Camouflage selbst lackieren (Airbrush)

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Hallo!

Ich weiß, zum Lackieren gab es schon den ein oder anderen Thread, allerdings habe ich immernoch einige Fragen, bei denen ich mir nicht wirklich sicher bin...

Und zwar habe ich vor, eine meiner Gitarren ein neues Finish - Urban Camouflage (http://content.andertons.co.uk/2/1/images/catalog/i/l_52918-tmp15C6.jpg) - zu verpassen. Die Gitarre hat momentan eine mattschwarze Lackierung, die an Gebrauchsstellen schon glänzt, weswegen ich sie auch umlackieren möchte.
Das ganze wollte ich mit Airbrush lackieren, also nicht mit einer Spraydose. Ich wollte wie folgt vorgehen:

(wenn ich "die schwarzen/weißen/etc. Flecken schreibe, meine ich die schon in der Farbe lackierte Stelle, die später mal dieser Fleck werden soll, das klebe ich dann mit Abklebeband ab)

1. Die schwarzen Flecken (kleinste Fläche) abkleben.
2. Weiß drüberlackieren.
3. Die weißen Flecken (2. kleinste Fläche) abkleben.
4. Hellgrau drüberlackieren.
5. Die hellgrauen Flecken (3. kleinste Fläche) abkleben.
6. Dunkelgrau (größte Fläche) lackieren.

Dabei habe ich es mir natürlich sehr einfach gemacht, ich weiß nicht ob das in der Praxis so gut geht.

Kann ich den alten schwarzen Lack überhaupt lassen? Oder sollte ich den erst abschleifen und dann die Poren zuspachteln?

Und wie viele Schichten bräuchte ich jeweils pro Farbe? Und würde die gesamte Lackschicht dann nicht etwas zu dick werden, da ich ja 4 Farben (weiß, schwarz, hell- und dunkelgrau) habe, die ich wohl jeweils in mehreren Schichten auftragen muss?

Und: die Gitarre ist etwas speziell, sie hat eine "Körnchenoberfläche", die ich auch beibehalten würde, falls ich den alten Lack drauflassen kann. So sieht sie aus: http://medias.audiofanzine.com/images/normal/ibanez-rgr320ex-325130.jpg

Bin leider im Airbrushen/Lackieren unerfahren, aber ich bin mir sicher, dass sich hier erfahrenere Leute tummeln, die mir evtl. helfen könnten. :)
Hoffe ihr könnt mir helfen,
Gruß Tim
 
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Giusto
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1. Die schwarzen Flecken (kleinste Fläche) abkleben.
2. Weiß drüberlackieren.
3. Die weißen Flecken (2. kleinste Fläche) abkleben.
4. Hellgrau drüberlackieren.
5. Die hellgrauen Flecken (3. kleinste Fläche) abkleben.
6. Dunkelgrau (größte Fläche) lackieren.
Du kannst auch auf die Gitarre eine folie kleben, und mit einem Skalpell die entsprechenden Flächen anritzen. So kannst du die abgeklebten Flächen Farbe für Farbe abziehen.
Egal wie du abklebst, du wirst Ränder bekommen. Da musst du viel Klarlack auftragen und vorsichtig nass schleifen, um eine glatte Oberfläche zu bekommen.
Kann ich den alten schwarzen Lack überhaupt lassen? Oder sollte ich den erst abschleifen und dann die Poren zuspachteln?
Ich habe inzwischen schon mehrere gitarren und Bässe lackiert. Ich hatte noch keine Probleme mit dem alten Lack und hatte ihn bisher einfach drauf gelassen. Du solltest aber an einer unauffälligen Stelle prüfen, ob sich die Lacke vertragen.
 
frama78
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Wenn es niocht so drauf ankommt und wenn es nicht UUUUNBEDINGT nötig ist, würde ich auch im Leben nicht mehr entlacken.

Und wenn doch: fang erst gar nicht mit schleifen an, sondern nimm einen Sapchtel und Heißluftföhn. Das ist zwar auch eine Sauerei, aber bei weitem nicht so schlimm, wie die Stauberei... Da kommt dann vom Feinschleifen noch genug zusammen :D

Ich denke, dass gerade bei Camo die Übergänge sowieso etwas verwaschen sollen, insofern ist das mit dem Beischleifen meiner Meinung nach kein Beinbruch. Schwieriger ist es, wenn es wirklich akkurate Übergänge geben sollte.
 
The Melvin
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Du kannst auch auf die Gitarre eine folie kleben, und mit einem Skalpell die entsprechenden Flächen anritzen. So kannst du die abgeklebten Flächen Farbe für Farbe abziehen.
Egal wie du abklebst, du wirst Ränder bekommen. Da musst du viel Klarlack auftragen und vorsichtig nass schleifen, um eine glatte Oberfläche zu bekommen.

Ich habe inzwischen schon mehrere gitarren und Bässe lackiert. Ich hatte noch keine Probleme mit dem alten Lack und hatte ihn bisher einfach drauf gelassen. Du solltest aber an einer unauffälligen Stelle prüfen, ob sich die Lacke vertragen.

Das ist ne gute Idee! Dann brauch ich natürlich viel weniger Lack. :)
Was meinst du denn genau mit "Rändern"? Meinst du, dass das Ergebnis (ohne Klarlack) uneben wird?

Und weißt du, wie viele Schichten ich dann jeweils pro Farbe auftragen müsste, damit das ganze schön deckend wird?

@frama: Da bin ich schonmal beruhigt, dass ich nicht unbedingt entlacken muss. Davor hatte ich am meisten "Angst". ;-)
Das Ergebnis muss jetzt auch nicht 100% ohne Fehler sein, schlimmer als es momentan (matt + hochglanz gemischt :D) aussieht, kann es eh nicht werden (ist eh "nur" meine Backup- Gitarre).

Danke für eure Hilfen!!

Tim
 
aspenD28
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Arbeite mit der Airbrush und nimm Zum Abkleben Tamiya Masking Tape aus dem Modellbauladen.
Die unebene Fläche wird eh dafür sorgen das du hier und da mit Pinsel nacharbeiten musst.

Du kannst aber auch mit dünnem Bleistift vorzeichnen und dann pinseln.
Danach mit Dupli 2 Schicht Lack drüber. Da ist kein Schleifen nötig.
Schleifen wird bei der rauen Oberfläche eh nix.

Das Drüberkleben kann, je nach Untergrund auch dazu fürhren das Du den Lack schön wieder mit abziehst.

Gruß Andreas
 
The Melvin
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Arbeite mit der Airbrush und nimm Zum Abkleben Tamiya Masking Tape aus dem Modellbauladen.
Die unebene Fläche wird eh dafür sorgen das du hier und da mit Pinsel nacharbeiten musst.

Du kannst aber auch mit dünnem Bleistift vorzeichnen und dann pinseln.
Danach mit Dupli 2 Schicht Lack drüber. Da ist kein Schleifen nötig.
Schleifen wird bei der rauen Oberfläche eh nix.

Das Drüberkleben kann, je nach Untergrund auch dazu fürhren das Du den Lack schön wieder mit abziehst.

Gruß Andreas

OK ok, wunderbar. Dann mach ich das ganze wie ich vorhatte, ganz ohne zu schleifen, aber ich glaube ich lackiere dann nicht pro Farbe ganzflächig, sondern nur grob da, wo der Fleck ist. Sonst ist's ja doch irgendwie verschwendet.
Das Tamiya Masking Tape kauf ich mir, gibt's leider höchstens als 4cm aber das kleb ich mir dann zusammen.

Na Lack abziehen wäre natürlich ärgerlich... Hoffentlich passiert das nicht.
Gruß Tim
 
aspenD28
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Du kannst auch das dünnere nehmen. Damit lassen sich Kurven besser ziehen und dann mit Malerkrepp den Rest weil billiger.
 
The Melvin
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Ok cool, dann nehm ich das ganze mal in Angriff. ;-)

Danke nochmal für die Hilfe!
Tim
 
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Kleiner Tipp von mir,
1; Fang mit der hellen Farbe an
2; nimm wirklich gute Farben (die besten Ergebnisse hatte ich durch die Bank weg mit createx Auto air und wicked)
Da reicht eine Schicht schon oft und so sind die Ränder nicht so hoch, teilweise sogar so flach, das sie nach der ersten Klarlack Schicht verschwinden
3; geh vorher einmal mit 2000/3000 er nasspapier (in nass) über den hobel, wenn der Lack angerauht ist, reicht es bei den createx Farben um eine gute Haftung zu erhalten)

Maskier erst jede Farbe ab und lass dann nochmal einen kleinen Verlauf über die Ränder gehen, sonst sieht camo zu unnatürlich aus, eher wie "gewollt aber nicht gekonnt "
 
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Was meinst du denn genau mit "Rändern"?
Überall wo du abklebst wirst du eine Kante haben. Die wird umso ausgeprägter, je dicker du den Lack aufträgst. Basstian hat da schon den richtigen Tipp gegeben, mit guter Farbe musst du weniger auftragen und hast flachere Ränder.
Und weißt du, wie viele Schichten ich dann jeweils pro Farbe auftragen müsste, damit das ganze schön deckend wird?
Das ist von der Deckkraft der Farbe und der Dicke der Schichten abhängig.
 
The Melvin
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Jaa, wollte jetzt eh nicht die billigsten Farben nehmen. Wenn man sowas schonmal macht, dann sollte man glaub ich nicht an der Farbe sparen. :)

Ok, dann probier ich das ganze einfach mal aus.
Hab vor paar Jahren mal für 70€ eine Gitarre aus Ebay gekauft, ich glaube das wird erstmal meine Testgitarre. :D
 
aspenD28
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Revell Aqua sind gut dafür geeignet. Die decken sehr gut und wenn man das Mischungsverhältnis gut hinbekommt (Etwa so wie Milch mit 3,8% Fett) dann klappt das mit der Airbrush bestens.
Außerdem gibt es da deine Farben fertig und man bekommt sie fast überall.
Die vertragen sich auch mit dem Dupli Klarlack.

Eine Zahnstocherspitze an einen Spülitropfen halten und danach kurz etwas durch die Farbe rühren hilft um die Oberflächenspannung der Farbe zu brechen.
 
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Mit der createx Auto air habe ich genau eine Schicht von schwarz auf weiß gebraucht, das ganze mit einer 0,35 mm Düse per Airbrush.

Das Spielchen mit revell habe ich aufgegeben, da diese gerne überlagert sind und dann kaum zu gebrauchen, ausser man hat eine 0,5mm + Düse.

Das Auto air Set kostet knapp 40 Euro mit 6 Farben und dem thinner
 
aspenD28
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Autoair habe ich auch schon verarbeitet.
Sind natürlich gut. Ebenso wie Vallejo.
Ist eben die Frage was man ausgeben will;)
 
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Was mir bei der kompletten createx Palette gefällt ist, das alles mit allem problemlos verarbeitet werden kann.
Wicked direkt auf Auto air (auch obwohl eines auf Lösemittel und das andere auf Wasser basiert).
 

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