Brauchbares BassDrum-Mikro für unter 100

von wary, 12.07.07.

  1. wary

    wary Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.07.07   #1
    Hallo,

    in meiner Band wird zur Zeit überlegt, wie wir die Schlagzeugmikrofonierung angehen. Der Schlagzeuger wollte sich ein T-Bone DC4000 Set hohlen, das soweit ich gelesen hab auch für erste einigermaßen brauchbare Ergebnisse reichen könnte. Ich denke aber das man relativ schnell dann doch gern was besseres hätte, und den Kauf eines solchen Sets bereuen würde.

    Deshalb war mein Vorschlag, das ganze Stück für Stück aufzubauen. Mein Gedanke war es, erstmal zwei DAP PL07 (SM57-Clones) als Overhead zu nehmen, und zusätzlich die Bassdrum abzunehmen.

    Macht der Gedanke soweit Sinn? Ich denke die SM57-Clones könnte man später immer noch gut für die HI-Hat und Snare verwenden, aber machen die auch als Overheads einen brauchbaren Sound?

    Welches Mikrofon würde sich für die Bassdrum anbieten? Es wäre schön, wenn es unter 100 Euro bleiben würde, ich denke wenn man aber für 150 eins kriegen würde, mit dem man auch auf lange SIcht gut arbeiten könnte, würde ich den Schlagzeuger auch dazu überreden können.

    Vielen Dank für jeden hilfreichen Kommentar und Tip!

    Nen schönen Gruß,
    Matthias
     
  2. 4feetsmaller

    4feetsmaller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 12.07.07   #2
    Naja, eigentlich nutzt man für die Overhead-Mikrofonie ordentliche Kondensator Mikrofone. Man kann zwar auch andere nehmen, aber das Ergebnis wird eher bescheiden ausfallen. Also wenn ihr schon Stück für Stück die Mikrofone anschaffen wollt, dann kauft lieber gleich was vernünftiges. In diesen Fall empfehle ich 2x Beyerdynamic Opus 53. Für den Anfang geht das zwar ganz schön ins Geld, aber dafür hat man eine Zeitlang ausgesorgt und kann sie vielseitig einsetzen (z.B. A-Gitarre). Die SM57-Clones kann man eher für die Toms oder Snare einsetzen, aber als Overhead bzw. Hi-Hat Mikrofon eignen sie sich eher nicht.

    Ein brauchbares Bass-Drum Mikrofon für unter 100 € ist mir nicht bekannt. Da geht es eher mit 144 € los, wie zum Beispiel das Shure PG-52 oder das Sennheiser E-602 II (oder 902). Falls die Kondensator Mikrofone, Bass Drum Mikrofon und die SM57-Clones zu teuer für euch werden, kann man auch erst mal ein DAP Audio DM-20 kaufen. Das ist zwar nicht das "Non plus Ultra", aber lieber hier sparen, als an den Overhead Mikrofonen.

    Wenn ihr euch später für ein ordentliches Bass-Drum Mikrofon entschieden habt, dann kann man das DAP Audio DM-20 immer noch für das Low Tom oder ähnliches nutzen. Das kommt eben drauf an, wie viel Geld ihr zur Verfügung habt und ob es auch gleich für ein hochwertiges Bass-Drum Mikrofon reicht.

    Bye :great:
     
  3. wary

    wary Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.07.07   #3
    Hi, danke für die Antwort.

    Wenn wir auf kurze oder lange Sicht jetzt in

    1x Shure PG52 oder Sennheiser E-602 II

    2 x Beyerdinamics Opus 53

    4 x DAP PL-07

    1 x Kondensator(?) für die HiHat, was wäre da zu empfehlen?

    investieren, landen wir bei etwa 500 Euro für die Mikrofone. Ich denke das wäre zwar nicht jetzt sofort, aber auf etwas längere Zeit gesehen noch kein Problem, wenn man dann dafür eine solide Qualität hätte. Ist der Unterschied zu einem "Billigset" wie z.B. zu dem genannten T-Bone DC4000 dann auch wirklich hör- und spürbar? Ich vermute der Schlagzeuger würde spontan eher die einfachere und günstigere Komplettkösung bevorzugen, müsste also von mir überzeugt werden das das Schrittweise nachrüsten im Endeffekt die wirklich besseren Ergebnisse bringt.

    Vermutlich wäre es interessant jetzt erstmal nur zwei gute Overheads und entweder ein billiges oder direkt ein brauchbares Basedrum -Mikro zu kaufen. Wäre das DAP DM-20 denn wenigstens für den Übergang akzeptabel, oder ist es mehr eine absolute Notlösung?

    Würde zusätzlich noch die Verwendung eines SM57 für die Snare Sinn machen? Ich wollte mir ohnehin ein DAP PL-07 für mich (Gitarrenabnahme) kaufen, da diese einen recht guten Ruf haben und mit 35 Euro sehr günstig sind.

    nen schönen Gruß,
    Matthias
     
  4. 4feetsmaller

    4feetsmaller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 12.07.07   #4
    Man könnte auch dafür ein Opus53 nehmen, aber oftmals bekommt man über die Overhead Mikrofone genügend Information von der Hi-Hat. Was ist eigentlich euer Anwendungsgebiet ? Live oder Homerecording ?

    Ja, ist es. Besonders wird man diesen Effekt bei den Overhead Mikrofonen hören. Euern Schlagzeuger davon zu überzeugen, wird sehr schwer werden, da man sowas erst im direkten Vergleich hört. Es gibt eigentlich auch nichts gegen Mikrofon-Sets auszusetzen, aber wenn schon, dann erst ab diesen Set.

    Wenn ihr noch nie was in dieser Richtung angeschafft habt, wird es schon ganz akzeptabel ausfallen. Für professionelle Anwendung ist es aber eine Notlösung. Für 35 € macht man nicht viel falsch und kann es auf jedenfall mal ausprobieren.

    Wie meinst du das ? 2 Mikrofone an der Snare oder die Beschaffung vom Orginal Shure ?
     
  5. wary

    wary Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.07.07   #5
    Vorest Live, auf längere Sicht auch Homerecording. Wobei es dabei dann aber nicht um das letzte Quentchen eine professionellen Aufnahme gehen wird, sondern darum, die Musik in vernünftiger Qualität aufs (virtuelle) Band zu bekommen.

    Die Lösung Overhead + Basedrum wäre erstmal nur für die Liveanwendung gedacht.

    Ich denke mal dann werden wir erstmal das DAP für 35 Euro nehmen. Das Geld tut nicht wirklich weh, und wenn man damit schonmal erste Ergebnisse erziehlt, ist das in Ordnung.

    Ich meinte damit ob es Sinn machen würde erstmal zwei Overhead + Basdrummikro und dazu noch für die Snare ein DAP PL-07 zu verwenden. Oder ob das Zusatzmikro an der Snare keinen Sinn hat wenn nicht auch die Toms noch einzeln abgenommen werden.

    Das DAP gilt zumindestens als sehr gut Kopie des SM57, einige meinen das es ihm in nicht nachsteht oder gar besser klingen würde. Das ist natürlich höchst subjektiv, aber auf Grund des niedrigen Preises lasse ich es da gerne auf einen Versuch ankommen.
     
  6. 4feetsmaller

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    Erstellt: 12.07.07   #6
    Ja, ich bin auch dieser Meinung. Es kommt schon sehr gut an das Orginal und Qualitativ macht es einen guten Eindruck.

    Es macht durchaus Sinn, die Snare abzunehmen, auch wenn an den Tom keine Mikrofon vorhanden ist. Die Snare ist schon sehr wichtig und sollte nicht Larifari klingen. Je mehr ihr also abnehmt, umso direkter und differenzierter wird der Sound ausfallen.

    Gut, dann dürften erst mal alle Fragen geklärt sein. Viel Spaß beim abnehmen der Trommel :D
     
  7. andi85

    andi85 Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 12.07.07   #7
    www.myspace.com/triotriadriot - Das Schlagzeug kommt ausschließlich über 2 (allerdings originale) 57er als Overheads. Ich finde, es geht schon, wenn einem der Sound gefällt. Es klingt halt wie durch ein Effektgerät geschleust :)

    Wobei, wenn ich das richtig verstehe, wollt ihr eh Mikros nach und nach kaufen. Dann käme es ja praktisch eh nur auf die Reihenfolge an, oder? Ja, ich weiß auch nicht - da steht irgendwie Allzweckwaffe gegen Allzweckwaffe. Was 57artiges kannst du fast überall hinstellen, ein Kleinmembraner wie das Opus ist aber auch sehr flexibel...
     
  8. Puncher

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    Erstellt: 14.07.07   #8
    Alternativ kann man z.B. bei Ebay einkaufen. Die D112 werden dort massenhaft verkauft; so für um die 100€ bekommt man da definitiv was. Mein e602 habe ich auch daher (hab es für unter 70€ bekommen :eek:).
     
  9. RaumKlang

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    Erstellt: 14.07.07   #9
    Wobei man darüber nachdenken sollte, ob die Overheads für den Anfang überhaupt notwendig sind.
    Die allermeisten Gigs <100 Mann kommen meist ohne aus, da ist mir persönlich ein besseres Mikrofon für die Bassdrum deutlich wichtiger.
    Zum Beta91 wirds wohl nicht reichen, die billigen Thomann-Gurken kann ich allerdings absolut nicht empfehlen - eine befreundete Band dachte auch, sie könnten da sparen, um dann feststellen zu müssen, dass damit kein Blumentopf zu gewinnen war.

    Interessant zu wissen wäre, in welcher Größenordnung Gigs anstehen und was an PA vorhanden ist.
    Ein Beta91 in Kombination mit billigen DAP-Bässen bringt's halt auch nicht :-)

    Kleiner Geheimtip am Rande: Wenn man noch irgendwo eine Astatic Grenzfläche auftreiben kann: Kaufen!
    Das Ding ist für den Preis der absolute Knaller in der BD und steht dem Beta91 im Livebetrieb kaum nach.
     
  10. vhcs

    vhcs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.07   #10
    Triggern ist auch relativ günstig. Du kannst Tiggers für 20-30 EUR für das ganze Set kaufen (von ddrums ab ca 100 EUR). Drum Modul braucht man nicht unbedigt - über Drumagog (ein VST Plugin) kann man relativ leicht die Analog Aufnahme mit Samples ersetzen ... das geht übrigens auch mit Mikos, falls man mit dem Sound nicht zufrieden ist. Man kann sogar die Sound mixen z.B. 50% erches Snare und 50% Sample od. ä.

    Also für Demo aufnahmen brauch man nicht unbedigt zu viel investieren. Wir haben ein Mikro Set von Superlux für ca. 170 EUR und Ddrum Tigger Set für 100 EUR.
    Hier kannst Du etwas hören und natürlich gleiche Deine Meinung schreiben :-)
    https://www.musiker-board.de/vb/drums/221057-drums-sound-mix-bitte-um-eure-meinung.html

    cheers
    Alex

    EDIT
    ups sorry .. ich habe nicht gesehn, dass es um Live-Mikrofone geht :-( ...
     
  11. EDE-WOLF

    EDE-WOLF HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 20.07.07   #11
    Welche musik macht ihr?

    wenns härter ist würde ich kein D112 nehmen


    die DAP kopien auf den toms sind gut!

    wenn ihr wirklich aus dem härteren metalgenre kommt würde ich auch erstmal eine billige 57er kopie an die bassdrum packen! klingt schon ganz gut!

    später dann n opus 99 holen!


    zu den shure PGs... sorry aber das sind für mich mit die schlechtesten mikros... biligste und schlechteste qualität mit gelabeltem namen! da kannste aber lieber t.bones kaufen, die sidn nciht schlechter und kosten 1/3tel
     
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