deutscher Text. Nur Lyric. Nicht für einen Song gedacht

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Paddycore
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Jetzt mal ein deutscher Text von mir. Situationslyric oder sowas.

Lehnt euch kurz zurück und stellt Euch vor Ihr wärt am offenen Meer. Versetzt Euch in diese Situation. Schließt kurz die Augen und lest dann den Text, ruhig und immer mit dem Gedanken am Meer zu stehen im Hinterkopf.

Vielleicht fühlt ihr dann das, was ich gefühlt habe als ich den Text for 15min geschrieben hab: unbeschwerte Leere, Ruhe...

Der Klang in meinen Ohren, der Wind ein letztes Mal in meinen Haaren.
Die Kälte in mir lässt die Zeit still stehen.
Von Wolken verdeckt, dringt kein Licht zu mir durch.
Trotzdem bin ich furchtlos.
Die Leere ist so beruhigend. Alle Last fällt von mir ab.
Die Melodie druchfließt meine Venen.
Die Luft strömt aus meiner Lunge.
Nichts das mich hält
Und ich drifte davon, meine Gedanken verlieren sich in der Tiefe.
Ich spüre mich nicht mehr, kein Gefühl, dass mich nach oben zieht.
Ich drifte, gleite hinab, kein Grund in Sicht.
Nur der Ozean, das offene Meer. Es verschlingt mich, nimmt mir allen Glauben.
Und ich drifte weiter, nur der Klang verbleibt in mir: Bis ich die Augen schließe.
 
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Paddycore
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was haltet ihr von dem text und was löst er aus, wenn er es tut....schreibt einfach was ihr denkt.

Gruß Pat
 
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Kafka Tamura
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Für mich kann Leere nicht unbeschwert sein... Also ich empfinde diesen Text eher als bedrohend. Das macht allerdings auch den Text interessant: "Die Leere ist so beruhigend. Alle Last fällt von mir ab." Da die Leere als positiv, Lastbefreiend beschrieben wird entsteht eine Diskrepanz zu den "normalen" Assoziationen mit "Leere" (bei mir als Vorgefühl des Todes), wie auch eine Diskrepanz zum restlichen Gedicht. Denn alle aufgeführten Bilder deuten auf den Tod hin.
Lethargie, Gleichgültigkeit gegenüber der Bedrohung, auch Todessehnsucht - das ist in diesem Text verarbeitet. Ich kann dieses Gefühl sehr gut nachvollziehen.

Finde das Gedicht soweit ganz gut geschrieben. Einige Zeilen sind vielleicht auch etwas zu abgegriffen. "Wind ein letztes Mal in meinen Haaren", "die Zeit steht still". Positiv ist auf jeden Fall auch die einfache Sprache. Also ich finds insgesamt durchaus ansprechend. :great:
 
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Paddycore
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ok dass es an manchen stellen nichso passend ist liegt daran das sich solche vorm von texten nicht mit einem bestimmten ziel schreibe. Ich sitz aufm balkon und schließ die augen nehme alle eindrücke war und beschreibe einen moment oder etwas dass ich mit diesem moment verbinde.

leere ist für mich auch eigentlich nichts positives aber in dem moment habe ich es so empfunden.
stell dir wirklich vor du ertrinkst, aber das gefühl zu ersticken bleibt aus. du sinkst nur noch weiter rutner, aber hast eben nicht die typischen begleiterscheinungen wie atemnot, angst, panikanfälle, etc etc
so verbleibt nur noch das gefühl der leere und alles wird irgendwie leichter. Man weiß dass gleich alles vorbei ist und so fällt für einen moment jede last ab.

Vielen Dank für die Kritik auf jeden Fall.

Gruß Pat
 
Priceless
Priceless
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Hi,

dein Text regt auf jeden Fall an zum Nachdenken, Träumen, Fallenlassen...

Ich hab kurz gestutzt beim letzten Vers: Bis ich die Augen schließe. Das wurde mir irgendwie erst nach mehrmaligem Lesen klar, am Anfang dachte ich: wieso schließen? Ich verstand das ganze so als Traum, als Fantasie, die im Kopf des 'Träumers' stattfindet, und dann wäre es ja logischer, wenn es endet, sobald man die Augen öffnet ;) Also wirklich, das find ich jetzt irgendwie total super, dass ich das am Anfang gedacht hab, das zeigt nämlich, was da drinsteckt, was da für Bilder im Kopf des Lesers entstehen.

Durch das Schließen der Augen wird es für mich also sozusagen ein 'negatives' Ende... denn mit dem schließen der Augen, immer weiter hinuntergezogen werden (Grund des Meeres?) ist es ja zuende. Aber man empfindet es nicht als schlecht oder schlimm, sondern als befreiende Leere.

Find ich klasse,


Gruß Priceless
 
P
Paddycore
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Danke für das Lob.

Finds gut dass es dir gefällt und dass es Bilder entstehen lässt...das soltle ja auch^^
 

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