Der Anti-Griffbrett Pflegethread

  • Ersteller Uhu Stick
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Ist den bei den Nicht-Ölern mal Fret-Sprout aufgetreten? Sollte ja die erste Auswirkung von zu trockenem Griffbrett sein.
Nein, wie schon geschrieben wird fret-sprout durch zu trockene Raumluft forciert, grundsätzlich ausgelöst wird er aber i.d.R. durch falsch/nicht ausreichend/zu schnell maschinell getrocknetem Holz.
Da fret-sprout bevorzugt bei (lackierten) Ahorngriffbrettern auftritt, ist der Öl-Mythos dazu widerlegt ;)
Man kann übrigens Problemfälle (gerade auch Ibanez mit Ahorngriffbrettern sind leider oft betroffen, auch die MIJ Fujigenmodelle) recht gut am Produktionsdatum festmachen: Im Winter bei niedriger Luftfeuchtigkeit gebaute Hälse mit entspr. geschrumpftem Holz und darauf abgerichteten Bundkanten haben bekannt nie fret-sprout, bei Sommermodellen mit noch recht feuchtem Holz gebauten sehr häufig, wenn das Holz beim Besitzer im Winter dann entspr. schrumpft.
 
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Hier mal meine 2 cents: Ein bis zwei mal pro Jahr etwas Öl auf das Griffbrett und gut ist es. Wenn man die Gitarren im Koffer lagert reicht das.
 
hmmm... ich weiss nicht. ist das denn so?
Ich habe natürlich keine Statistik der ganzen Gitarrenwelt, von meinen 12 Ibanez haben bzw. hatten aber nur 3 von 4 Modelle mit Maplefretboard solche Probleme. Eine ganz massiv, zwei leicht. Nie solche Probleme mit Rosewood bei mir beim Rest. Von Rich Harris (Ibanez-Rules) liest man ähnliches, was eine noch zig-fach breitere Basis ist.. Zumindest für diese Marke ist der Trend deutlich.
Ohne tiefe Kenntnisse zu Hölzern zu haben vermute ich, dass Palisander und Ebenholz durch ihren höheren natürlichen Restölgehalt unempfindlicher gegenüber trockener Luft sind.
Wie sind denn Eure Erfahrungen mit Fret-Sprout, was war betroffen?
 
sowas hatte ich noch nie
 
Jetzt wirds OT, deswegen kurz. Ja habe ne gebrauchte Jackson KE3 mit Rosewood gekauft die hat es leicht.
 
Das Griffbrett meiner ES135 hab ich die ersten 10 Jahre gar nicht gepflegt (geölt), als mich dann der Gitarrenbauer nach dem Abrichten der Bünde darauf hingewiesen hat, dass es schon rissig wird und dringend mal Öl bräuchte (er hatte dann auch schonmal was draufgetan) hab ich das mit der Pflege dann doch etwas ernster genommen - bevor ich das Nichtpflegen dann doch noch bereue.
Bei meiner Tak haben sich wegen zu geringer Luftfeuchtigkeit mal die Bünde angehoben, konnte vom Fachmann mit 2 Wochen Lagerung bei 45% und ein wenig hämmern und feilen (und dem Austausch von 2 Bundstäbchen) zum Glück wieder gerichtet werden, seitdem Hygrometer und Luftbefeuchter, wenn die Heizsaison beginnt.
 
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Ich spiele seit 1975. Zwischen 1979 und ca. 1990 gab es mal eine Zeit, in der ich nach dem Lesen einschlägiger Artikel geglaubt habe, dass ich es machen müsste, habe ich dann auch, vielleicht 1x p.a. Seitdem nicht mehr; hier tummeln sich mittlerweile ca. 50 Saiteninstrumente, Griffbretter in der Regel Palisander und Ebenholz.
Keine Probleme.

P.S.: Was REINIGEN angeht: Das mache ich VOR jedem Spielen. Nämlich die Finger. Und zwischen den Sets beim Spielen auch. Bzw. beim Proben nach dem Häppchenessen.
 
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.......
Jetzt würde mich mal interessieren: Wer hier pflegt denn sein Griffbrett gar nicht und ist dabei irgendwann mal was Schlimmes bei raus gekommen? Gibt es hier irgendjemanden, der bereut sein Griffbrett nicht gepflegt zu haben?
Ich bereue nicht, meine Griffbretter gepflegt zu haben. Also umgekehrt.
Da ich meine Griffbretter pflege (ca. 1x im Jahr mit Öl bei RW-Brettern) kann ich zur Ausgangsfrage nichts beitragen.
Ich wische zusätzlich nach dem Spielen die Saiten ab, damit sie länger halten.

Die eigentliche Frage von @Uhu Stick ist dann nur von sehr wenigen Gitarristen zu beantworten (denke ich).
 
Bei mir sind es zwar keine 50 Gitarren sondern um die 15, aber ansonsten kann ich mich rw da vollumfänglich anschließen.
Meine älteste Akustik (Palisandergriffbrett) ist von 1972, war auf jedem Campingurlaub im Zelt mit dabei und das Griffbrett hat bis heute kein Öl gesehen.
Das Griffbrett ist immer noch top.
Heute befindet sie sich im Studentenzimmer meiner Tochter.
Einzige Ausnahme:
Eine gebrauchte Gitarre zieht bei mir ein.
Da benutze ich zur ersten Grundreinigung des Griffbretts auch Öl.
Ansonsten passiert da nichts mehr in dieser Richtung.
 
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@Volkri

Gebrauchtes Instrument ... warum Öl und nicht feuchten Lappen mit Seife und/oder Spülmittel? Wenn Du die Gitarre nicht vor dem Pflegen reinigst, dann kleisterst Du ja nur den Dreck auf dem Griffbrett zu.
 
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Das "LemonOil" (Mineralöl) zB ist doch als Reinigungsmittel gedacht wenn ich nicht irre, stand das auch drauf. Das wischt man anschließend auch ab. Wäre schon wenn die Leute die hier schreiben, dass sie "Öl" nutzen auch mal schreiben WAS für ein "Öl" sie nehmen...
 
Hier soll ja keiner schreiben dass er Öl nimmt:rolleyes:
Darüber gibt's schon genug Threads.
 
Vaseline:ROFLMAO:
 
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Jetzt geht das schon wieder los... das Öl, egal welches, ist nicht zur Reinigung, sondern zur Pflege. Öl wird nur bei Baby-Hintern zur Reinigung genommen.
 
ANTI - Pflegethread!
Wenn hier einer einen Thread aufmacht: "was passiert wenn man sein Auto nicht wäscht" ... Zwei Posts weiter: " ich wasche mein Auto nur mit einem Naturschwamm aus dem roten Meer mit selbst hergestellter Seife"
 
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Naja, haben sich ja jetzt doch einige Leute gefunden.

Scheint bei der Mehrheit jener keine schlimmen Auswirkungen gehabt zu haben.

Vielleicht ist da doch was dran, dass abgesehen vom Dreckaspekt Ölen nicht so wichtig ist
 
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warum Öl und nicht feuchten Lappen mit Seife und/oder Spülmittel?
Nur um auf die konkrete Frage zu Antworten:
Ich sehe (Mineral-)Öl da durchaus als gleichwertiges Reinigungsmittel an und als nichts anderes.
Und Seife/Spüli holt m.M.n. nicht nur Schmutz raus, sondern auch holzeigene Inhaltsstoffe, was dann wieder eine Nachbehandlung erfordert.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Vielleicht ist da doch was dran, dass abgesehen vom Dreckaspekt Ölen nicht so wichtig ist
Sehe ich genauso.
 
Ok, also ich habe eine ca 3 Jahre alte Harley Benton Fusion III mit geröstetem Ahorngriffbrett. Das ist unlackiert. Habe da nie was dran gemacht. Übe viel Solos auf dem Teil und an den Stellen wo ich oft greife haben sich etwas dunkle - je nach Licht/Blickwinkel anders glänzende Stellen (manchmal erscheinen sie dunkler, manchmal heller als der Rest) gebildet. Das hatte mich dann so ein bisschen gestört. Habe versucht feucht abzuwischen, auch mal einen Hauch spüli - hat aber nicht so wirklich geholfen. Mittlerweile hab ich mich dran gewöhnt und vielleicht sieht es irgendwann mal ganz cool aus. Ist halt ein Gegenstand der viel benutzt wird.

fusionfb.jpg


fusionfb2.jpg



Habe noch einen ca 15 Jahre alten Jazzbass mit Palisander griffbrett den hatte ich alle 1 oder 2 Jahre mit LemonOil (jaja) behandelt der hat aber auch solche dunkle Stellen wo ich viel spiele und auch da wo mein Daumen beim Slappen aufs Griffbrett kommt. Sind wie so "kästchen" zwischen Bünden und Saiten.

jazzfb.jpg


Sonst sind komischerweise alle meine Griffbretter wie neu ohne solche speckigen/glänzenden Stellen. Manche mit regelmäßiger Reinigung und Pflege - andere mit mehr oder weniger ganz Ohne oder nur Selten.
 
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