Sagen wir mal, andere Erfahrungen im direkten Vergleich... Ich habe an meiner LP tatsächlich nur eine Komponente nach der anderen getauscht, und da waren die kurzen alten Gibson-Hülsen aus dünnem Trash-Guss wirklich
dermaßen klar die Verlierer gegen die massiven ABM-Teile. Tatsächlich würde ich aber annehmen, dass der Unterschied bei der Epi weniger ins Gewicht fallen dürfte, denn tatsächlich ist deren Hardware nach meiner Erfahrung um einiges wertiger verarbeitet als die Gibson-Nashville. Im Gegensatz zu letzterer habe ich bei den heutigen Epis jedenfalls noch nicht erlebt, dass die Stehbolzen in den Hülsen wackeln wie ein Kuhschwanz und die Saitenreiter im Gehäuse schnarren.
In Sachen Toleranzen sind auch die günstigen asiatischen Hersteller heute eigentlich sehr gut aufgestellt. Nachdem Korpus und Saitenreiter aber halt doch nur Guss sind, liegt das Verbesserungspotenzial da eher beim Material selbst, und da haben aus dem vollen gefräste Teile halt schon eine ganz andere Qualität.
Hat sich beim Sound etwas geändert? Definitiv ja!
Und was ist der Grund dafür? Nun, da wird es wieder schwierig!

Insgesamt ist das Soundbild voller, voluminöser geworden, vielleicht auch obertonreicher - alles schwammig-blumige Ausdrücke die ich eigentlich nicht mag
Das sind doch schon mal ganz gut nachvollziehbare Eindrücke, und mit denen stehst Du auch nicht alleine. Klar, bei einer Generalüberholung in einem Stück ist es schwer, sie bestimmten Komponenten zuzuschreiben, aber die Bridge würde ich da auch als das naheliegendste ansehen.
Hat sich die Bespielbarkeit geändert? Ja, ich tue mir mit den neuen Bünden leichter, bilde mir ein, präziser greifen zu können (oder verzeihen die höheren Bünde vielleicht auch nur meine schlampigen Griffe besser als die alten, niedrigeren Bünde?) und Bendings gehen nun auch weicher und kontrollierter als vorher.
Das deckt sich auf jeden Fall mit meinem Eindruck von Stainless Steel-Bünden. Vor allem werden die natürlich, wenn sie erstmal richtig poliert sind, nicht so schnell stumpf wie Neusilber, weil das Material nicht mehr weicher ist als das der Saiten, wobei es bei Neusilber aber auch schon sehr unterschiedliche Härtegrade gibt. In Sachen Sound würde ich mir aber selber auch kein Urteil erlauben, da ich Stahl bisher nur ab Werk kenne, und keinen Vorher/Nachher-Vergleich habe.
Was den Attack angeht, ist mein Maßstab in erster Linie der, wie sich eine Gitarre in der Band durchsetzt. Es gibt welche, die haben eigentlich mehr als genug Höhen und Mitten, aber trotzdem gehen sie irgendwie unter, weil eben der Anschlagspeak so weich ist. Beim Alleinspiel merkt man das eigentlich weniger, zumindest bei mir ist das mehr so Anhnung. Aber was zählt is aufm Platz

.
Schöne Gitarre auf jeden Fall, danke für den Nachschlag! Ein Frage noch: die Buttons der Tuner sehen ja recht durchgehend weiß aus - ist das in Natura auch so, oder mehr Pearloid-mäßig? Ich suche für meine Studio nämlich schon länger nach einer White Pearl-Optik statt dem üblichen cremigem oder (wurks) grünlichen Farbton.
Gruß, bagotrix