Was bei dem Test nicht ersichtlich ist, ist das Gehör der Kandidaten. Es gibt keinen Hinweis, wie gut die Ohren geschult sind. Außerdem es wird auch nicht erwähnt, wer welche Geige genau vorher schon selbst gespielt und gehört und danach auch gewählt hat!
Faktisch heißt das: Die älteren Herren, die eine Strad selbst besitzen und Jahrelang gespielt haben, kennen den Klang und haben diesen raushören können. Wenn in dem Test die Mehrheit aber nur junge Studenten, die nur in äußerst seltenen Fällen zu einer Strad kommen und daraufhin eher zu neueren Geigen greifen müssen, dann wählen diese jungen Menschen neuere Geigen, da diese gewohnt sind, diese zu spielen. Daraufhin wird die Strad nur von erfahrenen Musikern gewählt, die auch ständigen Kontakt zu so einem Instrument haben. Wenn diese Gruppe in der Minderheit bei einem Test ist, dann wird die Strad auch eher wenig erkannt.
Versteht das nicht falsch: Ich will nicht sagen, dass Spiegelonline recht oder unrecht hat, jedoch bleiben bei mir gewisse Zweifel. Solange die genauen Testverhältnisse nicht geklärt sind, bin ich noch von dem Klang einer echten Strad überzeugt!