[Bass] - Vergleich verschiedener Fender Precision Modelle

von batman69, 13.07.07.

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  1. batman69

    batman69 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.07   #1
    Kurze Vorgeschichte:

    Ich hatte neulich mal ein wenig zu viel Zeit, und da hab ich mir gedacht, fährst mal in ein großes Musikgeschäft und ziehst dir mal ne Auswahl von Precision Bässen rein, da ich mir demnächst einen kaufen möchte.

    zur Auswahl standen:


    FENDER American Vintage 57 Precision Bass Maple Neck 2-Tone Sunburst (ca. 1700€)

    FENDER 50 Precision Bass Maple Neck Black (ca. 660€)

    FENDER MARK HOPPUS Bass Rosewood Neck Surfgreen (ca. 650€)

    FENDER Standard Precision Bass Mexico Rosewood Neck Sunburst (ca. 600€)

    FENDER Highway One Precision Bass Rosewood Neck Flat Black (ca. 750€)


    alles gespielt über einen Gallien Krueger 700 RB II 2x10 Bass Combo und der gleichen EQ Einstellungen.

    Test:

    Angefangen habe ich mit dem USA Modell 57'. Der klingt halt wie ein Preci klingt, knurrig, druckvoll, warm, sehr gut verarbeitet. Diesen habe ich immer als Vergleichsmodel benutzt.

    Danach hab ich mir gedacht, probiere ich mal die Mexiko Version aus (50'). Ich war überrascht, wie gut der Bass verarbeitet war. Man hat kaum einen unterschied zum USA Modell gesehen, alles wunderbar lackiert, auch der Hals. Ich hatte das Gefühl gerade ein richtig teures Instrument in der Hand zu haben.
    Zum Sound muss man sagen, dass der Bass sich nicht vor dem USA P-Bass verstecken brauch. Das Knurren ist genauso da wie der Druck. Er kling ein wenig aggressiver. Allerdings klingt der USA ein wenig differenzierter und schiebt mehr im Tiefenbereich, aber auch nur um Nuancen.

    Als nächstes habe ich den Hoppus Signature Bass ausprobiert. Erster Eindruck, als ich ihn in die Hand genommen hatte: "was für ein Pfund!!!" und dass kann man auf alles an dem Bass beziehen. Der Bass wirkt irgendwie kompakter, obwohl er nicht wirklich kleiner ist als die anderen Modelle. Der Hals ist gar nicht mal soo Preci mäßig, also eher eine Mischung aus P- und J-Bass, wie eben das ganze Instrument.
    Allerdings hat man bei dem Bass schon eher das Gefühl, einen Mexiko Bass in der Hand zu haben, aber nur so lange bis man ihn an den Amp angeschlossen hat.
    Das Ding hat mich ganzschön weggeballert. Der Bass geht super tief runter und knurrt wie sau. Druck ohne Ende. Ein hi-fi Preci...
    Das einzige was mich an diesem Bass stört, ist der fehlende Tonepoti am Bass, aber das ist ja auch nur Geschmacksache...

    Dann habe ich den Standart Mexiko eingestöpselt.
    Die Verarbeitung war jetzt nicht soo dolle. Ich hatte irgendwie das Gefühl nen Ast in der Hand zu halten :) aber der Sound hat mich trotz allem überrascht. Das markante Knurren war da, aber der Output und der Tiefgang waren nicht so gut. Außerdem fand ich den Sound ein wenig undifferenziert. Das Scheppern lag ganz klar daran, dass der Bass nicht eingestellt war, eine Schande wie ich finde...aber das sollte und wird bestimmt in anderen Threads diskutiert.

    Als letztes dachte ich mir, probierste noch mal den Highway One aus, der soweit ich das mitbekommen habe teilweise aus Mexiko Teilen besteht und in USA zusammen geschraubt wird.
    Die Verarbeitung ist wirklich gut, aber der Hals, genauso wie der Korpus sind nicht (klar-)lackiert, d. h. matt lackiert. Hat was...
    Vom Sound her würde ich ihn vergleichen mit dem USA, außer vielleicht ein bisschen weniger brilliganz und nicht ganz so warm, aber das kann auch an den Saiten liegen.

    Mein Fazit

    Mal davon abgesehen, dass es von jeder Serie gute und schlechte Instrumente gibt, und die Bässe teilweise misersabel eingestellt waren, kann man sagen, dass man jeden Preci-Fan mit diesen Instrumenten zufriedenstellen kann. Ich denke mal mit ein wenig EQ Einstellung kann man die Bässe auch aneinander anpassen vom Sound.

    Soundtechnisch war ganz klar der Mark Hoppus Signature Bass die Nummer 1.. Druck, Knurren, Höhen, Tiefen, alles war extrem present und einen ziemlich hohen Output.

    Verarbeitungstechnisch würde ich ganz klar den 50' Precision auf die 1. stellen (wenn man den USA mal ausklammert). Alles super lackiert.

    Mein Verlierer ist der USA Bass :eek: imho ist er viel zu teuer, wenn man mal sieht was die "günstigeren" Modelle alles auf dem Kasten haben.

    Ich hoffe ich konnte euch mal ne kurze Übersicht über die ganzen Modellen verschaffen. Ich habe jetzt mal das Design der Bässe außenvor gelassen, denn die Farbe spielt ja keine Rolle, wenn es um den Sound oder die Verarbeitung geht. Falls ihr euch eines der angesprochenen Modelle kaufen wollt, solltet ihr trotzdem den Bass noch mal anspielen, weil jeder anderes hört, und das ist auch gut so...:great:

    gruß e.
     
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  2. bassick

    bassick HCA Bass HCA

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    Erstellt: 14.07.07   #2
    Ein Review im Fünferpack - toll gemacht, vielen Dank:great:. Ich sehe das übrigens genauso wie du, der Preis/Leistungssieger ist der 50er Mex. Für mich kämen allerdings noch mal ein paar € drauf, um das Blechpickguard gegen ein Tortoise zu ersetzen. Der Mapleneck lässt den Bass eher Preci-untypisch sogar knackige Höhen zu kommen, was ihm gut steht.
     
  3. d'Averc

    d'Averc Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 16.07.07   #3
    das war, da schließe ich mich bassick an, sinnvoll. schade, dass du keinen mike dirnt sig vorgefunden hast (den hatte ich letztes jahr in "meiner testpalette" . dafür keinen hoppus :( ). ein wenig eingehen auf die unterschiedlichen halsshapings wäre noch toll gewesen.
     
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