Blackstar HT 112 OC MkII: Einschlagmutter defekt

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Moin,

ich habe mich vor kurzem über eine günstige Blackstar HT 112 OC MkII gefreut. Der Lautsprecher darin ist jetzt nicht der große Wurf, aber ich habe sie eh geholt um immer mal flott zwischen Lautsprechern wechseln zu können. Das geht doch flotter als bei meinen 2x12 mit geschlossener Rückwand.

Heute habe ich einen Celestion G12M Greenback aus China installiert, der mir wirklich gut in der Box gefällt. Leider wollte die eine Einschlagmutter nicht anziehen. Und dann nahm das Elend seinen Lauf:

1000043591.jpg


Die Zinken sind alle verbogen. Hab also alle wieder zurecht gebogen und mit dem Gummihammer die Einschlagmutter wieder in das Holz getrieben. Angezogen, gleiches Spiel, gleiches Ergebnis.

Also Schriftzug ab und Bespannung auf der Ecke. Der Blackstar-Schriftzug wurde geklebt an den Stiften und nach vorsichtiger Bearbeitung mit einem Spachtel sind die Stifte abgebrochen. Die also noch rausgehauen mit einem passenden Torx-Bit.
Bespannung und Pining gelöst (was sind das viele Klammern!) Und dann das:

1000043665.jpg


Völlig ausgefranst! Ich habe jetzt versucht mit Holzleim etwas Festigkeit zu erlangen. Die Einschlagmutter von Blackstar finden da auch so keinen Halt mehr. Also geht es Montag zum Baumarkt für eine neue Einschlagmutter mit ordentlichen Zinken.

Wenn das auch nicht klappt, habe ich folgenden Plan: ich werde gleich vier neue Einschlagmuttern mitnehmen vom Baumart und alle Halterungen versetzt neu setzen.
Sollte die Presspan-Front dafür auch zu weich sein (wobei die anderen drei Einschlagmuttern ja halten), werde ich eine neue Frontplatte fertigen. Eine Siebdruckplatte habe ich noch, die ich mit dann zurecht sägen werde.

Hat jemand noch eine andere Idee?

Das hat mal meinen "Samstag-Übungsnachmittag" gekillt.
 
Das Hauptproblem ist nicht die Einschlagmutter sondern die frontplatte aus Spanplatte. Ja, die Einschlagmuttern alle neu setzen, kann erst einmal eine Lösung sein, ne Frontplatte aus multiplex ist sicher die bessere Variante, wenn auch etwas mehr Aufwand.
 
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Ich berichte, wie es mir der neuen Einschlagmutter wird.
Du wirst aber recht haben. Allerdings habe ich noch nie eine Bespannung neu gemacht, erst recht kein Pining. Und ob mein E-Tacker Multiplex schafft weiß ich nicht. Das wäre dann wieder eine Tagesaufgabe. :good_evil:

Ich will dich eigentlich nur Gitarre spielen.
 
Übrigens, die Zinken müssen gebogen sein um sich besser ins Holz zu krallen. Wenn sie gerade sind, ziehen sie sich (beim festziehen) gleich wieder aus dem Holz.
Und ja, bei Pressspan ist es mit der Haltbarkeit schnell vorbei, wenn es einmal ausgebrochen ist.
Abhilfe: größer aufbohren und neues Stück Holz ein leimen.
Aber Deine Idee mit dem versetzen ist natürlich auch eine gute Idee aber, genauso wie einen neue Platte, aufwendig.

Gruß
 
Auch wenn die Dinger "Einschlag"-Muttern heißen, habe ich bessere Erfahrungen damit gemacht, sie mit einer passenden Schraube und Unterlegscheibe ins Holz zu ziehen. So verkanten sie nicht so leicht und gehen sauber und gerade ins Holz.
Eine Alternative wären noch Holzeinschraubmuttern (Rampa-Muffen), aber auch die muss man gerade ins Holz bekommen.
Übrigens, die Zinken müssen gebogen sein um sich besser ins Holz zu krallen. Wenn sie gerade sind, ziehen sie sich (beim festziehen) gleich wieder aus dem Holz.
Um die Muttern beim Festziehen aus dem Holz zu ziehen, müsste die Mutter sich auf derselben Seite befinden, wie das Chassis. Gibt es solche (Fehl-)Konstruktionen tatsächlich?
 
Das mit dem Gummihammer war auch eher eine Notlösung. Eigentlich setze ich die auch an und ziehe sie dann ins Holz. Hab das schon ein paar mal erfolgreich so gemacht. Nur sind die Zinken bei den Einschlagmuttern sehr dünn und ich hoffte die so gleich tiefer reintreiben zu können.

Die Idee der neuen Frontplatte ist charmant, verändert aber auch den Klang. Die Spanplatte hat 1,6cm, die vorhandene Multiplex hat 0,9cm Dicke. Die Multiplex wird sicherlich straffer sein. Allerdings mit 0,9cm eher mitschwingen, als wenn ich 1,6cm Multiplex nehme.

Ich überlege beides mal ausprobieren, mir die Multiplex zurecht zu sägen und genug Einschlagmuttern zu organisieren. Letztendlich will ich ja öfter mal den Lautsprecher wechseln. Dann sollte das auch auf Dauer halten.
Der Tacker packt auch das Multiplex.

Die Rampa-Muffen sind eine super Idee! Das könnte auch klappen.

@gesch es gibt da vermutlich verschiedene Ansätze bezüglich der Einschlagmuttern. Die meisten haben aber gerade Zinken, die auch anständig funktionieren. Ich habe ja schon oft Lautsprecher gewechselt. Und ich ubterstelle, dass in der Regel der Industriestandard genommen wird.
 
Ich habe mir vorhin überlegt doch flott etwas zurecht zu sägen. Leider bin ich mit der Stichsäge nicht sehr geschickt, was man deutlich sieht.Hab noch vier M5 Muttern gefunden, Unterlegscheiben dazu und etwas getüftelt. Leider habe ich vergessen, dass die Multiplex-Front deutlich dünner ist und habe eine der Ursprünlichen Schrauben gleich direkt durch gejagt.

1000043897.jpg


Sieht übel aus, klingt aber gut. Ich finde sogar etwas besser, weil straffer. Die Bässe sind mit geschlossener Rückwand gut definiert, wenn es mal lauter werden sollte. Aber erst einmal eine Nacht drüber schlafen.
 

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