Bespielbarkeit einer Gitarre, Faktoren

von warwicki, 08.11.08.

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  1. warwicki

    warwicki Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.11.08   #1
    Nabend,
    ich bin echt verzweifelt, erstmal die Vorgeschichte:
    Ich hab ja, wie einige vielleicht wissen, mal ne SG selbst gebaut, ich bin auch eigentlich damit zufrieden, der Sound ist gut, die Saitenlage auch, der einzige Knackpunkt ist, sie lässt sich schwierig bespielen, nach 10min intensivem Spielen tun mir einfach die Finger weh...
    Ich muss fester greifen, fester anschlagen, festern benden, alles schwieriger...hab 10er Saiten drauf...
    Heute war ich bei MP aufer Messe, hab da ein paar Gitarre angespielt, und die meisten Gitarren lassen sich ziemlich leicht spielen, leicht anschlagen und benden, die spielen sich fast von alleine, wie kommt sowas?
    Von welchen Faktoren hängt die Bespielbarkeit einer Gitarre ab? Ich hab echt grad keine Lust mehr auf meine eigentlich schöne SG, die bringt mich zur Verzweiflung, könnt ihr mir helfen?

    MfG
    Andy
     
  2. Red-Guitar

    Red-Guitar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.11.08   #2
    Ich würd sagen, dass bei deiner SG der Hals einfach zu dick ist. Das war das erste an das ich gedacht hab. Hast du nach original Maßen gebaut? Was waren das denn für Gitarren, die du gespielt hast auf der Messe? :)
     
  3. warwicki

    warwicki Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.11.08   #3
    Hi, schonmal danke für die Antwort, hat die Halsdicke echt Auswirkungen auf die Bespielbarkeit in Sachen Anschlag, Bending, Greifen? Mein Hals ist von Mighy Mite, natürlich nicht original, nur die Maße des Griffbretts, Halsdicke: 32mm
    Meinen alltime-favorite Gibson SG Special Faded red, ich glaub die kauf ich sobald ich Geld dafür hab, dann ne Caparison IA, Mattias Eklundh Signature, der Workshop heute mit dem war richtig lustig, richtig cooler Typ ist das...:D Und eine von der ich keine Ahnung hatte, hab auf den Headstock geschaut, aber vergessen, Form so ähnlich wie Hagstrom, die war bei den T-Rex Effekten, falls jemand auch auf der MP Messe war;)
    Früher hatte ich ne Epiphone SG-310 als Leihgabe, die hatte einen recht dünnen Hals, ich glaube 28mm, die Umstellung auf den Selbstbau war schon krass...
    Haben Tuner und Brücken keine Auswirkungen?
    Hat die Bespielbarkeit mit dem Saitenzug zutun, der wiederrum von der Dicke des Halses abhängt?

    MfG
    Andy
     
  4. Ganty

    Ganty Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.11.08   #4
    Der Saitenzug hat doch erstmal mit der Halsdicke nichts zu tun. Auf die Bespielbarkeit haben Halsdicke und Halsprofil aber sehr wohl großen Einfluß.
    Wie sehen denn deine Bünde aus, sind die hochglanzpoliert? Ist die Saitenlage und die Halskrümmung optimal eingestellt? Passen die Saitenabstände?
     
  5. Stoner

    Stoner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.11.08   #5
    Ich kann mir irgendwie nicht so wirklich vorstellen, dass die Halsdicke solch einen krassen Unterschied macht, weil das dann ja nur eine Sache der Haptik ist. So würde früher Ermüdungserscheinungen auftreten...
    Meine Vermutung ist, dass in deiner Saitenlage irgendwo der Wurm drin ist. Versuch doch einfach beim nächsten Saitenwechsel dir beim Einstellen viel Zeit zu lassen und wirklich nach Schema F zu gehen. (-> rockinger)

    An einer längeren Mensur liegt es nicht, ja?
    Mal eine andere Saitenmarke (oder Stärke?) versucht?
    Hals ordentlich abgerichtet?

    Tuner und Brücke... naja nicht wirklich, wenn dann könnte eventuell der Sattel zu hoch sitzen.
    Der ein höherer Saitenzug sorgt für eine "schwierigere" (je nach Geschmack...) Bespielbarkeit, aber ob das mit der Halsdicke zu tun hat, wage ich zu bezweifeln.

    Der letzte Weg wäre der Gang zum Gitarrenbauer.
     
  6. dongle

    dongle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.09.09   #6
    Falls das noch aktuell ist - ich glaub 10er Saiten sind eben einfach schwerer zu benden als 9er... Die von Dir Probegespielten hatten evtl. einfach 9er drauf. Bevor Du Deinen Selbstbau in die Tonne trittst, mach doch einfach mal 9er drauf und schau was passiert...
     
  7. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.09.09   #7
    Der Beschreibung nach würde ich vermuten dass die Saitenlage zu niedrig eingestellt ist, oder du hast sehr hohe Bünde verbaut die Du nicht gewöhnt bist. Auch möglich, der Hals ist ganz gerade eingestellt statt minimal konkav, das macht es für viele auch schwieriger.

    28mm ist übrigens kein dünner Hals, sondern ein sehr dicker. Dünn wären so 20-22 mm. Aber das hat mit der Bespielbarkeit nada zu tun, nur so am Rande als Info.
     
  8. Richie_Stevens

    Richie_Stevens Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.09.09   #8
    Na, sind hier wiedermal ein paar Totengräber bei der Exhumierung? :D
     
  9. toby1000

    toby1000 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.09.09   #9
    1)also meiner ansicht nach, ist es wichtig dass die höhe der bünde untereinander perfekte ist (gibt so ein PLEK verfahren um das zu erreichen). ist dies nicht so musst du schonmal schwerer greeifen um schnarren zu verhindern.

    2) hohe bünde lassen sich generell einfacher greifen und einfacher benden, haben jedoch den nachteil dass man schnell mal ungewollt bendet

    3) ein dicker hals oder schlechtes profil lässt deinen daumen in ner recht unnatürlichen haltung, wo man schneller verkrampft. dafür liefern dickere hälse iA. (so habe gehört) den "besseren" sound.

    4)der korpusübergang zum hals spielt in den hohen lagen ein absolut entscheidendes kriterium. leider haben viele mittelpreisige LPs und Strats noch den klotzübergang was ich echt zum kotzen finde.
     
  10. VVolverine

    VVolverine Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.09.09   #10
    Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen:

    Die Halsdicke beeinflüsst zuersteinmal die Greiffhand und diese ist nunmal sehr individuel. :D Hat man kleinere Hände müssen diese an dickeren Gitarrenhälsen mehr "Arbeiten" (Strecken etc.) als wenn man mit größeren Hände an dem gleichen Gitarrenhals spielen würde. Das Ergebniss wäre eine Überanstrengung der Handmuskulatur, Sehnen etc. nach kurzer Spieldauer. Das ist ja in etwa das was Du beschreibst.

    Grundlegend ist es wohl so, dass eigentlich jede Handgröße sein ganz eigenes Halsprofil bräuchte. Das wäre aber nicht industriell produzierbar, deshalb müssen wir und mit Standards zufrieden geben. Ergo: Entweder die Hand langsam (!) an das Halsprofil gewöhnen oder, wenn alles andere auch nicht hilft, das Profil anpassen.

    Gruß,
    VVolverine
     
  11. Tobi-85

    Tobi-85 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.09.09   #11
    Irgendwie habe ich mich auch gerade gefragt ob es den Threadersteller tatsächlich noch interessiert was er im November letzten Jahres fragte....

    Zumal er das Thema ja scheinbar fallen gelassen hat :rolleyes:
     
  12. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.09.09   #12
    Schön dass ihr dann obendrauf noch etliche Post darüber schreibt dass man hier nicht mehr posten soll... :D
     
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