre sind barree akkorde vergleichsweise anstrengend und haben mich auch deutlich mehr übung gekostet.
    dafür ist das greifen von barree's auf e- und westerngitarren locker ;-)

    ist wie immer alles eine übungs- und gewöhnungssache. je kräftiger deine hand ist, desto leichter werden dir barree's fallen..
     
  5. BenChnobli

    BenChnobli Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    27.09.06
    Beiträge:
    13.217
    Zustimmungen:
    2.445
    Kekse:
    70.523
    Erstellt: 18.05.07   #5
    Ich würde mal sagen, wie hart eine Gitarre zu spielen geht, hängt von vier Faktoren ab:

    1. Art der Saiten
    Nylonsaiten lassen sich leichter drücken als Stahlsaiten

    2. Saitenstärke
    Je dicker die Saiten sind, also je höher die Saitenstärke, desto höher ist die Spannung bei gleichem Ton. E-Gitarren sind oft mit Saitenstärken zwischen 008 und 010 ausgestattet, Western mit solchen zwischen 011 und 013. 12er Saiten haben bei gleicher Tonhöhe aber erheblich höhere Spannung als 9er und gehen damit auch schwerer zu drücken.

    3. Saitenlage
    Die Saitenlage besagt, wie nahe eine Saite an den Bundstäbchen liegt, es ist also der Abstand zwischen Bundstäbchen und Saite. Sie ist abhängig von der Höhe des Sattels und der Brücke sowie der eingestellten Halskrümmung. Wenn die Saitenlage am Sattel zu hoch eingestellt ist, gehen Barrè-Griffe in den ersten Bünden schwer (z.B. F-Dur), wenn die Stegeinlage etwas hoch liegt, gehen die Barrés in den hohen Bünden etwas schwerer. Wie du die Saitenlage optimal einstellst, hängt vor allem von der Art Musik ab, die du machst. Bei leichten Fingerpicker-Geschichten kannst du die Saitenlage sehr tief halten, Barrés gehen relativ leicht, für hartes lautes Strumming z.B. einer Bluegrass-Rhythmusgitarre stellst du die Saitenlage höher ein und bezahlst dafür mit etwas härterer Arbeit beim Drücken. Die Saitenlage bei Westerngitarren ist meist etwas höher eingestellt als bei E-Gitarren.

    4. Geometrie des Griffbretts
    Ein breites Griffbrett geht etwas schwerer zu drücken als ein schmales, ein leicht abgerundetes geht etwas leichter als ein flaches. So sind z.B. Griffbretter von E-Gitarren eher schmal, so zwischen 42 und 44 mm am Sattel vielleicht, diejenigen von Westerngitarren auch mal etwas breiter, von etwa 43mm bis hin zum 48mm Ragtime-Hals. Klassische Konzert-Gitarren sind dann mit 52mm noch etwas breiter. Dazu kommt die Länge der Mensur, also der Abstand zwischen Sattel und Brücke. Eine längere Mensur bedeutet etwas mehr Saitenspannung bei gleichem Ton (also wieder mehr Arbeit beim Drücken), bei kürzerer Mensur geht es etwas leichter.

    Jetzt hoffe ich, dass ich alle Faktoren erwischt und nichts wichtiges vergessen habe. Grundsätzlich ist Westerngitarre spielen schon etwas härtete Arbeit als E-Gitarre spielen. Das eine oder andere. z.B. Saitenstärke und Saitenlage lässt sich aber in vielen Fällen durchaus noch ein wenig an deine Bedürfnisse anpassen.

    Gruss, Ben
     
Die Seite wird geladen...

mapping