Beste Gitarre für Bluegrass - Martin D-28?

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banjogit

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Hallo zusammen,

ich spiel schon lange Country, allerdings immer nur elektisch, dazu noch etwas Banjo.
Ich würde nun gerne zusammen mit anderen Musikern etwas mehr in die Bluegrass Richtung gehen, und hab das auch mal ausprobiert - nur bin ich mit meiner Takamine NP 15C klanglich bzw. lautstärkemäßig nicht weit gekommen. Soll nicht heißen die Takamine klänge schlecht, im Gegenteil, mit ihrer massiven Decke hat sie einen super Sound und sie spielt sich auch sehr leicht , aber man kommt damit einfach nicht richtig durch. Dabei habe ich bereits ein recht hartes (1mm) Plektrum und einigermaßen dicke Saiten verwendet.

Bei meiner Recherche bin ich nun auf die Martin D-28 gestoßen. Ist das wirklich das ultimative "Arbeitspferd" für einen flatpickenden Bluegrasser? Gibt es event. noch sinnvollere Alternativen? Wie steht es um die D-18?
Preis und fest verbauter Pickup sind erstmal nachrangig. Mir geht's darum das richtige Instrument für diesen Anwendungsfall zu finden: also Flatpicker in akustischer Umgebung mit Banjo, Mandoline, Geige, event. 2. Gitarristen etc.

Danke im voraus für Eure Tipps
-banjogit
 
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D-28 oder HD-28 sind die üblichen Bluegrass-Instrumente, was nicht heißt, dass es mit einer D-18 nicht ginge. Aber die "bullert" als Mahagoni-Instrument nicht so sehr, ist eher feinsinniger. Auch eine D-35 würde ich nicht sofort verwerfen... Als preisgünstige Alternative ginge sicherlich auch das Sigma-Pendant. Evtl. passt auch eine Guild ins Schema.

Sehr laut sind auch die alten Gurians, aber nur selten und gebraucht erhältlich, außerdem Gallagher, aber die dürfte preislich außen vor sein.

Was wohl auch ginge: Takamine Flatpicker, die 360 in Palisander, evtl. die 340 in Mahagoni. Gibt es aber auch nicht mehr neu.
 
_Malte

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Norman Blake hat immerhin einen Song der D-18 gewidmet... Insofern... Ansonsten ist "das Beste" immer subjektiv.
Was heißt relativ dick? Glaube Tony Rice spielt 013-?
1mm empfinde ich für's Plektrum schon als Untergrenze (wobei es auch auf das Material ankommt).
 
banjogit

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1 mm Plektrenstärke als Untergrenze? :eek: Also auf der E-Gitarre spiel ich 0.88er, da kommen mir die 1mm Teile schon sehr dick vor, und sie werden ja auch als "Heavy"-Stärke verkauft. Oder gibt es für Akustikgitarren bzw. Flatpicking nochmal Spezial-Plektren? Mein derzeitiger Saitensatz ist ein 012 - 053. Im Vergleich zur E-Gitarre natürlich ebenfalls sehr dick.
 
_Malte

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Ich behaupte mal, dass 012-05x auf der Akustikgitarre als Standard gelten könnte.
Ich spiele beim flatpicken Triangel-Plektren zwischen 1 und 3mm und bin da glaube ich nicht alleine.
Den typischen Bluegrass Sound macht denke ich neben der Gitarre auch das harte, nicht zu spitze Plektrum und ein Anschlag ziemlich nah an der Brücke aus.
Manche Spieler nehmen auch Mandolinenplektren.
Wobei hier auch immer die Frage ist ob die Bluegrass Gitarre ganz ursprünglich als Begleitinstrument eingesetzt wird oder auch solistisch tatig ist :)
 
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OldRocker

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Hi,

in Amiland boomen gerade Eastman E-10D und E-20D.....nicht ohne Grund!
Vor allem ist wohl die 10er bei den Bluegrassern beliebt "a true cannon" wie oft gesagt wird...

Auf vielen Aufnahmen bei denen man glaubt eine Martin Dread zu hören spielt eine Guild D40/55 usw-die waren bei den Tonstudio Besitzern recht beliebt zwecks des amtlichen Country/Bluegrass Sounds, den Martins auf Grund von Qualitätsschwankungen auch mal nicht hatten.

Gruss,
Bernie
 
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saitentsauber

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Da du weißt, wie laut ein Banjo ist (bzw sein kann...): Viele sind nicht umsonst auf der Suche nach einem sogenannten Banjo Killer... und finden ihn nicht. Dabei wäre er in ihren Augen die ultimative Bluegrass -Gitarre. :nix:

Soll heißen: es gibt da mehrere Parameter. Auch Bluegrass ist letztlich nur ein Wort, hinter dem unterschiedliche Klangvorstellungen und spielerische Anforderungen stehen können.
 
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_Malte

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Und wenn die Gigs eh mit Tonabnehmer gespielt werden sieht das auch schon wieder anders aus.
Ich finde es faszinierend wie spatanisch unsoft ohne Tonabnehmer Bluegrass Konzerte mikrophoniert werden. Oft zwei oder drei bühnen-raum Mikros die die Band aufnehmen wie sie halt zusammen klingen... Sänger ein Mikrofon und eins zu dem jeweils der aktuelle Solist lauft (oder das Instrument nimmt und so hält, dass ea uberdas Gesangsmikro verstärkt wird).
Wenn man das so mahen will, wie es auch anscheinend immer noch gemacht wird, ist eine im Sinne der Lautheit durchsetzungsfähige Gitarre ein muss um gehorg zu werden.
Wenn aber eh jeder seinen Amp bzw. PA hat und uber Tonabnehmer/ gespielt wird oder einzeln mikrophoniert wird sieht es bei der Gitarrenwahl auch achin wieser anders aus.
 
banjogit

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Danke für Eure Tipps :)

Ich hab mir jetzt mal die Klangbespiele der Gitarren beim großen T durchgehört, bzw. für jede Gitarre ein Browserfenster geöffnet und abwechselnd gehört.
Darunter waren:
Martin D-28, D-18, D-35, HD-28
Guild D-40, D-55
noch eine Taylor und eine Lakewood (weiß nicht mehr genau die Bezeichnungen)
Takamine Glenn Frey Modell

Es kann Einbildung sein, und ja ich weiß man sollte nicht allzu viel auf diese Aufnahmen geben bzw. die Instrumente lieber in echt vergleichen, aber die Aufnahmen der D-28 gefiel mir in der Tat am besten. Für mich klang sie am ausgewogensten und ich bilde mir ein, dass es DER Sound ist, den ich von so manchem Rock- Folk- und vermutlich auch Bluegrassklassiker kenne. Leider hat sie ja keinen Pickup (die D-28E scheint nicht mehr verkauft zu werden). Letztlich hilft wohl alles nichts, und man muss probespielen.

Kann also noch etwas dauern bis eine Entscheidung fällt ;-)
 
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die Aufnahmen der D-28 gefiel mir in der Tat am besten. Für mich klang sie am ausgewogensten und ich bilde mir ein, dass es DER Sound ist, den ich von so manchem Rock- Folk- und vermutlich auch Bluegrassklassiker kenne.

Ja, das ist halt ein typischer Klang. Ob sie ausgewogen ist oder nicht (das wäre meine Meinung:)), spielt da keine Rolle, es ist eben "DER" Klang.

Leider hat sie ja keinen Pickup (die D-28E scheint nicht mehr verkauft zu werden). Letztlich hilft wohl alles nichts, und man muss probespielen.
Kann also noch etwas dauern bis eine Entscheidung fällt ;-)

Ein PU kann problemlos nachgerüstet werden, ein passiver K&K oder ein Klemm-Mikro dran, dann braucht es auch keine besonderen Umbauarbeiten. Falls Du nicht gleich stilgerecht vor EINEM Mikrofon spielen möchtest, wie es @_Malte schon beschrieben hat. Wie gesagt - eine Alternative könnte (!) noch die Sigma sein, falls der Schwerpunkt im verstärkten Spiel liegen sollte*. Wobei ich nicht weiß, wie dicht die neuen Modelle noch an den Martins dran sind, die älteren (nicht die ganz alten aus den 1970ern, sondern die von vor ca. 5 Jahren) passen schon recht gut.

* Weil da die vielleicht noch im akustischen Spiel hörbaren Unterschiede noch mehr unter den Tisch fallen.
 
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Larrivee baut auch noch ganz schöne Dreadnaughts.

Guild kann ich unterstreichen, außerdem wirst du hier unter Umständen gebraucht deutlich günstiger glücklich als bei Martin.

Meine Traum-Dread ist eine Mossman, die sind allerdings nicht allzu leicht zu finden. Falls eine in greifbarer Nähe ist , schlag zu.

Meine ist die lauteste und kräftigste Akustik die ich je in der Hand hatte.

grüße B.B.
 
_Malte

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Und um probespielen kommt man doch eh nicht rum, was bringt einem ein toller Klang wenn einem das Spielgefühl nicht zusagt?
 
banjogit

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Und um probespielen kommt man doch eh nicht rum, was bringt einem ein toller Klang wenn einem das Spielgefühl nicht zusagt?

Auf alle Fälle!
Ich bin von meiner Takamine her schon verwöhnt. Ihr Hals ist recht schlank und lässt sich leicht spielen, meine Hände sind eher klein, bzw. Finger kurz. Ich hatte mal die Lakewood eines Kollegen in der Hand - der Hals war mir viel zu kräftig. Meine Kollege hat eher Handwerker-Pranken, für ihn scheint es zu passen ;-)
Und ich hab keine Ahnung, was Martin für Hälse baut.
 
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Ich bin recht klein mit nicht langen Fingern und komme inzwischen mit schmalen Griffbrettern nicht zurecht. Ein breites griffbrett erleichtert vieles für die rechte hand aus meiner Sicht... und auch das Greifen wird mit mehr Platz fut mich angenehmer.
Die D-28 gibt es bestimmt mit verschiedenen Griffbrettbreiten.
 
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... genau; aktuell ist keine im Programm ... (oder ich habe keine gefunden)

Wobei offenbar die aktuellen 1 3/4" schon eine Verbreiterung gegenüber früheren D28s darstellen, da scheinen 1 11/16" die Regel gewesen zu sein.
 
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Mag sein, dass die Versandhäuser das falsch angeben, aber ich habe D-28 in 43 und 44,5 gefunden.
Die D-28 Authentic wird mir ebenfalls mit 43 angegeben.

Als ich die D18 mal angespielt habe hat mir der Verkäufer auch in Aussicht gestellt eine andere breite bestellen zu konnen, deshalb dachte ich es konnkö so sein :)
 
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Mag sein, dass die Versandhäuser das falsch angeben, aber ich habe D-28 in 43 und 44,5 gefunden.
Die D-28 Authentic wird mir ebenfalls mit 43 angegeben.

Als ich die D18 mal angespielt habe hat mir der Verkäufer auch in Aussicht gestellt eine andere breite bestellen zu konnen, deshalb dachte ich es konnkö so sein :)

Hmm, ich hatte mich jetzt auf die Original-Martin-Webseite verlassen, die die Standardmodelle im Filter nur noch in 1 3/4 anzeigt. Vielleicht haben die Händler die Möglichkeit, hier noch zu intervenieren. In den Versandhäusern könnten noch die alten Daten stehen oder aber noch alte Modelle vorrätig sein. Sonderversionen (Authentic, Tribute-Modelle) werden immer noch in der alten Griffbrettweite angegeben, aber das sind eben auch - wie der Name schon sagt - historische Reminiszenzen.

(Es kann natürlich sein, dass die Händler noch einen direkten Draht über den Katalog hinaus haben. Im Custom-Shop ist halt alles möglich.)
 
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Auf der Musikmesse - nun ja... - habe ich mal ein paar Gitarren des leider verstorbenen Heiner Dreizehnter angespielt, von denen die meisten einen Hals aus Rio-Palisander hatten. Die Teile hatten unheimlich viel Power und kämen vermutlich beim Banjokiller-Contest auf die Shortlist (mir persönlich waren sie - mit allen Vorbehalten wg. Musikmesse - zu brachial).

Was zwar Power haben kann, aber nicht brachial ist, sondern auch von einem J.Renbourn erfolgreich mit den Fingern bearbeitet wurde, ist die Guild D-55. Ich erwähne das, weil das mir gut bekannte Exemplar ein Kumpels auch einen eher schmalen Hals hat, der aber auf Grund irgendeiner Zauberei sehr breit wirkt. M.a.W. ist sie ein perfektes Beispiel dafür, dass die Halsbreite nicht das einzig relevante Merkmal ist...
 

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