Vor Jahren haben wir beim Bayreuther Kneipenfestival (im Herbst) und beim BĂŒrgerfest (im Sommer) gespielt.
Bei den Neil Young Nummern kamen Jugendliche (so im Alter zwischen 18 und 25) vor die BĂŒhne und haben die Songs fehlerfrei mitgesungen.
Seltsamerweise konnten die mit den Oldschool-Songs mehr anfangen, als die Generation, die diese Musik noch aus erster Hand erleben konnte.
Ich war schon froh, dass man ĂŒberhaupt Neil Young kannte. Oft ist es so, dass die Interpreten, die wir im Programm haben, kaum jemand kennt.
Die Leute wachen erst bei ZZ Top und AC/DC auf. Das kennen sie halt und das wollen sie hören.
Ich selbst kann mit so Mainstream-Zeugs nicht viel anfangen.
Die groĂe Mehrheit der Zuhörer hat leider einen sehr beschrĂ€nkten musikalischen Horizont. Ich hab noch nie verstanden, wie man immer den selben Einheitsbrei hören kann.
Wenn ich etwas ein paar mal höre, geht es mir relativ schnell auf den Zeiger und ich brauche wieder was anderes.
Wenn ich denen dann Bands nenne, sehen die mich mit groĂen Augen an.
Interessant werden dann die GesprÀche, wenn man jemanden trifft, der diese Bands auch kennt.
Ich kenne aber auch genug aus meiner Generation, die NUR das alte Zeug (aus ihrer Jugend) hören und neuem gegenĂŒber total intolerant sind.
Die verpassen auch einiges. Es gibt viel gute neue Musik, man muss sie nur suchen, dann findet man sie auch (hauptsÀchlich weit weg vom allgemeinem Radiogedudel). Wahrscheinlich sind sie nur zu faul zum suchen.