Beyerdynamic M160 (Hyperniere) und ORTF

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Michael Scratch

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Ich möchte kommende Woche ein Drumset mit Vintage-Charakter aufnehmen.

An der Snare habe ich ein WA19* und ein SM57 stehen.

Nun überlege ich, ob ich als Overheads zwei M160* in ORTF stellen soll. Aber die M160 sind bekanntermaßen Hypernieren. Was meint Ihr: Würde das trotzdem funktionieren?

@mix4munich Kannst Du mir da was dazu sagen?
 
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ich hab meine mal mit einem Freund ausprobiert als Drum OH (wobei eher als Hauptmikrofonierung mit Stützen an Bassdrum und Snare), auch ein M/S Anordnung mit einem M130 zusammen. Aber da hat es mir nicht so wirklich gefallen. Ich kann mich nicht mehr genau dran erinnern, aber irgendwie waren die nicht soo prickelnd.
Gut, wir hatten da auch zwei Royer im Test. Die sind da schon eine ganz andere Geschichte.

Aber ich würde mal sagen, wenn die Zeit gewisse Experimente zulässt dann würde ich das tun. Zur Not halt noch eine alternative, bewährte Lösung aufstellen und gut ists.
Wobei Drums im Vintage Character heißt doch alles mal Mono, oder? Also maximal eines oben drüber und eines vor die Bassdrum, wenn überhaupt. :biggrinB:
 
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  • #3
Wobei Drums im Vintage Character heißt doch alles mal Mono, oder? Also maximal eines oben drüber und eines vor die Bassdrum, wenn überhaupt. :biggrinB:
Da sprichst Du ein wahres Wort. Hatte ich auch schon überlegt, aber ich bin Gedanklich eher in den 70ern als in den 60ern, also eher Fleetwood Mac (nur rauher, nicht so poliert) als Beatles - deshalb dann doch Stereo.

Könnte mir natürlich leihweise für wenig Aufpreis zwei Coles 4038 holen. Aber da es kein hochoptimierter Studioraum ist, bin ich da am Zweifeln.

Eben gefunden:


View: https://www.youtube.com/watch?v=eF79EF1a4Cc
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Zur Not halt noch eine alternative, bewährte Lösung aufstellen und gut ists.
Naja, meine Austrian Audio CC8 habe ich natürlich auf jeden Fall im Gepäck.

ich hab meine mal mit einem Freund ausprobiert als Drum OH (wobei eher als Hauptmikrofonierung mit Stützen an Bassdrum und Snare), auch ein M/S Anordnung mit einem M130 zusammen.

Hattest Du ORTF ausprobiert? Mit welchem Öffnungswinkel?

Ich würde wahrscheinlich eher gegen 120 - 130 Grad als 110 tendieren wegen der Hypernieren.

Stützen habe ich natürlich sowohl an Kick als auch an Snare, Toms und Hihat.
 
Zuletzt bearbeitet:

vielleicht hilft dir ja der Artikel auch etwas weiter: https://www.recordingmag.com/resources/recording-info/mics-miking/recording-drums-then-and-now/

Besagter Freund arbeitet übrigens normalerweise mit der Glynn Johns Technik, die er mit zwei Bändchen einsetzt und einem D19 (original, nicht der Nachbau) an der Snare und einem relativ günstigen aber gepimpten Röhren-Großmembran Mikro an der Bassdrum (wenn es nicht das SCT-2000 ist, kann ich aber nicht genau sagen).
Das ganze geht über ein WSW Mischpult aus den 60ern in ein RME Interface.
Toms und Hihat nimmt er gar nicht ab.

Hattest Du ORTF ausprobiert? Mit welchem Öffnungswinkel?
nein haben wir nicht, X/Y und Glynn Jones.
 
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  • #6
Super, die Seite habe ich neulich gesucht, aber nicht mehr gefunden.

Verstehe ich intuitiv nicht: Warum habe ich mit einem größerem Öffnungswinkel einen kleineren Aufnahmebereich?

.... Moment ... :facepalm1: Ich habe da einen Denkfehler!

Bei Hypernieren, müsste der Winkel also eher kleiner werden als 110 Grad.
 
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Ich mache ORTF mit 2 Behringer* C2 Kondensatormikros über dem Drumset seit einigen Monaten (und Behringer* BA19A in der Kickdrum) mit Standard-Winkeleinstellung und bin sehr zufrieden damit (für mich subjektiv gute/ausreichende Stereobreite). Allerdings glaube ich, muss man das nicht wahnsinnig päpstlich sehen, sondern kann/sollte da ruhig etwas "tüfteln" mit Winkel und Höhe und Achse über dem Drumset. Einfach ein paar Probeaufnahmen mit gröberen Winkeln machen und anhören, was sich wie verändert, bis es einem passt... LG, Frank
 
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Ich finde ja, nicht jede Stereoaufnahme passt zum Sound/Charakter eines Tracks. Ich habe mit der Glyn Johns Methode mit zwei dynamischen Nieren gute Erfahrungen, wobei beide Kanäle mehr zur Stereomitte hin gepannt werden. Die Stereobreite lässt sich schön einstellen. Kann mir nicht vorstellen, warum das mit den M160 nicht funktionieren sollte. Ist aber sicher auch vom Raum(-anteil) abhängig.
 
  • Ersteller
  • #10
Nach ein wenig hin- und her-überlegen bin ich zu dem Schluss gekommen, es diesmal tatsächlich mit der Glyn-Johns-Methode zu versuchen (plus Stützmikros an Kick und Snare, um im Mix flexibler zu sein), aber dann nicht mit den M160.
 
  • #11
Würde das trotzdem funktionieren?
Nicht wirklich. Das ORTF basiert ja auch dem Zusammenwirken von Phasen- und Pegeldifferenzen die bei den HN völlig anders sind. Das Unschöne ist nicht nur der verzerrte Bereich vorne, sondern auch noch die leichte Rückwirkung. Wenn das gemacht wird muss man das enger stellen, in Richtung EBS, also 90° und auch hinten abschirmen, mit einem Absorber.

hier habe ich mal mit dem EBS Verfahren (Eberhard Sengpiel) einen Versuch
Kommt alles auf den Winkel der Szene an, mit der man aufnehmen will. Auch das EBS setzt ja Nieren voraus und muss infolge der Winkelabdeckung tendenziell etwas näher heran. Damit wird es noch schwieriger, die Szene homogen mit Hypernieren abzudecken, zumal die auch eine unangenehme Höhenpräsenz mitbringen.
 
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