Class A-Class A/B

von Rock_Freak, 30.09.06.

  1. Rock_Freak

    Rock_Freak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.06   #1
    Der Titel sollte schon mal auf das Thema hinweisen, nmlichj: Wo ist da der Unterschied, bzw. was genau heisst des eigentlich?
     
  2. Breed of Killing

    Breed of Killing Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.06   #2
    Bei Class A werden die Röhren immer auf Maximalleistung gefahren.
     
  3. Martinho the Met

    Martinho the Met Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.06   #3
    Der SOund ist ehrlicher und Class A ist ungefähr doppelt so laut wie A/B das sieht man auch am AC 30 von Vox der Laut wie Sau st
     
  4. PietB

    PietB Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.06   #4
    wars nicht so , dass class a weniger laut ist als class ab (bei gleichen vorraussetzungen) ?
    Benutz am besten die Suchfunktion , dazu gibts schon ein paar threads mit guten erklärungen .
    Piet
     
  5. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 30.09.06   #5
    Nein, mit der Lautstärke hat das nichts zu tun.
    Class A bzw A/B (es gibt auch B) ist ein E-technisches Schaltungskonzept....das ist dem Musiker erstmal egal, klanglich würde ich sagen dass Class A harmonischer, weicher verzerrt als Class A/B. Durch die Class A Schaltung ist es allerdings schwieriger hohe Leistungen abzurufen, weswegen es auch gerne zerrt; Headroom unso...
     
  6. wchuck

    wchuck Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.06   #6
    hat das nicht auch mit dem Zeitpunkt der Verzerrung zu tun?

    Also quasi, je weiter es im Alphabet geht, desto schnell verzerrt er? Es gibt ja auch Class C und D (zb Crate Powerblock)
     
  7. Breed of Killing

    Breed of Killing Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.06   #7
    Crate Powerblock ist kein Röhrenverstärker, deswegen ist Class C/D wohl für Transen und Class A/AB für Röhren.
     
  8. skinny

    skinny Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.06   #8
    Hier wird ja wieder mit Wissen um sich geschlagen, dass man es kaum aushalten kann;)

    Edit: Class A
     
  9. Rock_Freak

    Rock_Freak Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.06   #9
    DAs heisst, die ausirkungen auf sound und lautstärke sind nicht sooo extrem?!?
     
  10. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 30.09.06   #10
    Das hat nichts mit Röhren- oder Transistorverstärkern zu tun.
    Wie Bierschinken schon sagte, beschreibt die Einteilung in Klassen den Arbeitspunkt des Verstärkungselements, egal ob Röhre oder Transe. Dabei ist Klasse A typischer Vollwellenbetrieb (weshalb man da auch häufig nur eine Vorstufenröhre und nur eine Endröhre antrifft) und Klasse B ist Halbwellenbetrieb, wo jede Röhre/jeder Transistor nur eine Halbwelle verstärkt (weshalb man in jeder Stufe 2 davon braucht).
    Im Hifi-Forum ist das ganz nett erklärt, auch für Laien, wer tiefer einsteigen will, da gibts was interessantes in deutsch.
     
  11. Matzel

    Matzel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.06   #11
    jaa...schade, dass ich in physik nie aufgepasst habe.

    hätt mir jetzt auch weitergeholfen, aber so versteh ich mal nur hauptbahnhof.
    :p
     
  12. KillerKeks

    KillerKeks Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.10.06   #12
    probieren wir es mal so:
    durch das schwingen der saiten erzeugst du eine änderung um magnetfeld der tonabnehmer. diese änderung wird an deinen amp weitergegeben und dort verstärkt. das signal, welches beim amp ankommt, stellst du dir als welle vor. diese welle besitzt einen berg (maximum) und ein tal (minimum). genau in der hälfte denkst du dir eine trennlinie. der bergteil (oberhalb der gedachten linie) der welle wird bei class a/b durch eine röhre, der talteil durch die andere röhre verstärkt (anzahl der verstärkerröhren beeinflusst die wattzahl zusammen). jede verstärkerröhre bekommt also nur einen teil der welle zum verstärken.

    ich hoffe mal, dass war jetzt nicht grundfalsch.
     
  13. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.10.06   #13
    Keineswegs, wenn es auch etwas vereinfacht ist ;).

    In aller Regel kannst du ja das Eingangssignal nur einer Röhre anbieten, denn wenn du es gleichzeitig beiden anbietest, macht auch jede Röhre das gleiche damit :) . Damit das mit den Halbwellen also funktioniert, wird meistens aus dem Eingangssignal noch mal das Spiegelbild erzeugt (in der sog. Phasenumkehrstufe), wodurch du dann das Eingangssignal zweimal vorliegen hast, einmal phasenrichtig und einmal genau umgekehrt. Nach der Verstärkung werden die beiden Signalhälften dann im Ausgangstransformator wieder zusammengesetzt. Das ist aber eben nicht immer nötig, denn grob kann man wohl sagen, daß als Gitarrenverstärker im Röhrenbereich hauptsächlich 3 verschiedene Verstärkerprinzipien angewendet werden, (die auch im Internet an etlichen Stellen erklärt werden, obwohl nicht alle dieser Erklärungen für den interessierten Laien verständlich sind). Die drei sind:
    • der Gegentaktverstärker in Ultra-Linear-Technik
    • Der Parallel-Push-Pull-Verstärker (PPP)
    • Der Eintakt (oder auch Single-Ended bzw Klasse A) Verstärker
    Beim Gegentakt Ultra-Linear-Prinzip, welches die geringsten Verzerrungen und höchste Leistungsabgabe erlaubt, wird die eigentliche Leistung von den im Gegentakt arbeitenden Endröhren erzeugt. Hierbei kann fast die gesamte Verlustleistung einer jeweiligen Endröhre für die Verstärkung einer Halbwelle des Signals genutzt werden. Eine vor den Endröhren angeordnete Phasenumkehrstufe teilt das Eingangssignal in zwei gleich große, aber phasengedrehte Signale. Im Ausgangsübertrager werden die beiden von den Endröhren erzeugten unterschiedlichen Halbwellen wieder zu einer Schwingung zusammengefügt, was dort dann auch zu den berüchtigten Übernahmeverzerrungen führt, die in Gitarrenverstärkern aber oftmals gewünscht sind.

    PPP-Endstufen arbeiten ähnlich, nur haben diese Verstärker statt eines Gegentaktübertragers einen Sparübertrager mit nur einer Wicklung und verschiedenen Abgriffen, sowie zwei Netzteilen, welche die für die Verstärkung erforderlichen Anodenspannungen an die Endröhren liefern. Das ist zwar ein Schwachpunkt, weil zwei exakt gleiche Netzteile bei Spannungen von um die 400V kaum zu realisieren sind, richtig stören tut sowas aber auch eher im HiFi-Bereich :rolleyes: .

    Im Eintakt-Verstärker werden gar keine Phasendrehungen erzeugt, das Signal durchläuft in jeder Verstärkerstufe nur jeweils eine Röhre. Es entstehen deshalb auch keine Übernahmeverzerrungen. Deshalb kann häufig auf die Gegenkopplung verzichtet werden. Zwar produzieren diese Eintakt-Verstärker einen deutlich höheren Klirrfaktor, das Klirr-Spektrum setzt sich dabei aber aus den sogenannten gradzahligen Oberwellen zusammen, die sich harmonisch ins Klangbild einfügen ohne unangenehm zu wirken, der ideale Sound von clean bis crunchy also.
     
  14. Rock_Freak

    Rock_Freak Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.10.06   #14
    ahja, die unterscheide liegen also darin, wie das signal dann letztendlich durch die Röhren verstärkt wird...

    Kann man so sagen, das die eine Methode entscheidend besser klingt als die andere, oder ist das alles Geschmackssache?
     
  15. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 02.10.06   #15
    Kann man nicht sagen....die Methode ist erstmal egal, denn die Schaltung muss als Ganzes stimmig sein.
     
  16. Latte

    Latte Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.07   #16
    Kann es sein das wenn bei einem Class A eine Röhre ausfällt das ganze Signal schwächer wird und somit auch die Lautstärke und verzerrung sich verringern? Bzw woran erkennt man das eine Röhre kaputt ist vom blosen hinsehn? Habe nämlich so nen Problem glaub ich.. Als ich meinen Amp bekommen hab Class A (AD30HTC) und ich erstmals angetestet hab war er schon druckvoll und laut, doch gestern kam es mir so vor als ob er Leiser geworden ist und weniger verzerrt. Ich konnte ganz aufdrehn und der Amp kam gegen den DSL 60 von meinem Kumpl in der Band nichmehr an...
     
  17. Kramusha

    Kramusha Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.07   #17
    Hallo.

    Hier mal ein Bild zur besseren Verständnis:
    [​IMG]

    Class A:
    Der Arbeitspunkt (da wo sich Strom und Spannung befinden, wenn kein Signal anliegt) liegt in der Mitte der Arbeitsgerade (der blaue Strich).

    Class B:
    Der Arbeitspunkt liegt am unteren Ende der Arbeitsgerade bei P1.

    Class AB:
    Der Arbeitspunkt liegt zwischen den beiden Punkten. Dadurch werden Übernahmeverzerrungen (s.u.) mehr oder weniger verhindert.

    Übernahmeverzerrungen:
    Fährt man die Verstärkerschaltung in Class B, muss man erst durch den Bereich, bei dem das Bauteil erst in den Gang kommt. Man kann es sich wie bei einem Motor vorstellen, der untertourig fährt. Zuerst nicht so viel, und dann kommt er mit der Drehzahl langsam.

    @Latte:
    Vom sehen eigentlich nicht, aber ein AC30 geht nicht sehr sanft mit Röhren um, es könnte schon sein, dass sie kaputt sind. Wie alt sind sie denn?

    Lg Stefan :)
     
  18. Swen

    Swen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.07   #18
    Die Frage ist ja auch, was es klanglich ausmacht. Da ich an meinem Amp von Class A/B auf A umschalten kann, kann ich dies sozusagen im Direktvergleich testen. Mein Amp hat im Class A-Modus mehr Headroom, klingt dort etwas offener, wodurch er vor allem leiser gespielt etwas besser klingt als im Class A/B. Je lauter man den Amp aufreißt und so geringer scheinen die Unterschiede zu werden. Mehr Headroom ist aber auch dort im Class A Modus zu vernehmen. Das er im Class A weicher zerrt kann ich bei meinem Amp nicht sagen. Die Hauptanteil der Verzerrung kommt da eh aus der Vorstufe und dort haben die Vorstufenröhren eine viel größere Wirkung auf den Verzerrungsgrad und den Sound als die Class A Schaltung. Die wirkt sich in dem Punkt wenn überhaupt dann im nicht hörbaren Bereich aus.
     
  19. rollthebones

    rollthebones Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.07   #19
    Electronic amplifier - Wikipedia, the free encyclopedia

    @Swen
    Jede Vorstufe wird in class A betrieben!
    Der klangliche Unterschied zwischen class A und class AB liegt einfach in den beteiligten Harmonischen. Class AB bedeutet, daß sich der Arbeitspunkt im nichtlinearen Bereich der Kennlinie befindet, dadurch werden dem verstärkten Ton "künstlich" andere Frequenzanteile beigemengt (das Eingangssignal wird durch die nichtlineare Kennlinienform verändert -> verzerrt). Das Frequenzspektrum enthält sowohl geradzahlige wie ungeradzahlige Frequenzanteile, diese klingen recht kratzbürstig. Der Ton eines class A Verstärkers enthält nur geradzahlige Harmonische, daher klingt er etwas "runder".

    Übernahmeverzerrung: class B Verstärker werden als push/pull-Verstärker betrieben. Man kann sich das so vorstellen, daß ein Signal (z.B. Sinus -> Berg und Tal) aus zwei spiegelverkehrten (in Wirklichkeit phasengedrehten) Teilsignalen zusammengesetzt wird. Die Stellen an denen diese Zusammensetzung stattfindet sind etwas "ausgebeult" also wiederum nichtlinearer Verlauf -> Verzerrung des Signals -> Addition von künstlichen Frequenzanteilen.
     
  20. Swen

    Swen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.07   #20
    Vielen Dank.

    Ich wollte oben nur beschreiben, wie ich an meinem Amp den akustischen Unterschied zwischen Class A und A/B empfinde.
     
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