chemisches Entlacken - aber wie ?

von multidilettant, 17.02.08.

  1. multidilettant

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    Erstellt: 17.02.08   #1
    Hallo,

    weiß jemand mit welchen Chemikalien die Werkstätten den Lack runterkriegen?
    Jetzt sagt bloß nicht: Lackentferner! :eek:
     
  2. Rockopa

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    Erstellt: 18.02.08   #2
    Von was ,weshalb,wieso?
    Üblicherweise benutzt man dafür Abbeizer.
     
  3. tantrix

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    Erstellt: 18.02.08   #3
    Gehen tut das mit Abbeizer schon, ist aber mühsam. Man könnte auch Aceton nehmen. Kommt dann auch auf den Lack an und für den professionellen Bereich liefern die Lackfabriken Zeug, das kriegste nicht im Baumarkt.
     
  4. multidilettant

    multidilettant Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.08   #4
    Hallo nochmals,

    also Hinergrund der Sache ist: Ich habe eine ziemlich alte Perinett-Trompete bei der nur noch das Maschinenteil und der Trichter Lack haben. Den möchte ich auch loswerden, weil´s doof aussieht.

    Molto-Abbeizer (Fertig-Gel aus der Dose) habe ich versucht. Mit dem Zeug krieg ich sonst alles überall runter. Hier - keine Chance!

    Aceton - wirkungslos!

    Und nun ... ?
     
  5. tantrix

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    Erstellt: 19.02.08   #5
    Heißluftföhn.
     
  6. multidilettant

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    Erstellt: 19.02.08   #6
    Habe ich bisher nur bei Holzteilen gemacht. Werde ich aber mal probieren. Hoffentlich "versaue" ich mir nicht das ganze Intrument damit. :eek:
     
  7. multidilettant

    multidilettant Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.08   #7
    So! Hab´s eben mit Profi-Heißluftgerät probiert. Echt bemerkenswert Wirkung. Nämlich gar keine!

    Nochmal andere Abbeize probiert, ein paar Stunden drin "gebadet". Nichts! Der Lack wird nicht mal stumpf. Da fällt mir doch nichts mehr zu ein. Euch etwa?
     
  8. tantrix

    tantrix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.02.08   #8
    Nä, ne? Das ist wirklich kurios.
    Heißluftföhn liefert 200 Grad. Soll ja feuerfesten Lack geben. Vielleicht sind Einbrennlacke hitzestabiler. Aber Lösungsmittel für diese Art Epoxy wirst du nicht bekommen.
    Gut, ich seh da 2 Möglichkeiten.
    1. du überläßt es tatsächlich dem Instrumentenbauer.
    2. du wirst radikaler und nimmst die Lötlampe/Gasbrenner.
    Lötzinn schmiltz wo? 400 Grad?
    Was könnte passieren?
    Lötzinn schmilzt, Teil löst sich ab. Macht nix, das kann man wieder anlöten.

    Ansonsten fällt mir wirklich nichts mehr ein. :(

    P.S.
    Halt mal einen elektrischen Lötkolben an den Lack. Nicht unwahrscheinlich, dass du den Schmelzpunkt noch nicht ereicht hast.
     
  9. Rockopa

    Rockopa Globaler Moderator Moderator

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    Erstellt: 20.02.08   #9
    Sikkens Radikalfresser,leider weiss ich nicht ob es den überhaupt noch gibt und auch nicht wo.
    Was mit dem Zeugs nicht abgeht,geht wirklich nicht ab.
     
  10. lini

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    Erstellt: 20.02.08   #10
    Ist das Teil dann auch wirklich lackiert und nicht etwa brüniert? Denn dann wird das mit Abbeizen und Abbrennen nix.
     
  11. multidilettant

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    Erstellt: 22.02.08   #11
    Da es einigen Stellen abgeblättert aussieht, gehe ich mal von lackiert aus.

    Bin übrigens gestern nochmal mit dem Taschen-Schweißbrenner dran gewesen. Nix! Eher läßt sich das Messing neu schmieden, als daß sich beim Lack was tut.

    Verdammt! Ich dachte, ich könnte das selbst machen, weil ich kostensparend abrbeiten wollte. Jetzt bleibt nur noch der Weg zu Werkstatt. Hat jemand eine Ahnung was das kosten kann?
     
  12. between*the*eyes

    between*the*eyes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #12
    also entlacken kann zum teil sehr schwierig und anspruchsvoll sein bzw werden. zum einen ist es abhängig von der lackart und dessen schichtdicke. lackarten gibt es wirkliche einige von leicht zu entfernenden bis hin zu extremst schwierig runterzuholenden.
    im professionellen bereich unterscheidet man grundsätzlich zwischen 1.) kaltentlackung,
    2.) heiß bzw warmentlackung und 3.) abbeizer. warmentlackung sind alkalische produkte die im zusammenspiel von entlackungsdauer und einsatztemperatur und der schichtdicke des lackes ein gewünschtes ergebnis erzielen.
    kaltentlacker sind meist im sauren bereich und haben im durchschnitt entlackungszeiten von 20 min +/-.
    die oben genannten abbeizer wendet man bei zimmertemperatur an.
    ich an deiner stelle würde an meinem instrument nicht einfach probieren, sondern einen fachmann umhilfe bitten, damit du an deinem instrument keinen schaden anrichtest.

    cheers
     
  13. Druckziehschieb

    Druckziehschieb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #13
    Naja, beim Weichlöten bei etwa 250 Grad.
     
  14. tantrix

    tantrix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.02.08   #14
    Hol dir lieber Kostenvoranschläge ein und such dir nicht den Laden um die Ecke, sondern einen richtigen Hersteller. Der hat nämlich die Maschinen.
    http://trompetenkarte.de.vu/

    Kommt aber noch drauf an, ob du die Sache wie Hobbythek statt Glotze betrachtest, oder auf Effizienz aus bist.
    So mit Schmirgelpapier, einer Schwabbelscheibe auf der Bohrmashine, evtl. biegsame Welle. Dazu Schleif- und Polierpaste kriegt man schon was hin. Ist halt Fenterei, aber man kann dabei auch die schönsten alten CDs mal wieder hören.
     
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