Blindtest: Gibson Les Paul vs Variax Les Paul

Wo ist die Gibson?


  • Umfrageteilnehmer
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Pardon, war nicht böse gemeint. [...] Gräm, Asche auf mein greises Haupt.

:prost: hab ich auch gar nicht untergriffig empfunden. Ich dachte eher, Du bist mehr auf der jazzigen Schiene unterwegs, die Kollegen spielen zumeist sehr trocken. Aber das Angebot mit der Asche nehm ich gern an!

Ich meinte eher so Metal-Chugga-Chugga-Palm-Mutes.

Ist das sowas wie Hula-Hula? :rofl: Ne sorry, da kann ich nichts zu sagen. Ich hab die Variax jetzt leider auch schon retourniert.

Wann gibt's denn die Auflösung?

Steht oben klein dabei: Diese Umfrage endet am 23.02.15 um 01:20 Uhr. Ist noch ein Stück aus. Ich hoffe durch die längere Laufzeit mehr Teilnehmer zu erreichen.

Naja, ob das nun eine so tolle Modelling-Leistung ist? Ich weiß nicht.

Ich könnte alternativ die Erklärung in die Runde werfen, dass Unterschiede möglicherweise generell viel kleiner ausfallen, als sich das die meisten Gitarristen einbilden? :whistle:

Wenn man nicht mal mehr den Stratsound oder die Mittelstellung der LP zuordnen kann, spricht das entweder dafür, dass bei der Variax alles gleich klingt (was ich nicht glaube) oder, dass der Sound hier nur sehr unwesentlich durch die Gitarre geprägt wird.
Bei dem Sound bräuchte man dann keine Variax, sondern eine x-beliebige Gitarre.

Die Variax klingt für meine Begriffe sehr stratig. Sie hat einen sehr brauchbaren Strat-Eigenklang. Ich hab einen Freund, der ist eingefleischter Fender Strat Fan ... der war schwer begeistert vom Strat-Eigensound der Variax und hätt sie gern behalten.

An der Stelle will ich aber auch erwähnen, dass Dave Gilmour das Solo bei Another Brick In The Wall Part II mit einer Gibson Les Paul mit P90ern eingespielt hat. Und die Goldtop auch während der 80er Tour verwendet hat. Der Großteil seiner Fans ist jedoch felsenfest davon überzeugt, dass dieses Solo DER typische Strat-Sound von ihm ist. (Hier zum Überzeugen: Pink Floyd Another Brick Wall Earls Court 1980)

Mich würde noch interessieren, wie Du die Gitarren aufgenommen hast und mit welchem Equipment.

Mit dem Toneport UX1 von Line6 mit einer Marshall JCM800 Emulation, aufgenommen mit Cubase. Sehr gute Sound für kleines Geld, optimal für Homerecording am PC nach meinem Geschmack.
 
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Die Variax klingt für meine Begriffe sehr stratig. Sie hat einen sehr brauchbaren Strat-Eigenklang. Ich hab einen Freund, der ist eingefleischter Fender Strat Fan ... der war schwer begeistert vom Strat-Eigensound der Variax und hätt sie gern behalten.

An der Stelle will ich aber auch erwähnen, dass Dave Gilmour das Solo bei Another Brick In The Wall Part II mit einer Gibson Les Paul mit P90ern eingespielt hat. Und die Goldtop auch während der 80er Tour verwendet hat. Der Großteil seiner Fans ist jedoch felsenfest davon überzeugt, dass dieses Solo DER typische Strat-Sound von ihm ist. (Hier zum Überzeugen: Pink Floyd Another Brick Wall Earls Court 1980)
Interessant, das wusste ich auch nicht. Ich dachte bisher auch, dass das eine Strat ist, allerdings ohne dass ich mir da große Gedanken drüber gemacht habe. Als seinen typischen Strat-Sound würde ich das aber nicht bezeichen. Ich finde, dass Gilmour allgemein nicht typisch nach Strat klingt. Bei ihm wird der Sound nicht so sehr durch die Gitarre geprägt wie bei anderen (z.B. Rory Gallagher oder Stevie Ray Vaughn, zumindest die Sachen, die ich kenne), Gilmour klingt mit jeder Gitarre nach Gilmour.
Nichtsdestotrotz finde ich, dass dein Soundbeispiel eher als Argument für "Es ist nicht so wichtig, welche Gitarre man benutzt" als für "Die Variax kann eine LP ersetzen" brauchbar ist.
 
Mein Problem mit der JTV ist die Hardware - sie ist einer Gitarre für diesen Preis nicht angemessen und spielt sich wie eine Billig-Gitarre. Allerdings könnte das inzwischen bereits obsolet sein - hat schon mal jemand die neue Variax auf Yamaha-Basis gespielt?
 
Ich finde, dass Gilmour allgemein nicht typisch nach Strat klingt. (...), Gilmour klingt mit jeder Gitarre nach Gilmour.

Gilmour selbst sagt da: “I could walk into any music store, and with a guitar and a couple of effects, I would sound like me.” Das stützt Deine These, dass Gilmour immer nach Gilmour klingt.

Klingt Gilmour nach Strat? Gilmour ist als Soundtüftler bekannt. Es wird also auch seine Gründe haben, warum er zur Bildung seines Sounds primär eine Strat verwendet. In vielen Meinungen ist er einer der “most famous Strat player”.

Ich bezweifle, dass jemand der das Equipment von Gilour nachkauft aber seine Techniken nicht kennt und verinnerlicht hat, nach Gilmour klingt.

Für mich klingt Gilmour in (sehr interessanten) Nuancen unterschiedlich, je nachdem ob er seine Black-Strat, seine Red-Strat oder die Strat No0001 spielt. Ich persönlich stimme dem nicht zu, dass die Strat keinen Einfluss auf seinen Sound hat.

Nichtsdestotrotz finde ich, dass dein Soundbeispiel eher als Argument für "Es ist nicht so wichtig, welche Gitarre man benutzt" als für "Die Variax kann eine LP ersetzen" brauchbar ist.

Ich kommentier das noch nicht, weil ich das Ergebnis vorweg nehmen würde.

Zur Reflexion Deiner Aussage lies Dir nach der Auflösung die Statements nochmals durch - insbesondere von jenen die meinen, die Strat eindeutig herauszuhören. Und dann vergleichst Du diesen Blickwinkel mit dem Ergebnis, wie gut die Gibson LP von den Variax LP Modellen heraushörbar ist.

Mein Problem mit der JTV ist die Hardware - sie ist einer Gitarre für diesen Preis nicht angemessen und spielt sich wie eine Billig-Gitarre. Allerdings könnte das inzwischen bereits obsolet sein - hat schon mal jemand die neue Variax auf Yamaha-Basis gespielt?

Das Thema wurde an verschiedenen anderen Stellen schon sehr ausgiebig diskutiert, beispielsweise hier Line 6 Variax als "Wandergitarre".

Hier interessiert mich, wer seine Meinung aufgrund eigener Fähigkeiten bildet und wer sie durch ein Markenimage bildet. Wo meinst Du ist die Markengitarre und wo die Billiggitarre zu hören?
 
Für mich klingt Gilmour in (sehr interessanten) Nuancen unterschiedlich, je nachdem ob er seine Black-Strat, seine Red-Strat oder die Strat No0001 spielt. Ich persönlich stimme dem nicht zu, dass die Strat keinen Einfluss auf seinen Sound hat.
Dass die Strat keinen Einfluss auf seinen Sound hat, wollte ich damit nicht sagen (und habe ich glaube ich auch nicht). Ich halte den Einfluss nur als geringer, als bei anderen Vertretern, die ich genannt habe.

Ich kommentier das noch nicht, weil ich das Ergebnis vorweg nehmen würde.

Zur Reflexion Deiner Aussage lies Dir nach der Auflösung die Statements nochmals durch - insbesondere von jenen die meinen, die Strat eindeutig herauszuhören. Und dann vergleichst Du diesen Blickwinkel mit dem Ergebnis, wie gut die Gibson LP von den Variax LP Modellen heraushörbar ist.
Okay, das werde ich tun. Das klingt für mich, als hätten viele die Strat korrekt erkannt, die echte Gibson aber nicht; ich bin gespannt :D
Ich finde solche Blindtests eigentlich ganz gut und auch echt interessant. Vielleicht werde ich so etwas auch machen, wenn ich die Roland G-5 Strat zum Test bekomme.

Wo meinst Du ist die Markengitarre und wo die Billiggitarre zu hören?
haiiiner ging es alleine um Hardware und Haptik und nicht um den Sound, oder?
 
Okay, das werde ich tun. Das klingt für mich, als hätten viele die Strat korrekt erkannt, die echte Gibson aber nicht; ich bin gespannt :D

Nachdem Du die Antwort noch nicht kennst ist es gestattet, dass Du interpretierst. ;)

Rein logisch schließen sich aber zwei Aussagen aus, die an einem bestimmten Platz der Reihenfolge einerseits die Strat andererseits die Gibson vermuten.

Interpretationstechnisch wäre dieser Platz prädestiniert dafür, hier eine signifikante Unterscheidung zum Rest und den anderen Positionen zu vermuten. Jetzt ist die Frage, wie gut das Gehör geübt ist, diese vermeintlich signifikante Abweichung der Charakteristik eines bestimmten Instruments (Strat vs Les Paul) oder eines bestimmten Soundveränderungsverfahrens (Modelling vs Echt-Instrument) zuzuordnen.

Das ist es doch im Kern, was Dich mit dieser These interessiert: "Es ist nicht so wichtig, welche Gitarre man benutzt" vs. "Die Variax kann eine LP ersetzen"

Ich finde solche Blindtests eigentlich ganz gut und auch echt interessant. Vielleicht werde ich so etwas auch machen, wenn ich die Roland G-5 Strat zum Test bekomme.

:great:

haiiiner ging es alleine um Hardware und Haptik und nicht um den Sound, oder?

Und hier geht es um den Sound, oder? :prost: Die Wortwahl hab ich lediglich übernommen. Die ist nicht von mir. :whistle:
 
Ja, mir ging es alleine um Haptik und Bespielbarkeit - insofern Thema verfehlt. Außer vielleicht, dass eine mangelhafte Bespielbarkeit auch in schlechteren Sound mündet..

Sound und Technik faszinieren mich, deshalb hoffe ich ja, dass die Pacifica Variax besser ist!
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist es doch im Kern, was Dich mit dieser These interessiert: "Es ist nicht so wichtig, welche Gitarre man benutzt" vs. "Die Variax kann eine LP ersetzen"
Das Ergebnis dieses Tests kenne ich für mich bereits. Für mich klingen die ganzen Beiträge so ähnlich, dass man nur im direkten Vergleich kleine Unterschiede hört. Von daher wäre es mir bei diesem Beispiel völlig egal, ob das mit einer Variax mit Strat Sound, LP Sound (Hals PU) oder LP Sound (Zwischenposition) oder einer echten Gibson LP aufgenommen wurde.

Vielleicht hören da andere Leute größere Unterschiede und sind anderer Meinung.
Ich möchte noch anmerken, dass ich mit Les Pauls allgemein nicht so viel Erfahrung habe und mir auch clean nicht zutrauen würde, eine 55er, 58er und 61er LP zuzuorden, sei es Modelling oder nicht.
Meine Vermutung ist, dass sich der Variax Strat-Sound mehr von den Modelling LPs und der echten LP unterscheidet, als die drei untereinander. Ebenso die andere Pickup-Stellung. Soviel traue ich dem Modelling zu :)
 
Ja, mir ging es alleine um Haptik und Bespielbarkeit - insofern Thema verfehlt.


Das ist natürlich ein gravierender Regelverstoß. Bleibt zu hoffen, dass Du nicht vom Board ausgesperrt wirst. ;)

Sound und Technik faszinieren mich, deshalb hoffe ich ja, dass die Pacifica Variax besser ist!

Ich fand die Verarbeitung der Variax akzeptabel und die Bespielbarkeit sehr gut.

Was mich persönlich am Konzept total stört ist, dass die Soundveränderungen an der Gitarre selbst zu regeln sind. Viel besser fände ich es, wenn die Effekte, die Amp-Simulationen und die Gitarre-Simulationen alle in einem All-Inclusiv-Paket per Fuß zu regeln und schalten wären. Es ist für mich einfacher, nur eine Fußleiste im Blick zu haben als parallel auch noch die vielen Einstellungen an der Gitarre mitzuberücksichtigen. Außerdem ist das Akku-Wechseln für mich mühsam. Wenn der Tone mitten im Spielen plötzlich "bröselig" wird ist das übel und ich hab keinen Kopf permanent eine Akku-Laufzeit mitzudenken.

Mit Yamaha hab ich viele gute Erfahrungen, insofern sehe ich die Kooperation von Line6 mit Yamaha positiv.
 
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M.E. wäre es überhaupt besser, so viel wie möglich Elektronik aus der Gitarre auszulagern, damit Reparaturen möglich / erschwinglich werden - denn eine Gitarre hält normalerweise länger als ein Mikroprozessor.
 
Auflösung

Die Gibson Les Paul Studio ist im Soundfile an 1. Stelle zu hören.

Die richtige Reihenfolge im Überblick
[1]: E - [2]: C - [3]: D - [4]: B - [5]: A

Die richtige Reihenfolge der 5 zu hörenden Modelle
E) Gibson 2012 Les Paul Studio - PU: Neck Gibson 490R
C) Variax 58 Les Paul Standard - PU: Neck
D) Variax 61 Les Paul Custom - PU: Bridge + Middle Kombination
B) Variax 55 Les Paul Special - PU: Neck P90
A) Variax JTV 69 Stratocaster - PU: Neck

[URL]https://soundcloud.com/relact/gibson-les-paul-vs-variax-les-paul-soundreview[/URL]

Abstimmungsergebnis
[1]: 2 Stimmen (10,0%) - Gibson 2012 Les Paul Studio - PU: Neck Gibson 490R
[2]: 7 Stimmen (35,0%) - Variax 58 Les Paul Standard - PU: Neck
[3]: 1 Stimmen (05,0%) - Variax 61 Les Paul Custom - PU: Bridge + Middle Kombination
[4]: 3 Stimmen (15,0%) - Variax 55 Les Paul Special - PU: Neck P90
[5]: 7 Stimmen (35,0%) - Variax JTV 69 Stratocaster - PU: Neck

Besonderheiten der Modelle
Bevor ich den bunten Reigen zum Interpretieren der Ergebnisse eröffne, möchte ich hier noch auf ein paar Besonderheiten der Modellen hinweisen, die vielleicht den einen nicht so deutlich bewusst waren, aber anderen beim Hören von Nuancen ev. hilfreich waren:

- Die 1961er Gibson Les Paul Custom hatte drei (!) PAF Tonabnehmer. Im Soundsample ist die Steg+Mitte Kombination zu hören. Damit könnte dieses Soundsample anhand der Klangcharakteristik vom Steg im Vergleich zu den Hals Positionen der anderen Les Paul Samples ausgemacht werden.

- Die 1955er Gibson Les Paul Special war als Mittelklasse-Instrument zwischen der Junior und der Standard konzipiert und ihr Klang machte sie zum Favoriten der Reggae-Legende Bob Marley. Die Special hatte zwei P90er Tonabnehmer und nicht die heute als klassisch gesehene 490R + 498T Humbucker-Kombination. Die P90er hatten wir hier im Thread auch in Zusammenhang mit David Gilmour und seiner Les Paul Goldtop in »Another Brick In The Wall - Part II« diskutiert und wären ein weiterer Aufhänger unter dem man die Klangcharakteristik zu unterscheiden versuchen könnte.

- Die im Soundsample verwendete 2012er Gibson Les Paul Studio hat ein Fretboard aus Granadillo und nicht wie zumeist üblich aus Ebenholz oder Palisander. Wie in meinem Review geschrieben bin ich der Meinung, dass Granadillo einen höhrbaren Einfluss auf die Klangcharakteriskik hat und die 2012er mit ihrem klaren und perkussiven Tone mit ausgeprägten Höhen und Hochmitten im Vergleich zu den meisten Les Pauls definierter und weniger muffig klingt.

- Die Standard Serie wurde 1976 eingeführt und die Les Paul Standard entspricht heute weitgehend dem Modell des Jahres 1958. Manche meinen, die 1958er steht für »den typischen Les Paul Sound«. Andere bestreiten, dass es »den typischen Les Paul Tone« gibt. Sofern man so etwas wie den typischen Referenz-Sound für möglich oder zulässig hält, wäre der Klang der 1958er Gibson Les Paul Standard sozusagen der am besten gelernte Sound. Im Soundsample wäre »der typische Les Paul Sound« als Referenz ein weiterer Aufhänger unter dem man die Klangcharakteristik zu unterscheiden versuchen könnte.

»Meine« Interpretation des Ergebnisses
1) Auffällig finde ich, dass die Variax 61 Les Paul Custom [3] mit der PU Bridge + Middle Kombination sich offensichtlich unterscheiden lässt, da hier kaum jemand - nur ein Teilnehmer - (5%) die Gibson (mit Neck PU) vermutet hat. Ich interpretiere dieses Ergebnis so, dass die Soundcharakteristik der PU-Stellung erkennbar ist und von Line6 gut erkennbar gemodelt ist.

2) Weiters fällt auf, dass die Strat [5] mit 7 Stimmen (35,0%) sich offensichtlich deutlich von den anderen Sounds unterscheidet, jedoch die Zuordnung Strat vs Les Paul falsch erfolgt ist. Ich interpretiere dieses Ergebnis so, dass das fünfte Soundsample signifikant als abweichend zu erkennen ist, aber der Unterschied von ungeübteren Ohren nicht zugeordnet werden kann. Das stützt diejenige These die meint »es sei egal«, welche Gitarre man verwendet. Für das Publikum wäre unter diesem Gesichtspunkt der Aufwand des Gitarre-Wechselns unnötig.

3) Lässt man sich auf die Interpretationsweise ein, dass die Variax 61 Les Paul Custom [3] mit der PU Bridge + Middle Kombination und die Strat [5] sich signifikant unterscheiden und von einem Teil der Teilnehmer darum richtig ausgesondert wurden, bleiben die drei PU-Neckt-Varianten der Les Paul übrig, um zwischen diesen drei Alternativen die echte Gibson herauszufiltern. Unter diesem Gesichtspunkt bleiben die drei Varianten:

2 Stimmen (10,0%) - Gibson 2012 Les Paul Studio - PU: Neck (Gibson 490R)
7 Stimmen (35,0%) - Variax 58 Les Paul Standard - PU: Neck (Line6 490R)
3 Stimmen (15,0%) - Variax 55 Les Paul Special - PU: Neck (Line6 P90)

Ich interpretiere dieses Ergebnis so, dass die Klangcharakteristik der 58er Les Paul Standard [2] bei den Les Paul Hörern am besten gelernt ist und Line6 die 58er LP sehr gut gemodelt hat. So gut, dass sie gegenüber der Gibson Les Paul Studio [1] und der gemodelten 55 Les Paul Special mit P90ern [4] am authentischsten wirkt und sich am ehesten nach Gibson anhört. Damit bekenne ich mich zu der These, dass es »den typischen Les Paul Sound« gibt, dieser »unbewusst« von Les Paul Spielern und Fans gelernt wird und mit 7 Stimmen (35,0%) hier im Blindtest assoziiert wurde. Nur war der nicht von Gibson, sondern von Line6 - und zwar gemodelt.

Danke an Eure Wortmeldungen, die beim Interpretieren des Ergebnisses sehr aufschlussreich sind!

Persönliche Anmerkungen und Interpretationen Eurer Abstimmung und Beiträge
@Ico, @Beach
-> Herzliche Gratulation an Euch beide! Blindtest richtig gelöst.

@epiphonrudi, @schnirk, @JackKing, @EnglAddict, @muhbrother, @MKRocker, @Klapperstorch
-> Herzliche Gratulation, ihr habt den meiner Meinung nach »typischen« Les Paul Charakter herausgehört, die 1958er Les Paul Standard, jedoch nicht von Gibson, sondern von Line6 gemodelt.

@THBURn: »1) C - 2) B - 3) D - 4) E - 5) A«
-> Bei Dir finde ich bemerkenswert, dass Du sowohl die Strat [5] als auch die gemodelte Gibson mit der abweichenden PU-Belegung (Bridge + Middle) [3] heraushören und auch richtig zuordnen konntest. Lediglich die drei LP Varianten, jeweils mit Neck PU, hast Du vertauscht.

@Theo Retisch: »Ich bin mir lediglich relativ sicher, dass der 5. Teil mit der "Strat" aufgenommen wurde.«
-> Das finde ich bemerkenswert, dass Du die Strat [5] herausgehört hast, insbesondere rund ein Drittel hier die Gibson vermutet haben. Aufgrund Deiner weiteren Wortmeldung interpretiere ich, dass Du mit einer Strat deutlich mehr als mit unterschiedlichen Les Paul Modellen anfangen kannst und darum auch besser in der Lage bist, die Soundcharakteristik der Strat heraus zu hören als die Unterschiede der Les Paul Modelle an Nuancen auszumachen. Deine Wortmeldung nehme ich als Indiz, dass meine These stützt, dass die Strat von der Les Paul von geübten Ohren sehr wohl zu unterscheiden ist.

@VS73: »Ich würde bei 3 auf Single Coil/Strat tippen und 5 für den ungemodelten Hals-Humbucker.«
-> Auch wenn Deine Zuordnung der Strat nicht richtig ist, ist es doch augenscheinlich, dass Du [3] und [5] signifikant von den drei anderen Varianten unterscheiden konntest. Ich wäre hier geneigt zu interpretieren, dass Du den klareren bzw. schärferen Sound des Singel Coils der Strat und der hinteren PU Kombination (Bridge + Mitte) der Les Paul gehört hast.

@EnglAddict: »Ich musste mich zwischen 2 und 5 entscheiden und nehme die 2, weil sie für mich am unperfektesten klingt. Das ist die Gibson. Jaja, ich meine das aber durchweg positiv, Nr2 hat für mich am meisten Charakter.«
-> Mir fällt bei Dir auf, dass Du der Strat und der 58er LP den meisten Charakter zusprichst, meiner Interpretation folgend, dass die 58er LP am ehesten mit dem typischen LP-Sound assoziiert wird. Im direkten Vergleich hast Du die LP dann richtiger Weise der Strat vorgezogen, obwohl Du die Strat als charaktervolle Alternative erwogen hast. Ich wäre geneigt zu interpretieren, dass Strat und 58er LP bei Dir am besten gelernt sind.

@ZephyrKT: »Die Gibson vermute ich im letzten Part der Aufnahme, aber die Variax Modelle zuzuordnen wäre für mich pures Glücksspiel.«
-> Auch wenn die Zuordnung nicht treffend ist fällt es doch auf, dass Dich die Soundcharakteristik der Strat am meisten angesprochen hat.

@Daniel0815: »Finde klingt alles jut ... Nr. 5 klingt mir aber am Jutesten.«
-> Falls Du mal vor der Wahl zwischen Strat und Les Paul stehst, empfehle ich Dir eine Strat. Die ist für Dich am Jutesten.

@Senchay: »Was da welcher PU ist, keine Ahnung. Beispiel 5 hört sich für mich am besten. Wenn das die Variax ist, gute Leistung für Line 6. Wenn Gibson wäre ich nicht überrascht.«
-> Auch bei Dir: Falls Du mal vor der Wahl zwischen Strat und Les Paul stehst, empfehle ich Dir ebenfalls eine Strat. Die klingt für Dich am besten.

@Theo Retisch: »Tja, ich gebe gerne zu, dass ich keinen blassen Schimmer habe, welcher Part mit der Gibson eingespielt wurde. (...) Wenn man genau die hier verwendete Gibson jahrelang gespielt hätte und den Sound entsprechend gut kennt, könnte ich mir vorstellen, dass man den Unterschied bemerkt. Für mich klingen die Sounds jedoch alle zu ähnlich um zu sagen, welcher mit welchem Instrument gemacht wurde. Insofern Gratulation an Line6.«
-> Nachdem Du die Strat richtig herausgehört hast und ich oben schon geantwortet habe, will ich Deine Wortmeldung als Anfang meines Schlusswortes und als Fazit meiner wilden Spekulationen und Interpretationen hernehmen:

Herzliche Gratulation an Line6 ... die echte Gibson ist nur von 10,0% der Teilnehmer herauszuhören und die gemodelte 58er Les Paul wird von 35,0% der Teilnehmer für die echte Les Paul von Gibson gehalten.

Die Strat wirft mit 35,0% der Stimmen hingegen berechtigte Zweifel auf, ob Markenpräferenzen tatsächlich anhand von wahrnehmbaren Kriterien oder bei manchen doch nicht eher aufgrund von Markenimage entstehen.

Danke für's Mitmachen und Bühne frei für Eure Interpretationen!
 
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Ich kann dir leider keine Kekse geben, die du wahrlich verdient hättest für diesen Aufwand sogar eine personalisierte Auflösung zu bieten. Grosses Kino!
Richtig ist, dass ich leidenschaftlicher Stratspieler bin aber mit einer Les Paul großgeworden bin und den klassischen LowOutput -HB Sound von vintage LPs liebe. Insofern kann ich mich nicht wirklich über das Ergebnis beschweren.
Schon irgendwie überraschend bis ernüchternd, dass ich die Strat nicht die Bohne raushören konnte. Live mit meinem Equipment, kann ich mir aber nicht vorstellen, dass ich nicht den Unterschied hören würde.
Für mich zeigt das ganze aber auch mal wieder, dass das Suchen nach dem Ton wirklich nur uns Gitarristen interessiert. Niemand würde ja behaupten, dass man als Gitarrist keinen Unterschied beim Spielen einer LP/Strat bemerken würde. Und für mich ist es mittlerweile auch klanglich eine Qual mit den falschen Picks zu spielen. Wird NIE jemand merken. Insofern ist es wohl einfach nur wichtig, dass man sich selbst wohlfühlt.
Und wer das bei Line 6 nicht kann, weil er kein Modeling will, wird wohl auch nie damit glücklich und muss sich die oder das Original holen.
 
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Moin,

ich möchte auch noch 2 Sätze zu diesem für mich aus meine Sicht praxisnahen Blindtest schreiben. Ich war mir ziemlich sicher beim heraus hören der Gibson. Nicht das ich nun den typischen Sound dieses Models im Ohr gehabt hätte. Es lag am Klang, der sich aus meiner Sicht mit mehr Dynamik, Präsenz oder wie man das auch immer beschreiben soll etwas von den Anderen abgehoben hat. Da mag auch etwas von der gesammelte Erfahrung aus dem Roland G5 Wandergitarren Test mit dazu beigetragen haben. Die Instrumente einzeln gespielt hätten das Raushören wohl aber noch etwas leichter gemacht!? Auch die Strat hätte ich zuordnen können. Im Bezug auf dem Strat Sound möchte ich noch mit einwerfen, das diese Line6 keine "strattypischen" Saitenreiter verbaut hat, sondern Saitenreiter mit einem fest definierten Auflagepunkt. Meiner bescheidenen Meinung nach ist dieser kleine Unterschied aber durchaus "Strat Sound" beeinflussend.

Das war mal wieder ein Top Test von Dir relact! :great:

LG Kay
 
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Danke an Beach und EnglAddict für Euer Schlußwort zu diesem Thread! :great:

Hier sind meine persönliche Eindrücke in Form eines Reviews nun festgehalten: [Gitarre] Line6 JTV-69S Variax SG
 
Hallo zusammen,

ich bin ein Strat-Spieler und großer LP Fan :) (biesitze "nur" eine Hohner L60 aber eine Gibson wird es auch mal geben :D).
Für meinen Tipp war der Anfang ausschlag gebend.....hier habe ich mehr "Druck" und nicht so glaten Ton gehört.

Das ist sehr interesant gewesen :great:
 
Mein Problem mit der JTV ist die Hardware - sie ist einer Gitarre für diesen Preis nicht angemessen und spielt sich wie eine Billig-Gitarre. Allerdings könnte das inzwischen bereits obsolet sein - hat schon mal jemand die neue Variax auf Yamaha-Basis gespielt?

Von welcher der drei JTVs redest Du?
Ich hatte mich damals für die JTV-69 (Strat) interessiert, aber dann beim Anspielen bei Thomann die JTV-59 (Les Paul) ausgewählt und gekauft
Die spielt sich echt gut, nachdem ich die Höhe des Tusq-Sattels richtig angepasst habe.
Ich bin absolut zufrieden:great:
Was mich persönlich am Konzept total stört ist, dass die Soundveränderungen an der Gitarre selbst zu regeln sind. Viel besser fände ich es, wenn die Effekte, die Amp-Simulationen und die Gitarre-Simulationen alle in einem All-Inclusiv-Paket per Fuß zu regeln und schalten wären. Es ist für mich einfacher, nur eine Fußleiste im Blick zu haben als parallel auch noch die vielen Einstellungen an der Gitarre mitzuberücksichtigen. Außerdem ist das Akku-Wechseln für mich mühsam. Wenn der Tone mitten im Spielen plötzlich "bröselig" wird ist das übel und ich hab keinen Kopf permanent eine Akku-Laufzeit mitzudenken.

In der Kombination mit dem Line6 HD500 kann man sie komplett per Programmierung vom HD500 aus steuern wenn man sie per Digitalkabel anschließt.
Auch die Stromversorgung läuft damit über den 500er und somit wäre das eigentlich genau das, was Du gerne hättest :juhuu:
 
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In der Kombination mit dem Line6 HD500 kann man sie komplett per Programmierung vom HD500 aus steuern wenn man sie per Digitalkabel anschließt.
Auch die Stromversorgung läuft damit über den 500er und somit wäre das eigentlich genau das, was Du gerne hättest :juhuu:

Ja genau, so macht das Sinn für mich.
 
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und das schöne ist: In der Kombination kannst Du beide Tonabnehmersysteme gleichzeitig nutzen und getrennt durch den 500er bearbeiten.
Also z.B. Links ne gemodelte Tele mit Verzerrer, Vox30 und rechts die realen Humbucker durch nen Soldano... klingt wie zwei Gitarren, die das selbe spielen. Also wie wenn man im Studio "doppelt", aber hier geht es auch live!
Da spielen also ne Tele und ne LesPaul gleichzeitig :)

Ich hab das z.B. beim Einspielen von "Happy Day" bei der Rhythmusgitarre gemacht.
Mehr zur Aufnahme steht hier in diesem Beitrag.
 
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