Bodentreter-Amp-Problem

von GuitarDemon888, 04.06.16.

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  1. GuitarDemon888

    GuitarDemon888 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.16   #1
    Moin!

    ... vorsicht Noobalarm ... ich hab leider von Amps, Tontechnik und Toneinstellungen leider absolut null Plan!

    Ich hege aus dilletantischen Hobbygründen seit Jahren ne kleine Musikaliensammlung aus altem "Kleinkram" und vor kurzer Zeit dachte ich mir, jetzt mach's mal langsam richtig. Zum Probieren habe ich mir dann für meinen uralten Dynacord DC 60 Combo, nachdem mein geliebtes 80/90er Ibanez Distortion abgeraucht ist, aus finanziellen Testgründen ein Digitech Deathmetal gekauft ... günstiges Gerät und für's erste war es von den Zerren ne Superlösung! Wie wurde es beschrieben? ... stell Dir vor der Gainregler geht von 1 - 10 und Du drehst auf 11, brichst den Knopf ab und schmeisst ihn weg. Das fand ich super! Hört sich auf dem uralten kleinen Combo auch ziemlich geil an, da das Ding für Metal absolut ungeeignet ist.

    ... dann hatte ich noch nen alten Marshall Combo - Valvestate 2000 AVT 150 irgendwo verbuddelt und hab das Ding nun exhumiert, abgestaubt und aufgebaut. Jetzt habe ich mir noch eine neue Klampfe, ein Noisegate und nen tollen Pitchshifter gegönnt (Ibanez S521 MOL, Boss NS-2 und Digitech Drop) und das lässt sich über den alten Dynachord DC-60 supergut spielen.

    Ich habe den Pitchshifter als erstes, als zweites Teil das Noisegate und dann das Digitech Death Metal in der Reihe, bevor es in den Amp geht. Nun zur finalen Frage und zum Problem:

    1.) Ich hänge genau diese beschriebene Reihe an den ollen Dynachord und es klingt wie ne kleine Taschenhölle ... toll, dass man aus dem ollen Ding noch was raus bekommt!
    2.) Hänge ich die Reihe aber in benannter Reihenfolge an den Marshall Valvestate 2000 AVT 150, dann klingt das als wäre der Amp kurz vorm Abkratzen. Die Sounds des Digitech Death Metal sind extrem der Tiefen beraubt und selbst wenn ich am Combo Tiefen und Mitten reindrehe, klingt es immer noch nach wässriger Erbsensuppe, statt nach einem fetteren Sound, den ich mir erhofft habe. Hänge ich die Gitarre direkt in den Combo, ohne Effekte und Co., und benutze das angebotene Gain und stelle meinen Ton ein, klingts OK, is aber ungeeignet für nen fetten Metalsound - für Rock wäre es okay.

    Weiß jemand wo das bescheidene Soundergebnis mit den Bodentretern am Marshall Valvestate 2000 AVT 150 herrühren könnte?

    ... ich werde mal auf nen gescheiten Metalamp hinarbeiten ... wird aber nochn paar Monate dauern. Tendiere da momentan in die Richtung von nem Hughes & Kettner Tubemeister oder nem Orange Terror. Hat da jemand evtl. noch Erfahrungen? .... auch mit Bodentretern und Co.?

    Bin für alle Tipps und konstruktive Kritik dankbar und außerdem lernwillig.

    Besten Dank vorab!
     
  2. SchmerzBM

    SchmerzBM Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.16   #2
    Also Dein Problem könnte tatsächlich das Digi-Death Metal sein. Für das Pedal wird Dich noch jeder Tontechniker, der dich abnehmen & abmischen muss, verfluchen. Es zerrt einfach viel zu krass, so dass es auch gerne mal matschig oder wässrig klingt. Versuch mal den Lead-Channel am Marshall noch mit nem Overdrive oder einer weniger krassen Zerre noch zusätzlich zu sättigen, dann müsstest Du einen recht fetten Klang bekommen, der sich auch "durchsetzen" kann. Weniger ist manchmal mehr, vor allem wenns auch mal auf die Bühne gehen soll.
     
  3. gemather

    gemather Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.16   #3
    Spiele ich z.B. nur die A-Saite der Gitarre, gebe ich physikalisch gesehen eine Sinuskurve
    von 440Hz ab. Das gibt einen schönen unverzerrten Ton.
    Will ich das ganze verzerren, kann ich ein Effektpedal nehmen und die Sinuskurve so
    durch die Transistoren darin leiten, das Wellentäler und Berge nicht mehr durchpassen,
    abgeschnitten werden. Die somit verstümmelte Sinuskurve nehme ich als verzerrten Ton war.

    Übertreibe ich das ganze und verstümmel die eh schon deformierte Sinuskurve des Effektpedals
    weiter, in dem ich sie durch einen selber schon Übersteuernden Marshall Amp jage, habe ich den
    von Dir beschriebenen Effekt. Der Amp klingt wie kurz vorm abkratzen.

    Einen Marshall muss man sehr viel sanfter antreiben. Der Tubescreamer wird gern genommen,
    weil er die Wellentäler und Berge nur leicht abmildert. Das passt gut mit den Vorstufenröhren
    und ihrer eigenen Übersteuerung.

    Ich selber hohle Stoner Sounds aus meinem Marshall, indem ich Fuzzes davorschalte.
    Das gibt ein ganz besonderers ableben der guten alten Sinuskurve.

    Den Digitech Death Metal hatte ich auch mal kurz - ging garnicht, wohl für cleane Amps konzipiert.

    Richtig geile brutalo Sounds wüßte ich selber gern, wie sie gemacht werden.
     
  4. mix4munich

    mix4munich Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 09.06.16   #4
    Ich habe zwei Zerren, einen OCD und den soften Zen-Drive. Dazu hatte ich bis vor kurzem noch vier Combo-Amps: Einen Crate-Transistor-Combo mit 2*12, einen Fender Röhrencombo mit 1*12 sowie einen Vox VT 60 Combo, ein Simulant mit Röhre im Signalpfad im 1*12 Combo sowie den kleinen Yamaha THR 10.

    Am Crate klingt der OCD unglaublich fett und druckvoll, dazu gleichzeitig bissig - einfach nur geil. Der Zen dagegen recht zahm. Nicht schlecht, aber auch nicht so der Burner.
    Am Fender schrumpft der Unterschied zwischen den beiden.
    Am Vox geht der OCD gar nicht, der Zen so einigermassen.
    Am Yamaha gehen beide, aber der Zen klingt wesentlich besser als der OCD.

    Du siehst, in unterschiedlichen Kombinationen passt mal die eine, mal die andere Zerre besser. Man muss immer ausprobieren und sich manchmal überraschen lassen.

    Noch eine Anmerkung: Üblicherweise geht die Effektkette so: Zerre, Pitch Shifter, Noise Gate. Evtl. auch Zerre, Gate, Pitch Shifter.

    Gruß,
    Jo
     
  5. smello

    smello Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.16   #5
    Ich hoffe, dass deine A-Saite nicht so klingt: http://onlinetonegenerator.com/ ;)
    Im Prinzip hast du natürlich recht, nur dass eine Vielzahl an Schwingungen beteiligt ist :)
     
  6. DerThorsten

    DerThorsten Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.06.16   #6
    Es ging natürlich nurdarum zu erklären wie es funktioniert.... so in etwa:
    [​IMG]
     
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  7. gemather

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  8. JoeBalls

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    Erstellt: 22.06.16   #8
    Mein Gitarrist hat ne zeitlang aus Spaß die Digitech Death Metal Distortion gespielt. Die liefert halt mehr oder weniger das, was man erwarten kann: Brachial viel Gain und einen Mittencut. Das Teil klingt brauchbar, wenn du es vor den Clean Kanal eines Amps haust. Am Amp selbst musst du dann aufjedenfall die Mitten ein wenig hochdrehen (Marshall, Laney). Wenn du einen Amp mit Fender Tonestack spielst, wird es schwerer. Die Teile senken bereits von sich aus die Mitten ab und es hängt dann stark von deinen Pickups ab, ob du die zurückbekommst. Es schadet auch nicht, an deiner Combo die Bässe und Höhen ein wenig zurückzudrehen, da das Digitech hier boostet (meinem Gefühl nach)

    Wenn du die einen druckvollen und schön verzerrten Sound wünschst, da gibt es die Klassikermethode, mit der du nicht viel verkehrt machen kannst:
    Den Amp Sound mithilfe des Gains schön crunchig / angezerrt einstellen. Davor haust du einen Tubescreamer oder Nachbau vor. Am Pedal selbst haust du den Level hoch, den Drive drehst du komplett zurück. Der Sound klingt meiner Meinung nach dadurch etwas abgerundeter und verzerrter. Ich kann dir aber nicht sagen, wie gut es an einem Transistoramp funktioniert. Die Methode habe ich jedenfalls mit Röhrenamps "erfolgreich" betrieben.

    Ansonsten habe ich mit dem Fulltone OCD (wurde dir hier bereits empfohlen) vor einem Transistoramp sehr, sehr gute Erfahrungen gemacht. Mit dem Teil kannst du gut zerren und vor allem reagiert die Zerre auf deine Anschlagdynamik. Ne brutale Zerre wirst du damit nicht hinkriegen, aber dann haust du ggf. einen Overdrive vor. Die fehlenden Röhren wirst du in deinem Transistoramp dann nicht vermissen.

    Wichtig ist noch: Der Gitarrensound wird sehr stark vom Lautsprecher geformt. Dein Dynacord hat jedenfalls einen 1x12er Speaker, was gut ist. Bei nem 8" Speaker brauchst du nicht allzuviel Druck erwarten.
     
  9. SchmerzBM

    SchmerzBM Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.06.16   #9
    Dürfte es meines wissens nicht. Bei einem Tubescreamer o.ä. geht es ja darum, Röhren etwas schneller in die Sättigung zu kriegen und diese "Dynamik" fehlt ja einem Transistor, da der ja abrupter in die Zerre geht.
     
  10. Leader

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    Erstellt: 23.06.16   #10
    Es funktioniert . Ich hab auch vor Transistoramps gern nen TS gesetzt, hat prinzipiell den gleiche Effekt. Beschneidet die Bässe und dünnt aus, besser für den Mix, etwas mehr Kompression und allgemein dichterer Sound. Im Regelfall wurde von denen die behaupten das geht vor Transen nicht das ganze nie getestet :)
     
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  11. smello

    smello Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.16   #11
    Hab ich auch schon gemacht. Der TS treibt Transistoren vielleicht nicht in wohlklingende Sättigung (;)) aber er dünnt aus und setzt das Signallevel hoch, so dass die Zerre stärker wird.
    Ich behaupte nicht, dass das bei allen Transistoramps geht, aber es geht sicher bei einigen :)
     
  12. Leader

    Leader Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.16   #12
    Ja man hat ja auch bei manchen Röhrenteilen nicht den besten Effekt mit einem TS, bzw. nicht mit jedem Treter.
     
  13. Stratz

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    Erstellt: 23.06.16   #13
    Vor dem Marshall Valvestate funktioniert der Tubescreamer auch sehr gut und das ist trotz der ECC83 in der Vorstufe genau genommen auch ein Transistoramp.
    Es gibt aber wirklich Röhrenamps, die sich nicht gut mit Pedalen vertragen. Irgendwie soll das mit der Schaltung zusammmenhängen. Auch Hybridamps wie der H&K Tubemeister sollen nicht so pedalfreundlich sein. Ein Fender schluckt hingegen oft alles, was man ihm vorsetzt.

    Viele benutzen einen Tubescreamer nicht als eigentlichen Overdrive, der einen Amp "kitzeln" soll, sondern als Booster. Die Verzerrung steht ja praktisch auf 0. Da geht es eher darum, das Signal etwas aufzupumpen und schaltungstypisch die Bässe zu beschneiden und die Mitten zu boosten.

    Hier hilft es aber auch zu testen. Nicht jedes Pedal passt gut zu jedem Amp.
     
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  14. gemather

    gemather Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.06.16   #14
    Ich war jetzt durch diesen Thread doch wieder auf das Digitech Death Metal gekommen.
    Hab es kurzerhand ersteigert, heute bekommen und meine *neuen* Erkenntnisse
    angewendet. Einen Compressor davorgeschaltet und mit dessen Levelregler das
    Eingangssignal stark heruntergeregelt bevor es auf den DM trifft.

    Jetzt gehts - klingt richtig nett - schöne kernige Verzerrung - kaum noch Originalklang.

    Heftig rauschen und übersteuern tut es jetzt auch nicht mehr.

    Hätte ich das schon vor 4 Jahren ausprobiert, hätte ich doch Versandkosten und
    Aufwand sparen können.
     
  15. GuitarDemon888

    GuitarDemon888 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.10.16   #15
    Vielen Dank für die ganzen Antworten, auch wenn ich jetzt mit einiger Zeitverzögerung nochmal schreibe. Ich habe mir nun noch - Asche über mein haupt - den Behringer Ultra Metal zugelegt ... auch icht schlecht das Teil. Viele Optionen für wenig Kohle und auch vom Sound her wesentlich besser als gedacht ... für die 25€ ist es eigentlich der Hammer, der Sound ist im gesamten eher etwas leadlastiger!

    Ich werde da mal einiges testen, hab in zwei Wochen wieder Urlaub! Allerdings bin ich nun auch noch kurz davor nen ordentlichen Amp und ne gute 2x12'er zu kaufen! (Hatte gerade schon nen ellellangen Post dazu geschrieben ... der war dann aber auf einmal leider weg! Jetzt bin ich zu müde das alles nochmal zu tippen!)
     
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