[Bass] - Ibanez ATK 300 4saiter

von pesgel, 04.08.07.

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  1. pesgel

    pesgel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.07   #1
    Nachdem ich ein paar Monate meinen Warwick Corvette $$ gequält hatte, wollte ich mir zusätzlich zu seinem brachialen Sound ein Zweitinstrument zulegen, welches sich klanglich mehr an Vintageinstrumenten orientieren sollte.

    Und wie das so bei Zweitinstrumenten ist, sollte es auch nicht zuviel kosten.

    Nach endloser Probiererei durch sämtliche Squier und Fender Mexico bestände meines Händlers, ließ ich mich doch noch auf den ATK ein, der mich zuerst aufgrund seiner hässlichen Kopfplatte abgeschreckt hatte.

    Und wieder bestätigt sich die alte Regel, dass das Äußerliche nicht alles ist.

    Mittlerweile habe ich den ATK auch schon wieder ein paar Tage, sodass ich mich bereits traue, eine Meinung darüber abzugeben.


    Spezifikationen:

    Korpus: Esche
    Hals: 5fach geschraubter Ahornhals mit 22 Jumbobünden
    Mensur: 34" (long scale)
    Mechaniken: offene Mechaniken
    Tonabnehmer: ATK Triplecoil
    Elektronik: aktiver ATK 3-Band EQ (Bässe, Mitten, Höhen)
    Farbe: Schwarz
    Gewicht: 4,6 kg
    Preis: ~€ 450,-

    Gigbag gab's keines dazu (anscheinend ist das nur in Österreich so…. GRRR)


    Verarbeitung:

    Die Verarbeitung war sehr sauber, keinerlei Anzeichen von schlampiger Verarbeitung oder Beschädigung.
    Ich musste nur den Hals ein wenig nachstellen, da ich's gern ultraflach habe.
    Was auch absolut kein Problem war, denn dank des offen zugänglichen Halsstabes am unteren Ende des Halses, und nicht wie bei vielen anderen Bässen unter einer Abdeckung auf der Kopfplatte, hat man das recht fix bewerkstelligt.
    Leider ist die Batterie auf einem Fach auf der Rückseite versteckt, welches mit 2 Schrauben verschlossen ist. Somit wird der werkzeugfreie Arbeitsgang beim Halseinstellen obsolet gestellt, da man für einen Batterietausch erst einen Schraubenzieher braucht…. Schade


    Spielgefühl:

    Wenn der Hals des Warwick Corvette $$ massig ist, dann ist der des ATKs ein Blauwal.
    Das betrifft nicht ganz die Stärke des Halses, aber umso mehr seine Breite.
    Allerdings kommt man auf dem breiten Hals schneller zurecht, als ich ursprünglich vermutete.

    Mit seinen 4,6 kg gehört der Bass auch schon zu den schwereren seiner Gattung.
    Ich hab ihn bisher nur bei Proben verwendet, also kann ich nichts dazu sagen, wie sehr das Gewicht nach einem 2 Stunden Gig das Kreuz malträtiert hat.
    Dafür ist von Kopflastigkeit nichts zu merken.


    Sound:

    Der Sound ist so wie ich ihn wollte.
    Nicht so fett und dunkel wie der Warwick, dafür umso mehr Vintage aber trotzdem mit einem ordentlichen Punch.

    Wie der Tripplepickup funktioniert, bleibt für mich nicht ganz durchschaubar. (siehe Bild)

    tripplepu.jpg

    Wenn man den Kippschalter Richtung Brücke umlegt, klingt der Bass etwas beschnitten.
    Zwischen der Mittel- und der Halsstellung es Schalters ist kaum ein Unterschied hörbar, dafür gefallen mir diese Sounds außerordentlich gut.
    Ich weiß nicht recht, wie ich den Sound beschreiben soll, am Besten die Soundsamples anhören.
    Sie eignen sich meiner Meinung nach bestens für altes Rockzeugs aus den 70ern.

    Der aktive 3-Band EQ macht das was er soll, allerdings zurückhaltender als der Warwick.


    Fazit:

    Der ATK ist für ein Zweitinstrument zu schade.
    Ich werde ihn beim nächsten Gig als Hauptinstrument nutzen, wenn's das Kreuz aushält.
    Der Sound ist ziemlich eingeschränkt, da er eigentlich nur nach Vintage klingt, aber genau so etwas habe ich ja gesucht.
    Und für alte Rockmusik oder Blues ist der ATK ein Schnäppchen in seiner Preisklasse.


    Soundbeispiele:

    Sämtliche Files wurden direkt in die Soundkarte meines Rechners eingespielt.
    Der Bass war zu den Aufnahmen mit älteren 100er Fender Superbass Saiten bestückt, um das Vintagevibe noch mehr zu unterstreichen.

    Das Klicken der Saiten auf den Bundstäbchen entsteht durch meine Spieltechnik, die ich mir von einem meiner musikalischen Vorbilder abgeguckt habe (wer den Song, den ich auf den Samples spiele, erkennt, weiß wen ich meine):

    Der Daumen der Schlaghand wird am Halsende fixiert, kein Plektrum, die Saiten werden relativ stark und flach angeschlagen.

    Diese Stellung der rechten Hand ist für mich bequemer, als die "Standardstellung", die Schlaghand ermüdet und verkrampft dadurch auch nicht so schnell.
    Außerdem gefällt mir das klangliche Resultat.

    Die Namen der 3 Samples sagen aus, auf welcher Stellung der Kippschalter stand.

    Den Anhang Bruecke.zip betrachten
    Den Anhang Hals.zip betrachten
    Den Anhang Mitte.zip betrachten

    Zusätzlich habe ich noch 3 Samples mit dem Schalter in der Mittenstellung eingespielt, bei denen ich jeweils einen EQ voll aufgerissen habe, um zu zeigen, was die Klangregelung draufhat.

    Den Anhang Mitte_Baesse.zip betrachten
    Den Anhang Mitte_Hoehen.zip betrachten
    Den Anhang Mitte_Mitten.zip betrachten


    Foto:

    ATK.jpg
     
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