[Bass] - Maruszczyk Instruments Elwood 5p

von AREA, 11.04.08.

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  1. AREA

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    Erstellt: 11.04.08   #1
    Review: Maruszczyk Instruments Elwood 5p

    Einleitend:
    Der Wunsch nach einem adäquaten 5-Saiter gärte ja schon lange in mir und dachte ich Anfangs noch ich könnte, weil ich den 5-Saiter ja eigentlich bislang nur sporadisch in der Band einsetzte (man bemerke die Vergangenheitsform) dies mit einem halbherzig erworbenen Fivestring bewerkstelligen, so wurde ich auf dem European Bassday, als ich Adrians Stand anlief, eindeutig eines Besseren belehrt. Ja die Macht des GAS ist stark auf solchen Veranstaltungen.
    Sicher, die vorab gekauften Bässe wie Yamaha BB415, Ibanez BTB405, OLP MM30, und SX 5-Saiter waren alles keine schlechten Bässe und manchen muss man sogar einfach ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis bescheinigen, aber irgendwie fehlte immer etwas. das Herz war noch nicht so 100%ig dabei.. In Adrian fand ich einmal mehr den richtigen Ansprechpartner. Mein 4-Saitiger Elwood treibt mir auch nach fast 2 Jahren täglich ein Lächeln ins Gesicht, wenn ich ihn spiele. Was lag also näher als zu sparen und einen 5-Saiter bei Adrian zu Ordern…..

    Konstruktion:
    Bei meinem Elwood handelt es sich um einen klassischen „Bolt-On“, also einen Schraubhalsbass und die 4-fach Verschraubung hält den inkl. Headstock (Matching Headstock übrigens) einteiligen Hals (nix angeleimt oder so) bombenfest in der absolut passgenauen Halstasche. Der zweiteilige Body besteht, wie von mir gewünscht, aus handselektierter Esche. Als Farbe hatte ich mir ein dunkles, nicht zu knalliges Rot gewünscht, mit High Gloss Finish und einem Pickguard in Grey-Pearl. Weiterhin verfügt der Hals über einen Nullbund, was den Vorteil mit sich bringt, dass gespielte Leersaiten absolut identisch zu gegriffenen Saiten klingen. Tolle Sache. Das Halsprofil kommt meiner Spielweise sehr entgegen und ist wirklich ideal für mich. Das Stringspacing an der Bridge beträgt 17 mm und ist angenehm spielbar.Sattel ist im Übrigen ebenfalls aus einem dunklen, fast schwarzen Holz, ich denke Ebenholz, gefertigt Das Griffbrett des Basses ist aus hervorragendem Ostindischem Palisander und wurde mit schönen „Mother of Pearl“ Dots versehen. Die Verarbeitungsqualität ist absolut über jedweden Zweifel erhaben. Alle Arbeiten wurden absolut gewissenhaft und regelrecht liebevoll ausgeführt. So wurde z.B. der kleine Zugang zur Halseinstellschraube mit passend grauem Schaumgummi ausgelegt, um nicht einfach so ein Loch zu hinterlassen. Die Pickupfräsungen sind absolut akkurat und auch die Lackierung ist…“das man sich drin spiegeln kann.“ Einwandfrei in allen Belangen.

    Hardware, Elektrik, PUs:
    Das Adrian eigentlich nur hochwertige Komponenten für die Bässe verwendet ist ja eigentlich nichts Neues mehr. Der Flachsteg, sowie die offenen Vintage Tuner in 4:1 Anordnung kommen von ABM. In Sachen Pickups hat man je bei Maruszczyk Instruments die Wahl zwischen Tonabnehmern von LeFay, Bassculture oder eben Maruszczyk selbst. Ich habe mich wie beim 4-Saiter für Pickups von Bassculture aus Neuss entschieden. Hier kommen also von Hand gewickelte Neodym Pickups, sog. Bladestack Humbucker zum Einsatz.

    Ein wenig Zweifel hatte ich mit der Elektronik. Ich wollte ja unbedingt einen passiven Bass, aber würde bei einem passiven Bass die H-Saite die ja oft der Knackpunkt ist, auch genug Pfund haben, drücken und definiert klingen….? Ich hatte, im Vorfeld, Adrian mit meinen Bedenken konfrontiert und er meinte ich solle mir keine Sorgen machen, er habe diesbezüglich noch keine Probleme gehabt. Gut ich vertraue dem Mann. Zu Recht, wie sich herausgestellt hat und dementsprechend typisch Jazz-Bassig ist auch das Bedienfeld mit Vol./Vol. Tone……


    Sound:
    Ja, wie klingt er denn nun, der Elwood 5p. So etwas zu beschreiben, fällt mir immer ein bisschen schwer, das muss man am besten selbst hören und spüren. Nur soviel, Gestern war erste Bandprobe mit dem neuen Bass und meine Bandkollegen, insbesondere die beiden Herren Gitarristen für die ja normalerweise ein Bass nur „ Brumm-Brumm“ macht, meinten der Bass würde ja wohl absolut Hammer klingen und ich solle nun einfach meine anderen beiden Jazz Bässe, also Elwood -4p und Fender Jazz verkaufen. Nun ja, ich finde, auch diese beiden anderen Bässe klingen wirklich sehr, sehr gut, zumal der Elwood-4 dringend frische Saiten benötigt, allerdings hat dieser 5-Saiter einen Sound, der mir tatsächlich und ungelogen gestern während des Spielens die Nackenhaare hat hochsteigen lassen. Tatsächlich fast eine wahrhaftige Gänsehaut. Der Bass klingt absolut hammermäßig, traumhaft, geil…Wie soll ich sagen.. Eine geslappte H-Saite, die sich richtig gut anhört und anfühlt. Überhaupt, das Low-B ist tatsächlich in die Magengrube drückend, so wie man sich das wünscht und dabei absolut im Kontext mit den anderen Saiten. Da ist keine Saite zu laut, oder zu leise. Deadspots sucht man auf diesem Bass vergeblich. Fingestyle gespielt knurrt der Bass traumhaft, bietet ein phänomenales Fundament und auf der Spitze sitzen schöne lispelnde Brillanzen, die aber nicht zu harsch, oder zu aggressiv werden, es sei denn, man dreht die passive Höhenblende voll auf. Derzeit aber, sind höchstens 20-25% von Nöten, da wir ja auch von neuen Saiten sprechen. Soundclip werde ich im Übrigen schnellstmöglich nachliefern.

    Und sonst:
    Der Service von Adrian ist nahezu unübertroffen. Ich habe den Bass Sonntags bei ihm abgeholt und er hatte wie immer alle Zeit der Welt. Man hat tatsächlich mehr das Gefühl, man ist bei einem Freund, als bei jemandem, der einem gerade einen Bass verkauft hat. Wie immer gab es zu diesem Bass ein sehr hochwertiges Canto-Gigbag mit dazu und da Adrian wohl die Spendierhosen anhatte, hat er noch einen, ebenfalls sehr hochwertigen, schwarzen, breiten, gut gepolsterten Ledergurt mit dazugepackt.
    Und jetzt erwische ich mich dabei, dass ich erstmalig nichts mehr brauche und mir partout nix einfällt, was ich derzeit ersetzen könnte, oder würde. Ich bin rundum zufrieden. was mach ich jetzt? Der Weg ist doch das Ziel, oder?
    Spaß beiseite… Laut Adrians Homepage schlägt dieser wirklich phantastische 5-saiter mit 990,- Euro zu Buche und ich versichere, für ein Instrument dieser Güte muss man üblicherweise deutlich, deutlich tiefer in die Tasche greifen. Europa und die damit verbundene Herstellung bei Mensinger-Guitars in Polen machen es möglich. Ich rate hiermit nochmal in aller Deutlichkeit, bei einem eventuellen Neuerwerb eines hochwertigen Basses mal die Homepage von Adrian www.public-peace.de/ zu besuchen und in die Kaufüberlegung mit einzubeziehen.

    Bilder:
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  2. Bass Boss

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    Erstellt: 12.04.08   #2
    Darf ich fragen wie schwer der Bass ist? Ein 5er mit pfundigem Esche- Korpus kann ja sehr schwer sein.
     
  3. mobis.fr

    mobis.fr Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.08   #3
    das Gewicht würde mich auch interessieren. :)

    das Review liest sich sehr schön. Bin auch schon auf die Soundsamples gespannt, da ich die Passiven auf der offiziellen Seite klanglich etwas dünn finde. Mir persönlich fehlen da die Tiefmitten, die für das "böse" knurren zuständig sind ( wie sie zB hier schön zu hören. Allerdings ist dieser Bass auch aktiv...)
     
  4. AREA

    AREA Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.08   #4
    So. der Bass war auf der Waage...

    Nun ja, ein Leichtgewicht ist er mit 4,9 Kg sicher nicht, aber ich denke, das ist jedem der sich einen solide, aus Esche (nicht Sumpfesche) gebauten 5-Saitigen Jazz Bass kauft von vorne herein klar.

    Jazz Bässe sind eben keine glattgebügleten, ergonomischen Colani Objekte mit einenm Mini-Body, sondern haben eben einen relativ großen Body, (im übrigen genau das was ich will und auch brauche, sonst hätte ich wohl keine 3 davon) Mir kommt das sehr entgegen und ich hatte nicht mit 4,9 Kg gerechnet, da sich der Bass an einem breiten Gurt sehr angenehm trägt und ich mit dem Gewicht gut klar komme.

    Soundclip liefere ich heute Nachmittag nach, denke ich.

    So,

    gerade von der Arbeit zurück und sofort schnell was hingehuddelt... Frau kuckt schon ganz ärgerlich ;)

    Mir ist bewusst das dieser Soundeindruck nicht wirklich repräsentativ ist, denn ich hab wirklich nur ne Low Budget Soundkarte, kein Audio-Interface und hab direkt und unbearbeitet, ohne Preamp in den Micro-Eingang meiner Soundkarte gespielt...

    Ist auch nicht wirklich sauber gespielt, wer Fehler findet, darf sie behalten.

    - Beide PUs
    - Höhenblende ca. 20% offen
    - Saiten unbekannt, da Werksbesaitung

    Soundbeispiel Elwood 5p
     
  5. bassterix

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    Erstellt: 21.04.08   #5
    Wie lange waren in etwa die Lieferzeiten bei deinen Elwoods?
     
  6. AREA

    AREA Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.08   #6
    Hi Bassterix,

    beide Male ca. 4 Wochen. Ich denke, das ist ein erträglicher Rahmen.:)
     
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