Chörigkeit von Akkordeons

von schelm1963, 17.02.08.

  1. schelm1963

    schelm1963 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.02.08   #1
    Hallöchen,

    ich habe ein wunderbares italienisches Tasten-Akkordeon - eine G. Argentati mit 80 Bässen, 5 Diskantregistern und 1 Bassregister.

    Vor etwa einem Jahr hab ich wieder angefangen zu spielen und ich frage mich, ob mein Akkordeon zweichörig ist, was ich wohl vermuten würde.

    Daher meine Frage: Heißt zweichörig - in jedem Register spielen gleichzeitig zwei gleiche Töne unterschiedlicher Oktaven beim Druck einer Taste? Oder wären das verschiedene Töne, die gleichzeitig erklingen müssten - also in der Art eines Akkordes? Bei dreichörig dann entsprechend drei gleiche Töne aus drei Oktaven? Oder ist alles ganz anders?

    Oder gibt es irgendwelche äußeren Erkennungsmerkmale, um die Chörigkeit zu bestimmen?

    Wäre super nett, wenn mir jemand diese Frage beantworten würde.

    Danke.
     
  2. Norbert__B

    Norbert__B Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.02.08   #2
  3. senseo

    senseo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.02.08   #3
    Bei fünf Diskantregistern würde ich auf dreichörig tippen. Die Chöre sind jeweils im Oktavabstand angeordnet. Bei dreichörigen Instrumenten gibt es in der Regel zwei 8' Chöre, wobei der zweite leicht gegenüber dem ersten verstimmt ist, so dass ein Schwebeton entsteht (Tremolo). Deneben gibt es dann noch die tiefe Oktave (16' Chor), der dann eine Oktave tiefer erklingt. Vierchörige Instrumente verfügen darüber hinaus meist noch über eine hohe Oktave (4').

    Gruss, Senseo
     
  4. schelm1963

    schelm1963 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.02.08   #4
    Hallo Norbert,

    vielen Dank für deinen Link. Ich werde mal versuchen, mich da durchzuwurschteln. :)

    Gruß

    schelm1963


    Hallo Senseo,

    erst mal vielen Dank für deine ausführliche Erklärung.
    Ich muss gestehen, dass ich zwar teilweise erahne, was du meinst. Ich spiele zwar mein Instrument - und das gar nicht mal so schlecht. Nur - ich kann keine Noten und daher muss ich mir Vieles so zusammenreimen.
    Ich habe dich so verstanden: eine Oktave hat ja 8 Töne, von C - C. Ein zweichöriges Instrument würde bei dem Ton C das hohe und das tiefe C einer Oktave gleichzeitig spielen? Ein dreichöriges dann noch ein zusätzliches C aus einer weiteren Oktave dazunehmen, wobei dieser dritte Ton dann aus einer tieferen oder höheren Oktave sein könnte?
    Hab ich das richtig verstanden, dass die Töne der zweiten Oktave beim dreichörigen Instrument um eine leichte Spur gegenüber den Tönen der ersten Oktave verschoben klingen?
    Ich weiß, es erschwert die Auseinandersetzung ohne ausreichende Musiktheoriekenntnisse etwas, aber vielleicht kannst du doch mit meinen Ausführungen etwas anfangen.

    Vielen Dank und Gruß

    schelm1963
     
  5. senseo

    senseo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.08   #5
    Fast. Zweichörige Instrumente sind in der Regel so ausgelegt, dass sie über zwei 8' Chöre verfügen. So kann man 8' einchörig spielen oder eben zweichörig als Tremolo. Dieses Tremolo entsteht dadurch, dass im Prinzip zwei gleiche Töne erklingen, wobei der eine dem anderen gegenüber leicht verstimmt ist. Dieser Ton wird dann nicht als zwei Töne wahrgenommen, sondern eben als ein Schwebeton (Tremolo). 8' ist dabei der "normale" Ton, d.h. es erklingt der Ton, den man auf der Klaviatur betätigt. 4' ist der gleiche Ton, nur eine Oktave höher und 16 ' der gleiche Ton wie 8' nur eine Oktave tiefer.

    Gruss, Senseo
     
  6. schelm1963

    schelm1963 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.02.08   #6
    Ich glaub, jetzt hab ichs kapiert, vielen Dank Senseo !

    Gruß schelm1963
     
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