Dachboden optimieren zum Abhören / Aufnehmen?

von Michi der, 17.05.18.

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  1. Michi der

    Michi der Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.18   #1
    Hallo zusammen.

    Mein Mitbewohner ist ausgezogen und ich wohne endlich allein.
    Dadurch ist sein ehemaliges Zimmer, ein Dachboden frei geworden.

    Ich würd mir den gern zum Mischen und Aufnehmen von Akustik Gitarre und Gesang optimieren. Mixen tu ich Rock, hab 2 Neumann KH120a Monitore, aktuell ohne Subwoofer.
    Mein Anspruch ist natürlich nicht da absolut professionelle Bedingungen zu schaffen. Aber halbwegs vernünftige Hobby Maßstäbe wären schon schön.

    Ich hab schon relativ viel hier mit gelesen, weiß also gaaanz grob wie das läuft mit Erstreflexions Absorbern, Basstraps usw. Aber viel weiter bin ich nicht in der Materie. Fällt mir auch schwer mich da wirklich einzuarbeiten. Ich und Physik werden keine Freunde mehr. ;)
    Ob sich das mit dem Dachboden lohnt, ich hab keine Ahnung. Wie ist eure Erfahrung mit so etwas?
    Das ganze ist eher langfristig gedacht, aktuell bin ich noch Student und somit hab ich nicht das riesen Budget. In ca 2 Jahren bin ich fertig und verdiene dann auch ganz ordentlich. Dann wirds besser ;)

    Die Breite ist 4,45m, die Länge 6,67m, die Höhe in der Mitte 2,20m.
    Die Decke/Wände bestehen aus Gipsplatten mit Dämmmaterial dahinter.

    Ich hänge Bilder und eine gaaaanz grobe Skizze an. Wenn ihr den Plan für durchführbar haltet, mache ich auch ne vernünftige Skizze.

    Vorteile die ich sehe:
    - Recht tief und breit, die Wände sind schräg
    - wenig Fensterfläche

    Nachteile die ich sehe:
    - nicht sehr hoch
    - Bassfallen schwieriger zu plazieren (ist das so?)
    - die Heizung rechts an der Stirnseite muss frei bleiben
    - durch die Dachflächenfenster links und rechts an der Stirnseite könnte vllt die Plazierung von Erstreflexions Absorbern schwieriger werden

    Also, wie siehts aus? Kann man da was halbwegs vernünftiges draus machen oder ist das ne blöde Idee?

    LG Michi

    Stirnseite Dachboden I Stirnseite Dachboden II Rückseite grobe Skizze
     
  2. Pfeife

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    Erstellt: 17.05.18   #2
    Meine Erfahrung mit solchen Räumen ist, gut klingende Aufnahmeräume werden das nicht. Aber sie sind mit relativ wenig Aufwand relativ 'tot' zu bekommen, so daß man sich nicht ewig mit Raummoden, Flatterechos etc. rumschlägt.
    Vorneweg stehen aber die Fragen, wie es mit dem Schallschutz nach außen(und somit von außen) und vor allem den klimatischen Bedingungen(Hochsommer) aussieht.
    Ich weiß wovon ich schreibe, ich produziere unter dem 'Label' Spitzbodenklang..... :whistle:
     
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  3. Michi der

    Michi der Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.18   #3
    Hey, danke schon mal für dein Feedback.

    Das klingt jetzt erst mal nicht soooo verkehrt. Zumindest glaub ich das. Wenn ich das richtig sehe ist "tot" zumindest für mischen und für Vocals gar nicht so schlecht, oder?
    Ich denke einen guten Raumklang zu bekommen dürfte in den übrigen Räumen die mir zu Verfügung stehen auch nicht so einfach werden...

    Am Schallschutz werd ich nicht wirklich was machen können fürchte ich. Nach Außen ist das egal, höre jetzt auch laut Musik und mache Musik ohne dass sich irgendwer aus der Nachbarschaft beschwert.
    Nach innen ist zwar nicht so dolle wenn man Außengeräusche mit aufnimmt, da werd ich aber erst mal mit leben müssen. Ggfs könnte ich später mal gucken ob sich an den Fenstern was machen lässt, dafür muss ich aber erst mal wieder was mehr Geld verdienen. Meinen Vermieter werd ich wohl nicht für Schallschutzfenster auf dem Dachboden begeistern können, der muss sowieso grad recht viel für andere Renovierungsmaßnahmen blechen ;)

    An den Temperaturen werd ich auch nix machen können fürchte ich. Aber die Alternative wäre, dass ich mein Schlaf- oder Wohnzimmer nach oben verlege, glaub da ist es mir lieber wenns im Musikzimmer warm ist. ;)

    Ich schätze mal, bevor ihr mir konkrete Tips zur Raumbehandlung geben könnt, muss ich den Raum erst mal akustisch vermessen richtig?
    Könnt ihr mir Tips geben wie ich am besten eine gute Aufstellposition für die Monitore zum vermessen finde?

    Und Pfeife, magst du mir vllt mal Bilder von deinem Dachboden zeigen? Nur damit ich so eine gaaaanz grobe Vorstellung davon hab was vllt gemacht werden muss und wie das so aussehen kann :)

    LG
     
  4. Pfeife

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    Erstellt: 17.05.18   #4
    Da ist nicht viel drumrum. Entscheidend ist vielleicht klanglich der Unterschied, daß ich Panelbretter an den Schrägen habe, und keine 'klingende' Gipskartonfläche. Mein Schuppen bietet auch keinen Platz für optimale Symmetrie etc. Deshalb wäre es nicht hilfreich sich daran zu orientieren. (Ich hab für 'wichtiges' auch noch Zugriff auf optimale Räumlichkeiten)
    In deinem Falle ist Messen durchaus erst mal angebracht um herauszubekommen, wie der Gipskarton befestigt ist(je nachdem schwingt die Fläche mehr oder weniger).
     
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  5. Michi der

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    Erstellt: 17.05.18   #5
    Ok, danke schon mal.
    Das Ganze wird sich jetzt erst mal etwas ziehen.
    Zum einen muss ich mir noch ein Messmikro kaufen, zum anderen werd ich den Dachboden die nächsten Wochen noch renovieren. (Kaputte Stellen flicken, Streichen, neues Laminat...)
    Ich meld mich wieder wenn ich so weit bin :)
     
  6. Pfeife

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    Erstellt: 18.05.18   #6
    Messen sagt dir, ob überhaupt neues Laminat gebraucht wird. Vielleicht ist ja preiswerte Auslegeware in deinem Fall akustisch besser.
    Ich würde ja neben dem Aufgang eine Art Fachwerkwand errichten, die schön mit Dämmung ausgefüllt wird. Dann würde ich den Arbeitsplatz mit Blickrichtung Schornstein einrichten, so daß ich die Wand als Absturzsicherung und fetten Absorber im Rücken habe.
    Vor den Arbeitsplatz dann nochmal in Tischhöhe einen Absorber zum Raum hin, so daß Rechnergeräusche etwas gedämmt werden, wenn man da feinste Akustikgitarren aufnehmen will.
     
  7. Michi der

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    Erstellt: 19.05.18   #7
    Das mit dem Laminat ist schon in Arbeit. Aber das neue Laminat hat auch nix mit akustischen Überlegungen zu tun. Das alte war einfach kaputt.
    Den Arbeitsplatz richtung Schornstein hatte ich auch überlegt.
    Mit der Dämmwand an dem Aufgang scheint mir ne gute Idee zu sein. Natürlich bräuchte man einen Durchgang. Wirkt sich der akustisch aus? Wenn ja, sollte man den ggfs noch mit einem mobilen Absorber zu stellen?

    Ein Problemchen hab ich noch gefunden.
    Rechts neben dem Kamin sind ein paar Rohre und ein Ventil was zu der Heizung im Keller gehört. Auf dem Foto ist da ein Holzkasten drüber.
    Das ganze verursacht ein leichtes Strömunsgeräusch. Nicht super laut, aber schon gut zu hören.
    Das Ventil selbst muss frei bleiben, der Rest darf ruhig eingepackt werden.
    Meint ihr es hilft wenn ich das ganze dick in Steinwolle einpacke?
     
  8. Pfeife

    Pfeife Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.18   #8
    Mobile Absorber davorstellen
     
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  9. engineer

    engineer HCA Recording HCA

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    Erstellt: 21.07.18   #9
    Wenn das dauerhaft eingepackt werden darf, dann richtig zumachen.

    Generelles:

    Ich würde von der Sitrnseite wenigsten 1,50 wegbleiben mit dem Mixing Desk und schauen dass die Lautsprecher von oben nach leicht unten gehen und direkt an der Schräge sind; An der schrägen Wand mindestens 20cm dicke Absorber und den Lautsprecher knapp dran. Alles was an Höhen aus dem Gehäuse kommt wird entweder absorbiert oder wirkt wie eine Grenzfläche, insbesonders die Mitten. Tiefe Bässe gehen durch die Wand ein wenig durch. Was hinten aus den Boxen kommt, wird nach hinten reflektiert. An die Stirnfläche Absorber. Auch vor die Heizung! Absorber auf solche Holzkästen wie im Bild stellen, damit die Luft von unten reinkommt und an der Heizung entlang strömen kann, über den Absorbern hinweg in den Raum.
     
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