Der „richtige“ Abgang?

Ich bin wohl so einer, der sich leise ein wenig aus dem Spiel genommen hat. Kann nicht mal genau sagen warum, es hat da vor paar Jahren wohl einen Knick gegeben, wo ich nicht mehr 1000x täglich ins Board geschaut habe und entsprechend weniger gepostet. Aber es hat nichts mit dem MB zu tun, die meisten Leute die ich hier kennenlernen durfte sind einfach Spitze und es haben sich auch trotz so mancher Entfernung (der Westerwald ist weit von Wien, genauso Wiesbaden) viele persönliche Treffen ergeben.
Jetzt bin ich halt nur noch zeitweise aktiv, schau vielleicht einmal täglich vorbei und lese vor allem mit. Aber wenn es mich juckt, dann bin ich auch wieder voll da. Im Augenblick ist aber leider mein Leben zu voll...
 
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Habt ihr euch schon Gedanken gemacht, wie ihr aussteigen würdet?

Der Normalfall ist wohl, dass man nicht darüber nachdenkt, das Interesse verliert und einfach nicht mehr aktiv ist (oder nicht mehr sein kann). Alles andere spricht schon für ein überzogenes Ego.

Ist das eigentlich bekannt, gibt es Umfragen dazu?

Sofern die meisten bei der Anmeldung das korrekte Geburtsjahr angegeben haben, ließe sich das eventuell sogar elektronisch berechnen. Dennoch wäre das Ergebnis nie aussagekräftig. Es gibt etllich viele User, die kommen nur für eine Frage, bleiben aber dennoch registriert. Das gilt mutmaßlich besonders für die jüngeren.

Gefühlt würde ich sagen, die regelmäßig aktiven User dürften überwiegend der späteren Generation Boomer und und der früheren Generation X angehören. Ich tippe also auf 60 im Durchschnitt.

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Der Normalfall ist wohl, dass man nicht darüber nachdenkt, das Interesse verliert und einfach nicht mehr aktiv ist (oder nicht mehr sein kann). Alles andere spricht schon für ein überzogenes Ego.
Du meinst wirklich, dass gute Kinderstube (Z.b. sich für die gute Zeit im Forum zu bedanken, und sich kurz zu verabschieden) Zeichen eines überzogenen Egos ist? Ja klar, das ist ein großes Forum, und jeder Einzelne ist hier nur ein kleines Rad. Aber der aktive Kreis ist doch eher überschaubar und „kennt“ sich irgendwie…
 
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Gefühlt würde ich sagen, die regelmäßig aktiven User dürften überwiegend der späteren Generation Boomer und und der früheren Generation X angehören. Ich tippe also auf 60 im Durchschnitt.
Und wieviele sind Frauen? 10%? 20%? Bei Gesang mehr als bei Gitarre, würde ich schätzen.
 
kann es sein, dass Weibsvolk anwesend ist?
 
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Und wieviele sind Frauen? Bei Gesang mehr als bei Gitarre, würde ich schätzen.

Das ist sehr, sehr wahrscheinlich.

Du meinst wirklich, dass gute Kinderstube (Z.b. sich für die gute Zeit im Forum zu bedanken, und sich kurz zu verabschieden) Zeichen eines überzogenen Egos ist?

Nein, meine ich natürlich nicht. Da mir als Ex-Mod die "lauten" Abgänge noch etwas präsenter sind, habe ich zugegeben an solch einen Zweck nicht gedacht. Sorry. Dennoch denke ich, dass jemand, der sich einfach nur höflich kurz verabschieden will, nicht vorher darüber nachdenkt oder seinen Abgang plant. Er tut es einfach.

Der Frage nach dem "wie" müsste in diesem Fall eigentlich die Frage nach dem "wo" vorangestellt werden. Da es dafür keinen zentralen Ort gibt, werden die meisten eben einfach wegbleiben oder/und die Moderation um Accountstilllegung bitten. Kürzlich hat sich ein langjähriger User verabschiedet, weil er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aktiv musizieren kann und auch gleich sein Konto anonymisieren lassen. Das ist ja grundsätzlich okay – aber es passierte unauffällig im Thread "Ich möchte dem MB danken", wo es viele gar nicht mitbekommen haben, weil dieser Thread nicht primär für Abschiedsworte gedacht ist.


...
 
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User, die als "Gast" erscheinen ... Sind also User, die sich anonymisieren lassen...
Es gibt einen Unterschied zwischen einem "Gast" und anderem "Gast". Es gibt Leute, deren Accounts anonymisiert sind (z.B. nach einigen Regelverstößen), und dem Leser des Threads geht dadurch nichts verloren. Es ist jedoch schade, wenn jemand, der über viele Jahre wertvolle Ratschläge und Ideen beigetragen hat, Anonymität wünscht. Man kann beispielsweise nicht mehr nach seinen Beiträgen unter seinem neuen anonymen Namen "Gast 123456" suchen (was jedoch verständlich ist). Ich verstehe, dass es sein Recht ist. Das waren seine Worte, seine Gedanken, seine Ideen, seine Beiträge. Mir kommt es aber so vor, als würde jemand sein Haus des Wissens errichten und es dann vor seinem Weggang wieder abreißen, obwohl es für andere noch von Nutzen sein könnte. Es könnte vielleicht ausreichen, wenn ein solcher Benutzer nach einem gewissen Zeitraum seiner Inaktivität (zum Beispiel drei Jahren) als inaktiver Benutzer gekennzeichnet würde (vielleicht in einer anderen Schriftfarbe für seinen Benutzer-Namen), ohne dass sein ursprüngliches Pseudonym/sein ursprünglicher Name geändert wird (es sei denn, er/sie verlangt es ausdrücklich) …

Hinzu kommt, dass sich Menschen im Laufe der Zeit auch oft erheblich verändern. Hier im Forum sieht man Beiträge von Leuten, die seit vielen Jahren mitwirken waren, Tausende von Beiträgen verfasst, dafür Tausende von "Kekse" (und manchmal sogar "HFU") erhalten haben, und am Ende werden als Gesperrter Benutzer. Denn fast jeder Mensch verändert sich mit dem Alter und Menschen bemerken ihre eigenen Veränderungen oft nicht. Und erst ihr Umfeld, zerbrochene Beziehungen oder ein gesperrter Forum-Zugang machen sie darauf aufmerksam...
:nix:

Gruß, Vladimir
 
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Hier im Forum sieht man Beiträge von Leuten, die seit vielen Jahren mitwirken waren, Tausende von Beiträgen verfasst, dafür Tausende von "Kekse" (und manchmal sogar "HFU") erhalten haben, und am Ende werden als Gesperrter Benutzer.
Das ist das, was mir immer seltsam aufstößt. Früher, als die Listen mit den meisten Beiträgen/Keksen/usw. noch standardmäßig länger angezeigt wurden, war es z.T. etwas erschreckend wie viele "hochdekorierte" ehemalige Viel-Poster dann lapidar als "Gesperrter Benutzer" standen - und weil die Auslöser dafür meist gelöscht und die Eskalationen dann eher hinter den Kulissen ausgetragen wurden, weiß man halt nie, was da passiert ist.

Ist ja auch gut, dass das nicht öffentlich breitgetreten wird. Ein einfacher Rauswurf ist insgesamt immer besser als eine gut sichtbare Durchsage mit "User XYZ wurde wegen wiederholten Nervens, unflätigen Äußerungen, und Verstoß gegen Forenregeln 3-5 endgültig gesperrt". Aber eben auch - man fragt sich, ob man sich in seiner virtuellen Menschenkenntnis geirrt hat.

Meine Mitgliedschaft hier geht ja auch auf die 20 Jahre zu (schluck, man wird alt) und einige meiner älteren Beiträge finde ich dann schon etwas cringe, wenn ich heute mal drüber stolpere oder jemand einen alten Thread ausgräbt. Zum Glück kann ich hinter den meisten Aussagen auch heute stehen.

Ich bleib' also dabei - wer meint, hier "aktiv aussteigen" zu wollen bzw. ganz rausgeht darf gerne sein Profil entsprechend anpassen - das ist nachhaltiger als ein "Abschiedsthread". Und wenn's "im Guten" passiert, dann lasst doch euer Account bestehen und den Usernamen erhalten, kostet nichts und schadet nichts und ist doch ein Stück Identität.

PS gerade mal nachgerechnet - ich komme immerhin auf rund 0,85 Beiträge pro Tag, in dem ich hier angemeldet war. Das ist nicht viel im Vergleich zu vielen anderen, aber über die Zeit fühlt man sich doch vielen Usern irgendwie "verbunden" bzw. hat einen Eindruck von ihnen gewonnen.
 
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Aber eben auch - man fragt sich, ob man sich in seiner virtuellen Menschenkenntnis geirrt hat.

Ich würde das nicht so hoch hängen.

Menschen haben unterschiedliche Vorstellungen bei gemeinsamen Unternehmungen. Ich finde ja auch nicht jeden Moderationseingriff immer nachvollziehbar bzw. würde mir andernorts dann wiederum mehr Eingriff wünschen.

Mir ist aber grundsätzlich bewusst, dass auch meine Würdigung ja nicht die einzig richtige ist und außerdem geht es ja auch nicht um wirklich was. Manchmal kommen aber viele Kleinigkeiten zusammen und dann kann es - wenn die entsprechenden Charaktere aufeinanderprallen - halt mal knallen. Die Wahrscheinlichkeit ist m.E. auch umso höher, je mehr der entsprechende User hier im Forum involviert ist.

Ich unterstelle jedenfalls nicht jedem "gesperrten Nutzer" einen grundsätzlichen Charakterfehler. ;)
 
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Es gab auch einige Fälle, in denen User schwer erkrankt sind, und man gemerkt hat, dass die Musik aber auch das Board hier sowas wie ein Anker und Kraftspender für sie war. Da hat mir das plötzliche „RIP“ dann schon einen ziemlichen Stich versetzt.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ich unterstelle jedenfalls nicht jedem "gesperrten Nutzer" einen grundsätzlichen Charakterfehler. ;)
Genauso glaube ich, dass die Moderation einige dieser Sperrungen auch eher im Interesse des Users vornimmt. Da haben sich im Eifer des Gefechtes hier schon ein paar User um Kopf und Kragen geschrieben. Bei einigen würde mich schon interessieren, wie es ihnen heute geht.

Auch finde die Diskussion immer noch sehr spannend, angenehm und differenziert. Danke 🙏.
 
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Ich bleib' also dabei - wer meint, hier "aktiv aussteigen" zu wollen bzw. ganz rausgeht darf gerne sein Profil entsprechend anpassen - das ist nachhaltiger als ein "Abschiedsthread". Und wenn's "im Guten" passiert, dann lasst doch euer Account bestehen und den Usernamen erhalten, kostet nichts und schadet nichts und ist doch ein Stück Identität.
Diese Wahl hat jeder User, der seine Aktivität hier freiwillig beenden oder ruhen lassen möchte:
 
Wobei der B-Part ist ... die wenigsten habe es auf diesem Weg (Inaktiv) geschafft auch dauerhaft dem MB fern zu bleiben. Gelegenheit macht Diebe und schon ist man wieder im Zeit fressenden Hamsterrad V.2 ... und spätestens dann "schützen" sich diese User durch das "sich löschen lassen".

Ich betrachte das MB so ein wenig wie eine Stadt mit unterschiedlichen Stadtteilen. Diese sind vom Flair, vom Slang, Anzug vs. Jeans, usw. geprägt. Und da stellst du dich ja auch nicht vor das Rathaus und erzählst allen, dass du jetzt die Stadt verlässt. Das passiert doch eher in den Stammkneipen deines Kiez, bzw. im direkten Kontakt zu deinen Kumpels per PN.

Das MB ist offen für alle die Bock/Spaß auf den Austausch haben, das MB ist ZU für alle, die den anderen diesen Spaß (absichtlich oder unabsichtlich - wir hatten auch schon User die von 10-22 Uhr cool waren und von 22-10 Uhr nicht zu genießen) verderben. Wie in jeder Gemeinschaft, muss da halt auch jeder was mitbringen ... und die Moderation fordert dies auch zuweilen ein.

In Summe also ein Spiegel des Real Life ... und auch da ändern sich Interessen und/oder der Freundeskreis.

Gruß
Martin
 
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Ich habe hier auch schon mal mehr und längere Beiträge geschrieben.

Aber mir geht es ganz ähnlich wie dem einen oder anderen Vorschreiber hier: Mein Alltag ist meistens reichlich gefüllt. Musikschul-Unterricht (noch 1 Jahr bis zur Rente - meine Güte, bin auch schon alt), dazu immer mal einen Job als freischaffender Musiker, und/oder Ton-/Lichttechnik für Veranstaltungen. Und - ganz wichtig - Familie (bin sehr spät Vater geworden, die Tochter ist erst 14).
Und ganz aktuell einige Arbeiten rund ums Haus - letztes Jahr neue Fenster, wobei ich alle Nacharbeiten selber gemacht habe bzw. mache, und dieses Jahr will ich den alten Gasheizkessel gegen eine Wärmepumpe austauschen, ganz in Eigenleistung. Gerade für die Vorbereitung dazu sauge ich etliche Infos aus dem Netz, zapfe auch spezielle Foren an. All das ist nicht unerheblich zeitraubend.
Und an längeren Beiträgen hier zu fachlichen Themen sitze ich auch immer einige Zeit, recherchiere nicht selten noch Backgrounds und Fakten, und wenn ich sorgfältig formulieren möchte, frisst das auch weitere Zeit.
Beine hochlegen und einfach mal ausspannen muss auch einfach mal sein, und dann am besten gar nix machen, oder vielleicht mal wieder in einem Buch lesen ...

Aus allen diesen Gründen bin ich hier eben seit einiger Zeit auch deutlich "sparsamer" unterwegs als früher mal.
Oft ist es aber auch so, dass ich beim Lesen (nach wie vor schaue ich schon noch regelmäßig hier rein) einen Thread entdecke, wo ich etwas dazu schreiben könnte. Aber oft waren dann andere schon schneller und die Frage(n) ist(sind) beantwortet. Dann denke ich mir, dass es reichlich überflüssig ist, dass ich jetzt auch noch meinen Senf dazu gebe. Und wenn ich nichts sinnvolles zu ergänzen habe, dann schreibe ich eben nichts.

Aber wie gesagt, lese ich nach wie vor regelmäßig bei Themen die mich interessieren.
Und was ich an diesem Forum immer klasse fand und nach wie vor klasse finde: Auch nur lesend habe ich vieles lernen können, etliche Infos zu Themen, aber auch Technik/Gear gefunden, die mir gut weiter geholfen haben. Weil andere die Fragen gestellt haben, denen ich später auch begegnet bin und die sich mir auch gestellt haben.
Im Bereich Musiktheorie/Harmonielehre konnte ich aus manchen Fragestellungen (und indem ich Antworten dazu versucht habe zu formulieren) gute und spannende Anregungen für meine eigenen Theoriestunden an der Musikschule nehmen.

Also, auch wenn ich mich ein wenig rar mache hier, an einen "Abschied" denke ich keinesfalls. :)
 
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Ich hoffe eines, dass ich dieses Board erst dann verlasse, wenn der Körper/Geist es nicht mehr zulässt hier zu lesen, zu schreiben, zu lernen, zu geniessen...
und ich hoffe, daß ich das noch selber merke und vor allem rechtzeitig.
 
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Naja, „oben Licht und unten dicht“ wünscht sich doch wahrscheinlich jeder bis zum Ende…
 
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