Der allgemeine "Helft mir beim Fingersatz"-Fragen-Thread

von OnEoFaKinD, 14.12.18.

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Casio
  1. OnEoFaKinD

    OnEoFaKinD Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.18   #1
    Hallo miteinander

    Habe zig einzelne Threads gefunden von Leuten, die Hilfe mit dem Fingersatz auf dem Klavier benötigten.
    Weil dies meist kurze und für die Profis hier leicht zu lösende Fragen sind, dachte ich, ich mach mal einen allgemeinen Thread, den jeder benutzen kann, wenn gerade ein Problem mit einem Fingersatz auftaucht. Also ruhig hitchhiken, wenn ihr zum Piano-Fingering in eurem momentanen Stück Fragen habt...

    Im besten Fall hilft es der Übersichtlichkeit des Forums und verhindert unnötige Thread-Neueröffnungen.
    Im schlechtesten Fall verschwindet der Faden in der Versenkung und der nächste Hilfesuchende eröffnet wieder seinen eigenen ;)



    Hier jedenfalls mein aktuelles Problem:
    Möchte gerne eine "russische Erweiterung" zu Mozarts Zwölf Variationen „Ah, vous dirai-je, Maman“ (KV 265) spielen, bin aber gleich zum Start (nach der einfachen Einleitung) etwas ratlos.
    Im Video ab sec 20 und bei 25s: Wie spiele ich mit der linken hand "g a h C-Akkord" in derart schneller Abfolge?


    Bei 4-3-2-51 (also C-Akkord mit 5 und 1 am Schluss) ist der kleine Finger viel zu langsam.
    3-1-2-51 und 2-1-2-51 oder 1-3-2-51 schaffe ich das Tempo nicht. Fehlt mir Kraft/Übung?
    Muss ich da tatsächlich "betrügen" und die rechte Hand zu Hilfe nehmen? Oder was ist eure Lösung?
     
  2. Froschkapitaen

    Froschkapitaen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.18   #2
    Übung
     
  3. Dimension D

    Dimension D Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.18   #3
    4-3-2-51 ist der richtige Satz..und das ganze dann nur noch Üben.
     
  4. lil

    lil Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 15.12.18   #4
    Langsam anfangen zu üben und langsam das Tempo steigern
     
  5. OnEoFaKinD

    OnEoFaKinD Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.12.18   #5
    Fast erwartet, dass ich mehr üben muss :D

    Aber d.h. ihr würdet alle 4-3-2-51 bevorzugen?
    Dann kann ich mich immerhin auf einen zu übenden Fingersatz konzentrieren...
     
  6. Claus

    Claus Brass/Keys Trompete Moderator HCA

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    Erstellt: 16.12.18   #6
    Fingersatz und Timing!
    Wenn's hakt, geht das wie lil schrieb nur über bewusstes und das heißt zunächst (sehr) langsames Üben.
    Um eine Ausführung schließlich sowohl schnell als auch sauber gespielt hinzubekommen ist ein Metronom generell das beste Hilfsmittel.

    Den Beat wählst Du so, dass der Metronomklick allenfalls zwei Stellen der kurzen Figur markiert.
    Wenn ein Tempo leicht fällt und die Ausführung sicher gelingt, legst Du zwei Zähne zu. Anfangs kann das sehr zügig gehen, ich würde trotzdem nach zwei oder höchstens drei Steigerungen für den jeweiligen Tag aufhören, damit das Gelernte in Richtung Langzeitgedächtnis und Automatismus verarbeitet werden kann.

    Aus diesem Grund macht es außerdem Sinn, eine Übung wie diese ans Ende der Übungsstunde zu setzen bzw. danach nichts Neues mehr für das Klavierspiel zu lernen.
    Übst Du nämlich diesen Ablauf und danach etwas Anderes mit gleicher Konzentration, dann "überschreibt" der letzte Inhalt das zuvor Gelernte teilweise.

    Gruß Claus
     
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  7. RedRose87

    RedRose87 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.08.19   #7
    Hallo zusammen,

    ich hätte da mal eine Frage zum Fingersatz.
    Wie macht ihr das bei einem neuen Stück?
    Ist es richtig Takt für Takt zu schauen wo ist die tiefste und wo die höchste Note und dann die Hand/Finger so positionieren das man alles möglichst mit den 5 Fingern spielen kann ohne viel zu wechseln? Muss ich noch was beachten?


    Ich hab ein neues Stück ohne Fingersätze vom KL geschickt bekommen. Der KL ist in den Ferien und ich wollte/ sollte das Stück können bis nach seinen Ferien. Bin mir jetzt unsicher ob ich alles beachte da es bisher immer dort stand.

    Grüsse
    RedRose
     
  8. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 07.08.19   #8
    Das kann man so allgemein nicht sagen. Wenn z.B. die tiefste Note einer Melodie auf einer schwarzen Taste liegt, würde ich da höchstwahrscheinlich nicht den Daumen verwenden. Wenn Du fünf Töne hast, die aber sehr weit auseinanderliegen, würde ich die auch nicht mit den Fingern 1, 2, 3, 4, 5 von unten nach oben belegen, weil es dann durch Spreizung zwischen den Fingern zu unerwünschten Spannungen kommen kann. Du siehst also, man kann es so pauschal nicht beantworten, es kommt immer auf den Einzelfall an. Fingersätze sind eine Sache der Erfahrung. Die Finger sollten möglichst immer in einer natürlich entspannten Haltung spielen können und keine unnötigen Verrenkungen machen. Man kann auch immer schauen, ob man aus bereits Gelerntem etwas übertragen kann. Wenn z.B. Läufe vorkommen, kann man schauen, ob es Tonleiterleiterfingersätze gibt, die auf die Stelle passen. Sehr häufig gibt es bei Fingersätzen auch mehrere Möglichkeiten.

    Es ist auf jeden Fall eine gute Übung, sich mal selbst Fingersätze zu erarbeiten, vielleicht sogar mehrere Varianten.

    Danke, daß Du mich daran erinnert hast, daß ich auch noch Stücke herumschicken muß. Habe ich fast vergessen ... :o :embarrassed: :D

    Viele Grüße,
    McCoy
     
  9. brennbaer

    brennbaer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.19   #9
    m.M.n. ist es wenig zielführend, die FS taktweise auszutüfteln. Man muss schauen, von wo man in den Takt hineinkommt, und wohin es weitergeht.
    Einfach nur Takt für Takt für sich einzeln zu betrachten: da kommt man nicht weit.

    Ich finde es zudem hilfreich, beim Tüfteln auch mal (im Wortsinne) rückwärts zu spielen.
     
  10. RedRose87

    RedRose87 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.08.19   #10
    Ich hab das nun mal probiert, aber ich glaube das is wahrscheinlich noch nicht so passend. Könntet ihr da mal drüber schauen?
    Ich hab da null Erfahrung, das is das erste Lied wo ich das machen muss.

    Danke Euch
    (Hoffe es klappt mit dem Anhang )
     

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  11. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 08.08.19   #11
    T4: 4 statt 5 (5 geht aber auch)
    T6: 4 statt 5 (5 geht aber auch)
    T15: 3 statt 1, dann wie Du geschrieben hast
    T17: 4 statt 5 (5 geht aber auch)
    T18: 4 5 1 (auf das g bei Zählzeit 2+) 2 5 4 3
    T19: ganz elegant: 4 2, dann auf den 5 g's jedesmal einen anderen Finger: 2 1 2 3 4
    T19 alternativ: 4 2, dann auf den g's immer die 4. (Man kann es auf den g's auch anders machen, wichtig ist, daß auf dem letzten g im Takt die 4 liegt.)
    T20: geht so, aber besser: 5 2 4 3 4 3 2
    T21: gut so
    T22: 5 4 statt 5 5
    T23 = T19 (ich würde den schon geübten Fingersatz wieder nehmen, und dann in T24 ...)
    T24: 5 2 1 also Fingerwechsel auf dem e ...

    Insgesamt denkst Du wohl tatsächlich zu sehr in Takten und nicht in Melodieabschnitten. Orientiere Dich an den Pausen, nicht an den Taktstrichen. Die Pausen kann man zum Lagenwechsel benutzen, auch wenn vor und hinter der Pause derselbe Ton steht.

    Viele Grüße,
    McCoy
     
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  12. RedRose87

    RedRose87 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.08.19   #12
    Vielen lieben Dank McCoy :):great:
    Ich hab’s nun so probiert wie du geschrieben hast, das passt besser als bei mir. Werde es so lernen...

    Grüsse
    RedRose
     
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  13. RedRose87

    RedRose87 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.09.19   #13
    Hallo, nochmal eine Frage zu meinem Stück. Wie zähle ich diese Schrägstriche von der zweiten bis zur vierten Linie? Mit einem Schlag?

    Lg
     
  14. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 20.09.19   #14
    Jeder Schrägstrich entspricht einer Viertelnote.

    Man hätte da auch einfach eine Pause hinschreiben können ....

    Viele Grüße,
    McCoy
     
  15. Klavitatius

    Klavitatius Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.19   #15
    Hallo,
    kann mir bitte jemand den Fingersatz für die Begleitfigur (s. Bild) aufschreiben?

    Das müsste ein Voicing für D-Dur mit nach oben oktavierter Terz sein.

    Danke schon mal
     

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  16. Claus

    Claus Brass/Keys Trompete Moderator HCA

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    Erstellt: 02.11.19   #16
    Hallo und willkommen im Musiker-Board! :)

    D Dur Dreiklang D-A-F#-A (F# als Dezime), Fingersatz li H: 5-2-1-2
    li H: 5=kl.Finger, 2= Zeigefinger, 1=Daumen

    Gruß Claus
     
  17. Klavitatius

    Klavitatius Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.19   #17
    Hallo Claus,

    danke für deine Antwort.
    Dann ist der Fingersatz so wie ich dachte. Ich war mir nämlich nicht sicher, da die Spanne zischen Zeigefinger und Daumen bei mir nur gerade so ausreicht. Da ich Anfänger bin, tun mir davon beim Üben schnell die Hände weh, denn es ist eine ungewohnte Bewegung. Andererseits, wenn ich die Finger absetze klingt es etwas holprig.
    Kann es sein, dass die Begleitfigur für jemand, der kleinere Hände hat, gar nicht spielbar ist?

    Grüße Klavitatius
     

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  18. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 02.11.19   #18
    Ist zwar nicht ganz das Gleiche und auch eine andere Tonart (hier in A-Dur) und ein anderer Fingersatz (5 3 1 etc.), aber die Armbewegung, die Du machen mußt, ist entsprechend:



    Hier der Mittelfinger - (in Deinem Beispiel der Zeigefinger) - funktioniert dann wie eine Drehachse.

    Viele Grüße,
    McCoy
     
  19. Klavitatius

    Klavitatius Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.11.19   #19
    Hallo McCoy,
    anhand des Videos kann ich sehr gut erkennen, was ich üben muss.

    Vielen Dank,
    Klavitatius
     
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  20. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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