Di box und Mixer

von Sebi2310, 27.01.07.

  1. Sebi2310

    Sebi2310 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.01.07   #1
    Hallo,

    es geht um folgendes. Ich habe ein Keyboard. (Stereo Out über 2 Monoklinken 6,3mm)
    Ich betreibe es zurzeit mit einer DI Box. da die entfernung zum Verstärker (aktivbox) oder zum Mixer doch schon mal etwas größer wird. Derzeit habe ich ein Behringer Eurorack 802a als Mischpult.
    Ich benutze einen Stereokanal. Nicht 2 Monokanäle da es Symetrische Klinkenbuchsen besitzt. Bei diesem Mischpult ist es also meiner Meinung nach kein problem.

    Was ist aber bei anderen Mischpulten (z.B. yahmaha MG serie). Bei diesen sind die sterobuchsen asymetrisch ausgelegt. Hier müsste man also über 2 Monokanäle gehen oder? Aber wie verhältsich das mit dem Mikrofonvorverstärker beeinflußt dieser den klang negativ?

    Was passiert wenn jemand den Schalter für die Phantomspeisung ausversehen betätigt. (außer das ich den typen Rundmach wie ne Kugel!) Bei Dynamischen Mikros währe das ja noch zu verkraften aber ein Keyboard würde sich wohl über 48V nicht so freuen.

    Ich weiß das die DI eine Trennung der beiden leitungen vornimmt. Aber angenommen es handelt sich bei diesen 48V um eine konstante gleichspannung würde doch auf der anderen seite im Moment der Spannungsänderung von 0 auf 48 auch auf der Keyboardseite eine Spannung anliegen werden. Oder?
    Was würde bei einem teuren gerät passieren was bereits XLS buchsen besitzt also eine DI box unnötig macht?
    Ich denke über die neuanschaffung eines Mixers nach da der alte einfach zu klein ist. Dabei hatte ich einen aus der Oben genannten MG serie im sinn. Wenn man das (defakto aussgeshlossene Problem mit der Phantomspeisung) vernachlässigt (Nottfalls schalter raus und schlüsselschalter rein). Würde das in frage kommen oder was gibt es für ordentliche alternativen. Meine Preisvorstellungen liegen bei etwa 300-400€.
    Darüber laufen sollen: 2 Keyboards, min 2 Mikrofone (gesang), eventuell gitarre, Bass und Schlagzeug (für letzteres würde ich 4 Kanäle Planen). Ein paar reserven wären aber schon nicht schlecht. Nottfalls kann das Schlagzeug aber auch Extern gemischt werden.

    cu
    Sebi2310
     
  2. RaumKlang

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    Erstellt: 27.01.07   #2
    Dann ist die Phantomspeisung aktiviert - vorausgesetzt, sie war vorher aus.
    Wenn sie vorher an war, ist sie nach Betätigung des Schalters aus.
    Hier noch ein paar Fragezeichen zum Selbsteinbauen: ????????? (Ich vermute, es sollte sich dabei um eine Frage handeln).


    Preisfrage: Woher kommt das "Phantom" in der Speisung?
    Richtig: Geräte, die sie nicht brauchen, "sehen" sie auch nicht. [1]


    Die konstante Gleichspannung möchte ich nicht nur angenommen, sondern garantiert haben.
    Sollte sie nicht konstant sein, würde ich dazu neigen, den Hersteller "rund zu machen wie ne Kugel".


    Wenn man die Phantomspeisung einschaltet?
    Nichts - wenn die Buchsen korrekt beschaltet sind, bekommt das entsprechende Gerät davon nichts mit.

    [1] Die Phantomspeisung liegt am XLR-Eingang zwischen [Pin 2 + Pin 3] und [Pin 1].
    Pin 1 stellt dabei die Schirmung dar, Pin 2 ist, bezogen auf das Nutzsignal "hot", Pin 3 "cold".
    Der (angenommene) OpAmp, der in Deinem Keyboard die Symmetrierung des Signals vornimmt, hängt mit seinen Ausgängen an Pin 2 und 3, welche in Bezug auf die Phantomspeisung stets gleiches Potenzial führen.
    Ihr Potenzial ändert sich ausschließlich gegenüber Pin 1 (Schirm) um den Betrag der Speisespannung des Pultes, wenn man diese ein- oder ausschaltet.

    Gleiches gilt für den Übertrager einer (passiven) DI-Box.
    Auch der hängt ausgangsseitig an Pin 2 und 3.
    Die Gleichspannung zwischen Pin 1 und [Pin 2 + 3] bekommt er überhaupt nicht mit.

    Ganz davon abgesehen, liegt Phantomspeisung idR bei nahezu allen Pulten ausschließlich an den XLR-Eingängen an, Line-Ins über Klinke sind idR unsymmetrisch ausgeführt (bis auf wenige und teure Ausnahmen).

    Vorsicht aber, wenn Adapterkabel von Mono-Klinke auf XLR benutzt werden, bei denen Pin 1 und 3 verbunden sind: Das schließt die Phantomspeisung kurz und kann im dümmsten Fall dazu führen, dass diese am gesamten Pult ausfällt.

    Also immer, wenn etwas unsymmetrisches an einen symmetrischen Mikrofoneingang angeschlossen werden soll und Phantomspeisung auf anderen Kanälen notwendig ist (und sich nicht getrennt pro Kanal deaktivieren lässt) DI-Box benutzen.
     
  3. Sebi2310

    Sebi2310 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.01.07   #3
    Aua Das hat gesessen :D


    Danke für die hilfe. Wenn ich das jetzt richtig verstehe dann kann ich mein Keybaord also gefahrenlos mittels DI an Phantom anschließen. Das alte Mischpult hat benannte symetrische Line eingänge (war aber ein eher billiges).

    Wenn sich aber zwichen den Pins 2,3 und Pin 1 48V befinden dann wird die schirmung doch trotzdem im Keyboard angeschlossen, oder? Warum das potenzial was dort besteht keine gefahr für das gerät darstellt ist mir nicht einleuchtend.
    cu
    Sebi2310
     
  4. andi85

    andi85 Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 27.01.07   #4
    Dazu möchte ich doch kurz auch mal was fragen. Und zwar...
    So ein Stereomikro wie es für MD-Recorder verwendet wird - könnte ich das mit einem Adapter von der Miniklinke auf 2x Klinke und 2 DI-Boxen an 2 Monokanäle anschließen?
    Es war nur die Überlegung da, beim nächsten Probenraummitschnitt mal ein Raummikro mitlaufen zu lassen - und so eins wär eben schon da.
     
  5. RaumKlang

    RaumKlang Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 27.01.07   #5
    Korrekt.

    Sind die Mono-Line-Ins auch symmetrisch ausgelegt?


    Natürlich wird der Schirm auch mit angeschlossen.
    Der Trick an der symmetrischen Signalführung ist der, dass neben dem Nutzsignal (Pins 2 und 3) auch noch eine separate Schirmung (Pin 1) besteht, die idR auf Masse liegt.
    Der Schirm liegt beidseitig auf Masse und stellt ebenso den negativen Pol der Phantomspeisung dar.
    Geräte, die Phantomspeisung brauchen, holen sich diese aus der Leitung (Auskopplung), bei Geräten, die diese nicht brauchen, kommt sie exakt bis zu den Koppelkondensatoren der Ausgangsstufe.

    Hier schön zu sehen: http://sound.westhost.com/p93-f7.gif

    Der Bereich mit/um Q1 und Q2 dient der Auskopplung der Phantomspeisung, um den OpAmp (U1A/U1B) mit Strom zu versorgen.
    C6 und C7 sorgen u.a. dafür, dass die Phantomspeisung den Ausgang des OpAmps (Pins 1 und 7) nicht erreicht.
    Sie stellen quasi zusammen mit R1 und R2 einen Hochpass dar, der keine Gleichspannung durchlässt.
     
  6. Sebi2310

    Sebi2310 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.07   #6
  7. RaumKlang

    RaumKlang Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.07   #7
    Eher nicht, die meisten dieser Mikros benötigen eine kleine Speisespannung, die vom Recorder idR am Mikroeingang zur Verfügung gestellt wird.
    Wenn es ein Mikro mit Batteriespeisung sein sollte: Ja, das ginge.
     
  8. andi85

    andi85 Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 29.01.07   #8
    Ja, es ist eins mit Batterie. Super, dann probiere ich das mal.
    Vielen Dank!!
     
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